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Beitrag Nr. 13-181
03.12.2014 16:58
Uwebus schrieb in Beitrag Nr. 13-173:Rupert,
sieh doch mal die Sache unter dem Blickwinkel "Zeit ist ein Maßstab". Jetzt nimmst du 2 gleiche Atomuhren, eine in Braunschweig als Normalzeitgeber für die mitteleuropäische Zeit, die über Funk an deinen Wecker übertragen wird, die andere Uhr baust du in einem Satelliten ein, der in einer gegebenen Höhe auf einer stabilen Umlaufbahn kreist. Mit zunehmender Höhe nimmt der Gravitationsdruck ab (nimm das mal so zur Kenntnis), d.h. der Umgebungsdruck auf die Uhr sinkt, sie kann schneller oszillieren. Aufgrund der Umlaufgeschwindigkeit des Satelliten aber ergibt sich eine Verdrängungswelle um das Satellitenfeld, die erzeugt Staudruck, also steigt der Umgebungsdruck und die Uhr bewegt sich wieder langsamer. Hier wirken also zwei entgegengesetzte Einflüsse auf die Satellitenuhr, zunehmende Höhe beschleunigt den inneren Oszillationsvorgang, zunehmende Geschwindigkeit im ruhenden Gravitationsfeld der Erde verlangsamt den Oszillationsvorgang. Also je nach Höhe der Satellitenbahn ergibt sich unterschiedlicher Uhrenzeitgang, in niedrigen Höhen verlangsamt er sich gegenüber der Uhr in Braunschweig, in großen Höhen beschleunigt er sich. Nun gibt es eine Umlaufbahn, in der der Zeitgang beider Uhren gleich ist, die Höhe kann man ganz einfach ausrechnen http://uwebus.de/Zeitdilatation.pdf , versuchs mal selbst, dann begreifst du vielleicht einfacher, was Zeitdilatation ist und wie sie entsteht.
Gruß
Hallo Uwebus, du beschreibst hier die Dilatation durch Gravitation, wo eine Uhr in einem Satelliten bei größerer Entfernung von unserem Planeten nicht langsamer, sondern schneller tickt. Eigentlich genau das Gegenteil vom Zwillingsparadoxon, wo aufgrund der Lichtgeschwindigkeit im Raumschiff die Zeit sich verlangsamen soll. Über das diskutieren wir die ganze Zeit.
Uwebus, dass Uhren durch irgendwelche Umstände schneller oder langsamer ticken, das stört mich gar nicht so. Aber das chemische Prozesse im menschlichen Organismus - also auch der Alterungsprozess – sich verlangsamen, dagegen wehre ich mich, weil es naturgesetzlich einfach nicht passt.
Wenn nun in der Wirklichkeit ein Raumfahrer 4 Millionen Jahre fort ist, er aber laut Theorie nur 56 Jahre unterwegs sein soll, er also in den 4 Millionen Jahren, die er ja wirklich fort ist, nur 56 Jahre älter wird, dann ist das für mich nicht mehr als mathematische Zauberei. Trotz Aufklärung könnte man sagen, es ist nicht mehr als moderner mathematischer Aberglaube.
So, jetzt bekomme wohl ich haue.:)
Gruß
rupert
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) ein Bezugssystem bilden. Wenn sich nun zwischen (!) den beiden etwas bewegt, greift dort das Zwillingsparadoxon. Bei Wikipedia fand ich dann auch die Bestätigung: Eine Uhr, die sich zwischen (!) zwei anderen Uhren bewegt, geht gegenüber den anderen beiden Uhren nach. Das war mir früher so nicht bewusst. Und so geht es immer weiter, immer wieder neue "Kleinigkeiten", die sich als enorm wichtig herausstellen. Ich kann Claus´ Beitrag gar nicht genug loben.
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