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Beitrag Nr. 13-262
15.12.2014 16:11
Hallo Harti,
Bis hierhin alles ok.
Das ist falsch:
Nehmen wir einmal an, in der Rakete wirft der Reisezwilling einen Ball mit v = 10m/s von links nach rechts. Aus der Sicht des Erzwillings bleibt der Raummaßstab quer zur Fahrtrichtung konstant, die Zeit des Raketensystems ist aus Erdsicht um den Lorentzfaktor 1/0,6 = 1,67 gedehnt. Der Erdzwilling stellt somit im System des Reisezwillings eine Geschwindigkeit von 10m/ 1,67s = 6m/s fest. Noch schlimmer wird es, wenn der Reisezwilling den Ball nach vorn oder nach hinten wirft. Der Raummaßstab verkürzt sich um den Faktor 1,67 und der Zeitfaktor dehnt sich um denselben Betrag. Der Erdzwilling stellt in diesem Fall also eine Geschwindigkeit des Balls von 10/1,67m / 1,67s = 3,6 m/s fest1.
Anmerkung: Die Rechnung für die ermittelte Geschwindigkeit in Fahrtrichtung ist ungenau und dient hier nur der Veranschaulichung, dass die Geschwindigkeiten im Bezugssystem des Reisezwillings vom Erdzwilling anders, nämlich geringer, beurteilt werden. Für eine genaue Rechnung müsste hier das Geschwindigkeitsadditionstheorem zu Grunde gelegt werden.
Der erste Satz ist somit falsch. Der zweite Satz wäre zwar ok, aber er widerspricht dem ersten. Wie könnte der Reisezwilling vom "reinen Alter" her nach der Reise jünger geblieben sein, wenn er andererseits genauso schnell altern soll, wie der Erdzwilling?
Harti schrieb in Beitrag Nr. 13-240:Der Erdzwilling ist mit seinem Bezugssystem (mathematisch vorstellbar als ein Koordinatensystem) verbunden und der Reisezwilling seinerseits mit seinem Bezugssystem. Beide Zwillinge "ruhen" jeweils in ihrem Bezugssystem, das bedeutet, sie verändern sich in diesem Bezugssystem räumlich nicht.
Wenn ich den Reisezwilling aus der Position des Erdzwillings betrachte, das Bezugssystem des Erdzwillings zur Grundlage der Betrachtung mache, treten für den Erdzwilling im Bezugssystem des Reisezwillings die relativistischen Effekte auf, das heißt die Maßstäbe für Raum und Zeit sind mit dem Lorentz-Faktor verändert. Dies gilt auch für die im Bezugssystem des Reisezwillings befindlichen Objekte, also den Reisezwilling selbst, eine Rakete etc.
Bis hierhin alles ok.
Zitat von Harti:Auch aus der Sicht des Erdzwillings bleibt aber das Verhältnis von Raum und Zeit ( Veränderungsgeschwindigkeiten) im System des Reisezwillings unverändert und entspricht Geschwindigkeiten in seinem eigenen System; denn im selben Maße wie sich der Längenmaßstab verkürzt, dehnt sich der Zeitmaßstab.
(Beispiel: 1000m zu 1/10s = 100m zu 1s)
Das ist falsch:
Nehmen wir einmal an, in der Rakete wirft der Reisezwilling einen Ball mit v = 10m/s von links nach rechts. Aus der Sicht des Erzwillings bleibt der Raummaßstab quer zur Fahrtrichtung konstant, die Zeit des Raketensystems ist aus Erdsicht um den Lorentzfaktor 1/0,6 = 1,67 gedehnt. Der Erdzwilling stellt somit im System des Reisezwillings eine Geschwindigkeit von 10m/ 1,67s = 6m/s fest. Noch schlimmer wird es, wenn der Reisezwilling den Ball nach vorn oder nach hinten wirft. Der Raummaßstab verkürzt sich um den Faktor 1,67 und der Zeitfaktor dehnt sich um denselben Betrag. Der Erdzwilling stellt in diesem Fall also eine Geschwindigkeit des Balls von 10/1,67m / 1,67s = 3,6 m/s fest1.
Anmerkung: Die Rechnung für die ermittelte Geschwindigkeit in Fahrtrichtung ist ungenau und dient hier nur der Veranschaulichung, dass die Geschwindigkeiten im Bezugssystem des Reisezwillings vom Erdzwilling anders, nämlich geringer, beurteilt werden. Für eine genaue Rechnung müsste hier das Geschwindigkeitsadditionstheorem zu Grunde gelegt werden.
Zitat von Harti:Da die Veränderungsgeschwindigkeit in beiden Systemen gleich ist, altert der Reisezwilling nicht schneller als der Erdzwilling. Wenn man nur die Zeit, das reine Alter, betrachtet, erscheint der Reisezwilling aus Sicht des Erdzwillings allerdings jünger, weil der Zeitmaßstab im System des Reisezwillings gedehnt ist.
Der erste Satz ist somit falsch. Der zweite Satz wäre zwar ok, aber er widerspricht dem ersten. Wie könnte der Reisezwilling vom "reinen Alter" her nach der Reise jünger geblieben sein, wenn er andererseits genauso schnell altern soll, wie der Erdzwilling?
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) taucht Claus´ Zeichnung auf. Ein Glück, nun löst sich mein Problem. Ich schaue sie mir voller Freude an. Und verstehe nur Bahnhof. Nach stundenlangem Anglotzen der Zeichnung wird mir nebulös klar, dass ich nun mit Parallelverschiebung Reisis Gleichzeitigkeit von 1 Erdjahr und 18 Erdjahren ablesen kann, nun aber nicht mehr von 5 Erdjahren! Denn laut Zeichnung kann Reisi Gleichzeitigkeit für Erdjahr 0-3,6 und für 16,4 bis 20 bestimmen. Und dazwischen??? Und wie soll Reisi 18 Erdjahre vergehen sehen, wenn aus seiner Sicht nur 7,2 Jahre auf der Erde vergehen?! Also hatte ich nun zwei Probleme: Ich konnte weder für 5, noch für 18 Erd-Jahre sicher Gleichzeitigkeit für Reisi vorhersagen. Danke Claus
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M.E. überhaupt nicht "doof formuliert".Auf diese Erkenntnis wollte ich hinaus.
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