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Zwillingsparadoxon

Thema erstellt von Derfragende 
Beiträge: 952, Mitglied seit 5 Jahren
Bauhof schrieb in Beitrag Nr. 13-421:
Henry-Dochwieder schrieb in Beitrag Nr. 13-419:
Es wird ein Inertialsystem definiert, auf das sich die zwei Inertialsysteme A und B beziehen, das ist der Fixsternhimmel, und darauf bezogen sind auch ursprünglich die Uhren synchronisiert (das ist der Hauptgrund, die Uhren müssen einen gemeinsamen Bezugspunkt haben, wie sonst sollten sie sonst synchronisiert werden?).

Hallo Henry,

zur Synchronisation von Uhren ist kein fester Bezugspunkt notwendig. Es gibt die Einstein-Synchronisation in mehreren Varianten. Eine Variante ist folgende:

Man hat drei Uhren A, B und C. Die Uhren A und C sollen miteinander synchronisiert werden. Man bringt die Uhren in eine Linie. Die Uhr B ist in der Mitte und hat zu den Uhren A und C den gleichen Abstand.

Dann sendet B ein Uhrzeittelegramm gleichzeitig an A und C. Danach laufen A und C synchron. Warum? Weil das Signal die gleiche Zeit braucht um von B nach C und von B nach A zu gelangen. Dazu wird nur vorausgesetzt, dass der Raum zwischen den Uhren homogen und isotrop ist.

M.f.G. Eugen Bauhof

Hi, Eugen!

Wir definieren ein Bezugsystem, nicht einen Bezugspunkt, in dem postuliert wird, dass der Raum homogen und isotrop ist. Dann wird die Lichtgeschwindigkeit anhand EINER Uhr bestimmt. Damit ist die Synchronisation zweier Uhren möglich.

Voraussetzung ist also das Postulat der Konstanz von c und Homogenität bzw. Isotropie des Raumes. Die festen Bezugspunkte beziehen sich auf Zielplanet, Startplanet, Umkehrpunkt. Wenn du keinen materiellen Bezugspunkt hast, kannst du nicht feststellen, ob eine Bewegung stattfindet (für unser Beispiel nur Rakete und Startplanet).
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Beitrag zuletzt bearbeitet von Henry-Dochwieder am 31.03.2015 um 16:33 Uhr.
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Henry-Dochwieder schrieb in Beitrag Nr. 13-422:
Hi, Eugen!
Wir definieren ein Bezugsystem, nicht einen Bezugspunkt, in dem postuliert wird, dass der Raum homogen und isotrop ist. Dann wird die Lichtgeschwindigkeit anhand EINER Uhr bestimmt. Damit ist die Synchronisation zweier Uhren möglich.

Hallo Henry,

das verstehe ich nicht, wie das funktionieren soll. Mache am besten eine Zeichnung und schildere die genaue Prozedur.

M.f.G. Eugen Bauhof
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der Normale aus seinen Erfahrungen,
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Beiträge: 952, Mitglied seit 5 Jahren
Bauhof schrieb in Beitrag Nr. 13-423:
Henry-Dochwieder schrieb in Beitrag Nr. 13-422:
Hi, Eugen!
Wir definieren ein Bezugsystem, nicht einen Bezugspunkt, in dem postuliert wird, dass der Raum homogen und isotrop ist. Dann wird die Lichtgeschwindigkeit anhand EINER Uhr bestimmt. Damit ist die Synchronisation zweier Uhren möglich.

Hallo Henry,

das verstehe ich nicht, wie das funktionieren soll. Mache am besten eine Zeichnung und schildere die genaue Prozedur.

M.f.G. Eugen Bauhof

Die Lichtgeschwindigkeit kann mit einer einzigen Uhr bestimmt werden, in dem man schlicht zwei Spiegel benutzt, zwischen denen ein Lichtstrahl hin und zurück geschickt wird. Die Geschwindigkeit ist dann einfach 2 x die Strecke von einem Spiegel zum anderen (also Hin- und Rückweg bezogen auf den ersten Spiegel), geteilt durch die gemessene Zeit in Sekunden (c=2l/t2-t1). Und diese Geschwindigkeit erhalten wir durch eine Zeitmessung anhand der Zeigerstellung einer Uhr.

Und die Synchronisation kann so erfolgen wie von. dir vorgeschlagen.

Auf die Zeichnung musst du leider verzichten, kann ich nicht (Ipad).
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Henry-Dochwieder schrieb in Beitrag Nr. 13-424:
Die Lichtgeschwindigkeit kann mit einer einzigen Uhr bestimmt werden, in dem man schlicht zwei Spiegel benutzt, zwischen denen ein Lichtstrahl hin und zurück geschickt wird. Die Geschwindigkeit ist dann einfach 2 x die Strecke von einem Spiegel zum anderen (also Hin- und Rückweg bezogen auf den ersten Spiegel), geteilt durch die gemessene Zeit in Sekunden (c=2l/t2-t1). Und diese Geschwindigkeit erhalten wir durch eine Zeitmessung anhand der Zeigerstellung einer Uhr.

Und die Synchronisation kann so erfolgen wie von. dir vorgeschlagen.

Auf die Zeichnung musst du leider verzichten, kann ich nicht (Ipad).

Hallo Henry,

ich denke, was du beschreibst, das ist die erste Variante bei Einsteins Konvention. Es gibt mehrere Möglichkeiten, um zwei Uhren zu synchronisieren. Bei der von mir beschriebenen Methode ist die Bestimmung der Lichtgeschwindigkeit nicht notwendig.

M.f.G. Eugen Bauhof
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Bauhof schrieb in Beitrag Nr. 13-425:
Henry-Dochwieder schrieb in Beitrag Nr. 13-424:
Die Lichtgeschwindigkeit kann mit einer einzigen Uhr bestimmt werden, in dem man schlicht zwei Spiegel benutzt, zwischen denen ein Lichtstrahl hin und zurück geschickt wird. Die Geschwindigkeit ist dann einfach 2 x die Strecke von einem Spiegel zum anderen (also Hin- und Rückweg bezogen auf den ersten Spiegel), geteilt durch die gemessene Zeit in Sekunden (c=2l/t2-t1). Und diese Geschwindigkeit erhalten wir durch eine Zeitmessung anhand der Zeigerstellung einer Uhr.

Und die Synchronisation kann so erfolgen wie von. dir vorgeschlagen.

Auf die Zeichnung musst du leider verzichten, kann ich nicht (Ipad).

Hallo Henry,

ich denke, was du beschreibst, das ist die erste Variante bei Einsteins Konvention. Es gibt mehrere Möglichkeiten, um zwei Uhren zu synchronisieren. Bei der von mir beschriebenen Methode ist die Bestimmung der Lichtgeschwindigkeit nicht notwendig.

M.f.G. Eugen Bauhof

Oh doch, die Bestimmung der Lichtgeschwindigkeit ist Voraussetzung, weil die Synchronisation der Uhren nur über die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit funktioniert. Und außerdem ist die Konstanz von c doch gerade der Grund, weshalb wir überhaupt über die Zwillingsgeschichte diskutieren. Die gesamte Geschichte mit der Nichtgleichzeitigkeit macht nur mit der Lichtgeschwindigkeit Sinn.

Wenn man weiß, wie schnell das Licht ist, weiß man, welche Zeit es für eine bestimmte Strecke benötigt, und wenn man postuliert, das das Licht für diese Strecke IMMER, in welchem Bezugssystem auch immer gemessen, dieselbe Zeit benötigt, kann man auf die unterschiedlich vergehende Zeit in zueinander bewegten Inertialsystemen schließen.

Die Definition eines Inertialsystems ist übrigens deshalb notwendig, weil es genau genommen keine Inertialsysteme gibt, kein System im Universum ist vor der Wirkung von Kräften außerhalb seiner selbst abgeschlossen.
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Beitrag zuletzt bearbeitet von Henry-Dochwieder am 31.03.2015 um 17:25 Uhr.
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Zitat von Henry:
Weshalb unglücklicherweise? Das Experiment wollte die Existenz des Äthers nachweisen und einen Unterschied in der Lichtlaufzeit zwischen der Bewegungsrichtung mit und quer zu Erdbewegung, das ist nicht gelungen und ist damit genau das, was man heute erwartet. Und eine Längenkontraktion bewegter Objekte ist anhand von schweren Ionen heute nachgewiesen, das sind beschleunigte Ionen gewesen, also bevorzugte Systeme und es erübrigt sich die Frage, wie sich die Längenkontraktion aus Sicht der Ionen darstellt - aus deren Sicht gibt es keine.

Ist es nicht eher so, dass die rotierende, umlaufende, „spiralig“ translatierende Erde eine „Quasi – Inertia“ darstellt.
“Quasi“ deshalb weil eine „Reine – Inertia“ nur schwer möglich ist – bestenfalls theoretisch andenkbar wäre.
Eine unterschiedliche Lichtausbreitung, somit so oder so, gar nicht zu erwarten ist.
Die frei angenommene Streckenverkürzung somit nichts weiter ist,
als eine freundliche Anpassung an die falschen
Annahmen von Michelson – Morley.

und aus – Auf dem Holzweg durchs Universum – von Alexander Unzicker
Untertitel - Warum sich die Physik verlaufen hat

das Zitat von Ernst Mach

Es ist vollkommen außerhalb unserer Möglichkeiten, die Veränderung der Dinge in der Zeit zu messen.
Im Gegenteil - Zeit ist eine Abstraktion, zu der wir durch die Veränderung der Dinge gelangt sind.

lg Harald
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Es gibt nur eine Zeit - die aktive und die passive Gegenwart - und Gravitation
ist die Antwort der Gegenwart auf die Einwirkung vergangener Wichtigkeiten.
Beitrag zuletzt bearbeitet von Harald Denifle am 04.04.2015 um 13:53 Uhr.
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Claus schrieb in Beitrag Nr. 13-404:
Hallo Bauhof,
Inzwischen kannst du die Tatsache, dass B die Ereignisse aus dem schwarzen Bereich von A sehen kann auch bereits aus meinem Diagramm in Beitrag Nr. 13-397 ablesen:

Zu jedem Punkt der Geschichte von A gibt es eine Weltlinie des Lichts zu B. Die Ereignisse des Zeitintervalls tA [1,28 - 2,72] werden auf des Intervall tB [1,84 - 2,56] abgebildet.

Hallo Claus,

ich habe das Problem in einem Thread bei quanten.de erörtert. Ein Physik-Profi mit dem Nick “ICH“ hat mich auf die Spur gebracht. Ich denke ich sehe jetzt klar. Du hast recht, der reisende Zwilling B kann während seiner Reise mit dem Fernrohr Ereignisse im “schwarzen“ Bereich sehen. Mein erster Irrtum war folgende Überlegung:

Der Erdling sendet ein Uhrzeittelegramm mit einer Dauer von einer Sekunde. Dieser Impuls trifft nach einer gewissen Zeit X am Ereignispunkt B ein. Woher weiß man von vornherein ohne zu rechnen, dass der reisende Zwilling B auf seiner Weltlinie genau zum richtigen Zeitpunkt beim Ereignis B ankommt?

Richtig ist, dass die gesamte Bewegung des reisenden Zwillings B durch die Weltlinie bereits gegeben ist. Er kann sich nicht noch zusätzlich auf der Weltlinie bewegen (wie ich annahm), weil dazu eine zusätzliche Zeit für diese Bewegung nötig wäre, die es nicht gibt. Denn die Weltlinie ist ja bereit die Repräsentanz seiner gesamten Bewegung durch den Raum und durch die Zeit.

In Wirklichkeit bewegt sich der reisende Zwilling B im Raum auf einer Geraden, wenn er auf dem Rückflug zur Erde ist. Und das Uhrzeittelegramm vom Erdling kommt ihm auf dieser Geraden genau entgegen. Deshalb wird er irgendwann auch das Uhrzeittelegramm empfangen, das nur eine Sekunde dauert. Das Signal erscheint dann für ihn blauverschoben.

Auch auf dem Hinflug wird der reisende Zwilling B Signale vom Erdling empfangen, denn die Radio-Signale holen ihn ein, weil er sich mit v<c bewegt. Die Signale erscheinen dann für ihn rotverschoben.

Mein zweiter Irrtum war, dass der reisende Zwilling B nur die Ereignisse im Leben des Erdlings sehen könnte, die durch Linien der Gleichzeitigkeit verbunden werden können. Das ist falsch.

M.f.G Eugen Bauhof
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und nochmals Unzicker:

Die Physik ist in Teilgebiete zersplittert, die gegen Kritik von außen weitgehend immun sind.
Man muss davon ausgehen, dass ein subtiler Irrtum in einem etablierten Paradigma noch viel länger überleben kann.

Galileo Galilei meinte zu gleichem Thema:

In Fragen der Wissenschaft wiegt die Autorität von Tausenden
nicht das bescheidene Nachdenken eines einzelnen Individuums auf.

HD
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ist die Antwort der Gegenwart auf die Einwirkung vergangener Wichtigkeiten.
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Bauhof schrieb in Beitrag Nr. 13-414:
Hallo Claus,
ich bin es gewohnt, bei den Minkowski-Diagrammen immer die die Ordinate als Zeitachse zu wählen. So ist es auch in der Literatur üblich. Deshalb versuche ich anhand eines eigenen Diagramms (zunächst aus der Sicht von A) mir die Sache klar zu machen. Das wird aber ein paar Tage dauern.
M.f.G. Eugen Bauhof

Hallo Claus,

hier die versprochenen Minkowski-Diagramme:


Im Diagramm “Terence send Pulses to Stella“ erkennt man, dass die reisende Stella auf ihrer gesamten Reise die Ereignisse bei Terence mit dem Fernrohr beobachten kann. Am Hinweg empfängt Stella die Lichtimpulse rotverschoben und am Rückweg blauverschoben.

M.f.G Eugen Bauhof
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Claus (Moderator)
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Hallo Harald,

Harald Denifle schrieb in Beitrag Nr. 13-429:
Die Physik ist in Teilgebiete zersplittert, die gegen Kritik von außen weitgehend immun sind.

Einerseits sollte mit nachvollziehbaren Argumenten untermauerte Kritik nicht nur Physikern willkommen sein.
Andererseits sollte Immunität gegen argumentloses Dünngerede für jedermann erstrebenswert sein.
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Claus (Moderator)
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Hallo Bauhof,

Bauhof schrieb in Beitrag Nr. 13-428:
In Wirklichkeit bewegt sich der reisende Zwilling B im Raum auf einer Geraden, wenn er auf dem Rückflug zur Erde ist. Und das Uhrzeittelegramm vom Erdling kommt ihm auf dieser Geraden genau entgegen. Deshalb wird er irgendwann auch das Uhrzeittelegramm empfangen...

So ist es. Das versuchte ich in Beitrag Nr. 13-372 mit dem Beispiel der „Kanonenkugel“ zu verdeutlichen.

Zitat von Bauhof:
Das Signal erscheint dann für ihn blauverschoben.

Richtig. Und die relativistische Blauverschiebung bedeutet bei 0,6c, dass ein beschleunigter Uhrengang um den Faktor 2 beobachtet wird.

Zitat von Bauhof:
Auch auf dem Hinflug wird der reisende Zwilling B Signale vom Erdling empfangen, denn die Radio-Signale holen ihn ein, weil er sich mit v<c bewegt. Die Signale erscheinen dann für ihn rotverschoben.

Auch das ist richtig. Die relativistische Rotverschiebung bewirkt in diesem Fall, dass die Zwillinge beim jeweils anderen den Uhrengang mit dem Faktor 0,5 (die Uhr des Anderen läuft nur halb so schnell wie die eigene) beobachten.

Die Faktoren für die Rotverschiebung auf der Hinreise und für die Blauverschiebung auf der Rückreise sind aufgrund der wechselseitigen Gültigkeit der Effekte für beide Zwillinge zwar dieselben. Wichtig ist dabei jedoch, dass die Zwillinge die Phasen der jeweiligen Rot- und Blauverschiebung unterschiedlich lang beobachten!

A sieht in 80% der Reisezeit (also bis zu seinem Jahr 3,2) eine Rotverschiebung und nur in 20% der Reisezeit (die restlichen 0,8 Jahre) eine Blauverschiebung.
B sieht dagegen die Rotverschiebung (und die damit verbundene verlangsamte Uhr in A) nur in 50% seiner Reisezeit, nämlich bis zum Erreichen des Umkehrpunkts.

Während nun B die Erde kurz vor der Umkehr in einer Entfernung von 0,6 Lj sieht, „springt“ sie direkt nach dem Wechsel des Bezugssystems in eine Entfernung von 2,4 Lj1. In den restlichen 50% seiner Reisezeit eilt B also allen seit dem Jahr 0,8 von A ausgesendeten Lichtsignalen entgegen und beobachtet dabei deren Blauverschiebung (und damit auch den beschleunigten Gang der Uhr in A).

Auf diese Weise erklärt sich, dass B am Ende der Reise genüber A jünger geblieben ist.

1 vgl. mein Diagramm in Beitrag Nr. 13-409
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Hallo alle miteinander!
Harald Denifle schrieb in Beitrag Nr. 13-429:
und nochmals Unzicker:

Die Physik ist in Teilgebiete zersplittert, die gegen Kritik von außen weitgehend immun sind.
Man muss davon ausgehen, dass ein subtiler Irrtum in einem etablierten Paradigma noch viel länger überleben kann.

Galileo Galilei meinte zu gleichem Thema:

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nicht das bescheidene Nachdenken eines einzelnen Individuums auf.

HD
Von Alexander Unzicker gibt es das vorhergehende Buch "Vom Urknall zum Durchknall" auf http://de.bookzz.org kostenlos als.pdf zum Herunterladen.

MfG und FROHE OSTERN
Lothar W.
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http://struktron.de
Erklären kleine diskrete Objekte die Grundlagen der Standardphysik?
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(Ich) Sitze in der Lounge des Hotels Storchen in Zürich.

Die Wiener Universität feiert das 650 Jahre Jubiläum. Natürlich sind 650 Jahre Grund genug die Exzellenz,
Kompetenz, etc. der Wiener Universität ins rechte Licht zu rücken auch wenn die Nobelpreisträger
etwas rar geworden sind und das Ranking laufend abwärts steigt.

ein Mail von Kurt K.
Tatsächlich leben wir ja nicht wirklich in einer Demokratie, sondern eher in einer Oligokratie der Interessenvertretungen.
Und, sorry, aber international hochrangige Grundlagenforschung läuft ausschließlich über kompetitive Projektgelder.


Klar, dass man weiterhin hochrangige Grundlagenforschung, mit reichlich kompetitivem Projektgeld, betreiben will.
Kann ich verstehen.
In der Schweiz bezeichnet man das „werbende umhergehen“ auf der Suche nach Geldmittel für Projekte mit dem Wort – „weibeln“.
Wikipedia kennt den „Weibel“ allerdings auch als „Amtsdiener“.

Auch der „Storchen“ feiert seinen 650 er.
Ruhig gelassen an der Limmat gelegen offen für Alle.

Frohe Ostern
HD
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Es gibt nur eine Zeit - die aktive und die passive Gegenwart - und Gravitation
ist die Antwort der Gegenwart auf die Einwirkung vergangener Wichtigkeiten.
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Harald Denifle schrieb in Beitrag Nr. 13-434:
(Ich) Sitze in der Lounge des Hotels Storchen in Zürich.

Die Wiener Universität feiert das 650 Jahre Jubiläum. Natürlich sind 650 Jahre Grund genug die Exzellenz,
Kompetenz, etc. der Wiener Universität ins rechte Licht zu rücken auch wenn die Nobelpreisträger
etwas rar geworden sind und das Ranking laufend abwärts steigt.

ein Mail von Kurt K.
Tatsächlich leben wir ja nicht wirklich in einer Demokratie, sondern eher in einer Oligokratie der Interessenvertretungen.
Und, sorry, aber international hochrangige Grundlagenforschung läuft ausschließlich über kompetitive Projektgelder.


Klar, dass man weiterhin hochrangige Grundlagenforschung, mit reichlich kompetitivem Projektgeld, betreiben will.
Kann ich verstehen.
In der Schweiz bezeichnet man das „werbende umhergehen“ auf der Suche nach Geldmittel für Projekte mit dem Wort – „weibeln“.
Wikipedia kennt den „Weibel“ allerdings auch als „Amtsdiener“.

Auch der „Storchen“ feiert seinen 650 er.
Ruhig gelassen an der Limmat gelegen offen für Alle.

Frohe Ostern
HD

Hallo Harald Denifle,

dein Beitrag hat überhaupt nichts mit dem Thema dieses Threads zu tun. Das ist sehr ärgerlich. Ein Vorschlag:

Eröffne doch bitte im Unterform “Allgemeines“ einen neuen Thread, in dem du all deine soziologischen und pseudophilosophischen Gedanken abladen kannst. Wen das interessiert, der kann es dort lesen

M.f.G. Eugen Bauhof
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Sokrates.
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Denn nur durch die Suche nach Widerlegungen
kann die Wissenschaft hoffen, zu lernen und
Fortschritte zu machen.
Karl Popper

aus Wiki:
Sir Karl Raimund Popper CH (* 28. Juli 1902 in Wien; † 17. September 1994 in London) war ein österreichisch-britischer Philosoph, der mit seinen Arbeiten zur Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie, zur Sozial- und Geschichtsphilosophie sowie zur politischen Philosophie den kritischen Rationalismus begründete.

Lieber Bauhof

Wenn ignorieren wenig hilfreich ist kann auch eine Verbannung ins „Allgemeine“ keine rechte Strafe sein.
Und, für dünne Bretter reichen “Dünnbrettbohrer“ allemal.
Schaut man sich die umfangreichsten Beiträge in „Raum und Zeit“ an, so ist das – „Was ist Bewusstsein“
mit 1020 Beiträgen und das „Zwillingsparadoxon“ mit jetzt 695 Beiträgen. Popper lässt grüßen.

Kurt K. (Kotrschal) ist übrigens Biologe und leitet die Konrad Lorenz Forschungsstelle und
wenn man vom paradoxen Älterwerden durch schnelles Reisen “faselt“ vielleicht doch kompetent.

lg
Harald
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Es gibt nur eine Zeit - die aktive und die passive Gegenwart - und Gravitation
ist die Antwort der Gegenwart auf die Einwirkung vergangener Wichtigkeiten.
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Beiträge: 952, Mitglied seit 5 Jahren
Struktron schrieb in Beitrag Nr. 13-433:
Hallo alle miteinander!
Harald Denifle schrieb in Beitrag Nr. 13-429:
und nochmals Unzicker:

Die Physik ist in Teilgebiete zersplittert, die gegen Kritik von außen weitgehend immun sind.
Man muss davon ausgehen, dass ein subtiler Irrtum in einem etablierten Paradigma noch viel länger überleben kann.

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Von Alexander Unzicker gibt es das vorhergehende Buch "Vom Urknall zum Durchknall" auf http://de.bookzz.org kostenlos als.pdf zum Herunterladen.

MfG und FROHE OSTERN
Lothar W.

Hi, Struktron!

Ich hab mir das Werk "Auf dem Holzweg durchs Universum " - nun , angetan. Um es nach meiner Ansicht zusammenzufassen: Hier schreibt ein schaumschlagender rundum Besserwisser in teilweise verachtendem Stil dem Bestreben von Menschen gegenüber, die auf ihrer Suche nach Erkenntnis auch in die Irre gehen können. Der durchweg höhnische Unterton vergällt einem jeden Versuch, ihm in durchaus auch berechtigter Kritik am herrschenden Wissenschaftsbetrieb zu folgen.

Ich kann ihm in seinem Streben nach Einfachheit nur zustimmen: Er ist einfach unerträglich.

(Weiterführendes wäre sicher im Bereich "Allgemeines" besser aufgehoben)
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Das Leben ist zu ernst, um es nur ernst zu nehmen.
Beitrag zuletzt bearbeitet von Henry-Dochwieder am 06.04.2015 um 10:37 Uhr.
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Beiträge: 1.540, Mitglied seit 12 Jahren
Hallo zusammen,

ich will meine Einwände gegen die hier herrschende Meinungt noch einmal anders zu begründen versuchen:

Der Reisezwilling blickt in die Vergangenheit des Erdzwillings. Die zeitliche Verzögerung, mit der er auf seiner normal laufenden Uhr die Ereignisse auf der Erde wahrnimmt, hängt allein von der Distanz zur Erde ab. Es ist nämlich die Zeit, die das Licht von der Erde bis zu ihm braucht. Die Rotverschiebung bzw. Blauverschiebung des Lichts spielt dafür keine Rolle, weil die Geschwindigkeit des Lichts nicht von der Farbe ( transportierter Energie) abhängt. Der tatsächliche Gang der Uhr des Reisezwillings wird durch das Licht, das ihn von der Erde erreicht, in keiner Weise beeinflusst.
Am Beginn der Reise ist die zeitliche Verzögerung, mit der der Reisezwilling Ereignisse auf der Erde wahrnimmt, gering, sie steigt dann bis zum Wendepunkt, und geht dann wieder zurück bis Null, wenn er den Erzwilling wieder trifft.

Nochmal zusammen gefasst: Die zeitliche Verzögerung, mit der der Reisezwilling Ereignisse auf der Erde wahrnimmt, hat auf den Gang seiner Uhr keinerlei Einfluss. Sie hängt alleine von der Distanz zwischen Reisezwilling und Erde ab. Die Farbe des von ihm wahrgenommenen Lichts spielt dabei keine Rolle.

Was ist falsch an dieser Sicht der Dinge ???

MfG
Harti
Signatur:
Wichtig ist, dass man nicht aufhört zu fragen. A.E.
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Beiträge: 1.375, Mitglied seit 12 Jahren
Harti schrieb in Beitrag Nr. 13-438:
Der tatsächliche Gang der Uhr des Reisezwillings wird durch das Licht, das ihn von der Erde erreicht, in keiner Weise beeinflusst.

Hallo Harti,

das ist richtig.

Harti schrieb in Beitrag Nr. 13-438:
Nochmal zusammen gefasst: Die zeitliche Verzögerung, mit der der Reisezwilling Ereignisse auf der Erde wahrnimmt, hat auf den Gang seiner Uhr keinerlei Einfluss. Sie hängt alleine von der Distanz zwischen Reisezwilling und Erde ab. Die Farbe des von ihm wahrgenommenen Lichts spielt dabei keine Rolle.

Das ist nur zum Teil richtig. Hier die volle Wahrheit:
Die Altersdifferenz zum Bruder, die bei der Rückkehr des reisenden Zwillings zu beobachten ist, hängt nicht nur von der Distanz, sondern auch von der Geschwindigkeit ab, mit der er fliegt. Je größer die Geschwindigkeit ist, desto größer ist bei der Rückkehr die Altersdifferenz.

Harti schrieb in Beitrag Nr. 13-438:
Was ist falsch an dieser Sicht der Dinge ???

Bisher ist nichts falsch an deiner Sicht der Dinge. Falsch wäre nur, wenn du behaupten würdest, dass die beiden Zwillinge bei der Rückkehr gleich alt wären.

M.f.G. Eugen Bauhof
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der Normale aus seinen Erfahrungen,
und der Dumme weiß alles besser.
Sokrates.
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Harti schrieb in Beitrag Nr. 13-438:
Hallo zusammen,

ich will meine Einwände gegen die hier herrschende Meinungt noch einmal anders zu begründen versuchen:

Der Reisezwilling blickt in die Vergangenheit des Erdzwillings. Die zeitliche Verzögerung, mit der er auf seiner normal laufenden Uhr die Ereignisse auf der Erde wahrnimmt, hängt allein von der Distanz zur Erde ab. Es ist nämlich die Zeit, die das Licht von der Erde bis zu ihm braucht. Die Rotverschiebung bzw. Blauverschiebung des Lichts spielt dafür keine Rolle, weil die Geschwindigkeit des Lichts nicht von der Farbe ( transportierter Energie) abhängt. Der tatsächliche Gang der Uhr des Reisezwillings wird durch das Licht, das ihn von der Erde erreicht, in keiner Weise beeinflusst.
Am Beginn der Reise ist die zeitliche Verzögerung, mit der der Reisezwilling Ereignisse auf der Erde wahrnimmt, gering, sie steigt dann bis zum Wendepunkt, und geht dann wieder zurück bis Null, wenn er den Erzwilling wieder trifft.

Nochmal zusammen gefasst: Die zeitliche Verzögerung, mit der der Reisezwilling Ereignisse auf der Erde wahrnimmt, hat auf den Gang seiner Uhr keinerlei Einfluss. Sie hängt alleine von der Distanz zwischen Reisezwilling und Erde ab. Die Farbe des von ihm wahrgenommenen Lichts spielt dabei keine Rolle.

Was ist falsch an dieser Sicht der Dinge ???

MfG
Harti

Hallo, Harti!

Es ist nicht in erster Linie die Entfernung, die einen Einfluss auf die Uhr hat, sondern es ist die Geschwindigkeit v in Bezug auf die Lichtgeschwindigkeit c, nämlich c-v. v allein hätte keinerlei Bedeutung, sondern erst die die Abhängigkeit v von c als Differenz zu c führt zur Zeitdilatation. Es geht nicht allein darum, dass wir auf der Erde die Information über die Anzeige auf der entfernten Uhr erst frühestens mit dem Licht erhalten können, denn das trifft für die Uhr auf der Erde für den reisenden Zwilling ebenfalls zu ( wenn wir uns auf die SRT beschränken). Es ist der Wechsel des Inertialsystems, den der Reisende durchführt, denn der ist mit einer Änderung der Geschwindigkeit verbunden, wodurch es für einen beliebig kurzen Moment kein Inertialsystem mehr ist. Und die Stärke der Geschwindigkeitsänderung (die Beschleunigung) bestimmt letztlich, wie groß die Zeitdilatation sein wird, denn davon hängt ab, welche Entfernung in einer bestimmten Zeit überwunden werden kann; und natürlich wächst mit der Entfernung auch die Zeit-Differenz zwischen ruhender und bewegter Uhr.

Der "Transport von Energie " an sich spielt keine Rolle, denn das Licht ändert nicht selbst die Frequenz, sondern die Frequenzänderung hängt vom Bewegungszustand des Beobachters ab. Es ist z. B. blauverschoben, weil die Wellenberge für einen Beobachter, der sich dem Lichtstrahl entgegen bewegt, in gleicher Zeit häufiger sind als für einen ruhenden Beobachter, oder anders gesagt, er zählt mehr Photonen als der ruhende Beobachter.

Auch noch mal: Es geht nicht darum, die Zeit während der Reise zu vergleichen, sondern was zählt ist der direkte Vergleich der Uhren NACH der Rückkehr. Und du - und jeder andere Zweifler, ihr solltet endlich akzeptieren, dass das keine akademischen Gedankenspiele sind, sondern dass es haufenweise Experimente gibt, die genau das BEWEISEN. Das gesamte GPS würde nicht funktionieren, wenn die Zeitdilatation nicht berücksichtigt würde.

Kurz gesagt, der Reisende ist jünger als der daheim gebliebene.

Und um es wieder spannender zu machen: Uhren im Tal gehen langsamer als Uhren auf dem Berg, denn Gravitation ist der Beschleunigung äquivalent.
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Beitrag zuletzt bearbeitet von Henry-Dochwieder am 06.04.2015 um 18:47 Uhr.
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Wenn man die eigene Signatur anerkennt,
kann man diese getrost auch belassen.
2Felsfrei

lg Harald

und Harti - Zwillinge bleiben immer "gegenwärtig" gleich alt - trotz GPS und weiteren Killerargumenten.
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