Claus
Moderator
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Beitrag Nr. 2264-622
15.03.2018 19:33
Hallo Otto,
Das stimmt aber alles nur für das (von mir zunächst mal so angenommene) stark vereinfachte Modell einer gleichmäßig verteilten Materie (z.B. für ein ideales Gas).
In der Realität - und das ist es, was auch Hawking wohl anfangs nicht einbezogen hatte - spielt aber noch die Gravitation eine große Rolle.
Irgendwie hatte das (anfangs) gleichmäßig verteilte Gas noch eine riesengroße Menge zusätzlich vorhandener - potenzieller - Energie. Wenn das Gas diese abgibt, kann die Materie sich in "Inseln hoher Dichte" zusammenklumpen und so schließlich, als Stern, eine Fusionsreaktion zünden.
Wie sich das auf die Entropie auswirkt, ist wohl noch nicht geklärt. Das Zusammenklumpen entspräche einer lokalen Abnahme der Entropie. Dies wäre möglich, weil die Gesamtentropie des Universums (sofern letzteres überhaupt ein "abgeschlossenes System" darstellt) unbekannt ist, also durchaus dennoch anwachsen könnte - und, weil die lokale Entropieerniedrigung durch das Fallen der Materie auf ein niedrigeres potenzielles Energieniveau "erkauft" wird.
Fragt sich, wieviel dieser unsichtbaren potenziellen Zusatzenergie das Universum insgesamt birgt.
Otto schrieb in Beitrag Nr. 2264-619:Wenn die Entropieänderung Ausdruck eines Zeitpfeils sein sollte, dann nimmt die "Intensität dieser Richtung" (Gradient der Zeit) mit der Ausdehnung des Alls ständig ab.
Das stimmt aber alles nur für das (von mir zunächst mal so angenommene) stark vereinfachte Modell einer gleichmäßig verteilten Materie (z.B. für ein ideales Gas).
In der Realität - und das ist es, was auch Hawking wohl anfangs nicht einbezogen hatte - spielt aber noch die Gravitation eine große Rolle.
Irgendwie hatte das (anfangs) gleichmäßig verteilte Gas noch eine riesengroße Menge zusätzlich vorhandener - potenzieller - Energie. Wenn das Gas diese abgibt, kann die Materie sich in "Inseln hoher Dichte" zusammenklumpen und so schließlich, als Stern, eine Fusionsreaktion zünden.
Wie sich das auf die Entropie auswirkt, ist wohl noch nicht geklärt. Das Zusammenklumpen entspräche einer lokalen Abnahme der Entropie. Dies wäre möglich, weil die Gesamtentropie des Universums (sofern letzteres überhaupt ein "abgeschlossenes System" darstellt) unbekannt ist, also durchaus dennoch anwachsen könnte - und, weil die lokale Entropieerniedrigung durch das Fallen der Materie auf ein niedrigeres potenzielles Energieniveau "erkauft" wird.
Fragt sich, wieviel dieser unsichtbaren potenziellen Zusatzenergie das Universum insgesamt birgt.
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