Hallo Forum,
in meinem
Beitrag Nr. 2264-165 war ich kurz auf eine Veröffentlichung zu neuen Erkenntnissen aus der Analyse der Hintergrundstrahlung eingegangen. Ich möchte aus Gründen der Aktualität versuchen, darauf jetzt etwas näher eingehen:
Entgegen der etablierten Ansicht widersprechen die neuen Daten der Hintergrundstrahlung einer offenbar rapiden Inflation nach dem sog. Urknall. Das Muster der Hintergrundstrahlung passe nicht zu diesen Vorstellungen. Deshalb sei es erforderlich, an andere Anfangsszenarien des Alls zu denken. Sei das Inflationsmodell richtig, müsse es am Anfang eine exotische Energieform gegeben haben, für die es keinerlei Hinweis gebe. Im Gegensatz dazu hätten alle bekannten Energieformen die gegenteilige Wirkung einer beschleunigten Abstoßung. Es handele sich somit um eine unbewiesene Hypothese. Es gebe sehr viele Erklärungsversuche und einen Rahmen für sehr viele Möglichkeiten, wonach die Inflation irgendwann endete und zwar an verschiedenen Stellen des Alls unterschiedlich, welches das Muster der Hintergrundstrahlung und später das Vorhandensein von Materie erklären soll. Leider könnten dadurch weder für die sichtbaren Materieansammlungen, noch für die Raumkrümmung oder die Menge der Materie oder anderer Energieformen irgendwelche Vorhersagen getroffen werden. Auch die Frage nach der Ursache einer Inflation bleibt ungeklärt.
Im Gegensatz zu diesen Annahmen aus der Inflation, die alle möglichen Muster zuließen, bleibe das Fleckenmuster der Hintergrundstrahlung auch bei weiterer Vergrößerung völlig gleich. Die Temperaturabweichungen betragen lediglich 0,01 Prozent. Quantenfluktuationen müssten demgegenüber umfangreiche Raumverzerrungen ausgelöst haben, die schon lange als kosmische Gravitationswellen aus der Hintergrundstrahlung hätten identifiziert werden müssen.
Sollte es dennoch eine Inflationsphase gegeben haben, müsste diese so kompliziert verlaufen sein, dass allein dies sehr unwahrscheinlich sei. Warum sollte es gerade die dafür passenden Anfangsbedingungen, ein flaches und glattes Raumgebiet, gegeben haben, die besonders auf der Grundlage von Quantenfluktuationen unterschiedlicher Größenordnung unerklärlich bleiben? Raumgebiete mit unterschiedlichen Inflationswirkungen wären erzeugt worden. Es sollte dann Gebiete geben, in denen die Expansion nirgends stoppt ,und die dadurch die anderen Gebiete, in denen sich Sterne, Galaxie, Leben entwickeln können, erdrückt. Es entstehe so eine Vielzahl von Universen, die aber unser Universum dennoch nicht erklären können. Vielmehr wäre dieses das Unwahrscheinlichste. Sehr viel wahrscheinlicher gehe aus einer ewigen Inflation ein Quantenwirrwar hervor. Eine gesicherte Theorie sollte erklären können, was warum geschehen sein soll. Dies ist nicht der Fall.
Ein Urknall erfordert Inflation, liefert aber kleine Erklärung für den Urknall selbst und lässt offen, wie alles sich weiter entwickelt haben kann. Ein Urprall aus einem Vorläuferuniversum schafft das, was ein Urknallmodell mit Inflation nur versucht: Eine Milliarden Jahre währende langsame Kontraktion kann für ein glattes, flaches Universum sorgen. Es herrschen beständig die Relativitätstheorien, es bedarf keiner Vorherrschaft der Quantenmechanik und deshalb keinen Übergang nach einer Inflation. Der Urprall kann im Detail von der langsamen Kontraktion zur langsamen Ausdehnung beschrieben werden.
Leider werden Details der neuen Urpralltheorie noch nicht wiedergegeben. Vergleiche ich das mir durch diesen Bericht Bekannte mit meinen eigenen, 1988 entstanden und hier 2002 erstmals vorgetragenen Vorstellungen, so
- wird es sich offenbar bestätigen, dass es eine Zeit vor dem Urknall gegeben hat.
- dürften gegenwärtig noch vorhandene Mainstreamvorstellungen beschleunigter Ausdehnungen und Mehrweltenvorstellungen wohl bald der Vergangenheit angehören, weil sie keinerlei Plausibilität aufweisen.
- dürfte sich damit auch die Suche jedenfalls nach Dunkler Energie erübrigen, m.E. auch die nach der Dunklen Materie.
- könnte das Ergebnis sein, dass die Kraft der Kontraktion eines Vorgängeruniversum auf genügend Materie hinweist, die dazu führt, dass auch unser Universum einstmals kontrahieren wird (also angebliche dafür nicht ausreichende 5% in Wirklichkeit 100% Materie darstellen).
- dürfte die sichtbare Rotverschiebung eine nur temporäre Situation widerspiegeln und für die zunehmende Expansionsgeschwindigkeit eine andere Ursachen zu suchen sein.
- könnte die Gravitation keine generell anziehende sondern im Gegenteil eine negative abstoßende Wirkung, also eine von außen herrührende, haben.
- kann ich an meinen Vorstellungen ohne Einbußen weiterhin festhalten und sehe mich weiterhin eher bestätigt denn widerlegt, zumal diese mit zwei geringfügig phasenverschobenen Schwingungen einen Grund für den Determinismus jederzeitiger Unschärfe liefern.
Unklar bleibt mir, wie ich mir die Kontraktion und die Ausdehnung durch die Wirkung von Gravitation vorstellen kann. Ich denke, dass diese Prozesse sich kontinuierlich einstellen, also vor der Kontraktion eine extrem kurze Phase des Stillstands bestand und dann die Geschwindigkeit der Kontraktion sich kontinuierlich beschleunigt und im Urprall selbst dann Ereignisse auslösen muss, wobei große Energien aus allen Richtungen zusammenprallen und frühzeitiger als bisher zu Materieansammlungen führten , die möglicherweise Riesensterne erzeugten, die wiederum alsbald zu Schwarzen Löchern kollabierten, aus denen dann wiederum die heutigen Galaxien entstanden. Sofern das bisherige Quantenwirrwar ausblieb, hat es wohl dennoch ein Wirrwarr aus Energie und Materie gegeben. Die anfangs bestehende größere Ausdehnungsgeschwindigkeit, die sich aber aber aktuell bereits kontinuierlich wieder reduzieren wird, liegt wohl den Theorien der Dunklen Energie und der zunehmend beschleunigten Ausdehnung zu Grunde, die m.E. als Vorstellung von anhaltender Dauer nicht haltbar sein wird.
Meine Vorstellungen basieren auf zwei phasenverschobenen Schwingungen, die von irgendwoher irgendwohin entschwinden. Woher sie stammen und wohin sie sich bewegen, liegt jedenfalls meiner Vorstellung für das Funktionieren unseres Weltalls nicht zu Grunde, ergibt sich aber, betrachte ich alles das, was sich im All befindet: Meine Überzeugung, aber nicht meine Gewissheit!
Kirsche
Die Vergangenheit ist über die Gegenwart verbrauchte Zukunft.