Hallo Thomas,
es ist sicher richtig, dass ich meine Thesen noch nicht konkret herausgearbeitet habe. Ich versuche es wie folgt:
1. Das der Natur zu Grunde liegende Bauprinzip ist das der Selbstähnlichkeit für Alles, d.h. aber nicht Gleichheit, sondern Ähnlichkeit.
2. Die Selbstähnlichkeit beschreibt das Werden, Seien und Vergehen für Alles.
3. Die Natur ist vom Großen zum Kleinen aufgebaut und kann daher umgekehrt vom Kleinen zum Großen erforscht werden.
4. Das Große ist die Vereinheitlichung von Quanten-Physik und Relativitäts-Physik, die sich insoweit ergänzen werden (davon bin ich überzeugt, die Brücke zu meiner Vorstellung ist aber noch zu finden).
5. Meine Vorstellung ist aus der Zeitempfindung für Menschen abgeleitet, die phasenverschobenen Sinusschwingungen gleichen, aber auch als sich entsprechend überlappende Kreise bzw. letztlich Kugeln zu sehen sind, die das Werdende, das Seiende und das Vergehende in ihrem Innersten weit umhüllen.
6. Die Hülle enthält umfassend alle Gesetze, von denen nur geringfügig im Rahmen einer mehr oder weniger ausbaubaren Gestaltungsoption bzw. Aufnahmebereitschaft abgewichen werden kann, ohne den Prozess insgesamt beeinträchtigen zu können (Evolution). Diese Gesetze wirken vollständig von außen nach innen.
7. Die Hülle beschreibt die Zeit des Werdens und Vergehens für Alles als dynamischen, zyklischen Vorgang auf der Zeituhr des Kreis-/Kugel-Umfangs oder vereinfachend als Sinusschwingung, wohingegen die Uhrzeit lediglich als künstlicher Maßstab fungiert, der lediglich als Richtungsgeber taugt und als solcher die Länge einer Schwingungsperiode misst und insoweit die Dynamik der steten Veränderung nur trägt.
8. Diese Zeituhr bzw. Schwingungsphasen können einmal oder mehrfach durchlaufen werden und zeigen Werden und Vergehen in einem steten, dynamisch-zyklischen Wechsel auf. Dies gilt dann selbstähnlich für Alles, also auch für das Weltall, das selbst von einer riesigen Hülle umgeben ist.
9. Durch den Verbrauch von Seienszeit entsteht in Überlappung eine neue, zweite Hülle der Vergangenheit, die, wie an dem Verlauf der Sinusschwingungen transparent wird, eine neue Zukunft erwachsen kann und die Dynamik natürlicher Vorgänge vorgibt.
10. Als ich 2002 Grundlinien hier erstmals vortrug, war mir nicht bewusst, dass es jemals gelingen könnte, diese Zeitdynamik zu messen. Extremste Langwellen sollten sich mit riesigen Gravitationswellendetektoren aufspüren lassen.
11. Meine Vorstellungen berühren das Gebiet der Kosmologie, gehen aber darüber hinaus und schließen Leben ein. Nach dem Selbstähnlichkeitsprinzip gibt es keinen grundlegenden Unterschied zwischen sog. belebter und unbelebter Materie. Sozusagen lebt auch Materie im Sinne dieser Vorstellungen.
12. Mich verwundern scheinbar überholte Vorstellungen des Altertums aus möglichen Überlieferungen, die unverstanden als Geheimnis in Mythen und Überlieferungen überdauerten, aber vielleicht durch meine Vorstellungen in neu verstandener Weise wieder aktuell werden könnten.
Deine Frage nach einem Bezug zur Experimentalphysik habe ich nicht ganz verstanden. Hast Du diese Frage auch denen gestellt, die z.B. von einer Vielwelten-Welt ausgehen, die sich doch auf Dauer vollständig Experimenten, die dem Nachweis dienen könnten, entzieht. Dementgegen habe ich mit meinen Thesen immerhin sogar eine Idee des Nachweises. Die experimentalphysikalischen Erkenntnisse stelle ich nicht einmal in Frage, liefere demgegenüber eine Möglichkeit der weiterführenden Neuinterpretation dieser Erkenntnisse. Dies könnte sich als hilfreich erweisen, ist die Physik doch gegenwärtig wieder an einem Punkt der Stagnation für Durchbrüche angelangt. So entziehen sich u.a. bisher Dunkle Materie und ebensolche Energie, die offenbar messbar sind, jeder Vorstellung.
Soweit erst mal, bin gerade gestern von einer Reise zurück,
sei gegrüßt
Kirsche
Die Vergangenheit ist über die Gegenwart verbrauchte Zukunft.