Hallo Hartmut,
ich stimme dir unter der Prämisse, Zeit sei das, was wir allgemein meinen, völlig zu. Du sagst: „Eine zeitliche Betrachtung macht deswegen erst Sinn, wenn sowohl Raum als auch Inhalt existiert. Raum und Inhalt sind deswegen im ersten Konzept beschrieben und Zeit kann somit nur ein darauf aufbauendes Konzept sein." Du siehst hier eine Hierarchie, die ich genau andersherum sehen würde. Dabei hat sich bei mir (siehe die Grafiken hier im ersten Beitrag) eine völlig andere Vorstellung von dem entwickelt, was Zeit und Raum sind:
Die Zeit selbst ist eine alles verursachende dreidimensionale Welle, die den imaginären Raum mit sich in die Zukunft trägt, dabei über die Gegenwart Vergangenheit hinterlässt und genau, wie man sich landläufig Zeit vorstellt, dann auch als Uhr- oder Kalenderzeit am Zeitpfeil „t“ abgelesen werden kann. Sie zeigt dann die von Dir beschriebenen Verhältnisse, dass die Uhr auch dann tickt, wenn nichts passiert. Das aber ist m.E. allein zu wenig, um die Realität abzubilden. Meine 3D-Zeit beschreibt die Vorgänge dessen, was normalerweise immer passiert, Werden, Sein, Vergehen, also direkte Veränderung, ja, ist dafür ursächlich (, in der Regel bezogen auf ¼ im Periodenlauf das durchschnittliche Alter und über die Größe der Amplitude die Art des Seins, ob Mensch, Tier, Pflanze, Atom oder Proton – das auch zerfallen wird).
Ich glaube nicht, dass die SRT in sich etwas Falsches berechnet oder aussagt, aber ich denke, dass auch Einstein überzeugt war, dass seine Vorstellung von Raum und Zeit noch nicht der Stein der Weisen sind. Man wir also nach etwas Neuem, Erweiternden suchen müssen. Da bist du sicher auf einem möglichen Weg, die SRT zu ergänzen. Ob meine Vorstellung das auch ist, sei dahingestellt.
Hallo Struktron,
ja, dem Universum steht eine (m.E. lediglich nur fast) unendliche Zahl von Ereignissen zur Verfügung, die wir, wie auch ich zustimme, zählen können (denn auch im Kleinsten ist etwas da, nur scheinbar wie schlafend, inhaltsleer!), aber es erweckt im Gegensatz zu dir mehr als nur den Eindruck kontinuierlich mit den Bewegungen von Objekten einer nach vorn schreitenden Zeit. Vielmehr wird meine 3D-Zeit auch zum prägenden Ausdruck dieser Veränderung selbst, die natürliche Vorgänge werden zum Gesetz, Evolution/Wahrscheinlichkeiten dabei eingeschlossen. Es gibt es eine Hierarchie des Selbstähnlichen, vom Größten zum Kleinsten und zurück.
Hallo Harti,
warum sollte ein (m.E. nur imaginärer) 3D-Raum eindimensional dargestellt werden, um das ganze zusammen mit einer 1D-Zeit begreifbar zu machen? Der Raum ist dann die Verbindung von zwei Punkten im menschlich erdachten, mathematisch zu beschreibenden Koordinatensystem.
Bei mir ist der 3D-Raum zugleich durch die 3D- Zeit abgegrenzt. Nimmt man den Zeitpfeil hinzu, dann kommt man vielleicht auf 4D, was aber nicht zutrifft, denn der Zeitpfeil entspricht (nur) Eurem, dem allgemeinen Zeitverständnis, bei mir ist er nur Richtungsgeber, der stets in die Zukunft weist. Ein Zurück gibt es nicht, Stillstand ja, nämlich bei LG.
Hallo Alle,
jeder hat seine eigenen Vorstellungen, was gut ist, besser eine Vorstellung als keine zu haben. An meiner finde ich faszinierend, dass diese Zeit nicht nur Veränderungen misst oder Strecken absteckt, sondern eine echte Bedeutung für das spürbare Geschehen in dieser Welt hat. Ich behaupte bei allen Mängeln, die meiner Vorstellung innewohnen mögen, diese Inklusion allen Geschehens, ob gesetzmäßig oder evolutionär, gibt es bei euch jedenfalls so nicht. Aber dennoch ist offenbar die Welt so gestrickt, sofern ich weiterhin weitgehend keine Widersprüche zu wissenschaftlichen Erkenntnissen ausmache und das Selbstähnlichkeitsprinzip wirklich zutrifft. Dann kann man in der Tat aus etwas Kleinem, nämlich dem altersabhängigen menschlichen Zeitempfinden und seiner Struktur, auf das Funktionieren des Weltalls und alles, was darin ist, schließen.
Mir ist bewusst, dass das eine Anmaßung größten Ausmaßes sein kann. Von Selbstzweifeln geplagt, prüfe ich, soweit mir bekannt, Forschungsergebnisse auf Widersprüche.
Da ich weder aus der SRT noch der Quantenmechanik Widersprüche erkenne und sie jede für sich als richtig, aber nicht zusammenpassend betrachte, muss man mir nicht damit kommen, ich hätte sie nicht verstanden. Muss ich auch nicht, denn das, was ich propagiere, ist ein möglicher Überbau, der jedenfalls zum Verständnis der Ursachen für das Verhalten in der Quantenwelt beitragen kann. Die SRT entdecke ich zwar in meinen Vorstellungen nicht direkt, sie beschreibt ja aber auch nur (meine ich nicht so), wie man sich Gravitation vorstellen kann, ohne erklären zu können, was Gravitation ist (Weder ist eine Uhr die Zeit, noch ein Thermometer die Temperatur). So kommt es zu allerhand Materie oder Energie, die im Dunklen bleiben. Demgegenüber kann meine Vorstellung einer externen Wirkung auf Alles (Große Wellen erzeugen kleine Wellen, in denen irgendetwas wird, also Inhalt) vielleicht zu einer Lösung beitragen, weil dieses Dunkelfeld der Wissenschaft vielleicht überflüssig wird, bleibt die Suche, wie seit langem vermutet, vergeblich. So denke ich, dass aus 2 widerstreitenden Theorien eine fortführende werden kann. Aus Weniger wird dann Mehr? Auch mein Glaube! Das will doch auch die Wissenschaft. Vielleicht ist alles einfacher als gedacht?
Ob meine Vorstellung zu einer Lösung beitragen kann, wer weiß? Der Gedankenaustausch ist für uns alle sicher nicht falsch, auch dann nicht, wenn man zunächst auf seiner Vorstellung beharrt. Man lernt immer hinzu.
Seid gegrüßt
Kirsche
Die Vergangenheit ist über die Gegenwart verbrauchte Zukunft.