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Ist die Zeit der Raum?

Thema erstellt von Kirsche 
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Beiträge: 176, Mitglied seit 8 Jahren
Hallo an Alle....

An Otto und Thomas der Große...

Da ein Photon auch ( ??) als Welle - Energie - definiert wird, müsste die Frage nach dem Volumen an sich hinfällig sein.. Oder irre ich mich da..??
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Claus (Moderator)
Beiträge: 1.916, Mitglied seit 12 Jahren
Hallo Thomas,

Thomas der Große schrieb in Beitrag Nr. 2264-233:
Die Schlussfolgerung ist bei Demokrits Annahme richtig, bei Leibniz auch?

Ich denke, ja.

Leibniz bezweifelte nicht, dass Materie aus Atomen bestehe. Er nahm nur - anders als Demokrit - an, dass Atome teilbar seien.

Ein "halbes Atom" hätte insofern zwar noch Volumen, wäre aber nicht mehr Materie.

Nach unendlichem Teilungsregress hätte die Monade schließlich weder Volumen noch bestünde sie aus etwas Materiellem. Sie könnte ein beliebiger Punkt im Universum sein. Jede solche "Zentral"-Monade wäre von einem Volumen umgeben, in welchem sich etwas (z.B. Materie) befindet, das die Innensicht, d.h. die geistige "Empfindung" der Monade bestimmt.

Andere Monaden entsprächen insoweit nur anderen "Empfindungs-Standpunkten" im ansonsten einheitlichen Universum.
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Claus (Moderator)
Beiträge: 1.916, Mitglied seit 12 Jahren
Hallo Otto,

Otto schrieb in Beitrag Nr. 2264-234:
Welches Volumen sollte denn ein Photon eigentlich haben?

Ein Photon habe einen Emissions- und einen Absorptionspunkt.

Dann kann das emittierte Photon an einem beliebigen Ort im Universum um den Emissionspunkt herum zum Zeitpunkt t = x/c absorbiert werden.

Das "Volumen" um den Emissionspunkt herum wird nach unserer Vorstellung durch eine Kugelwellenfront begrenzt. Es stellt die Summe aller möglichen späteren Wirkungen des Photons dar.

In Wahrheit gibt es aber nur Emission beim Ereignispunkt t=x1 und Absorption beim Ereignispunkt t=x.

Hat nun ein Photon selbst ein Volumen? Hat irgendetwas an sich ein Volumen?

Ich denke wir können das nicht sicher behaupten.

Es gibt jeweils einen Ort (Punkt) der Wahrnehmung, den Leibniz die "Zentralmonade" nennt. Das Volumen um diesen Ort ist m.E. unsere Konstruktion.
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Beiträge: 231, Mitglied seit 5 Jahren
Hallo,
Claus schrieb in Beitrag Nr. 2264-242:
Thomas der Große schrieb in Beitrag Nr. 2264-233:
Die Schlussfolgerung ist bei Demokrits Annahme richtig, bei Leibniz auch?
Ich denke, ja.

Leibniz bezweifelte nicht, dass Materie aus Atomen bestehe. Er nahm nur - anders als Demokrit - an, dass Atome teilbar seien.

Ein "halbes Atom" hätte insofern zwar noch Volumen, wäre aber nicht mehr Materie.

Nach unendlichem Teilungsregress hätte die Monade schließlich weder Volumen noch bestünde sie aus etwas Materiellem. Sie könnte ein beliebiger Punkt im Universum sein. Jede solche "Zentral"-Monade wäre von einem Volumen umgeben, in welchem sich etwas (z.B. Materie) befindet, das die Innensicht, d.h. die geistige "Empfindung" der Monade bestimmt.

Andere Monaden entsprächen insoweit nur anderen "Empfindungs-Standpunkten" im ansonsten einheitlichen Universum.
Wenn wir versuchsweise die Monaden akzeptieren, drängen sich einige Fragen auf:
- Bewegen sie sich und wenn ja wie? Geradlinig?
- Was passiert, wenn sie einander nahe kommen?
- Schleppen sie mit sich Informationen? Verwertet das Universum (Gott?) diese zur Bestimmung einer Wechelwirkung?
MfG
Lothar W.
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Erklären kleine diskrete Objekte die Grundlagen der Standardphysik?
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Beiträge: 602, Mitglied seit 5 Jahren
Struktron schrieb in Beitrag Nr. 2264-244:
Wenn wir versuchsweise die Monaden akzeptieren, drängen sich einige Fragen auf:

Hallo Lothar,
mehr Informationen zu Monaden und Zentralmonaden findest Du zusammengefasst auf drei Seiten unter
http://www.claus-beisbart.de/teaching/su2006/ue/lei...

Otto
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Beiträge: 602, Mitglied seit 5 Jahren
Claus schrieb in Beitrag Nr. 2264-243:
Hat nun ein Photon selbst ein Volumen? Hat irgendetwas an sich ein Volumen?
Ich denke wir können das nicht sicher behaupten.
Es gibt jeweils einen Ort (Punkt) der Wahrnehmung, den Leibniz die "Zentralmonade" nennt.
Das Volumen um diesen Ort ist m.E. unsere Konstruktion.

Hallo Claus,
Das sehe ich auch so. Volumen ist nicht automatisch an kleinste Teilchen gebunden, egal welchen Namen man ihnen gibt.
Die Annahme von Leibnitz, daß Monaden der Motor aller Zustandsänderungen sind, halte ich für eine reichlich spekulative Idee, aber keine grundsätzlich falsche.
Die Auffassung, daß jede kleinste Einheit, hier Monade genannt, Spiegel des Universums ist, finde ich dagegen einen guten Denkansatz, obwohl er natürlich auch spekulativer Natur ist.

Volumen ist eine extensive Zustands-Größe, die von der Größe des betrachteten Systems abhängt, u.a. von der Anzahl der Dimensionen.
Ich halte mathematische Beschreibungen von Zustandsänderungen mit intensiven Größen für zweckmäßiger, weil Relativzahlen physikalische Zusammenhänge unabhängig von Maßstäben machen.
Solche Relativangaben sind zum Beispiel Volumendilatationen für 3-D, Flächendilatation und Winkeldilatationen für 2-D, Längendilatationen (Dehnungen/Stauchungen) für 1-D.

Mathematisch ist eine 3-D-Darstellung einfach 2-dimensional abbildbar.
Beispiel: Eine Fläche berühre eine Kugel im Zenit. Dann läßt sich nicht nur die Oberfläche der oberen Kugelkalotte auf dieser 2-D-Ebene abbilden (Äquator wird zu Unendlich in der Ebene), sondern auch der endliche Wert des Halbkugelinhalts kann einer dritten ins Unendliche reichenden Dimension zuordnen werden, mit Richtung der Achse Nadir-Zenit.
Ich habe diese mathematische Betrachtung bei M. v. Laue gefunden, der sogar die vierte "künstliche" Dimension c∙t mit Polarkoordinaten beschreibt.
Deshalb habe ich keinerlei Probleme mit dem Begriff Unendlich.

So vermute ich einen analogen mathematischen Zusammenhang zwischen den Transversalwellen des Lichtes (und von Gravitationswellen), die nur Dimensionen senkrecht zu Ausbreitungsrichtung haben. Sie sind dilatationsfrei in Ausbreitungsrichtung, können also kein Volumen aufweisen.
Die Dimensionen wären so nur verschiedene mathematische Beschreibungen ein und desselben.

Otto
Beitrag zuletzt bearbeitet von Otto am 31.08.2017 um 17:48 Uhr.
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Beiträge: 545, Mitglied seit 7 Jahren
Branworld1 schrieb in Beitrag Nr. 2264-241:
Hallo an Alle....

An Otto und Thomas der Große...

Da ein Photon auch ( ??) als Welle - Energie - definiert wird, müsste die Frage nach dem Volumen an sich hinfällig sein.. Oder irre ich mich da..??

Ein Photon ist Energie. Energie besteht aus etwas. Hätte ein Photon kein Volumen, wäre seine Energiedichte unendlich. Ein Impuls der Energiedichte unendlich und dem Volumen Null würde jede Materie wechselwirkungsfrei durchdringen, damit könnten wir uns nicht vor dem Spiegel rasieren, wir würden uns nämlich nicht sehen.
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Beiträge: 231, Mitglied seit 5 Jahren
Hallo,
@Otto, die Informationen über Monaden decken sich ungefähr mit dem, was ich auch schon in Wikipedia gefunden habe. Leibniz kannte noch keine Wahrscheinlichkeitsrechnung, keine Holographie und musste sogar die Infinitesimalrechnung entwickeln. Trotzdem decken sich seine Vorstellungen hervorragend mit aktuellen Überlegungen. Sein Gottesbeweis konnte nicht auf heutigen Erkenntnissen aufbauen.
Zitat von Otto:
Die Auffassung, daß jede kleinste Einheit, hier Monade genannt, Spiegel des Universums ist, finde ich dagegen einen guten Denkansatz, obwohl er natürlich auch spekulativer Natur ist.
@Claus,
Zitat von Claus:
Hat nun ein Photon selbst ein Volumen? Hat irgendetwas an sich ein Volumen?
Ich denke wir können das nicht sicher behaupten.
Es gibt jeweils einen Ort (Punkt) der Wahrnehmung, den Leibniz die "Zentralmonade" nennt.
Das Volumen um diesen Ort ist m.E. unsere Konstruktion.
Nach meinen drei Fragen, die ich eigentlich nicht selbst beantworten wollte, muss
- es Bewegung geben, damit überhaupt etwas passiert,
- ohne zusätzliche Einwirkung bewegt sich das immer weiter so (im IR³ geradlinig gleichförmig),
- eine Berührung von etwas anderem kann es nur geben, wenn mindestens eines von beiden eine Ausdehnung besitzt. Diese ist demnach erforderlich, wenn man Bewegungsänderungen nicht auf andere (göttliche) Einflüsse zurückführen will.

Beim Gottesbeweis bieten sich als neue Gedanken moderne Erkenntnisse an:
- Compton-Wellenlänge in Verbindung mit der Plancklänge als Hinweis auf holographische Einflüsse schon bei Elementarteilchen.
- Große Strukturen im Universum erinnern an den Aufbau des Gehirns. Neuronen könnten zu Galaxien bzw. Galaxienhaufen korrespondieren und Synapsen zu Filamenten zwischen diesen.
MfG
Lothar W.
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Beitrag zuletzt bearbeitet von Struktron am 01.09.2017 um 00:50 Uhr.
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Claus (Moderator)
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Hallo Uwebus,

Uwebus schrieb in Beitrag Nr. 2264-247:
Ein Photon ist Energie. Energie besteht aus etwas. Hätte ein Photon kein Volumen, wäre seine Energiedichte unendlich.

Dein Argument hat einen logischen Fehler. Du gehst implizit davon aus, dass Energie ein Volumen einnimmt. Nur dann hat der Begriff "Energiedichte" einen Sinn.

Wenn ein Photon kein Volumen besitzt, kann man den Begriff "Energiedichte" (wie er etwa für den Brennwert eines Kraftstoffs sinnvoll definiert werden kann) auf ein einzelnes Photon nicht mehr sinnvoll anwenden.

Genau Letzteres ist der Fall, seit man weiß, dass ein Photon ein Energiequant ist.
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Beiträge: 1.383, Mitglied seit 11 Jahren
Hallo Claus,

Claus schrieb in Beitrag Nr. 2264-243:
Das "Volumen" um den Emissionspunkt herum wird nach unserer Vorstellung durch eine Kugelwellenfront begrenzt. Es stellt die Summe aller möglichen späteren Wirkungen des Photons dar.
Du meinst hier das Huygensche Prinzip, das die Beugung an Spalten und Gittern beschreibt und wohl mit der entspr. Wellenfunktion korreliert ist?

Claus schrieb in Beitrag Nr. 2264-243:
Es gibt jeweils einen Ort (Punkt) der Wahrnehmung, den Leibniz die "Zentralmonade" nennt. Das Volumen um diesen Ort ist m.E. unsere Konstruktion.
Mit Punkt der Wahrnehmung, Zentralmonade und Absorbtionspunkt ist jeweils das Gleiche gemeint?

Danke!
Thomas
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Beitrag zuletzt bearbeitet von Thomas der Große am 31.08.2017 um 22:55 Uhr.
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Beiträge: 1.383, Mitglied seit 11 Jahren
Hallo Otto,

Otto schrieb in Beitrag Nr. 2264-245:
Hallo Lothar,
mehr Informationen zu Monaden und Zentralmonaden findest Du zusammengefasst auf drei Seiten unter
http://www.claus-beisbart.de/teaching/su2006/ue/lei...

der Leibniz ist genial. Wobei ich den Eindruck habe, dass er bei dem Terminus Monaden mindestens zwei verschiedene Aspekte zusammenwirft, die bei der optischen Interpretation getrennt werden:
Mit einem "Spiegel des Universums" assoziiere ich die Beleuchtung eines Hologramms, bzw. kollektiv ein Hologramm selbst,
während der elementare Veränderungsprozess einem Photoeffekt entsprechen könnte, also dem Elementarprozess innerhalb der Beleuchtung des Hologramms.
Wie würdest Du seine Metaphern auf die Physik übertragen?

LG
Thomas
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Beitrag zuletzt bearbeitet von Thomas der Große am 31.08.2017 um 23:10 Uhr.
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Claus (Moderator)
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Hallo Struktron,

Struktron schrieb in Beitrag Nr. 2264-248:
- eine Berührung von etwas anderem kann es nur geben, wenn mindestens eines von beiden eine Ausdehnung besitzt. Diese ist demnach erforderlich, wenn man Bewegungsänderungen nicht auf andere (göttliche) Einflüsse zurückführen will.

Auch hier vermute ich, dass der Wunsch (deine Deduktion auf voluminöse Kügelchen) Vater deines Gedankens ist.

Es kann m.E. auch ohne göttliches Zutun sein, dass Energie berührungslos übertragen wird. Die Absorption eines Photons ist ein Quantenereignis. Ein Ereignis findet an Raumzeitpunkt statt.

Der mechanische Stoß zweier Billkardkugeln ist vielleicht anschaulicher. Er muss aber nicht der einzige Weg sein, auf dem eine Energieübertragung stattfinden kann.
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Beiträge: 1.383, Mitglied seit 11 Jahren
Claus schrieb in Beitrag Nr. 2264-252:
Der mechanische Stoß zweier Billkardkugeln ist vielleicht anschaulicher. Er muss aber nicht der einzige Weg sein, auf dem eine Energieübertragung stattfinden kann.

Das ist wichtiger Aspekt: Das Ereignispaar Erzeugung/Absorbtion eines Photons ist eigentlich ein Remote-Kugelstoß der involvierten Elementarteilchen, wobei das Billardmodell wahrscheinlich das Huygen'sche Prinzip für das Medium Lichtquant korrekt impliziert.
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Claus (Moderator)
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Hallo Thomas der Große,

Thomas der Große schrieb in Beitrag Nr. 2264-250:
Du meinst hier das Huygensche Prinzip, das die Beugung and Spalten und Gittern beschreibt und wohl mit der entspr. Wellenfunktion korreliert ist?

Nein. Weniger kompliziert. Ich meinte einfach, dass das Volumen einer Kugel mit Radius ct um den Emissionspunkt herum alle möglichen Absortionspunkte seit der Emission bis zum Zeitpunkt t beschreibt.

Zitat von Thomas der Große:
Mit Punkt der Wahrnehmung, Zentralmonade und Absorbtionspunkt ist jeweils das Gleiche gemeint?

Punkt der Wahrnehmung und Zentralmonade sind synonym. Absorptionspunkt dagegen nicht, da sich Monaden m.E. nicht (nur) durch Photonenabsorption definieren.

Bspw. könnte ich mich selbst als Monade betrachten: Irgendwo1) innerhalb meines Körpers (etwa irgendwo in meinem Gehirn) gibt es einen Punkt einer bewussten Wahrnehmung. Die Wahrnehmung an diesem Punkt wird durch die Umgebung des Punktes bestimmt.

1) Nur wenig von diesem Punkt entfernt - immer noch innerhalb meines Gehirns - betrachten wir einen beliebigen anderen Punkt. Auch dieser Punkt stellt dann einen Ort eigener Wahrnehmung dar - nur wäre diese Wahrnehmung etwas anders als die des ersten Punktes, weil die jeweilige Umgebung geringfügig anders ist.

Auch in meiner Leber oder neben mir in der Vase auf dem Tisch könnte man beliebige Punkte der Wahrnehmung betrachten... nur wäre deren Wahrnehmung eben eine völlig andere - vielleicht sogar unbewusste (?) - eben, weil die Umgebung letzterer Punkte gegenüber den zuerst betrachteten sehr verschieden wäre.
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Beiträge: 231, Mitglied seit 5 Jahren
Hallo Claus,
Claus schrieb in Beitrag Nr. 2264-254:
Thomas der Große schrieb in Beitrag Nr. 2264-250:
Du meinst hier das Huygensche Prinzip, das die Beugung and Spalten und Gittern beschreibt und wohl mit der entspr. Wellenfunktion korreliert ist?

Nein. Weniger kompliziert. Ich meinte einfach, dass das Volumen einer Kugel mit Radius ct um den Emissionspunkt herum alle möglichen Absortionspunkte seit der Emission bis zum Zeitpunkt t beschreibt.
Bei Elementarteilchen (einschließlich Photonen und Neutrinos) ist die Messung der Compton-Wellenlänge möglich. Deshalb besitzen sie eine Struktur, so dass Ihr beide Recht haben könntet. Immer könnte durch die Compton-Wellenlänge ein Volumen aufgespannt sein. Die Anzahl der darin enthaltenen kleinsten Objekte (Monaden oder Kugeln) kann sehr groß sein, wenn wir auch die schon von Max Planck gefundene kleinste Länge als deren möglichen Durchmesser akzeptieren. Einem solchen Objekt könnte man viele Eigenschaften zuweisen, bis zu Ereignissen der unendlichen Vergangenheit.

Für uns momentan beherrschbar (mathematisch) ist ein notwendig stattfindendes Ereignis bei Berührung mit einem anderen solchen Objekt. Zumindest habe ich es geschafft, damit die Entstehung der Feinstrukturkonstante zu berechnen.

MfG
Lothar W.
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Erklären kleine diskrete Objekte die Grundlagen der Standardphysik?
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Hallo Alle,

Ihr diskutiert hier hoch-wissenschaftlich, man merkt, Ihr seid vom Fach, oder habt euch im Laufe der Zeit sehr gut informiert. Ich bin mit der Konkretisierung meiner Vorstellungen aus beruflichen und familiären Gründen viel zu spät gestartet und werde meine Wissenslücken niemals mehr aufholen. Dies gibt mir aber die Möglichkeit, meine Gedanken freier, frecher zu äußern, als es euch mit eurem Wissen möglich ist. Da war es für mich eine Bestätigung, sie bei Smolin selbst weitgehend sogar mit meinen Begründungen vorzufinden.

Smolin, den ich nun besonders gelesen habe, baut seine Vorstellungen auf denen von Leibnitz auf, hält aber dennoch, wenn ich es richtig erinnere, nämlich genau wie ich,
unteilbare Strukturen mit Volumen für wahrscheinlicher. Warum sonst hat sich die Stringtheorie mit in Resonanzen schwingenden Saiten befasst, die, zweidimensional eine Fläche und mehrdimensional ein Volumen innehaben bzw. die Quantenloopgravitation ergänzend mit dem Raum. Ich glaube ebenso wie Strings schwingend an die Selbstähnlichkeit für Alles, was man eben auch als Holografie bezeichnen kann, aus dem Kleinsten lässt sich das Größte ablesen und umgekehrt. Keiner wird bezweifeln, dass das Weltall irgendein Volumen hat, folglich hat alles darin irgendein, und wenn, noch so kleines Volumen. Es wird also Teilchen geben, die ein Volumen haben und trotzdem elementar sind. Vielleicht ist dieser Zustand beim Photon erreicht, möglicherweise können wir aber nur mit den für unsere Augen ergänzten Maschinen etwas nur noch nicht sehen. Dies aber wiederum glaube ich nicht (Dunkle Materie, Dunkle Energie und vielleicht demnächst noch mehr Unerklärliches gibt es nicht, es sind mathematische Konstruktionen, die der Realität entbehren). Punktteilchen kann es aber nicht geben, ist meine Meinung.

LG Kirsche
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Die Vergangenheit ist über die Gegenwart verbrauchte Zukunft.
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Beiträge: 602, Mitglied seit 5 Jahren
Struktron schrieb in Beitrag Nr. 2264-248:
Nach meinen drei Fragen, die ich eigentlich nicht selbst beantworten wollte, muss
- es Bewegung geben, damit überhaupt etwas passiert,
- ohne zusätzliche Einwirkung bewegt sich das immer weiter so (im IR³ geradlinig gleichförmig),
- eine Berührung von etwas anderem kann es nur geben, wenn mindestens eines von beiden eine Ausdehnung besitzt. Diese ist demnach erforderlich, wenn man Bewegungsänderungen nicht auf andere (göttliche) Einflüsse zurückführen will.

Hallo Lothar,
Meine Gedanken zu Deine Fragen:

<< muß es Bewegung geben, damit überhaupt etwas passiert, >>
Nein, Ortsbewegungen sind nur ein Spezialfall von Zustandsänderungen.

<< ohne zusätzliche Einwirkung bewegt sich das immer weiter so (im IR³ geradlinig gleichförmig), >>
Ja - nach der SRT, denn was einen kräftefreien Körper in einem Inertialsystem auf der geraden Bahn hält, ist die Schwere (mag paradox klingen, stimmt aber).
Nein - nach der ART, denn Körper bewegen sich auf Geodäten. Geodäten sind nie parallel zueinander und kreuzen sich auch nicht.

<< eine Berührung von etwas anderem kann es nur geben, wenn mindestens eines von beiden eine Ausdehnung besitzt. Diese ist demnach erforderlich, wenn man Bewegungsänderungen nicht auf andere (göttliche) Einflüsse zurückführen will.>>
Ja, für unsere Erlebniswelt.
Nein, für Photonen. Sie auch Beitrag Nr. 2264-243 von Claus.

Gruß, Otto
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Beiträge: 602, Mitglied seit 5 Jahren
Kirsche schrieb in Beitrag Nr. 2264-256:
Smolin
Lee Smolins Buch "Im Universum der Zeit" finde ich ganz gut, aber man muß es unbedingt bis zum Ende lesen, sonst kann man den Unterschied zwischen den Teilen 1 und 2 nicht erkennen.
Mir hat auch das Buch von Rüdiger Vaas "Jenseits von Einsteins Universum" recht gut gefallen, weil es ausführlich auf die vielen Ideen außerhalb des Mainstreams zur RT eingeht.
Beitrag zuletzt bearbeitet von Otto am 01.09.2017 um 12:52 Uhr.
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Beiträge: 602, Mitglied seit 5 Jahren
Thomas der Große schrieb in Beitrag Nr. 2264-251:
Mit einem "Spiegel des Universums" assoziiere ich die Beleuchtung eines Hologramms,

Hallo Thomas,
eine Beleuchtung eines Hologramms meinte ich eigentlich nicht damit.
Ich dachte eher an ein universelles Grundprinzip des gleichen logischen Aufbaus im Kleinen (Quanten) als auch im Große (Universum).

Zum anderen hatte ich auch die Holografie im Hinterkopf, die 3D-Informationen in 2D abbildet.
Wenn es möglich ist, die dritte Dimension in eine zweidimensionale Darstellung einzubinden (holographisches Universum oder holographisches Prinzip), dann muß es auch - zumindest theoretisch - mathematisch möglich sein, eine dreidimensionale Erlebniswelt nulldimensional oder zumindest eindimensional zu beschreiben.

Eine ungewöhnliche Eigenschaft des holographischen Speichers ist u.a., daß, wenn es in mehrere Teile zerbricht, jedes einzelne Teilfragment des Hologramms in der Lage, das gesamte 3D-Bild zu erzeugen.

Gruß, Otto
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Beiträge: 231, Mitglied seit 5 Jahren
Hallo Otto,
Otto schrieb in Beitrag Nr. 2264-257:
Struktron schrieb in Beitrag Nr. 2264-248:
Nach meinen drei Fragen, die ich eigentlich nicht selbst beantworten wollte, muss
- es Bewegung geben, damit überhaupt etwas passiert,
- ohne zusätzliche Einwirkung bewegt sich das immer weiter so (im IR³ geradlinig gleichförmig),
- eine Berührung von etwas anderem kann es nur geben, wenn mindestens eines von beiden eine Ausdehnung besitzt. Diese ist demnach erforderlich, wenn man Bewegungsänderungen nicht auf andere (göttliche) Einflüsse zurückführen will.
Meine Gedanken zu Deine Fragen:

<< muß es Bewegung geben, damit überhaupt etwas passiert, >>
Nein, Ortsbewegungen sind nur ein Spezialfall von Zustandsänderungen.
Was beschreibt die Zustandsänderungen? Führst Du das im Endeffekt auch auf eine Lagrange-Funktion, also kinetische und potentielle Energie, zurück? In der Quantentheorie und auch bei der ART habe ich bisher nichts gefunden, wo keine Impulsänderungen vorkommen.
Otto schrieb in Beitrag Nr. 2264-257:
<< ohne zusätzliche Einwirkung bewegt sich das immer weiter so (im IR³ geradlinig gleichförmig), >>
Ja - nach der SRT, denn was einen kräftefreien Körper in einem Inertialsystem auf der geraden Bahn hält, ist die Schwere (mag paradox klingen, stimmt aber).
Nein - nach der ART, denn Körper bewegen sich auf Geodäten. Geodäten sind nie parallel zueinander und kreuzen sich auch nicht.
Hinter jeder gekrümmten Bahn steckt auch da eine Beschleunigung, also Änderung eines Impulses. Die Riemannsche Beschreibung ist nur eine andere Art der Darstellung.
Otto schrieb in Beitrag Nr. 2264-257:
<< eine Berührung von etwas anderem kann es nur geben, wenn mindestens eines von beiden eine Ausdehnung besitzt. Diese ist demnach erforderlich, wenn man Bewegungsänderungen nicht auf andere (göttliche) Einflüsse zurückführen will.>>
Ja, für unsere Erlebniswelt.
Nein, für Photonen. Sie auch Beitrag Nr. 2264-243 von Claus.
Wie Photonen ihre bekannten Eigenschaften erhalten, wissen wir noch nicht. Wenn es Strukturen im Vakuum sind, erhalten sie von diesem ihre wichtigste Eigenschaft, dass sie sich immer mit dem gleichen c bewegen. Auch ihre stabile, von der Erzeugung abhängige Frequenz, behalten sie vermutlich im Vakuum wegen des darin gültigen Planckschen Wirkungsquantums h. In jeder ihrer Perioden erfolgen orthogonale Änderungen von elektrischen und magnetischen Feldkomponenten. Wie geht das?
MfG
Lothar W.
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