Dieser Beitrag wurde in Schweden gefertigt und kann erst heute aus Hamburg versendet werden. Entschuldigt das Alter nachfolgenden Beitrags und die Zusammenfassung aller Eurer Beiträge, in denen ich mich irgendwie angesprochen fühlte. Bei den dann folgenden Beiträgen habt ihr Euch aus meiner Sicht nicht direkt mit meinen Vorstellung befasst. Hier also wende ich mich mit Dank an euch:
Hej Branworld1,
ich finde die Fundstelle heute hier in Hamburg irgendwie nicht wieder , aber offenbar darf ich dich im Kreise der Rentiers begrüßen? Ich bin es seit 5 Jahren, beschäftige mich nebenbei mit der Zeit und habe dennoch davon kaum etwas übrig. Ich will ja nicht von Pflichten sprechen, man macht dies und jenes ja ausgesprochen gern und kann es nun auch völlig ohne Zeit erledigen. Den dienstlich übervollen Terminkalender habe ich schon völlig aus den Augen verloren, meine Frau ist nun meine Terminministerien, die fast alles auch ohne Kalender im Kopf behalten kann, worum ich mich, ehrlich gesagt, nicht bemühe. Als Hamburger schätze ich den Kölner Spruch, der etwa heißt: It kütt wie it kütt“, man möge mich korrigieren.
Für das Philosophieren kann ich dir auch die nördliche Abgeschiedenheit empfehlen, einen Blick auf einen See, ab und zu pfeifende Rufe, m.E. eines (Eis-?)Tauchers, ein Seeadler schaut angelnd vorbei, Rehe waren auch schon da, nur echte Rentiere gibt es hier noch nicht, dafür aber viel Elchfleisch aus der Truhe der Freunde oder eingelegte Heringe, Graved Lachs und geräucherte Sik (ich schätze eine Maräne, schmeckt köstlich), dann Wind, raschelnde Blätter, das blauste Blau des Himmels und des Wassers und Schönwetterwölkchen, die alle zusammen zum Wandern, Pfifferlingssuchen usw. animieren. Dann gibt es hier oben den berühmten Sürströmming, der erst richtig fertig ist, wenn sich die Dosen nach außen aufbeulen….
Bei Regen kann man ja mal irgendwie nachdenken und das Forum bedenken, sofern die Surf-Flatrate es zulässt, was bei mir leider bis auf Reserven derzeit nicht mehr möglich ist.
Die Sendung folgt erst jetzt!
Viele Grüße
Kirsche
Hej Otto,
du sagst zu Recht im
Beitrag Nr. 2264-195 vom 20.08.2017 21:19: „Lee Smolin bleibt nicht beim Althergebrachten, sondern entwickelt durchaus neue Ideen. Zumindest habe ich diese so noch nicht irgendwo anders gelesen.“
Ja, so sollte meine offenbar daneben gegangene Bemerkung auch besser lauten.
Zur Gravitation als mögliche negative Kraft sagst du: „Da stimme ich Dir völlig zu.
Ich beschäftige mich mit dieser Frage seit ca. einem halben Jahr sehr intensiv, gehe immer mehr in die Tiefe, meine Ideen werden immer" verrückter" und lösen sich von gängigen Vorstellungen. Mal sehen, ob etwas dabei raus kommt….“
Viel Erfolg, vielleicht findest du die richtige Lösung.
Kirsche
Hej Stueps,
Stueps schreibt im
Beitrag Nr. 2264-196 vom 20.08.2017 22:19 : „Sobald ich mich in mein Leben einmische, endet das in einer Katastrophe.“
Vielleicht hilft es, wenn du deinen Groll gegen alles Verharzte beseitigst und hier deine persönliche Meinung weiterhin, wie bisher, sachlich, vertrittst. Ich habe dir beim Zwillingsparadoxon ja nicht widersprochen, sondern nur versucht, eine andere Auffassung dagegen zu setzen, die ich vor kurzem in der Ruhe der schwedischen Wildnis-Klausur mit Smolin nur weiter entwickelte. Sie ist vielleicht falsch, aber immerhin nun begründeter, jedenfalls sicher nicht wesentlich verharzter als zuvor.
Also: Weiter so, wie zuvor,
Kirsche
Hej Thomas,
im
Beitrag Nr. 2264-199 vom 21.08.2017 18:13 schreibst du:
„Das ist Smolin's Dünnschiss, nachdem die Eliminierung der Zeit-Kausalität auch in den Relativitätstheorien herrscht und ich oben die spezielle RT als Ausprägung der Quantentheorie dokumentiert habe und er ist zugleich (die einzige?) Grundlage seiner Argumentation, die dann das Phänomen Zufall nicht mehr zu betrachten braucht und mit seiner These der Lokalität physikalischer Gesetze die mathematische Modellierung physischer Phänomene ganz über Bord wirft, quasi das Kind mit dem Bad ausschüttet“.
Da ich mit ihm ziemlich übereinstimme, kann ich den „Dünnschiss“ nicht bestätigen. Mit seinem Buch bietet er noch keine Lösung an, sondern sagt lediglich, dass die bisher gängigen Theorien gerade wegen der natürlichen Zufälle, wie du es nennst, so nicht zum Ziel führen werden, sondern dass man sich auf die Suche nach der wahren Zeit, die diese Zufälle integrieren würde, begeben müsse, um die Welt erklären zu können. Möglicherweise hat Smolin sich als Wissenschaftler tatsächlich schon ins Ausseits manövriert, wie du irgendwo meintest, ich schätze aber seinen Mut, Quer zu denken, was nie falsch sein kann.
Ich möchte ihn insoweit in Schutz nehmen, bin es dagegen nur selbst, der meint eine Lösung dafür gefunden zu haben. Dünnschiss kommt also direkt aus dem Verharzten!
Sei gegrüßt
Kirsche
Hej Uwe,
In Deinem
Beitrag Nr. 2264-200 vom 21.08.2017 19:25 wiederholst Du zusammenfassend: „Der Urknall ist nichts weiter als eine vertechnisierte Schöpfungstheorie creatio ex nihilo.“
Wie es wirklich war, weiß bisher kein Mensch, auch du nicht. Was sagst du denn zu folgender These:
In der biblischen Schöpfungsgeschichte sprach Gott und es ward. Wenn jemand spricht, handelt es sich um Schwingungen, die durch den leeren Raum „wabern(?)“ und auf die Initailzündung einer Schöpfung gewartet haben, die sich bis heute, Gott ruht am 7. Tag, evolutionär entwickelt. Wenn jeder dieser Tage mehrere Milliarden Jahre währt, steht der 8. Tag, an dem Gott vielleicht wieder spricht, mit unabsehbaren Folgen noch bevor.
Auch deine Vorstellungen müssen von irgendwo her irgendwie wodurch auch immer entstanden sein, denn Licht und Materie sind ja offenbar Realität und keine Illusion. Wie erklärst du denn das? Vielleicht sind sie auch nur eine Illusion?
Sei gegrüßt
Kirsche
Euch allen Dank und viele Grüße aus Schweden (Sendung erfolgt aus Hamburg)
Die Vergangenheit ist über die Gegenwart verbrauchte Zukunft.