"Der Streit hat leider schon einen religiösen Beigeschmack, fast wie einst beim Kampf um das geozentrische oder heliozentrische Universum. Das waren komplett unterschiedliche Ansätze. Zu beiden passten viele Beobachtungsdaten. Aber sie standen grundsätzlich im Widerspruch – und die Anhänger bekämpften sich. Zum Schluss wurden Abweichler sogar verbrannt." (Quelle: Deutschlandfunk 25.10.2015). So kann es gehen, wenn man seinen Kopf in den Wind hält. Ich halte ihn hiermit weiter in den Wind und möchte aber weder Feuer und Rauch, aber immerhin möglicherweise wieder für ein wenig Diskussionsstoff sorgen:
Tatsachen, die ich nicht bestreite, ihnen aber glaube, sind die beiden fundamentalen Theorien der Relativitätstheorie und der Quantenmechanik. Tatsache ist aber auch, dass sie weiterhin nicht miteinander kompatibel sind, sie widersprechen sich jeweils im Kleinen oder auch im Großen. Einstein: Massen krümmen den Raum, ohne Massen keine Krümmung. Beides führt aber in die Irre: Riesige Massen krümmen den Raum zur Unendlichkeit, was dazu führt, dass sich Einstein an dieser Stelle bereits selbst ein Bein stellt, keine Massen sind aber auch nicht die Raumruhe selbst, vielmehr quirrlt es im Vakuum unvorhersehbar fürchterlich zeitweise wie beim Vulkanausbruch im Auf und ab. In der Quantenmechanik kommt man auf Punktteilchen, in der Relativitätstheorie wäre dies wohl so was wie vierdimensionaler Schaum. In der Relativitätstheorie kann man Singularitäten nicht beschreiben, in der Quantenmechanik nicht die Gravitation überhaupt nicht.
Gesucht wird also eine Theorie, die aus der Relativitätstheorie die Gravitation mit einbezieht und aus der Quantenmechanik die der Relativiätstheorie fehlenden anderen 3 der bisher insgesamt 4 Grundkräfte. Die daraus zunächst hoffnungsstimmende Stringtheorie scheitert an der Unendlichkeit der Lösungsmöglichkeiten, die Quantenloopgravitation verläuft lt. Smolin auch nicht auf das erhoffte Ziel, er sucht nach einem anderen Verständnis von Zeit als Lösung, hat aber noch keine vorgestellt.
Und da komme ich, der Hamburger Gerd Kirschenmann seit 1988 mit der sich 1989 weiterentwickelnden Behauptung, man könne aus dem dreidimensionalen Zeitempfinden des Menschen auf das Weltall und alles was drin ist, die gewünschten Schlüsse ziehen und beruft sich auf ein Naturgesetz der Selbstähnlichkeit für Alles. Diese neue, m.E. natürliche Zeit besteht aus 2 phasenverschobenen, deshalb asymmetrischen, zyklisch sich erneuernden (Sinus-?)Schwingungen mit einem artbestimmenden Radius (Amplitude), einer altersabhängigen Strukturvorgabe entlang eines ¼ Kreisbogens, die für das All ebenso gilt, wie für jede der Galaxien, jeden Stern, jeden Planeten und ebensolche Menschen, Tiere, Pflanzen oder Materieansammlungen, oder Materieformen und auch Photonen. Im All wimmelt es nur so von diesen Strukturen, die ein Funktionieren und Existieren durch harmonisches Zusammenwirken sicherstellen.
Es ist in dieser Vorstellung nicht ausgeschlossen, dass es zur Relativiätstheorie oder Quantenphysik Weiterentwicklungen gibt, so hält Lee Smolin die Relativitätstheorie für in seinem Sinne weiterentwickelbar, die Quantenmechanik hält er für völlig falsch. Das sehe ich anders. Beide Theorien stören mein Konzept nicht, sie werden quasi aufgesaugt:
Die Relativitätstheorie wird vereinfacht, in dem der Raum nicht mehr benötigt wird. Er wird durch die Zeitdimensionen definiert, die den Raum im Rahmen des sich öffnenden und schließen Zyklus dieser Zeit abbilden. Die von Einstein vorhergesagte Raumkrümmung ergibt sich einfach als Vorgabe dieser so gekrümmten Zeit. Beweis: Die Zeitdilatation wird Realität, weil jede Beschleunigung eine Bremswirkung gegen diese gekrümmte Zeit bewirkt, der Raum selbst ist nicht nachweisbar und lediglich theoretischer Formelnatur einer 4-D-Raumzeit, weil der Raum sich nur nach menschlichen Koordinatensystemen künstlich finden lässt.
Diese neue Zeit, ich nenne sie nun zwecks Abgrenzung zu bloßen Zeitmessungssystemen bisheriger Art „Natürliche Zeit“. Sie schließt eindeutig die Elemente der Quantenmechanik ein, weil diese Zeit zwar gesetzmäßige Grundaussagen im Durchschnitt treffen kann, diese aber durch Wahrscheinlichkeiten, wie durch den freien Willen gesteuerte Entscheidungen interner oder externer Art, man kann auch Zufall sagen, beeinflusst werden kann. Unendlichkeiten verschwinden völlig und werden ersetzt durch eine mögliche Endlichkeitskette der Zyklen. Wahrscheinlichkeiten steuern Werden und Vergehen und bedeuten Evolution.
Die Gravitation und die übrigen Grundkräfte werden aus dem äußeren Zusammenwirken aller dieser eigenen, nahen und fernen Schwingungen erwachsen und von außen nach innen wirken. Ihre Wirkung ist daher umgekehrt gepolt. Ist diese Behauptung richtig, würden sich Dunkle Materie und Dunkle Energie von selbst erledigen, ohne Investment in eine vergebliche Suche. Damit wären auch bis zu überlichtschnelle Inflationen, Multiversen, Schaum welcher Art, Super-Symmetrien ö.Ä. auch vom Tisch. Alles gehorcht nur den periodischen, selbstähnlich sich weiter entwickelnden Zyklen, die auch die Entropie steuern, vom Anwachsen bis zur Abnahme.
Ob es gelingen kann, evtl. fehlende Verbindungsstücke zu den beiden bisher maßgeblichen Theorien aufzuspüren oder die neue Vorstellung zu einer berechneten Theorie zu machen, steht noch irgendwo „in den Sternen“.
Kirsche
Die Vergangenheit ist über die Gegenwart verbrauchte Zukunft.