Hallo Henry, hallo Harti,
Ich danke Euch für Eure Beiträge, auf die ich kurz zusammenfassend eingehe. Zuvorderst möchte ich betonen, dass ich meine Überlegungen nachträglich vor allem mit kosmologischen Problemen, für die es wissenschaftliche phantasievolle Thesen gibt, abgeglichen habe. Meine phantasievolle Vorstellung wird sich nicht dahinter verstecken müssen. Ihnen liegt die Inflationsausdehnung nach dem Urknall mit allen Standarderkenntnissen, mir nur überfliegend bekannt, zugrunde. Was aber danach passieren kann, ewige Ausdehnung, noch zunehmend, Bestand oder, was passiert bei der Schrumpfung, ist völliges Dunkelfeld. Es fehlt m.E. eine Hälfte, die m.E. zu erwartenden kosmologischen Deflation, die natürlich eine Unterstellung bzw. auch eine der Prognosen von mir ist.
Henry: „Eine Welle schwingt nicht“.
Nein, nicht ganz. Eine Welle kommt aber nicht von allein, ihre Bewegung hat m.E. eine Ursache, z.B. ein (zusätzliches) Energiequant, und diese Ursache bewegt sich mit. Eine Welle ist also nicht nur Bewegung, sondern vollzieht mehrere periodiale Wellen/Schwingungen. Wellen auf dem Meer haben dagegen Reibung als Ursache zwischen 2 Medien. Ein Wassermolekül im bleibt ohne Ströung prinzipiell, wo es war. Ein Photon bewegt sich nicht von selbst. Es kennt auch keine Zeit und bewegt sich doch. Sonst würde das Doppespaltexperiement nicht funktionieren.
Henry: „Im Hier und Jetzt müssen wir mit dem Unterschied von Materie und Kräften leben. Und alles, was existiert, existiert WEGEN dieser Unterschiede.“
Ja, sah /bzw. sehe – s.u.- ich genauso. Eine Selbstähnlichkeit sehe ich zwischen Materie und Leben, die sich insoweit gerade prinzipiell nicht unterscheiden werden.
Henry: „Wirkung wird ausschließlich durch Kräfte übertragen." Materie „an sich“ wirkt nicht. Materie „schwingt“ auch nicht.“
Was wellt(?) dann, wenn alles, ein Proton/Neutron/auch Mensch, selbst das All, der Welle/Teilchen-Dualität unterliegen soll. Dann würde sich doch irgendetwas „wellenartig bewegen“. Davon war ich für „neutrale“ Materie bisher eigentlich auch nicht ausgegangen, aber ein Beitrag in dem „Flunder-Thema“ hat mich dies fragen lassen und, es entspräche der Vorstellung von Tunneleffekten und Quantenfluktuationen selbst im Vakuum. Warum soll es so etwas nicht geben? Es wäre für meine Vorstellung neu und interessant, ist aber nicht wesentlich.
Henry: „Die Wirkung kommt zustande, wenn das Teilchen bewegt ist, also einen Impuls hat. Ein Impuls ist aber keine Eigenschaft der Materie selbst, sondern er ist das Produkt aus Masse x Geschwindigkeit, und auch Masse und Geschwindigkeit sind keine Eigenschaften der Materie selbst.“
Ein Impuls ist zunächst Ursache einer externen Wirkung (Standardauffassung), die sich, wie Du sagst, an der Materie messen lässt. Damit sind m.E. Masse und Geschwindigkeit eine Eigenschaft der gemessenen Materie. Da Masse mit Higgsfeld und Gravitation zu verbinden ist, könnte man die Wirkungen möglicherweise auch abweichend vom Standard interpretieren (vgl. meine Vorstellungen von externen Wirkungen).
Henry: „Nur tut man sich keinen Gefallen, wenn die Grundlagen nicht durchdacht sind.“
Wodurch spricht Deine obige Grundlage konkret gegen meine dargestellte Vorstellung von Zeit? Sie steht, für mich jedenfalls nicht erkennbar, dazu prinzipiell nicht im Widerspruch, erklärt die Kausalitäten, so sie welche sind, manchmal nur anders.
Henry: „Ich habe auch meine Vorstellungen und Ideen, nur weiß ich, dass ich sie mit dem Standard in der Physik nicht in Übereinstimmung bringen kann, weil mir dazu das Wissen und das Rüstzeug fehlen. Sehr vieles in SRT/ART ist für mich nur schwer nachzuvollziehen, für die Quantenphysik hab ich überhaupt keinen Sinn. Also muss ich mich erst einmal mit dem abfinden, was als gängige Lehrmeinung gilt.“
Das ist doch eigentlich schade und wäre gerade für dieses Forum interessant.
Henry: „Also versuche ich zu verstehen, wie etwas richtig sein kann, und nicht, weshalb es falsch sein könnte.“
Es würde aber meiner Vorstellung auch nicht unbedingt widersprechen, wenn sich die Sonne um die Erde dreht, eine Scheibe zweifelsfrei allerdings schon. Entscheidend ist für mich abweichend vom Standard eine externe Wirkung durch eine schalen-ähnlich abweichende Struktur um Sonne und Erde, die beide selbstähnlich, aber doch in unterschiedlicher Intensität umschließt.
Henry: „So weiß ich nicht, was Zeit IST. Ich denke aber, dass das niemand weiß. Wenn es heißt, Zeit wäre das, was man messen kann, so ist das erstens korrekt, aber zweitens auch reine Ironie, wenn es z. B. von Einstein ausgesagt wird. Er wusste, dass er nicht weiß, was Zeit ist, ebenso Newton.“
Ich möchte hier keine Reklame machen, aber ein Buch von Lee Smolin „Im Universum der Zeit-Auf dem Weg zu einem neuen Verständnis des Kosmos“ beschreibt, weshalb nur ein anderes Verständnis von Zeit zielführend sein wird, gegenwärtige Probleme der Kosmologie (Versuch einer gemeinsamen Theorie von Relativitäts- und Quantenphysik) zu lösen. Nun behaupte ich nicht, dass die Meine auch die Lösung ist. Ich entnehme aber daraus z.B., dass das bisherige Zeitverständnis, von dem Ihr berichtet und an dem ihr festhalten wollt, jedenfalls nicht vollständig sein kann und gerade deshalb teilweise zur Disposition steht. Notwendig sei (in etwa) eine wirkliche Zeit mit der Hypothese, dass sich die Naturgesetze in der Zeit entwickeln. Dadurch entstehe eine Grundlage für eine neue kosmologische Theorie und sei für die Bestätigung von Visionen bisher nicht kohärenter Theorien notwendig. Dabei müsse sie Vorhersagen treffen können. Dies las ich erst ca. 2015, als ich meine Vorstellungen schon entwickelt hatte.
Harti: „Hallo Henry, ich denke, die Äußerungen von Einstein zum Wesen der Zeit "Zeit ist das, was die Uhr anzeigt" ist auch so zu verstehen, dass Gedanken über das Wesen der Zeit nicht Gegenstand der Physik sind, sondern philosophischer Natur.“
Sie sind fundamental Gegenstand der Natur, was in der Wissenschaft gerade zu angeregten Diskussionen führt. Einstein war sicher ein Genie, er würde aber nie behaupten, alles gewusst zu haben. Die Zeit bringt Neues……!
Harti: „Wenn Raum und Zeit durch Bewegung beeinflusst werden – was unwiderlegbar bewiesen ist -, ist es doch wohl angebracht, über die Realität von Raum und Zeit (bzw. der Raumzeit) nachzudenken.“
Meine uneingeschränkte Zustimmung, jedenfalls was das Nachdenken anbelangt.
Harti: „Mit einer Uhr kann man nicht feststellen, ob ein. Fußballspiel gestern stattgefunden hat oder morgen stattfinden wird, lediglich die Dauer von 90 Minuten gibt eine Uhr an.“
Stimmt, mit der menschlichen Erfindung eines Kalenders gelingt eine Einordnung schon. Für ein durchschnittliches Leben spielt der Kalender zwar auch eine Rolle, mit meiner erweiterten Zeit lässt sich anhand eines Gegenwartsteilchens noch zusätzlich klären, ob das Ausmaß an jugendlicher Zukunft morgen ein Spiel über 90 min. zulässt (Scherz mit einem Qauntum Wahrheit).
Kirsche
Die Vergangenheit ist über die Gegenwart verbrauchte Zukunft.