Hallo Claus,
nach meinen erneuten Ausflug auf einen fremden Diskussionsplatz möchte ich dir zu der von mir dort geführten Diskussion auf deinen
Beitrag Nr. 2295-94 hier in meinem Heimat-Thread antworten:
Es gilt, die wirkliche Welt zu entdecken. Wir kennen sie in nur 3 Raumdimensionen und stellen unabhängig davon fest, dass Gleichzeitigkeit aufgrund der Lichtentfernung nicht so einfach herstellbar ist. Die Hinzunahme dieser zeitlichen Dimension zur 4. Dimension macht unter bestimmten Konstellationen deshalb durchaus Sinn. Das verstehe ich gut. Wir bewegen uns in Raum und Zeit. Ich will und kann mir diesen Vorgang aber nicht als Senkrechte auf einer zweidimensionalen Ballon-Oberfläche vorstellen. Ob dieser Sinn, so es ihn gibt, noch daraus bestehen kann, die ganze Welt unter dieses Prinzip zu stülpen? Und dann auch noch 6 oder 7 weitere Dimension in das Modell unserer Welt zu stecken, so wie wir sie dann auch noch zu begreifen haben? Ich habe daran ernste Zweifel. Ob uns so das wissenschaftliche Paradies verheißen werden kann? Oder hat sich die professionelle Physik mit den überwältigenden, nicht zu einander passenden Übereinstimmungen zwischen Relativitätstheorien und Quantenmechaniken nicht schon ihr eigenes Grab geschaufelt? Wäre es womöglich sinnvoll, auf den Anfang zurück zu gehen? An der Basis der maßgeblichen Theorien ist schon viel zu viel an Grundlagenwissen doch nur sehr vage bekannt und müsste eigentlich zuerst aufgearbeitet werden:
Was ist denn Raum? Was ist denn Zeit? Nichts scheint durch Einstein besser abgeklärt uns später bewiesen worden zu sein, als diese Begriffe. Aber stimmt das? Der Raum: Er hat sich durch den Urknall ausgedehnt, heißt es. Der Raum ist aber bis auf wenige kaum spürbare Fluktuationen von Quanten im Vakuum nirgends auszumachen. Niemand ist in der Lage, ihn anders als sich ausdehnend zu beschreiben. Als zunehmender Abstand zwischen Galaxienhaufen? Ich denke, er soll dreidimensional sein, wie der kleine Nachtschrank neben meinem Bett. Wo bleiben denn die 3 Dimensionen, wenn ich sie mir nur zweidimensional vorstellen darf? Der Raum ist und bleibt für mich ein unwirkliches Faszinosum! Die Frage nach seiner Existenz ist mehr als notwendig.
Die Zeit, ja, sie ist bei euch eigentlich nur das Ticken einer Uhr, welches nun auch noch senkrecht auf dem zweidimensionalen Raumabbild liegen soll? Was ändert sich zeitlich eigentlich im Raum? Liegt nur Raum der Zeit zugrunde, ist tatsächlich nichts an Änderung als bloße Bewegung der Ausdehnung als zunehmende Entfernung auszumachen. Immerhin, aber wWenn sich ein eigentliches Nichts ausdehnt, was könnte es denn sein? Im Weltall gibt es offenbar weder euren Raum noch eure Zeit, und es funktioniert doch, und oh Wunder, sogar völlig ohne Mathematik! Der "Owner" braucht sie halt nicht!
Als Verfechter eines Selbstähnlichkeitsprinzips hat m.E. „Alles“ eine „Etwas“ in relativ weitem Abstand kugelförmig umgebende Welle. Der Raum könnte durch den Radius beschrieben werden. (
Anmerkung auch für Otto: Nach meinen Berechnungen steht der Radius zur Welle übrigens im Verhältnis 1: 6,28571429 wie 539 zu 3388; sagt euch das etwas für eure Berechnungen?).
Alles ist Teilchen und Welle zugleich in schöner Dualität, so heißt es jedenfalls. Nach meiner Vorstellung gilt dennoch: Teilchen bleibt Teilchen und Welle bleibt Welle, zwei zusammenhängende, aber dennoch von außen betrachtet unabhängig auf uns wirkende Dinge. Beides kann deshalb nicht zusammen gemessen werden, das Teilchen geht im Doppelspaltexperiment nur durch einen Schlitz und die Welle eben durch beide, wenn diese geöffnet sind. So erkläre ich mir den Vorgang aus der Interpretation meiner Vorstellung, ohne allerdings die Doppelspaltexperimente und deren Interpretationen bisher 100% bisher richtig verstanden zu haben. Daher blieben mir Zweifel, ob meine Vorstellung den Vorgang beschreiben kann. Nun las ich zufällig, dass meine Vorstellung möglicherweise der sog. Bohmschen Interpretation der Quantenmechanik entspricht, die heftig kritisiert bisher aber nicht widerlegt werden konnte, bleibt doch offenbar die Kritik durch die sog. Fernwirkung verschränkter Photonen. Diese löst sich m.E. jedoch ebenfalls als nicht existent auf, wenn man sich selbst in ein Lichtschnell reisendes Photon hineinversetzt, wodurch sich eigentlich wohl für den intern im Photon lichtschnell Mitreisenden nichts ändert. Es ist also so, wie es ist, d.h., wie man gerade misst, ohne dass dies irgendein verborgenes Phänomen aufweisen kann. Es ist das Übliche. Würde ich das All durch einen Doppelspalt schicken können, gäbe es das gleiche Ergebnis.
Das Problem der Wahrscheinlichkeit bleibt aber vollständig erhalten. Kein Atom, kein Mensch kennt seine Zerfallszeit.
M.E. gibt es durch solche Überlegungen Bausteine, die zur Annahme Anlass geben, dass es zwischen Quantenmechanik und Relativitätstheorien in Wirklichkeit keine wirkliche Barriere gibt. Die angestrebte Einbeziehung der Gravitation in die Quantenmechanik, die bisher ohnehin nicht erfolgreich war, erübrigt sich m.E. dadurch vollständig.
Oder würde man sagen müssen, dass Photonen, Quarks oder Elektronen ebenfalls nur in 4 Dimensionen begreifbar sind? Ich meine: Nein!
Kirsche
Anhang für die Allwissenden hier im Forum
Vorweg: Es gibt viel Unverstandenes:
Warum ist das Standardmodell unzureichend, obwohl es sich bestätigt.
Warum bleiben Dunkle Materie und Dunkle Energie ein Rätsel?
Warum haben Neutrinos eine Masse, obwohl sie keine haben dürften?
Warum gibt es mehr Materie als Antimaterie, obwohl es dafür bisher keinen erkennbaren Anlass gibt.
Warum gibt es keine Verbindung zwischen Gravitation und Quantenmechanik?
War der Urknall ein gigantisches Schwarzes Loch, das ein Vorgängeruniversum verbarg?
Warum hat das Higgs-Boson eine ganz bestimmte relativ außerordentlich kleine Masse, obwohl das Higgsfeld von Quantenfluktiationen deshalb extrem beeinflusst werden müsste und die Masse des Bosons entsprechend schwanken müsste? Welche Naturgesetze bestimmen die Konstanz des Higgs-Bosons? Die Supersymmetrie ist wohl vom Tisch!
Warum versagen an gewünschter Stelle Symmetrieerwartungen?
Wie entkommt die Physik ihrer Sackgasse?
Gelten wirklich für die Welt im Kleinsten andere Naturgesetze?
Warum fanden die Stringtheoretiker unendlich viele Lösungen, die Viele-Welten symbolisieren sollen, aber keine, die für unser Universum zutrifft?
Macht es Sinn, über die Fundamente der Natur überhaupt noch nachzudenken, wenn diese völlig beliebig sein sollen?
Was in den mathematischen Formeln ist irreführender Abfall? Staubigen Lehrbüchern, aus denen Absolutisten dieses Forums gerne zitieren, führen jedenfalls nicht weiter!
Was ist der Grund? Versagt nur die Mathematik? Muss auf diese vielleicht verzichtet werden?
Fazit: Ich rufe zur Spekulation auf. Meine Vorstellungen liegen in diesem Thread vor.
Quod erat demonstrandum! (QED):
Kirsche
Die Vergangenheit ist über die Gegenwart verbrauchte Zukunft.