Beiträge: 1.681Mitglied seit 18 Jahren
Beitrag Nr. 1342-33
03.02.2009 12:01
Dieser Beitrag stammt ursprünglich aus einem anderen Thementhread
Hallo Claus, Eugen Bauhof und Okotombrok
Die Frage ist, was ist völlig normal ? Nach Deiner Ansicht offensichtlich die Zeitdilatation, die Z1 als Beobachter auf der Uhr von Z2 sieht; denn er sieht für die gesamte Reise auf seiner Uhr 20s und auf der Uhr von Z2 12s (Zeitdilatation). Mit der Feststellung, dass der Vorgang auf der Uhr von Z1 20s und auf der Uhr von Z2 12s dauert, hast Du Dich auf die Betrachtung aus der Sicht von Z1 festgelegt.
Nach meiner Meinung gibt es bei konsequent relativistischer Betrachtung kein "völlig normal", auch nicht wenn Z1 und Z2 wieder zusammentreffen. Z2 sieht ( wenn man theoretisch annimmt, dass er ruht und Z1 sich bewegt) auf seiner Uhr 20s und auf der Uhr von Z1 12s. Dieser Widerspruch zu der Sicht aus der Position von Z1 braucht nicht aufgelöst zu werden, weil er durch die rein theoretische Betrachtung aus verschiedenen Beobachtungspositionen entsteht. In der Wirklichkeit muss man sich dagegen festlegen, z.B. indem man den Vorgang aus der Position Z1 (Ruhe) und Z2 (Bewegung) betrachtet. Wenn ich dies rein theoretisch ändere und annehme Z1 (Bewegung) und Z2 (Ruhe) gehe ich von einer anderen Wirklichkeit aus und komme auch zu anderen Zeitabläufen. Es ist hier im Prinzip genauso, wie bei dem von mir angeführten räumlichen Beispiel. Beim Messen eines Schornsteins muss ich mich festlegen, aus welcher Position ich die Messung vornehme, von vorne oder von oben. Rein theoretisch kann ich dies aus verschiedenen Positionen, komme dann aber nicht zu eindeutigen Ergebnissen, ohne den Widerspruch aufklären zu müssen. Er folgt allein aus der relativistischen Betrachtung, aus der Änderung der Beobachterposition/des Bezugssystems.
Geht bitte nicht davon aus, das ich unbelehrbar bin und nur Recht haben will. Ich bin einfach nur fest davon überzeugt, dass diese Interpretation zutreffend ist. Ich versichere Euch auch, dass ich die Dinge grundsätzlich verstehe und verschiedene Interpretationen nachvollziehen kann. Dies schließt natürlich nicht aus, dass ich auch manchmal etwas nicht begreife oder falsch denke.
Ich nehme an, es ist auch verschiedentlich deutlich geworden, dass mich mehr die grundlegende Frage nach dem Verhältnis von Denken und Wirklichkeit beschäftigt. Deshalb neige ich dazu, auch hier die Erörterungen zum Zwillingsparadoxon unter diesem Aspekt zu betrachten und für mich zu klären zu versuchen, welcher Interpretation liegt die Annahme einer Wirklichkeit zugrunde und welcher Interpretation die Annahme verschiedener, theoretisch möglicher Wirklichkeiten.
MfG
Harti
Wichtig ist, dass man nicht aufhört zu fragen. A.E.
Claus schrieb in Beitrag Nr. 1342-32:ZW2 bestreitet dies vehement und behauptet, er sei nie in Zeitlupe gealtert! die Hin- und Rückreise habe gleichlang, nämlich jeweils 6 Sekunden, gedauert und die Zeit sei völlig normal verlaufen.
Die Frage ist, was ist völlig normal ? Nach Deiner Ansicht offensichtlich die Zeitdilatation, die Z1 als Beobachter auf der Uhr von Z2 sieht; denn er sieht für die gesamte Reise auf seiner Uhr 20s und auf der Uhr von Z2 12s (Zeitdilatation). Mit der Feststellung, dass der Vorgang auf der Uhr von Z1 20s und auf der Uhr von Z2 12s dauert, hast Du Dich auf die Betrachtung aus der Sicht von Z1 festgelegt.
Nach meiner Meinung gibt es bei konsequent relativistischer Betrachtung kein "völlig normal", auch nicht wenn Z1 und Z2 wieder zusammentreffen. Z2 sieht ( wenn man theoretisch annimmt, dass er ruht und Z1 sich bewegt) auf seiner Uhr 20s und auf der Uhr von Z1 12s. Dieser Widerspruch zu der Sicht aus der Position von Z1 braucht nicht aufgelöst zu werden, weil er durch die rein theoretische Betrachtung aus verschiedenen Beobachtungspositionen entsteht. In der Wirklichkeit muss man sich dagegen festlegen, z.B. indem man den Vorgang aus der Position Z1 (Ruhe) und Z2 (Bewegung) betrachtet. Wenn ich dies rein theoretisch ändere und annehme Z1 (Bewegung) und Z2 (Ruhe) gehe ich von einer anderen Wirklichkeit aus und komme auch zu anderen Zeitabläufen. Es ist hier im Prinzip genauso, wie bei dem von mir angeführten räumlichen Beispiel. Beim Messen eines Schornsteins muss ich mich festlegen, aus welcher Position ich die Messung vornehme, von vorne oder von oben. Rein theoretisch kann ich dies aus verschiedenen Positionen, komme dann aber nicht zu eindeutigen Ergebnissen, ohne den Widerspruch aufklären zu müssen. Er folgt allein aus der relativistischen Betrachtung, aus der Änderung der Beobachterposition/des Bezugssystems.
Geht bitte nicht davon aus, das ich unbelehrbar bin und nur Recht haben will. Ich bin einfach nur fest davon überzeugt, dass diese Interpretation zutreffend ist. Ich versichere Euch auch, dass ich die Dinge grundsätzlich verstehe und verschiedene Interpretationen nachvollziehen kann. Dies schließt natürlich nicht aus, dass ich auch manchmal etwas nicht begreife oder falsch denke.
Ich nehme an, es ist auch verschiedentlich deutlich geworden, dass mich mehr die grundlegende Frage nach dem Verhältnis von Denken und Wirklichkeit beschäftigt. Deshalb neige ich dazu, auch hier die Erörterungen zum Zwillingsparadoxon unter diesem Aspekt zu betrachten und für mich zu klären zu versuchen, welcher Interpretation liegt die Annahme einer Wirklichkeit zugrunde und welcher Interpretation die Annahme verschiedener, theoretisch möglicher Wirklichkeiten.
MfG
Harti
Signatur:
Bearbeitet von Harti am 03.02.2009 um 12:04 Uhr.
Gäste dürfen nur lesen
Jetzt registrieren oder Einloggen
