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Beitrag Nr. 2342-445
24.04.2020 11:28
Harti, Beitrag Nr. 2342-443
gut, das sind Argumente, mit denen man sich beschäftigen kann. Die Grundannahme nach deiner Darlegung ist, die Anzahl der an Covid-19 Verstorbenen würde sich nur auf einen längeren Zeitraum verteilen, wenn man nach den Vorgaben in Deutschland handelt.
Aber, wie das mit Prognosen so ist – sie sind unsicher, vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen (Zitat aus dem Gedächtnis).
Wenigstens Zweierlei ist zu bemerken. Zum einen besteht die berechtigte Hoffnung, über die Dauer Medikamente zu erhalten, die eine Erkrankung, die durch eine Corona-Infektion ausgelöst wurde, bekämpfen zu können, bis hin zu einem Impfstoff, der auch die Infektion verhindert. Damit würde es selbstverständlich weniger Tote geben.
Zu anderen bewirkt eine langsame Immunisierung der Bevölkerung, so wie es in Deutschland z. B. durch die Kontakteinschränkungen gedacht ist, dass beim Erreichen einer Immunität von etwa 70 – 80 % der Bevölkerung (das ist das Ziel) über die Dauer insgesamt weniger Menschen der besonderen Risikogruppen betroffen sind, es also in diesen gefährdeten Gruppen deutlich weniger Sterbefälle gibt. Das ist nachzuvollziehen, denn wenn es viele Immune gibt, ist die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung der wenigen geringer.
Wenn also die erreichte Immunität zwar besonders jüngere Menschen betrifft, sind es dann aber diese Menschen, die die Menschen aus den Risikogruppen nicht mehr anstecken können.
Die Maßnahmen, die in Deutschland – und in vielen anderen Ländern auch – getroffen werden, haben also das Ziel, dass weniger Menschen an einer Erkrankung durch Corona sterben, als es durch ein Laissez-faire der Fall wäre.
Außerdem wird durch jeden Infizierten natürlich nicht nur der Betroffene selbst aus dem Wirtschaftsleben genommen, sondern all diejenigen, die mit ihm in Kontakt waren. Das ist gewiss auch nicht zielführend und würde exponentiell wachsen, wenn in kurzer Zeit viele Menschen infiziert würden.
Und allgemein möchte ich sagen, dass es auf jeden Fall ethisch vertretbarer ist, die Möglichkeit geringerer Todesraten gegen die Wahrscheinlichkeit auf hohe Todesraten zu setzen.
HenryDas Leben ist zu ernst, um es nur ernst zu nehmen.
gut, das sind Argumente, mit denen man sich beschäftigen kann. Die Grundannahme nach deiner Darlegung ist, die Anzahl der an Covid-19 Verstorbenen würde sich nur auf einen längeren Zeitraum verteilen, wenn man nach den Vorgaben in Deutschland handelt.
Aber, wie das mit Prognosen so ist – sie sind unsicher, vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen (Zitat aus dem Gedächtnis).
Wenigstens Zweierlei ist zu bemerken. Zum einen besteht die berechtigte Hoffnung, über die Dauer Medikamente zu erhalten, die eine Erkrankung, die durch eine Corona-Infektion ausgelöst wurde, bekämpfen zu können, bis hin zu einem Impfstoff, der auch die Infektion verhindert. Damit würde es selbstverständlich weniger Tote geben.
Zu anderen bewirkt eine langsame Immunisierung der Bevölkerung, so wie es in Deutschland z. B. durch die Kontakteinschränkungen gedacht ist, dass beim Erreichen einer Immunität von etwa 70 – 80 % der Bevölkerung (das ist das Ziel) über die Dauer insgesamt weniger Menschen der besonderen Risikogruppen betroffen sind, es also in diesen gefährdeten Gruppen deutlich weniger Sterbefälle gibt. Das ist nachzuvollziehen, denn wenn es viele Immune gibt, ist die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung der wenigen geringer.
Wenn also die erreichte Immunität zwar besonders jüngere Menschen betrifft, sind es dann aber diese Menschen, die die Menschen aus den Risikogruppen nicht mehr anstecken können.
Die Maßnahmen, die in Deutschland – und in vielen anderen Ländern auch – getroffen werden, haben also das Ziel, dass weniger Menschen an einer Erkrankung durch Corona sterben, als es durch ein Laissez-faire der Fall wäre.
Außerdem wird durch jeden Infizierten natürlich nicht nur der Betroffene selbst aus dem Wirtschaftsleben genommen, sondern all diejenigen, die mit ihm in Kontakt waren. Das ist gewiss auch nicht zielführend und würde exponentiell wachsen, wenn in kurzer Zeit viele Menschen infiziert würden.
Und allgemein möchte ich sagen, dass es auf jeden Fall ethisch vertretbarer ist, die Möglichkeit geringerer Todesraten gegen die Wahrscheinlichkeit auf hohe Todesraten zu setzen.
Henry
Signatur:
Bearbeitet von Henry-Dochwieder am 24.04.2020 um 11:30 Uhr.
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