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Grippe 2017/18 versus Corona

Thema erstellt von Claus 
Claus (Moderator)
Beiträge: 2.177, Mitglied seit 13 Jahren
Claus schrieb in Beitrag Nr. 2342-297:
Aktualisierung:
Die Zunahme der Infektionen in Deutschland hat sich von 15 Tagen für eine Verdoppelung (Stand vor 6 Tagen) auf 27 Tage für eine Verdoppelung (Stand heute) verlangsamt. Der Anteil der bereits wieder gesunden und damit immunisierten Erkrankten ist auf 44% angewachsen.

Aktualisierung: Verdopplungszeit nun 35 Tage; 51% der Erkrankten wieder gesundet; Herdenimmunisierung1) wird erreicht am: 25.11.20

1) unter der Annahme einer derzeitigen Infektion von 0,7% der Bevölkerung und bei unveränderter Verdopplungszeit
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Beiträge: 1.491, Mitglied seit 12 Jahren
Hallo Otto, mir ist noch was eingefallen,
Otto schrieb in Beitrag Nr. 2342-353:
Diese Vorsicht ist doch richtig. Sie schützt Menschenleben (und nicht das Kapital).

Die richtigen Kapitalisten wissen schon sich selbst und ihr Kapital zu schützen.

Meine Frage dazu: Hast Du Kenntnisse wie viele Kapitalisten mit Oma und Opa auf ihren Jachten in der Südsee kreuzen und von dort ihre Geschäfte abwickeln. Möglicherweise liege ich ja auch falsch, und sie ziehen sich nur auf ihre mit Hochsicherheitsanlagen geschützten Landsitze zurück, wie z.B. die englische Königin.
Geschröpft wird in einer solchen Krise nur der normale Bürger, der so oder so für die immensen Kosten der falschen Politik aufkommen muss.

MfG
Harti
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Wichtig ist, dass man nicht aufhört zu fragen. A.E.
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Stueps (Moderator)
Beiträge: 3.260, Mitglied seit 14 Jahren
Hallo Claus,

Claus schrieb in Beitrag Nr. 2342-361:
Aktualisierung: Verdopplungszeit nun 35 Tage; 51% der Erkrankten wieder gesundet; Herdenimmunisierung1) wird erreicht am: 25.11.20

die Dunkelziffer der Infizierten wird in Deutschland zwei- bis sechsmal so hoch vermutet. Das dürfte eine große Rolle spielen, oder?
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Ein Universum, welches zufällig entsteht und zufällig ein Phänomen namens Humor hervorbringt, entbehrt nicht einer gewissen Komik.
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Beiträge: 1.696, Mitglied seit 12 Jahren
Stueps schrieb in Beitrag Nr. 2342-363:
Hallo Claus,

Claus schrieb in Beitrag Nr. 2342-361:
Aktualisierung: Verdopplungszeit nun 35 Tage; 51% der Erkrankten wieder gesundet; Herdenimmunisierung1) wird erreicht am: 25.11.20

die Dunkelziffer der Infizierten wird in Deutschland zwei- bis sechsmal so hoch vermutet. Das dürfte eine große Rolle spielen, oder?

Ja, die Sättigung mit dem Virus ~Immunisierung tritt dann früher ein.
Orthodoxer Gedenktag der Heiligen Corona ist der 11.11 .
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Stueps (Moderator)
Beiträge: 3.260, Mitglied seit 14 Jahren
Hallo Harti,

Harti schrieb in Beitrag Nr. 2342-360:
Von Südkorea lernen, heißt siegen lernen. Dort hat die Regierungspartei bei ihrer Wiederwahl Höchstwerte erreicht. Auch in Deutschland muss deshalb die Coronakrise auf wissenschaftlicher Basis, bis in ca. 1,5 Jahren ein Impfstoff zur Verfügung steht, also bis zur nächsten Bundestagswahl, hinausgezögert werden.

Hast du eine gute Quelle für diese Behauptung? Oder ist das wieder eine deiner zahllosen selbst ausgedachten Meinungen?

Harti schrieb in Beitrag Nr. 2342-360:
Anstatt von vornherein die Risikogruppen (alte und vorgeschädigte Menschen) intensiv zu schützen, weil nur in begrenztem Umfang Schutzmittel zur Verfügung standen, hat man die gesamte Bevölkerung ihrer Freiheitsrechte beraubt

Du möchtest also nur die Alten, Schwachen und Kranken ihrer Freiheitsrechte berauben? Sie isolieren, abschotten und sich selbst überlassen? Denn sonst müsste man ja auch das zugehörige Medizin- und Pflegepersonal abschotten. Und deren Familien. Und im Übrigen dürfen die Bewohner in Alten- und Pflegeheimen schon jetzt keinen Besuch empfangen. Auch von ihren nächsten Verwandten nicht. Da kommt deine Forderung aus meiner Sicht (ich bin so ein Angehöriger) besonders ekelerregend und menschenverachtend herüber.

Harti schrieb in Beitrag Nr. 2342-360:
Ein erheblich Anzahl der Toten stirbt nicht durch das Virus

Nicht?

Harti schrieb in Beitrag Nr. 2342-360:
Der extreme Anstieg von Todesfällen in Ballungscentren [....] Dies tritt zwangsläufig bei einer solchen Epidemie in Erscheinung

Ach doch?

Wie kann man sich in zwei aufeinanderfolgenden Sätzen so dermaßen widersprechen?

Harti, nochmals: wer soll deine durcheinandergehenden, nicht zu belegenden Behauptungen ernst nehmen? Mir persönlich kommt das bald so vor, als wenn du nach dem Motto handelst: wenn ich nur laut genug schreie, wird man mir schon glauben. Ich fürchte, das funktioniert hier nicht.

Beste Grüße
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Claus (Moderator)
Beiträge: 2.177, Mitglied seit 13 Jahren
Hallo Stueps,

Stueps schrieb in Beitrag Nr. 2342-363:
die Dunkelziffer der Infizierten wird in Deutschland zwei- bis sechsmal so hoch vermutet. Das dürfte eine große Rolle spielen, oder?

Mit meiner Annahme, dass aktuell 0,7% der Bevölkerung infiziert sind, bin ich von einer 4,2fachen Dunkelziffer ausgegangen.

Wenn die Dunkelziffer 6x so hoch ist, erreichen wir am 12.11.20 eine Infektion1) von 60% der Bevölkerung.
Wenn die Dunkelziffer nur 2x so hoch ist, erst am 08.01.21.

1) unter der Annahme einer konstanten Verdoppelungsrate, die so bleibt, wie sie momentan ist
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Beiträge: 1.696, Mitglied seit 12 Jahren
Otto schrieb in Beitrag Nr. 2342-353:
Allerdings habe ich bei der aktuellen Covid-19-Epidemie den Eindruck, daß Politiker und Nachrichten ehrlicher sind, weil sich die Politiker in ihren Entscheidungen stark von Wissenschaftlern leiten lassen.
Mich hat in der gestrigen Pressekonferenz der detaillierte Wissensstand der Politiker beeindruckt. Besonders beeindruckend fand ich die Zahl der Erkrankten und die damit verbundene Belastung der Krankenhauskapazität, wenn die Ansteckungsrate 1 oder 1,1 oder 1,2 beträgt. Die Reden und die Antworten auf Fragen der Journalisten waren frei gehalten. Das setzt voraus, daß sie sich intensiv mit der Materie beschäftigt haben mußten.
Ob die aktuellen Entscheidungen richtig sind, wird sich erst noch zeigen. Dann kann man korrigieren.
Diese Vorsicht ist doch richtig. Sie schützt Menschenleben (und nicht das Kapital).
Gruß, Otto

Harti schrieb in Beitrag Nr. 2342-360:
Von welcher Wissenschaft ? Der Medizinwissenschaft (besser Medizinindustrie) oder der Wirtschaftswissenschaft ?

Wenn man die falschen Leute frägt, kann es passieren, dass man den roten Faden knapp verpaßt
und dann aufgrund falscher Entscheidungen gar nichts mehr zu entscheiden hat.
Ernst Wolff: Coronakrise, Finanzcrash, Profiteure, ...
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Beitrag zuletzt bearbeitet von Thomas der Große am 17.04.2020 um 08:56 Uhr.
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Beiträge: 1.491, Mitglied seit 12 Jahren
Hallo Stueps,
Zitat von Stueps:
Harti schrieb in Beitrag Nr. 2342-360:
Von Südkorea lernen, heißt siegen lernen. Dort hat die Regierungspartei bei ihrer Wiederwahl Höchstwerte erreicht. Auch in Deutschland muss deshalb die Coronakrise auf wissenschaftlicher Basis, bis in ca. 1,5 Jahren ein Impfstoff zur Verfügung steht, also bis zur nächsten Bundestagswahl, hinausgezögert werden.

Hast du eine gute Quelle für diese Behauptung? Oder ist das wieder eine deiner zahllosen selbst ausgedachten Meinungen?

Du hast recht, dass ich selbst nachdenke, und nicht irgend etwas, was mir die Machthaber vorsetzen, nachplappere. Belege für Motive des Handels, die Regierende nicht nennen wollen, sind schwer zu finden. Man kommt nur mit Nachdenken darauf. Z.B. wirst Du keinen Beleg dafür finden, dass Söder und Laschet um die Kanzlerschaft kämpfen, und ihr politisches Handeln auch dadurch bestimmt ist.

Zitat von Stueps:
Harti schrieb in Beitrag Nr. 2342-360:
Anstatt von vornherein die Risikogruppen (alte und vorgeschädigte Menschen) intensiv zu schützen, weil nur in begrenztem Umfang Schutzmittel zur Verfügung standen, hat man die gesamte Bevölkerung ihrer Freiheitsrechte beraubt

Du möchtest also nur die Alten, Schwachen und Kranken ihrer Freiheitsrechte berauben? Sie isolieren, abschotten und sich selbst überlassen? Denn sonst müsste man ja auch das zugehörige Medizin- und Pflegepersonal abschotten. Und deren Familien. Und im Übrigen dürfen die Bewohner in Alten- und Pflegeheimen schon jetzt keinen Besuch empfangen. Auch von ihren nächsten Verwandten nicht. Da kommt deine Forderung aus meiner Sicht (ich bin so ein Angehöriger) besonders ekelerregend und menschenverachtend herüber.

Dummdreister geht es wohl nicht, um mich ins Unrecht zu setzen
Ich nenne ausdrücklich den Schutz besonders gefährdeter Menschen als Ziel staatlicher Maßnahmen, und Du saugst Dir irgendeine konkrete Vorgehensweise aus den Fingern, ohne dass ich dazu irgend etwas gesagt hätte, und nennst meine Einstellung ekelerregend und menschenverachtend.
Wenn ich die Art Deiner Argumentation anwenden würde, müsste ich Dir unterstellen, Du ziehst es vor, die alten Menschen umzubringen anstatt sie zu schützen.

Zitat von Stueps:
Harti schrieb in Beitrag Nr. 2342-360:
Ein erheblich Anzahl der Toten stirbt nicht durch das Virus

Nicht?

Ein Beispiel speziell für Dich, das Du sicherlich verstehst. Ein Mensch wird von einem Auto überfahren und stirbt daran. Bei einer Untersuchung wird festgestellt, dass er mit dem Coronavirus infiziert war. Er wird als Toter infolge der Coronainfektion gezählt. So geschieht dies bei Herzinfarkten, Schlaganfällen, weit fortgeschrittenen Krebserkrankungen und Lungenversagen als Folge resistenter Krankenhauskeime.
Und bitte, verlange jetzt keinen Beleg, für einen Autounfall. Es ist nur ein Beispiel dafür, dass wir für dumm verkauft werden, indem die Gefährlichkeit des Coronavirus übertrieben wird.

Zitat von Stueps:
Harti schrieb in Beitrag Nr. 2342-360:
Der extreme Anstieg von Todesfällen in Ballungscentren [....] Dies tritt zwangsläufig bei einer solchen Epidemie in Erscheinung

Ach doch?

Wie kann man sich in zwei aufeinanderfolgenden Sätzen so dermaßen widersprechen?

Die hohe Todeszahl von Toten in Ballungszentren liegt ganz überwiegend an den Verhältnissen in den Ballungszentren.
Vielleicht noch ein Beispiel, das auch Du verstehst. Wenn in New York Menschen bei Autounfällen auf Kreuzungen zu Tode kommen, gibt es keinen Sinn in der Sahara Ampeln aufzustellen.

Zitat von Stueps:
Harti, nochmals: wer soll deine durcheinandergehenden, nicht zu belegenden Behauptungen ernst nehmen? Mir persönlich kommt das bald so vor, als wenn du nach dem Motto handelst: wenn ich nur laut genug schreie, wird man mir schon glauben. Ich fürchte, das funktioniert hier nicht.

Also ich finde, ich schreibe hier relativ leise. Warum es Dich so ärgert, dass ich vom "mainstream" abweichende Ansichten vertrete, weiß ich nicht. Ich versuche allerdings meine Ansichten zu begründen. Deine Attacken auf der persönlichen Ebene zeugen von einer gewissen Hilflosigkeit.

MfG
Harti



Beste Grüße[/quote]
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Stueps (Moderator)
Beiträge: 3.260, Mitglied seit 14 Jahren
Moin Claus,

dann wage ich mal eine Prognose: unter der Annahme, dass die Maßnahmen weiter gelockert werden, schätze ich, dass wir im Oktober bei ca. 60 % sind.
Die extreme Schwierigkeit dürfte darin bestehen, dass an den Stellrädchen so gedreht wird, dass die medizinischen Kapazitäten jederzeit ausreichen. Das zu justieren halte ich persönlich für fast unmöglich. Wie wenn man mit einem Vorschlaghammer die Ganggenauigkeit einer Armbanduhr einstellen möchte.

Beste Grüße
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Stueps (Moderator)
Beiträge: 3.260, Mitglied seit 14 Jahren
Hallo Harti,

Harti schrieb in Beitrag Nr. 2342-368:
Du hast recht, dass ich selbst nachdenke, und nicht irgend etwas, was mir die Machthaber vorsetzen, nachplappere.

Dieses "Nachdenken" deinerseits erinnert mich dann doch an die zahlreichen Diskussionen um die SRT mit dir. Da kann man begründen, nachvollziehen, vorrechnen - es ist dir schlicht egal. Du ignorierst alle gut bestätigten, nachvollziehbaren Argumente und bastelst dir dein eigenes, etliche Male nachgewiesen vollkommen falsches Bild zusammen.

Harti schrieb in Beitrag Nr. 2342-368:
Belege für Motive des Handels, die Regierende nicht nennen wollen, sind schwer zu finden.

Und dann denkt man sich halt selber was aus, und stellt das öffentlich als gegeben hin.

Harti schrieb in Beitrag Nr. 2342-368:
Ich nenne ausdrücklich den Schutz besonders gefährdeter Menschen als Ziel staatlicher Maßnahmen, und Du saugst Dir irgendeine konkrete Vorgehensweise aus den Fingern, ohne dass ich dazu irgend etwas gesagt hätte, und nennst meine Einstellung ekelerregend und menschenverachtend.

Darauf habe ich natürlich gewartet. Dann schreibe doch bitte mal, wie du die besonders Gefährdeten konkret schützen willst. Und wirksam schützen willst. Ich wette, ich werde von dir keine konkrete Antwort bekommen.

Harti schrieb in Beitrag Nr. 2342-368:
Es ist nur ein Beispiel dafür, dass wir für dumm verkauft werden, indem die Gefährlichkeit des Coronavirus übertrieben wird.

In einem Satz meinst du, dass ein erheblicher Teil nicht am Coronavirus stirbt, im nächsten und übernächsten sprichst du
von einem extremen Anstieg der Todesfälle in Ballungszentren aufgrund der Epidemie.
Widersprüchlicher geht es nicht, da ändern auch Bildnisse von Ampeln in der Sahara nichts dran.

Harti schrieb in Beitrag Nr. 2342-368:
lso ich finde, ich schreibe hier relativ leise.

Im Moment bist du meiner Meinung derjenige, der Angst und Schrecken einer totalitären Überwachungsdiktatur verbreitet ("gläsern" sind wir alle längst).

Harti schrieb in Beitrag Nr. 2342-368:
Warum es Dich so ärgert, dass ich vom "mainstream" abweichende Ansichten vertrete, weiß ich nicht.

Ich habe gerade frei (allerdings letzter Tag), und deshalb Zeit zum schreiben. Und du schreibst gerade so viel von mir als Unsinn empfundenes Zeug, dass es mir Spaß macht, da mal ein bissel dran zu bleiben. Wenn du vom Mainstream abweichen willst, bitte sehr, das würde ich sogar als erfrischend empfinden. Aber dann muss da Substanz hinter sein. Und nicht bloß selbst ausgedachtes Zeug, das sich nirgends begründen lässt. Nur weil ein Gedanke dir richtig vorkommt, muss er nicht richtig sein. In deinem Fall ist er es sogar meistens nicht, wie ich persönlich meine.

Harti schrieb in Beitrag Nr. 2342-368:
Deine Attacken auf der persönlichen Ebene zeugen von einer gewissen Hilflosigkeit.

Da du nie Begründungen für deine Behauptungen lieferst, könnte man auf den Gedanken kommen, dass du der Hilflose bist, und hier keine Ja-Sager findest. Aber egal. Ab morgen hast du wieder mehr Ruhe vor mir. Inzwischen wiederholst du dich ja auch laufend.

Beste Grüße
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Beitrag zuletzt bearbeitet von Stueps am 17.04.2020 um 10:22 Uhr.
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Beiträge: 844, Mitglied seit 3 Jahren
Zitat von Harti:
Die extremen Einschränkungen grundgesetzlich garantierter Freiheiten wird praktisch nicht thematisiert.

Das ist unwahr und wird nicht nur von der Presse thematisiert, sondern es wird auch über Gerichtsverfahren und deren Ausgang berichtet. Man muss sich nur informieren wollen. Fakt ist und bleibt: Kein Grundrecht darf in seinem Kerngehalt berührt werden. Dies gilt auch für die Aufrechterhaltung des Demonstrationsrechts, welches mit angemessenen Auflagen nicht verhindert werden darf (siehe aktuell hier ).

Zitat von Harti:
Eine Rechtsanwältin, die sich dazu fundiert äußert, wird erst mal in der Psychiatrie untergebracht. Als nächstes wird man versuchen, sie durch Druck von oben zu kriminalisieren und beruflich kaputt zu machen. In dieser Woche hat sie schon einen Termin im Strafverfahren. So schnell arbeiten deutsche Staatsanwaltschaften und Gerichte normalerweise nicht und in Coronazeiten schon gar nicht. In diesem Fall ist man ganz offensichtlich bemüht, sie schnell mundtot zu machen.

Woher stammen denn diese Informationen? Nichts steht einem jederzeitigen Recht zur Klage vor einem zuständigen Gericht entgegen. N.m.K. wurde hier aber parallel zur Klage zunächst ein Aufruf platziert, sich den behördlichen Auflagen zu widersetzen. Als der Prozess schon wg. Missachtung von üblichen Formalien verloren war, wurden in der Öffentlichkeit Äußerungen getätigt, z.B. niemals mehr als Anwältin tätig sein zu wollen, die schon Zweifel aufkommen ließen. Vielleicht ist alles ohnehin nur eine politische Inszenierung, die bei leider „Dummen“ verfängt? Wenn jetzt ein schneller Termin anberaumt wurde, mag es durchaus im Interesse der Frau sein, wenn zeitig über die wohl gegen ihren Willen erfolgte zwangsweise Einweisung entschieden wird. Das ist funktionierender Rechtsstaat. Falls der Sachverhalt anders ist, möge er hier dargelegt werden.


Zitat von Harti zu Obduktionen:
Aber da verzichtet die herrschende Virulogengemeinschaft lieber auf Klarheit.

Es wäre wirklich schön, gäbe es Klarheit. Gibt es aber nicht! Forensischen Verdachtsfällen wird kraft Gesetzes nachgegangen. Im Übrigen zählt nicht zuerst das wissenschaftliche Interesse des Obdukteuers an einer Leiche. Als Sache obliegt sie der Obhut der Erben, die das Anliegen des Verstorbenen zu wahren haben.

Zitat von Harti:
Der extreme Anstieg von Todesfällen in Ballungscentren kann auch ganz überwiegend an den sozialen Verhältnissen, dem Gesundheitszustand der Bevölkerung und einer unzureichenden medizinischen Versorgung liegen. Dies tritt zwangsläufig bei einer solchen Epidemie in Erscheinung.

Ich kenne keinen Bereich, in dem die medizinische Versorgung so gut ist, wie in einem Ballungszentrum, wo sich nicht nur Menschen, sondern auch Ärzte und Krankenhäuser ballen. Gerade wegen der Ballung kommt es zu vermehrten Infektionen, die auf dem weiten Land unterbleiben. Das ist auch gut so, weil dort die medizinische Versorgung nicht so einfach zu gewährleisten ist. Richtig ist, dass sich in Ballungsräumen auch mehr Menschen mit Vorerkrankungen aufhalten, für die eine ungebremste Infektion besonders risikoreich wäre.

Zitat von Suza zur Infektionshaltigkeit SARS2:

Es ist richtig, dass die DNA des Sars2-Virus nach Labor-Experimenten noch sehr lange nachweisbar ist. Die Heinsberg-Studie hat jedoch gezeigt, dass davon in der Praxis nur dann länger ein Risiko der Infektion ausgeht, wenn der Virus länger in einem feuchten Milieu bleibt. Eine Zeitung oder Pappe ist daher ungefährlicher, als eine Kunststoffhülle, auf die kurz zuvor geniest oder gehustet wurde.Besonders auffällig an SARS 2 ist abweichend von anderen Viren, dass es vor allem Alte und Schwache tötet, bei denen das Immunsystem altersbedingt schwächelt. Sonst waren es vor allem Säuglinge und Kleinkinder, deren Immunsystem noch nicht genügend entwickelt ist. Weiterhin ist SARS2 wohl schon 2 Tage vor dem Ausbruch ansteckend und daher schwer zu identifizieren.

Im Übrigen habe ich die letzten Tage gelesen, dass SARS1 sehr viel lebensgefährlicher war, als nun SARS2, aber dessen Eindämmung durch strikte Isolation schon früh in der Anfangsphase gelang.
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Die Vergangenheit ist über die Gegenwart verbrauchte Zukunft.
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Hallo Stueps und Kirsche,
ich lese soeben in den Nachrichten, dass Minister Spahn verkündet, das Gesundheitssystem sei zu keinem Zeitpunkt überfordert gewesen und man könne jetzt in diesem Bereich zur Normalität zurückkehren.

In Wirklichkeit ist es so, dass die Strangulation des gesellschaftlichen Lebens jetzt auf die Gesundheitsindustrie durchschlägt. Da muss man schnell in diesem Bereich die Maßnahmen zurücknehmen.
Und damit ihr mir nicht wieder unterstellt, ich würde meine Schlussfolgerungen nur erfinden, so sieht die Realität aus:
Mein Neffe ist Arzt in einem Krankenhaus. Die ca.20 Betten für die Behandlung von Coronapatienten sind nicht belegt. Die übrigen Patienten bleiben aus, weil sie Angst vor Infektionen im Krankenhaus haben. Da nichts zu tun ist, kann mein Neffe mittags Feierabend machen.

Im Klartext: Der Gesundheitsindustrie brechen die Einnahmen weg.

Obwohl man sich gerade in den Krankenhäusern am ehesten anstecken kann - die Menschen sind so clever, dass sie das erkennen - muss man jetzt gerade dort in den "hotspots" zur Normalität zurückkehren.

Dies gilt im Übrigen auch für Zahnärzte, die nach früheren Äußerungen von Herrn Spahn finanziell unterstützt werden müssen.

Also lasst Euch nur weiter durch Beschränkung Eurer Grundrechte für die nächsten anderthalb Jahre retten, bis ein Medikament gegen das Coronavirus entwickelt ist.

MfG
Harti
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Beiträge: 840, Mitglied seit 7 Jahren
Thomas der Große schrieb in Beitrag Nr. 2342-367:
Wenn man die falschen Leute frägt, kann es passieren, dass man den roten Faden knapp verpaßt und dann aufgrund falscher Entscheidungen gar nichts mehr zu entscheiden hat.
Ernst Wolff: Coronakrise, Finanzcrash, Profiteure, ...

Hallo Thomas,
Bist Du in der Position, politische Entscheidungen zur Cornakrise oder zum aktuellen Finanzsystem zu treffen oder zu beeinflussen?
Ich jedenfalls nicht.
Das bedeutet natürlich nicht, alles zu glauben, was publiziert wird oder Berater so von sich geben.
Hast Du ein Rezept, wie man erkennt, dass man die "falschen Leute" um Rat fragt?
Ich nicht. Ich frage nur meinen Kopf.

Die Kommentare von Ernst Wolff waren für mich absolut nicht neu (ich habe mal die wenigen Seiten des kleine dünne Buches "Das Manifest" vor ca. 45 Jahren gelesen).
Gut fand ich insbesondere die letzten 10 Minuten des Videos mit den Optionen, was uns möglicherweise nach der Corona-Krise erwarten könnte.
Auch das deckt sich mit meinen Gedanken.

Das alles war aber nicht Gegenstand der aktuellen Entscheidungen der Regierung in dieser Woche, zu der ich mich geäußert hatte. Es ist auch nicht Thema dieses Threads.
Deshalb gehören Deine diesbezüglichen Beiträge meines Erachtens nicht unbedingt hierher ins Forum.

Gruß, Otto
Beitrag zuletzt bearbeitet von Otto am 17.04.2020 um 14:01 Uhr.
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Hallo Stueps,
Stueps schrieb in Beitrag Nr. 2342-370:
Dieses "Nachdenken" deinerseits erinnert mich dann doch an die zahlreichen Diskussionen um die SRT mit dir. Da kann man begründen, nachvollziehen, vorrechnen - es ist dir schlicht egal. Du ignorierst alle gut bestätigten, nachvollziehbaren Argumente und bastelst dir dein eigenes, etliche Male nachgewiesen vollkommen falsches Bild zusammen.

Was dies mit der Diskussion hier zu tun hat, ist mir rätselhaft. Solch pauschale Unterstellungen über persönliche Unzulänglichkeiten werden nicht dadurch richtiger, dass man sie dauernd wiederholt.
Aber Du hast Recht, dass ich immer wieder durch Nachfragen zu einem besseren Verständnis der Dinge zu kommen versuche, was manche als Majestätsbeleidingung empfinden. Bei manchen konkreten Themen bleibe ich allerdings bei meiner Meinung, wenn mich eine andere nicht überzeugt.
Nur zur Klarstellung: Ich stelle die Richtigkeit der SRT nicht infrage.

Zitat von Stueps:
Harti schrieb in Beitrag Nr. 2342-368:
Ich nenne ausdrücklich den Schutz besonders gefährdeter Menschen als Ziel staatlicher Maßnahmen, und Du saugst Dir irgendeine konkrete Vorgehensweise aus den Fingern, ohne dass ich dazu irgend etwas gesagt hätte, und nennst meine Einstellung ekelerregend und menschenverachtend.

Darauf habe ich natürlich gewartet. Dann schreibe doch bitte mal, wie du die besonders Gefährdeten konkret schützen willst. Und wirksam schützen willst. Ich wette, ich werde von dir keine konkrete Antwort bekommen.

Ist gar nicht so schwierig, sich da was auszudenken. Sämtliche Menschen, die Zugang zu einem Altenheim erhalten, müssen durch einen Test nachweisen, dass sie nicht infiziert sind. Dies schafft natürlich keine absolute Sicherheit, weil eine Infektion zwischen Test und Besuch stattgefunden haben kann. Deshalb dürfen z.B. nur nahe Angehörige mit Mundschutz und unter Beachtung von Abstandsregeln die eigenen Angehörigen besuchen.
Ansonsten würde ich die Schutzmaßnahmen den Angehörigen und der Leitung der jeweilige Einrichtung überlassen. Die haben das stärkste Interesse am Schutz und wissen am Besten, was machbar ist.
Also Wette verloren.

Zitat von Stueps:
Harti schrieb in Beitrag Nr. 2342-368:
Es ist nur ein Beispiel dafür, dass wir für dumm verkauft werden, indem die Gefährlichkeit des Coronavirus übertrieben wird.

In einem Satz meinst du, dass ein erheblicher Teil nicht am Coronavirus stirbt, im nächsten und übernächsten sprichst du
von einem extremen Anstieg der Todesfälle in Ballungszentren aufgrund der Epidemie.
Widersprüchlicher geht es nicht, da ändern auch Bildnisse von Ampeln in der Sahara nichts dran.

Noch ein Versuch, damit auch Du es verstehst. In New York sterben Menschen durch Verkehrsunfälle auf Kreuzungen, in der Sahara nicht. Die höhere Todesrate in New York durch Verkehrsunfälle als in der Sahara ist die Folge unterschiedlicher Verhältnisse in diesen Regionen. Es stellt keinen Widerspruch in der Argumentation dar, wenn man drauf hinweist.

MfG
Harti
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Thomas der Große schrieb in Beitrag Nr. 2342-351:
Der Dr. Baghdi (oder wie der genau heißt) kam ursprünglich von Suza.

Und, was ist mit dem?

Thomas der Große schrieb in Beitrag Nr. 2342-367:

==> X <==

:joker:
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Wenn man sein Essen mit jemandem teilt, hat man danach selbst etwas weniger.
Teilt man aber sein Wissen, hat man hinterher noch genau so viel, der andere aber etwas mehr als vorher.
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Otto schrieb in Beitrag Nr. 2342-373:
Bist Du in der Position, politische Entscheidungen zur Cornakrise oder zum aktuellen Finanzsystem zu treffen oder zu beeinflussen?
Ich jedenfalls nicht.
Das bedeutet natürlich nicht, alles zu glauben, was publiziert wird oder Berater so von sich geben.
Hast Du ein Rezept, wie man erkennt, dass man die "falschen Leute" um Rat fragt?
Ich nicht. Ich frage nur meinen Kopf.

Als reiner Beobachter sehe ich mich nicht; die Wahrheitsfindung dient dem verantwortlichen Handeln und Desinformation der Entmachtung,
denn Wahrheit, die Menschen erreicht, ist mächtig. Das Matthäus-Evangelium hat solche Einsichten.

Zitat:
Die Kommentare von Ernst Wolff waren für mich absolut nicht neu (ich habe mal die wenigen Seiten des kleine dünne Buches "Das Manifest" vor ca. 45 Jahren gelesen).
Gut fand ich insbesondere die letzten 10 Minuten des Videos mit den Optionen, was uns möglicherweise nach der Corona-Krise erwarten könnte.
Auch das deckt sich mit meinen Gedanken.
Der Mann schafft es, mit seinen Finanzmodellen, die Geschichte dieses und des letzten Jahrhunderts in wenigen Sätzen zusammenzufassen; heißt für mich: "Der hat's kapiert im Gegensatz zu all denen, die nur so tun."

Zitat:
Das alles war aber nicht Gegenstand der aktuellen Entscheidungen der Regierung in dieser Woche, zu der ich mich geäußert hatte. Es ist auch nicht Thema dieses Threads.
Deshalb gehören Deine diesbezüglichen Beiträge meines Erachtens nicht unbedingt hierher ins Forum.
Zuweilen ist es angenehmer, übergeordnete Aspekte, die der Einordnung eines Themas dienen könnten, ins Religiöse zu schieben und damit auszuklammern.
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Beitrag zuletzt bearbeitet von Thomas der Große am 17.04.2020 um 23:43 Uhr.
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Stueps (Moderator)
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Hallo Harti,

Harti schrieb in Beitrag Nr. 2342-374:
Ist gar nicht so schwierig, sich da was auszudenken. Sämtliche Menschen, die Zugang zu einem Altenheim erhalten, müssen durch einen Test nachweisen, dass sie nicht infiziert sind. Dies schafft natürlich keine absolute Sicherheit, weil eine Infektion zwischen Test und Besuch stattgefunden haben kann.

Die durchschnittliche Inkubationszeit beträgt 5 Tage. Da bringt ein Test genauso viel wie kein Test. Eventuelle Kontaminationen an Kleidung usw. werden gar nicht erfasst.

Harti schrieb in Beitrag Nr. 2342-374:
Deshalb dürfen z.B. nur nahe Angehörige mit Mundschutz und unter Beachtung von Abstandsregeln die eigenen Angehörigen besuchen.

Diese Maßnahmen sind m.E. etwas für die mittlere Zukunft.
Abstandsregeln sind vom Personal nicht überwachbar, das schaffen sie einfach nicht.
Abstand zu einem Angehörigen zu halten, der vielleicht etwas essen möchte und dabei Hilfe braucht, der anders gelagert werden möchte während des Besuches, Anziehen/Ausziehen, Pflege, Hilfe bei verschiedensten Verrichtungen - all das machen die Besucher, und das werden sie aus verständlichsten Gründen während des Besuches nicht sein lassen. Nicht sein lassen können! Und es wäre für alle Beteiligten eine Folter, wenn man sich maskiert gegenübersitzt, und sich nicht umarmen darf, keine Hand halten darf, keine Nähe zulassen darf. Ich mag gar nicht dran denken!
Deine vorgeschlagenen Abstandsregeln sind in der Praxis einfach nicht umsetzbar.

Und somit dringt ein nicht abzuwägendes Risiko in solch ein Heim ein. Ein Todesrisiko für die Bewohner.

Harti schrieb in Beitrag Nr. 2342-374:
Noch ein Versuch, damit auch Du es verstehst. In New York sterben Menschen durch Verkehrsunfälle auf Kreuzungen, in der Sahara nicht. Die höhere Todesrate in New York durch Verkehrsunfälle als in der Sahara ist die Folge unterschiedlicher Verhältnisse in diesen Regionen. Es stellt keinen Widerspruch in der Argumentation dar, wenn man drauf hinweist.

Du hast erst behauptet, dass ein erheblicher Teil nicht am Virus stirbt, dann schreibst du von einem extremen Anstieg derTodesfälle in Ballungszentren aufgrund der Epidemie.
Da gibt es nichts misszuverstehen.

Harti schrieb in Beitrag Nr. 2342-374:
Also Wette verloren.

Das stimmt. Und du hast auch einen überlegenswerten Vorschlag gemacht.
Allerdings bedenke: jeder Verantwortliche, der solche Besuchsverbote ausspricht, weiß, wie hart und beinahe unmenschlich solche Verbote für die Bewohner sind. Und jeder Verantwortliche hat auch deine Vorschläge durchgespielt. Und sie nicht umsonst aus z.B. o.g. Gründen vorerst verworfen.

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Beiträge: 844, Mitglied seit 3 Jahren
Harti schrieb in Beitrag Nr. 2342-372:
Mein Neffe ist Arzt in einem Krankenhaus. Die ca.20 Betten für die Behandlung von Coronapatienten sind nicht belegt. Die übrigen Patienten bleiben aus, weil sie Angst vor Infektionen im Krankenhaus haben.

Hallo Harti,

die Patienten bleiben nicht weg, ihre Behandlung wurde aus Risikovorsorge nur zurückgestellt.

Aber zu der von dir zuvor aufgeworfenen Problematiken: Frag doch mal deinen Neffen, ob er sich als Landarzt allein ohne Ablösung mit nächtlichen Hausbesuchen herumschlagen und für weniger Geld seinen Klinik-„Ruhe-“posten dafür aufgeben möchte? Oder in die Stadt mit geregeltem Dienst als Hausarzt, der hier am Tage auch Hausbesuche macht, dafür aber in der Nacht in Wechselschicht von einem ärztlichen Notdienst, der jederzeit ins Haus kommt, abgelöst werden möchte? Ich selbst kenne noch die Zeit, als der Kinderarzt zu mir ins Haus kam, obwohl es in der ganzen Gegen nur einen gab. Wenn er gerufen wurde, hatte man annähernd 42 Fieber und die Eltern wussten nicht mehr, selbst zu helfen, was sonst früher mit Anleitungen noch so üblich war. Heute geht jeder mit seinem Kind zum Arzt, a) weil die Eltern heute keine oder wenig Ahnung zur Selbsthilfe haben und b) weil Vorsorgeuntersuchungen sie dazu zwingen.

Selbst verständlich gibt es wie überall auch Infektionen durch Dritte im Krankenhaus. Manchmal aber sollten Patienten in kleinen “Klitschen“, wo ein einzelner Arzt alles kann/will/muss, auch eher Angst vor anderen Dingen haben, was leider viel zu wenig der Fall ist. Nicht zuletzt wird deshalb über die Einhaltung von Behandlungs-/OP-Mindestmengen gesprochen, was großen Kliniken dann wieder so ausgelegt wird, sie würden nur Geschäfte machen wollen. Diese Problematik wird aber über staatliche Krankenhausbedarfspläne abgeschwächt. Diese Pläne regeln die notwendigen Investitionen einer Klinik, für die nach dem Finanzierungsrecht allgemein der Staat und nicht die Krankenkassen aufzukommen haben.

Sorge um Freiheitsrechte ist grundsätzlich stets angebracht und immer berechtigt. Deine bisher vorgebrachten Argumente sind leider völlig untauglich, die aus Sorge um Menschenleben getroffenen Maßnahmen als unnötig und überzogen hinzustellen. Ich bin im Gegensatz zu dir heilfroh, dass wir keine Diktatur benötigen, um diese in demokratischer Rechtsstaatlichkeit bei einer regelmäßig der Überprüfung auf weiterer Notwendigkeit angelegten Dauer hinzubekommen. Die Rechte der Legislative, die Exekutive zu kontrollieren, sind nicht eingeschränkt, sondern sind lediglich zum Eigenschutz der Abgeordneten umgestaltet. Für D habe ich bisher keine Sorge, dass dieser Zustand auf Dauer angelegt sein könnte. Dagegen kann jederzeit die Judikative angerufen werden, was auch geschieht.

Man mag sich darüber streiten, ob nicht der Staat in Klima- und Naturfragen, die nicht unmittelbar eine Todesfolge unter Menschen sichtbar machen, aber auf Sicht noch tödlicher sein können, ebenso, wenn nicht entschiedener, handeln müsste.

Also: Deine Sorge in allen Ehren, ich teile sie, aber den von dir heraufbeschworenen Ansatz eines tiefgehenden Raubes von Freiheitsrechten, die nicht zur gegenwärtigen Gefahrenabwehr für Leib und Leben durch Verfassung und Gesetzes dringend geboten erscheinen (die Alternativen sind dir mehrfach vorgeführt worden), sehe ich beim besten Willen derzeit noch keineswegs. Ich kann auch nicht erkennen, dass dies schon Morgen anders sein sollte.

Kirsche
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Suza schrieb in Beitrag Nr. 2342-375:
Thomas der Große schrieb in Beitrag Nr. 2342-351:
Der Dr. Baghdi (oder wie der genau heißt) kam ursprünglich von Suza.

Und, was ist mit dem?
Verschwörungstheoretiker?

Thomas der Große schrieb in Beitrag Nr. 2342-367:
Suza schrieb in Beitrag Nr. 2342-375:
==> X <==

:joker:

Das hatten wir schon, dass jemand, der gegen György Schwartz redet, bei ihm als Antisemit gilt.
Bei mir läuft er als geistiger Sohn Poppers als Satanist.
So sieht er Donald Trump
Zitat von https://www.timesofisrael.com/soros-trump-a-confidence-trickster-whos-digging-his-own-grave/:
Soros: Trump ‘a confidence trickster’ who’s ‘digging his own grave’
und das bezeichnet wahrscheinlich ihn selbst und insofern hätte Ernst Wolff recht.
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Ich bin begeistert!
Beitrag zuletzt bearbeitet von Thomas der Große am 17.04.2020 um 19:15 Uhr.
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Thomas der Große schrieb in Beitrag Nr. 2342-379:
Verschwörungstheoretiker?

Und wie nennen wir jemanden, der bei eingeSCHENKt.tv publiziert, im Kopp-Verlag oder bei KenFM?

Warte, ich zitiere mal: "Henrik Scheller attestiert Wolffs Darstellung einen „latent verschwörungstheoretischen Duktus,“ insofern er immer wieder auf unpersonalisierte Mächte, Geheimdienste und Strategen verweist."

:rofl:

Ich finde das immer herrlich, wenn man die einen Experten als Verschwöreungstheoretiker verteufelt, um dann selber mit einem Verschwörungstheoretiker zu
argumentieren.

Der Thread ist am Ende und kann geschlossen werden...
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Wenn man sein Essen mit jemandem teilt, hat man danach selbst etwas weniger.
Teilt man aber sein Wissen, hat man hinterher noch genau so viel, der andere aber etwas mehr als vorher.
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