Hallo Suza,
Keiner hat hier je die Ansicht vertreten, es treffe
nur die Alten. Es trift diejenigen besonders schwer und u.U. tödlich, die an einer Vorerkrankung der Atemwege oder einer Immunschwäche leiden, und das sind in ganz besonderem Maße die alten Menschen. Woran das Mädchen von 12 Jahren in Belgien gelitten hat und warum sie drei Tage lang mit Fieber nicht behandelt wurde, wäre deshalb zu klären.
Du kannst Dir wahrscheinlich nicht vorstellen, wie viele schwerst pflegebedürftige Menschen in Alters- und Pflegeheimen versorgt werden. Ich habe davon ein konkrete Vorstellung aus meiner beruflichen Tätigkeit.
Indem man die Ausbreitung des Coronavirus und eine Immunisierung der Gesamtgesellschaft hinauszögert, erhöht man massiv das Risiko dieser Menschen infiziert zu werden und zu sterben. Man kann dann nämlich nicht mehr erreichen, dass sie zu den 30% gehören, die im Endeffekt nicht infiziert werden. Die steigende Zahl von Todesfällen in Altenheimen belegt dies.
Der Chef des RKI hat heute auf genau diese Gefahr hingewiesen. Anstatt die Gesamtgesellschaft und unser Wirtschaftsleben lahm zu legen, hätte man sich auf den Schutz von Alteneinrichtungen, Krankenhäuser und deren Personal konzentrieren müssen und von vornherein für die Versorgung mit Schutzkleidung etc. sorgen müssen. Die Schließung von Kindergärten und Schulen mag die Ausbreitung des Virus behindern, schützt die besonders gefährdeten Menschen aber nicht.
Erstmalig wurde heute in den Fernsehnachrichten auch berichtet, dass in Schweden so verfahren wird. Stueps hatte ja schon darauf hingewiesen.
Das Geld, was die Regierung jetzt zur Abmilderung der Folgen ihrer zerstörerischen Maßnahmen ausgibt, werden wir alle aufbringen müssen. Das wahrscheinlichste sind Steuererhöhungen. Hinzu kommt eine allgemeine Weltwirtschaftskrise, die unseren Export, insbesondere von Autos stark beeinträchtigten wird.
Was aus dem Euro und der Europäischen Union wird, bleibt abzuwarten.
MfG
Harti
Wichtig ist, dass man nicht aufhört zu fragen. A.E.