Hallo Irena,
ein sehr konstruktiver
Beitrag Nr. 2218-287! Er findet weitestgehend meine Zustimmung, besonders deine Analogie.
Auch ich sehe das größte Problem in naher und mittlerer Zukunft in der Integration der Menschen.
Allerdings:
gerade, wenn ich deine Analogie benutze, relativiert sich vieles wieder.
Gehen wir von 2 Mio. Neuankömmlingen in den nächsten zwei Jahren aus. Dann kommt, um in deinen Bildern zu sprechen, gerade mal
1/40 Wasser zur Gesamtmasse des Tons hinzu. Und das verteilt über zwei Jahre!
Abzuziehen ist noch der nicht unerhebliche Anteil, der in relativ kurzer Zeit das Land wieder verlässt.
Aber ich will deine Kernaussage nicht kleinreden:
Bereits jetzt existiert so etwas wie Parallelgesellschaften, die
niemandem guttun. Im Gegenteil, keine Gruppe von Leuten profitiert meines Erachtens davon, Parallelgesellschaften schaden
allen. Die derzeitige Flüchtlingswelle wird dieses Problem zweifellos verschärfen, da braucht sich niemand etwas vormachen, finde ich.
Die ganze Problematik lässt sich m.E. auch nicht kurzfristig lösen, sondern nur über den Zeitraum mindestens einer Generation.
Die Lösung liegt hier m.E. in unser aller Kinder, die gerade geboren werden, oder gerade anfangen zu laufen und zu sprechen. Wachsen diese Kinder
alle gemeinsam auf, deutsche wie syrische, albanische, afghanische oder sonstiger Herkunft, wird sich das Problem der Parallelgesellschaften nach meinem Dafürhalten bewältigen lassen. Ein deutsches Kind interessiert sich nicht dafür, ob sein Spielkamerad aus Syrien oder Albanien kommt. So antwortete wohl ein Kind, das im Kindergarten gefragt wurde, ob dort auch Asylanten seien: "Nein, da sind nur Kinder". Und was Hänschen schon so früh lernt, ... u.s.w.
Und hier ist die Politik gefragt, hier muss sie meines Erachtens
ganze Arbeit leisten!
In Not geratenen Menschen zu helfen, sie zu versorgen, ihnen Sicherheit zu geben, sie willkommen zu heißen, sollte
heute machbar sein. Wir haben alles Notwendige dafür, und es ist einfach unsere verdammte Pflicht, das zu tun. Denn das ist einfach ein wichtiger Teil, der uns Menschen erst zu Menschen macht. Schaden hat der Mensch in seiner Geschichte schon genug angerichtet.
Da wird es einfach mal Zeit, etwas
richtig zu machen, schließlich wurden uns die entsprechenden Voraussetzungen völlig kostenlos mitgegeben.
Beste Grüße
Diese Welt gibt es nur, weil es Regeln gibt.
Bearbeitet von Stueps am 12.11.2015 um 17:06 Uhr.