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Haben wir genug?

Thema erstellt von Stueps 
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Stueps (Moderator)
Beiträge: 3.156, Mitglied seit 13 Jahren
Hallo Leute,

auch ich lebe nicht im luftleeren Raum, und bilde mir eine Meinung zu meiner Umwelt.

Was mich derzeit beschäftigt:

Eine beispiellose Flüchtlingswelle erreicht uns.
Frage:
Sollen wir helfen?

Oder lieber zuerst an unser Wohlergehen denken?(1)

Beste Grüße

(1)Nachtrag: Ehemals hier zu findender Link wurde entfernt. Ich denke, genügend Leute haben ihn gesehen, und auch für mich ist Propaganda nicht erlaubt. Aus welchen Gründen auch immer ich diese hier eingestellt habe.
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Ein Universum, welches zufällig entsteht und zufällig ein Phänomen namens Humor hervorbringt, entbehrt nicht einer gewissen Komik.
Beitrag zuletzt bearbeitet von Stueps am 13.08.2015 um 20:42 Uhr.
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Beiträge: 577, Mitglied seit 12 Jahren
„Ein Land, welches nicht zufällig besteht aber scheinbar wieder zufällig ein Problem namens Nationalismus hervorbringt, entbehrt nicht einer gewissen Tragik.“

Später mehr von mir.
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Zur Bedingung des Raum und der Zeit gehört ganz unbedingt ,die absolute Bedingungslosigkeit von Raum und Zeit. Werden Raum und Zeit an Bedingungen geknüpft sind sie endlich, mit einem Beginn und einem Ende.
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Stueps schrieb in Beitrag Nr. 2218-1:
Hallo Leute,

auch ich lebe nicht im luftleeren Raum, und bilde mir eine Meinung zu meiner Umwelt.

Was mich derzeit beschäftigt:

Eine beispiellose Flüchtlingswelle erreicht uns.
Frage:
Sollen wir helfen?

Oder sollen wir auf kompetente Leute [edit stueps: ehemals hier von mir eingestellte Verlinkung wurde entfernt] hören?

Beste Grüße

Ich denke, es liegt in unserer eigenen Kompetenz, Menschen zu helfen.
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Das Leben ist zu ernst, um es nur ernst zu nehmen.
Beitrag zuletzt bearbeitet von Stueps am 06.11.2015 um 15:29 Uhr.
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Stueps schrieb in Beitrag Nr. 2218-1:
Sollen wir helfen?
JA !
aber anders, als wir es bisher getan haben.

Wir alle könnten zu flüchtlingen werden, wenn sich in unserem Land die Zustände ändern, etwa durch Krieg, Verfolgung etc.
Auch wir wären dann froh von anderen aufgenommen zu werden.

Wenn wir die Flüchtlinge "nur" aufnehmen, dann bekämpfen wir nur die Symptome, aber nicht die Ursachen.
Dauerhafte Lösung schafft man nur, wenn man die Ursachen bekämft, wegen denen die Menschen ihr Land verlassen.

Hierzu wurde schon eine Diskussion geführt
Hans-m schrieb in Beitrag Nr. 2204-1:
Sicher müssen wir den Flüchtlingen helfen.....

mehr erfährst Du dort.
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Der Erfahrene erkennt, dass er nicht alle Probleme lösen kann
:smiley3:
Beitrag zuletzt bearbeitet von Hans-m am 11.08.2015 um 12:26 Uhr.
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Stueps (Moderator)
Beiträge: 3.156, Mitglied seit 13 Jahren
Hallo Leute,

ich schreibe es mal lieber hin:

Ich hoffe, ihr versteht die absichtliche Doppeldeutigkeit des Thread-Titels und der Worte "kompetente Leute". Ich lache mich jedes mal über das Video schlapp, wenn ich es anschaue.

"Haben wir genug?":
Ein Argument, welches ich in letzter Zeit sehr häufig höre, ist sinngemäß:
Uns geht es selber schlecht, und nun wird den Asylanten und Flüchtlingen "alles in den Arsch geblasen".
Was meint ihr dazu: Fehlt es insgesamt gesehen wirklich an Geld?

Grüße
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Beitrag zuletzt bearbeitet von Stueps am 11.08.2015 um 13:02 Uhr.
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Beiträge: 879, Mitglied seit 4 Jahren
Stueps schrieb in Beitrag Nr. 2218-5:
Hallo Leute,


"Haben wir genug?":


Grüße

Stueps, eigentlich kann man „kompetenten Leuten“ nur mit Sarkasmus begegnen, wobei es mir mittlerweile schwer fällt, nicht in Zynismus zu verfallen.

Ja, doch, ich denke, wir als Gesellschaft haben genug Mittel, um den Flüchtlingen zu helfen, auch genug Geld. Wir müssen nur an andere Staaten denken, in denen ein Vielfaches an Flüchtlingen aufgenommen und versorgt wird.

Leider wird aber die andere Bedeutung von deinem "Haben wir genug" immer mehr an Bedeutung gewinnen.

Soweit erst mal nur ein kurzes „Ja“. Die Sache verdient eine ausführliche Besprechung, nur hab ich hier im Büro nicht die Muße dazu.
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Henry-Dochwieder schrieb in Beitrag Nr. 2218-6:
. Wir müssen nur an andere Staaten denken, in denen ein Vielfaches an Flüchtlingen aufgenommen und versorgt wird.

Da ist er wieder, der Zwang sich mit anderen vergleichen zu müssen.
Die anderen sind Klüger (PISA-Studie), die andern sind reicher, die anderen, die anderen...
Wir sollten mit diesem "Vergleichszwang" aufhören und darüber nachdenken, was wir tun können.
Und wir sollten vor allem eins werden in der EU. Die EU sollte es zu einem "Gesamtproblem" machen und nicht zu einem Nationalen Problem, mit dem jedes Land selbst "klarkommen" muss.

Schon allein der psychologische Aspekt, wenn alle an einem Strang ziehen, führt dazu, dass das (subjektive) Gerechtigkeitsempfinden postiv beeeinflusst wird.
Mit anderen Worten, dann kann niemand sagen, dass andere sich mehr der weniger anstrengen das Problem zu lösen.
Dann kann sich auch niemand mehr als "ich Stich gelassen" betitteln.

Nochmals zum "Vergleichszwang":
Wir haben nach dem Krieg den Wiederaufbau geschafft, wir wurden zu einem der stärksten Wirtschaftsländer Europas und hatten mit die klügsten Köpfe in Wirtschaft, Kultur und Kunst.
Und das alles ohne Pisa-Studie
Bildung sollte kein Olympischer Wettkampf werden (schneller, stärker, besser als die anderen) sondern sollte den Menschen genau das Wissen vermitteln, was sie zum Leben benötigen. Was "den Anderen" beigebracht wird, ist hier irrelevant
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Stueps (Moderator)
Beiträge: 3.156, Mitglied seit 13 Jahren
Hallo Henry,

Henry-Dochwieder schrieb in Beitrag Nr. 2218-6:
Leider wird aber die andere Bedeutung von deinem "Haben wir genug" immer mehr an Bedeutung gewinnen.

Dies ist einer der Gründe, warum ich diesen Thread eröffnet habe. In meinem Umfeld erlebe ich, wie Fremdenfeindlichkeit immer salonfähiger wird. Deshalb habe ich für mich beschlossen, mal Flagge zu zeigen, und in meinem bescheidenen Maße Signale zu setzen. Ich mag nicht einfach mehr nur zuschauen.

Henry-Dochwieder schrieb in Beitrag Nr. 2218-6:
Ja, doch, ich denke, wir als Gesellschaft haben genug Mittel, um den Flüchtlingen zu helfen, auch genug Geld.

Das sehe ich genau so: Die Mittel sind da, sogar mehr als genug. Meines Erachtens ist es eine Frage der Verteilung. Solange die Banken unsinnige Milliardengewinne um jeden Preis machen, und solange Aktieninhaber und Gesellschafter zufriedengestellt werden wollen, wird es meiner Meinung nach jedoch schwer mit einer sinnvollen Verteilung.
Wer glaubt, dass er auch nur einen Cent mehr in der Tasche hätte, wenn alle Asylanten und Flüchtlinge vertrieben worden sind, hat m.E. von Wirtschaft und Politik nicht das Geringste begriffen.
Wer glaubt, dass die Asylanten und Flüchtlinge schuld an den persönlichen Problemen der Menschen hier sind, tut m.E. nichts anderes, als anderen (und dann natürlich den Schwachen und Wehrlosen) die Schuld am eigenen Versagen zu geben. Das ist bequem, kostet nichts, und hält als wirksame Selbstlüge lange vor.

Grüße
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Beiträge: 179, Mitglied seit 9 Jahren
Hallo....

Da ich in Luxemburg lebe und arbeite , kann ich mir das Ganze aus einer anderen Perspektive anschauen.
Bei den Nachrichten fängt es schon an.
Sehe ich die "Öffentlich rechtlichen " wie Tagesschau oder Heute-journal oder die "Privaten " wie RTL oder SAT1 , bekomme ich schon 4 verschiedene Meinungen zum gleichen Thema..
Von Objektiv und Informativ bis zu Subjektiv emotional und " meinungsbildend " bitet sich mir eine Bandbreite von Informationen, die verdaut werden müssen..

Abegesehen davon, dass DAS was im Mittelmeer abläuft, "die Schande für unsere Spezies " ist, finde ich es nicht weniger beschämend , was sich in Europa und den einzelnen Mitgliedsländern abspielt.

Ob "wir genug haben " dürfte eigentlich nicht zur Debatte stehen.
Es ist eine Sache der Logistik.

Erst Gestern sah ich eine Reportage über " Landflucht " und den Zuwachs von Einwohner in Stätden , die mehr als 100.000 Einwohner haben.
Da gibt es Kleinstädte , die von 40.000 auf 15.000 Einwohner geschrumpft sind... ganze Straßenzeilen leer sowie Plattenbauten, die jeweils 50 bis 100 Familien Platz bieten würden..

Da die Flüchtlinge nun mal schon da sind , sollte es sich nicht nur darauf beschränken wer denn nun Zuständig ist.. sei es der BUND , Bundesländer oder einzelne Gemeinden.
Das DRK sowie der THW sind die, die sich dafür anbieten ( in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Ortsvorsteher und Bürgermeister ).

Wo meiner Ansicht hauptsächlich Fehler begangen wurden, war bei der Aufklärung der Einwohner.
Viele Gemeinden wurden und werden bis dato einfach vor Tatsachen gestellt.
Am Dienstag werden Einwohner per Faltblatt informiert.. ab Mittwoch bis Freitag Zeltstädte und Wohncontainer errichtet ( oder leerstehende Hotels hergerichtet ) .. und Samstag kommen schon 40 Flüchtlingsfamilien.

Die Leute die es betrifft, können sich nicht darauf vorbereiten oder sich mit einbinden.

Über die " Ewig Gestrigen " , die überall Unruhe stifften will ich hier gar nicht diskutieren.. Nur soviel : Verfassung und Grudgesetz hin oder her, wer Bandstifftung oder Volkshetze begeht , sollte Dingfest gemacht werden... die üblichen Verdächtigen sogleich einbuchten. auch die Polizei sollte in dem Fall mehr Befugnis haben um härter duchgreifen zu können.
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Werde schlafen bis ich Schön bin... Das kann dauern
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Beiträge: 1.429, Mitglied seit 12 Jahren
Branworld1 schrieb in Beitrag Nr. 2218-9:
Sehe ich die "Öffentlich rechtlichen ... bekomme ich schon 4 verschiedene Meinungen zum gleichen Thema..

Du hast wirklich 'ne andere Perspektive: Wenn ich Nachrichten höre und mitten im Satz auf einen anderen öffentlich rechtlichen Sender
umschalte, dann höre ich den Rest des Satzes, so ist es zu jeder vollen Stunden und die gleiche Sau wird drei Tage lang hintereinander durch's Mediendorf getrieben. Das hat mit dem Jugoslavienkrieg angefangen und ist seit den Kriegen, die auf den 9/11 folgten, Standard. Davon habe ich mehr als genug.

Die Lagerhaltung von Flüchtlingen ist tatsächlich keine Begründung dafür, dass diese Lager in Europa sein müssen.
Die Menschen nicht arbeiten zu lassen, ist es noch weniger.

Ein Integrationsprogramm stelle ich mir so vor, dass funktionierende Familien einzelne Flüchtilinge aufnehmen.
So hat man das Volk gefragt und einen Überblick, wieviele Flüchtlinge wir aufnehmen und integrieren wollen
und ob Flüchtlinge sich integrieren wollen. Diese Kontrolle findet bisher nicht statt.

Eine norwegische Christin hatte 1968 Visionen von einer Endzeit, in der Europäer in andere Länder flüchten wollen
und dort ebenso zurückgewiesen werden.

Stueps schrieb in Beitrag Nr. 2218-1:
Eine beispiellose Flüchtlingswelle erreicht uns.
Die Medien erzählen das.
In Calais habe ich vor einem Jahr auf einem großen Platz eine lange Schlange von Maximalpigmentierten gesehen,
die anstanden, um Essen zu fassen.
Die Medien könnten auch erzählen, dass die Türkei und Jordanien 100000e von Syrern aufnehmen und auch viele bei uns landen.

Die afrikansche Flüchtlingswelle über das Mittelmeer kommt zum einen von den politischen Verwerfungen, die mit dem Versuch,
Nordafrika zu demokratisieren aufkamen, ähnlich dem Dritten Reich als Gegenrevolution zur Weimarer Republik,
Im Namen der Demokratie haben wir eine historische Verantwortung, diesen Flüchtlingen zu helfen.
Zum anderen gibt es in Zentralafrika massive Christen-Verfolgung durch einen intoleranten Mohammedanismus.
Auch den Verfolgten müssen wir eine Perspektive geben.

Es ist wahrscheinlich eine Illusion, man könnte ohne ein umfangreiches UN-Mandat Menschenrechte herstellen
und so die Ursachen der Flüchtlingswellen aus der Welt schaffen.
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Ich bin begeistert!
Beitrag zuletzt bearbeitet von Thomas der Große am 16.08.2015 um 12:12 Uhr.
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Beiträge: 2.993, Mitglied seit 11 Jahren
Branworld1 schrieb in Beitrag Nr. 2218-9:
Abegesehen davon, dass DAS was im Mittelmeer abläuft, "die Schande für unsere Spezies " ist,

Wir dürfen nicht eine ganze Spezies wegen dem (Fehl-) Verhalten einiger verurteilen !!
Letztendlich sind wir Menschen, wahrscheinlich die einzige Spezies, die sich überhaupt über ein solches Problem Gedanken macht, oder wisst ihr von Hasen oder Löwen, die sich um ertrinkende Argenossen kümmern? (Nur mal so am Rande erwähnt)

Zitat von Branworld:
Da die Flüchtlinge nun mal schon da sind , sollte es sich nicht nur darauf beschränken wer denn nun Zuständig ist.. sei es der BUND , Bundesländer oder einzelne Gemeinden.

Hier ist das Problem:
Die Regierung beschließt, ohne Rückfrage und Abstimmung, dass wir Flüchtlinge aufnehmen, lässt aber die Länder und Kommunen mit den Finanziellen und organisatorischen Problem im Stich.

Ein Spruch lautet: "Wer die Musik bestellt, der zahlt sie auch"
Soll heißen, wenn der Staat die Aufnahme der Flüchtlinge befürwortet so soll er auch für deren Unterbringung aufkommen PUNKT

Nur um falsche Interpretationen auszuschließen: Ich bin dafür dass man den Flüchtlingen hilft. was ich eigentlich schon erwähnte

Letztendlich sind wir alle Wähler und, wenn die regierung nicht macht, was wir uns wünschen, dann wird das Kreuz bei der nächsten Wahl ganz einfach woanders gemacht.
Nur leider werden dann wieder einige "Hirnis" , das Kreuz in das "Braune Feld" zu setzen.

Hinzu kommt, dass die Ünterkünfte bestimmten Standards entsprechen müssen, damit sie nicht als "menschunwürdig" gelten.
Vielen Flüchtlingen denen es hier schlecht geht, geht es immer noch besser, als wenn es ihnen im Herkunftsland gutgehen würde.
Das ist der Grund, warum sich einige schwarze Schafe darunter befinden, die sich als Wirtschaftsflüchtinge hier einnisten wollen und damit den Ruf der "wirklich berechtigten" in den Dreck ziehen.

Thomas der Große schrieb in Beitrag Nr. 2218-10:
Die afrikansche Flüchtlingswelle über das Mittelmeer kommt zum einen von den politischen Verwerfungen, die mit dem Versuch,
Nordafrika zu demokratisieren aufkamen, ähnlich dem Dritten Reich als Gegenrevolution zur Weimarer Republik,

Nur wenn wir die Situation in den Herkunftsländern verbessern, dann verbessert sich auch der Zustand der Flüchtlinge, alles andere ist nur lindern der Symptome.
Wenn der Ami einen Nutzen davon hätte (Öl- oder Rohstoffvorkommen, oder strategischen Nutzen) dann hätte er längst die Sache "in die Hand" genommen.
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Beitrag zuletzt bearbeitet von Hans-m am 17.08.2015 um 12:44 Uhr.
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Hans-m schrieb in Beitrag Nr. 2218-11:
Thomas der Große schrieb in Beitrag Nr. 2218-10:
Die afrikansche Flüchtlingswelle über das Mittelmeer kommt zum einen von den politischen Verwerfungen, die mit dem Versuch,
Nordafrika zu demokratisieren aufkamen, ähnlich dem Dritten Reich als Gegenrevolution zur Weimarer Republik,

Nur wenn wir die Situation in den Herkunftsländern verbessern, dann verbessert sich auch der Zustand der Flüchtlinge, alles andere ist nur lindern der Symptome.
Wenn der Ami einen Nutzen davon hätte (Öl- oder Rohstoffvorkommen, oder strategischen Nutzen) dann hätte er längst die Sache "in die Hand" genommen.

ich weiß nicht, ob du Thomas da richtig verstanden hast.
Das Dilemma begann doch schon mit der Kolonialisierung. Das Elend in Afrika ist kein hausgemachtes sondern ein von uns Europäern sowohl in der Vergangenheit wie heute gemachtes.
Wir haben das Kind ins Wasser geworfen und sinnieren jetzt darüber, ob es nicht sinnvoller wäre, ihm das schwimmen beizubringen, als ihn rauszuholen.
Es wäre sicher das Beste ihm das schwimmen beizubringen. Aber wir sind die letzten, die dazu in der Lage wären.

mfg okotombrok
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"Der Kopf ist rund, damit die Gedanken die Richtung wechseln können"
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Stueps (Moderator)
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Hallo Hans-m,

Hans-m schrieb in Beitrag Nr. 2218-11:
Das ist der Grund, warum sich einige schwarze Schafe darunter befinden, die sich als Wirtschaftsflüchtinge hier einnisten wollen und damit den Ruf der "wirklich berechtigten" in den Dreck ziehen.

Ich weiß nicht, ob ich dich da richtig verstehe, falls nicht, korrigiere mich bitte!

Obiger Satz von dir ist m.E. wieder eine typische "Bild-Leser-Meinung". Will sagen, dumm dahergeplappert, nicht eigenständig durchdacht.

Meiner Meinung nach sind auch Wirtschaftsflüchtlinge absolut berechtigt, zu versuchen, sich woanders eine lebenswertere Zukunft aufzubauen.
Im Grunde bin ich auch Wirtschaftsflüchtling, wenn auch in einer vergleichsweise milden, gesellschaftlich akzeptierten Form: Ein wichtiger Grund, nach Baden-Württemberg zu ziehen, war ein wirtschaftlicher. Ich hatte endgültig die Nase voll davon, von meiner Arbeit nicht leben zu können. Als die Chance da war, ergriff ich sie. Und mir geht es in den ersten Monaten im "reichen Ländle" so richtig gut. Ich muss sehr viel arbeiten. Aber dies wird anerkannt, und ich habe zum ersten Mal die Möglichkeit, für die Zukunft zu planen. Ich kann, wenn ich möchte, mich bei meinem Lieblingsbäcker (den habe ich gleich nach dem Umzug gefunden) hinsetzen, und eine schöne Tasse Kaffee für 2,20 € genießen, ohne darüber nachdenken zu müssen. Und das so oft ich möchte, ich habe neuerdings das Geld. Dieses Gefühl, mir alles Notwendige leisten zu können (und ein wenig Luxus wie diesen Kaffee) - und dies selbst erarbeitet zu haben; und am Monatsende noch ein wenig Geld übrig zu haben, ist für mich derzeit beinahe schon unbeschreiblich. So doof es klingt: Für diese Chance, und sie nutzen zu dürfen, bin ich sehr sehr dankbar. (Es ist übrigens aus meiner Sicht eine Mär, dass das Leben im "Westen" teurer als im "Osten" ist. Das Einzige sind die Mieten, aber das gleicht der Mehr-Lohn mehr als aus - und auch in Berlin-Friedrichshain beispielsweise sind bezahlbare Wohnungen fast nicht mehr zu finden. Ich erlebe, dass das Gegenteil der Fall ist: Im Osten verdient man weniger, muss aber für das Meiste mehr zahlen. Ein vergleichbarer Kaffee kostet z.B. in meiner alten Heimat ca. 2,60 €.)
Nun ging es mir allerdings in meiner alten Heimat immer noch vergleichsweise bestens, und habe ein sorgloses Leben geführt - vergleiche ich meine Situation mit einem Mann, der in Burkina Faso ansehen muss, wie seine Familie hungert, nicht an sauberes Wasser (oder überhaupt an genügend Wasser) herankommt, und nicht weiß, wo er morgen sein Geld für das Nötigste verdienen soll. Dass er versucht, sich aus dieser Misere zu befreien halte ich für mehr als verständlich.
Aber da geht es los:
Spreche ich mich für die Aufnahme auch von Wirtschaftsflüchtlingen aus, bricht woanders ein "Sturm" los. Mich kotzt dieser schon lange gärende, jetzt öffentlich hochkommende Fremdenhass gewaltig an. Deshalb u.a. dieser Thread. Ein Stück weit ermutigt dazu hat mich dieser Kommentar (2 min lang):

https://www.youtube.com/watch?v=i9kv-rmvGKg

Beste Grüße
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Als kleine Ergänzung zu Stueps' Beitrag Nr. 2218-13

Was mich ankotzt ist "Wirtschaftsflüchtling". Natürlich gibt es die - das sind die Früchtchen, die sich z. B. "wegen der Steuer" in die bekannten Paradise absetzen. Flüchtlinge aus sogenannten Demokratien auf dem Balkan mit diesen Abzockern gleichzusetzen, ist eine schlichte Unverschämtheit. Letztlich sind auch die sogenannten "Wirtschaftsflüchtlinge" politische Flüchtlinge, denn schließlich sind es die politischen Verhältnisse, die Gerechtigkeit bzw. Ungerechtigkeit zulassen - oder leider gar fördern. "Wirtschaftsflüchtlinge" abzuschieben beruhigt aber das Gewissen.

Mir ist auch klar, dass wir nicht "allen" helfen können, aber was getan wird und was über Jahrzehnte NICHT getan wurde, ist himmelschreiend.

Nicht getan in Anbetracht des Wissens um die Zustände in all den Ländern, aus denen nun Flüchtlinge zu uns komme. Schon die Friedensbewegung in den 1970 ern hat davor gewarnt, dass uns das ausbeuterische Verhalten Europas in Afrika eines Tages einen Sturm der Ärmsten auf unsere Grenzen bescheren wird. Was wir im Moment erleben, ist aber nur ein Anfang, so ist jedenfalls zu fürchten.
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Beitrag zuletzt bearbeitet von Henry-Dochwieder am 17.08.2015 um 19:04 Uhr.
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Stueps schrieb in Beitrag Nr. 2218-13:
Und das so oft ich möchte, ich habe neuerdings das Geld. Dieses Gefühl, mir alles Notwendige leisten zu können (und ein wenig Luxus wie diesen Kaffee) - und dies selbst erarbeitet zu haben; und am Monatsende noch ein wenig Geld übrig zu haben, ist für mich derzeit beinahe schon unbeschreiblich. So doof es klingt: Für diese Chance, und sie nutzen zu dürfen, bin ich sehr sehr dankbar.

Moin, moin Stüps,
Schön, daß Du das schreibst.
Nur wenige kennen heute überhaupt noch den Mangel. Das muß auch nicht unbedingt sein.
Wichtig ist, daß man fähig ist, sich an täglichen Kleinigkeiten zu erfreuen. Erst das macht das Leben lebenswert.
Zur Freiheit gehört nicht nur die Möglichkeit, sich frei zu entscheiden, sondern auch ein gesichertes Einkommen bzw. Renten zu haben. Nur wenn man Geld hat, kann man überhaupt die vielen Freiheiten nutzen.
Ich bin schon als Kind dazu erzogen worden, anderen zu helfen, denn meine Eltern haben es mir vorgelebt.
Aber: Menschen in Not mit Geld zu unterstützen, heißt auch, zukünftig auf gewohnte Bequemlichkeiten und auf Freiheiten zu verzichten.
Der Staat, das sind wir alle.
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Traue nie Deinen Sinnen.
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Okotombrok schrieb in Beitrag Nr. 2218-12:
Hans-m schrieb in Beitrag Nr. 2218-11:
Nur wenn wir die Situation in den Herkunftsländern verbessern, dann verbessert sich auch der Zustand der Flüchtlinge, alles andere ist nur lindern der Symptome.
Wenn der Ami einen Nutzen davon hätte (Öl- oder Rohstoffvorkommen, oder strategischen Nutzen) dann hätte er längst die Sache "in die Hand" genommen.

ich weiß nicht, ob du Thomas da richtig verstanden hast.
Das Dilemma begann doch schon mit der Kolonialisierung. Das Elend in Afrika ist kein hausgemachtes sondern ein von uns Europäern sowohl in der Vergangenheit wie heute gemachtes.
Wir haben das Kind ins Wasser geworfen und sinnieren jetzt darüber, ob es nicht sinnvoller wäre, ihm das schwimmen beizubringen, als ihn rauszuholen.
Es wäre sicher das Beste ihm das schwimmen beizubringen. Aber wir sind die letzten, die dazu in der Lage wären.

mfg okotombrok

Es geht hier nicht darum wer wann was gemacht hat, dass die Menschen in der Misere sind. Das ist Vergangenheit und nicht mehr rückgängug zu machen:
Daher:
Zitat von Hans-m:
Nur wenn wir die Situation in den Herkunftsländern verbessern,....
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Stueps (Moderator)
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Hallo Otto,

Otto schrieb in Beitrag Nr. 2218-15:
Zur Freiheit gehört nicht nur die Möglichkeit, sich frei zu entscheiden, sondern auch ein gesichertes Einkommen bzw. Renten zu haben. Nur wenn man Geld hat, kann man überhaupt die vielen Freiheiten nutzen.

Genauso sieht es aus.

Beste Grüße
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Beiträge: 2.993, Mitglied seit 11 Jahren
Stueps schrieb in Beitrag Nr. 2218-13:
Hallo Hans-m,

Hans-m schrieb in Beitrag Nr. 2218-11:
Das ist der Grund, warum sich einige schwarze Schafe darunter befinden, die sich als Wirtschaftsflüchtinge hier einnisten wollen und damit den Ruf der "wirklich berechtigten" in den Dreck ziehen.
...
Meiner Meinung nach sind auch Wirtschaftsflüchtlinge absolut berechtigt, zu versuchen, sich woanders eine lebenswertere Zukunft aufzubauen.
Im Grunde bin ich auch Wirtschaftsflüchtling, wenn auch in einer vergleichsweise milden, gesellschaftlich akzeptierten Form: Ein wichtiger Grund, nach Baden-Württemberg zu ziehen, war ein wirtschaftlicher.
......

Ich hatte endgültig die Nase voll davon, von meiner Arbeit nicht leben zu können.


genau darum geht es.
Du bist bereit für deinen Lebensunterhalt zu arbeiten.

Was ich unter Wirtschaftsflüchlingen verstehe, sind die jenigen, denen es hier mit Sozialleistungen besser geht als "dort drüben" wo sie arbeiten müssen und trotzdem weniger in der Tasche haben.
Ich könnte auch Sozialschmarotzer sagen.
Menschen, die nach deutschland oder Europa kommen, und genau wissen wieviel Euro ihnen wofür zustehen.

Sicherlich gibt es auch in Deutschland/Europa "einheimische" , hier geborene Sozialschmarotzer.
Diese würden auch die Möglichkeit ausnutzen, und in ein für sie "ertragreicheres Land auswandern, wenn es irgend wo mehr Sozialleistungen gäbe.

Ich klammere hier die Menschen aus, die tatsächlich in Not geraten sind und alles dafür tun würden (auch arbeiten) wenn sie dafür ein "normales" Leben ohne Angst vor Krieg, Verfolgung, Hunger etc. führen könnten.
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Otto schrieb in Beitrag Nr. 2218-15:
Zur Freiheit gehört nicht nur die Möglichkeit, sich frei zu entscheiden, sondern auch ein gesichertes Einkommen bzw. Renten zu haben. Nur wenn man Geld hat, kann man überhaupt die vielen Freiheiten nutzen.

Zur Freiheit gehören nicht unbedingt Einkommen und Sozialleistungen

Ich denke an Länder wie Indien, wo Renten, Krankenkasse etc. noch nicht selbstverständlich sind, aber diese Menschen sind trotzdem frei.

Oder man denke an Naturvölker, die frei sind von jedem Zivilisationszwang, die sich ihren Lebensunterhalt noch in Naturalien besorgen und die Begriffe wie Rente etc. überhaupt nicht kennen. Trotzdem ist vom Kind bis zum Greis für alle gesorgt.

Geben wir nicht letztendlich sogar einen Teil Freiheit auf, wenn wir uns den Zwängen der modernen Zivilisation unterwerfen.
Wir müssen täglich 8 Stunden Arbeiten um ein Einkommen zu haben, um am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben, um Nahrung Kleidung Unterkunft bezahlen zu können, und um uns eine Alters- und Krankenversorgung zu sichern.

Otto schrieb in Beitrag Nr. 2218-15:
Zur Freiheit gehört nicht nur die Möglichkeit, sich frei zu entscheiden, .......

Wirkliche Freiheit bedeutet für mich, dass ich selbst entscheiden kann, wie ich mein Überleben sichere.

Otto schrieb in Beitrag Nr. 2218-15:
Ich bin schon als Kind dazu erzogen worden, anderen zu helfen, denn meine Eltern haben es mir vorgelebt.
Aber: Menschen in Not mit Geld zu unterstützen, heißt auch, zukünftig auf gewohnte Bequemlichkeiten und auf Freiheiten zu verzichten.
Der Staat, das sind wir alle.

Ist es nicht auch ein Zeichen von Freiheit anderen helfen zu dürfen? Ich denke an die NS Zeit, wo es sogar bestraft wurde, wenn man Juden half.

Ist es nicht ein gutes Gefühl wenn man anderen hilft und sich die Dankbarkeit in den Augen des Gegenüber widerspiegelt, ganz besonders bei Kindern.
Wer kenn nicht das gefühl, das selbst kleine Gesten auslösen, wenn man jemand anders hilft, wenns auch nur eine Kleinigkeit ist.
Umso größer muss das Gefühl sein, wenn man dazu beigetragen hat das möglicherweise ein (oder mehrere) Menschenleben gerettet wurde

auch ich bin als Kind so erzogen worden.
Es fängt schon damit an, dass man älteren kranken Menschen in der Bahn etc. seinen Sitzplatz anbietet oder aufhebt, was ihnen runtegefallen ist.
Selbst heute, ich bin mittlerweile 55 sehe ich es als meine Plicht an, anderen den Platz anzubieten, denen es körperlich schlechter geht.
Da kann sich mancher Jungendliche eine Scheibe abschneiden, die dann nur "verdaddert" schauen, wenn "der Alte" Platz macht obwohl um ihn herum 20 Jüngere an ihren Sitplätzen "festgeschraubt" sitzen bleiben.

Erziehung heisst das Stichwort, das heute anscheindend in Vergessenheit gerät.
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Beitrag zuletzt bearbeitet von Hans-m am 18.08.2015 um 12:48 Uhr.
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Hans-m schrieb in Beitrag Nr. 2218-19:
Ist es nicht auch ein Zeichen von Freiheit anderen helfen zu dürfen? Ich denke an die NS Zeit, wo es sogar bestraft wurde, wenn man Juden half.

Hallo Hans-m,
Das ist richtig und entspricht dem, was meine Mutter mir berichtete.
Was sollten wir daraus lernen?
Für mich gilt, nicht immer dem bequemen Mainstream zu folgen, sondern kritisch zu bleiben und seinen Überzeugungen zu folgen, auch wenn man dann mit Problemen konfrontiert und in Schubladen gesteckt wird.

Um Deinen Satz zu unterstreichen: Meine Mutter berichtete zum Beispiel, daß an Juden kein Fleisch verkauft werden durfte. Sie hat sich empört darüber, das Fleisch gekauft und dem Juden hinterher getragen. Das war sehr gefährlich, wie sie immer wieder betonte.
Meiner Muter und meiner Oma wurden auf die Finger geschlagen, weil sie nicht die Hände zum Hitlergruß hoben, als die SA durch die Straßen marschierten, mit der Bemerkung "In Zukunft werdet ihr nicht mehr den Fußsteig benutzen, sondern nur noch die Straße".
Meine Mutter hat eine Lettin über mehrere Jahre während des Krieges bei sich zu Hause aufgenommen, als sie bitterlich weinend auf dem Bahnhof allein auf ihrem Koffer saß und nicht wußte, wohin. Sie war aus Lettland geflohen, weil sie dort verfolgt wurde (Einzelheiten erspare ich Euch hier besser).
Die Lettin, sie hieß Lydia, und meine Mutter haben 1945 ein weißes Bettlaken auf dem Kirchturm gehisst, als Rotarmisten im Ort einmarschierten. Andere wurden dafür erhängt oder erschossen.
Die Lettin kam dann leider in verschieden ehemalige KZs. Dort verlor sich ihre Spur.
Mein Nachforschungen nach ihren Verbleib waren leider alle erfolglos.

Zitat:
Erziehung heißt das Stichwort, das heute anscheinend in Vergessenheit gerät.
Richtig!
Jedoch, die Akzeptanz von Multi-Kulti gehört genau an dieser Stelle für mich auf, wo christliche Werte bewusst nicht akzeptiert und gelebt werden.
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