Immer wird es bei Daseinsgemeinschaften eine Gruppe geben die vermehrt gibt und eine die vermehrt nimmt.
Alle Versicherungen zum Beispiel, funktionieren so... da gibt es Versicherte die nie einen Schaden hatten und andere wo Hilfe nötig war.
Letztendes begrüße ich solche Solidargemeinschaften, denn hierbei, wie etwa bei den Versicherungen, zahle ich für etwas und erhalte eine Gegenleistung.
So bin ich im Schadensfall finanziell abgesichert.
Aber bei Versicherungen zahlt jeder seinen Beitrag, egal ob er einen Schaden hat oder nicht.
Außerdem würde dich jede Versicherung rausschmeißen, wenn sie permanent für dich zahlen müsste.
Etwa eine KFZ-Versicherung würde dich zunächst hochstufen und dann, wenn die Kette der Unfälle nicht abreißt, so bist du „weg vom Fenster“
Auch eine Feuerversicherung würde dir kündigen, wenn sie ständig für dein Haus zahlen müsste, weil es einen Schadensfall nach dem anderen gibt.
Und wenn ich nie einen Schaden habe und daher
"nur" zahlen darf, so genieße ich trotzdem die vertraglich geregelte Sicherheit, dass mir im Schadensfall Hilfe zustünde.
Bezogen auf das Flüchtlingsproblem in Europa hieße das, dass dem Land, das für die Aufnahme von Flüchtlingen auch finanzielle Mittel benötigt, diese aus der "Versicherung", sprich EU-Haushalt, beziehen könnte.
Oder nimm den deutschen Städtetag wenn gestritten wird wer denn am besten gewirtschaftet hat.
Immer zahlen die, denen mehr zur Verfügung steht für die mit denen es nicht so gut geht.
Wir können auf nationaler Ebene niemanden rausschmeißen.
So könnten wir z.B. eine Stadt wie München (hypothetisch) nicht einfach aus Deutschland verbannen, auch wenn sie ein "wirtschaftliches Verlustgeschäft" bedeutet. weil sie nun mal geographisch innerhalb Deutschlands liegt. Wir könnte auch keine Grenze darum ziehen und sie
ihre eigene Suppe kochen lassen
Die EU ist aber ein Zusammenschluss von Ländern, die geographisch getrennt sind und früher auch wirtschaftlich ihr „Eigenleben“ führten. Bei einem Rausschmiss würde man sie lediglich in den Status versetzen, den sie vor deren Eintritt in die EU hatten.
Zurück zur Solidargemeinschaft:
Ich hätte hierbei nichts dagegen, wenn die Aufnahme von Flüchtlingen aus der EU finanziert würde.
Manchmal hilft eben nur Geld um Menschen zu motivieren.
Wenn, mal angenommen jedes Land pro Flüchtling 1000€/Monat erhalten würde, dann könnten sich auch die ärmeren Länder an der Aufnahme dieser Menschen Beteiligen ohne dass sie dabei finanziell belastet würden.
die jenigen, die viele aufnehmen, erhalten mehr finanzielle Hilfe, als die jenigen, die weniger aufnehmen,
das wäre für mich solidarische Gerechtigkeit.
P.S.: und wenn Du antwortest dann bitte deutlich und nicht wie hier...mit Andeutungen.
Zitat von Hans-m Beitrag { 2218-100}:
Mögen einige wieder argumentieren, dass Deutschland, im Verhältnis zu den Einwohnern, nicht die meisten aufnimmt, aber man sollte sich hier nicht nur an den Flüchtlingen pro Einwohner orientieren.
..ich bin ja nicht "einige" sondern immer der mit den besten Grüßen.
es ging nicht gegen jemand (dich) persönlich, sondern „prophylaktisch", weil ich in meinem
Beitrag Nr. 2218-92 bereits eine Quotenregelung, die sich nur an der Einwohnerzahl orientiert, als nicht optimal angesehen habe.
Wenn jeder, wie es Dir vorschwebt, immer genau nachhält das er nicht zuviel bezahlt, kannst Du dieses Land gleich dichtmachen auch ohne Asylanten.
Darum geht es doch hier gar nicht.
Wenn ich z.B. einen Nachbarn, dem es finanziell schlechter geht, finanziell unterstütze, dann kann ich doch erwarten, dass er mir auch mal
„Zur Hand geht“, wenn ich von Ihm einen Gefallen erwarte.
Hier zeigt sich der Charakter, ob ich nur
„ die Hand aufhalte“ oder ob ich auch bereit bin, dem anderen mal „die Hand zu reichen“
Das ist für mich solidarisch.
Zum Drängen der Flüchtlinge nach Deutschland.:
Nach EU-Recht muss sich ein Asylsuchender in dem Land registrieren lassen, in dem er als erstes ankommt. Von nun an genießt er
in diesem Land !!! den Status eines Asylsuchenden.
Will er aber dieses Land verlassen, und in ein anderes EU-Land weiterreisen, wie etwa nach Deutschland, so hat er , in meinen Augen, dort nicht mehr den Anspruch auf den Status eines Asylsuchenden sondern nur noch den Status eines Auswanderers.
Ein Flüchtling, der z.B. aus Ungarn nach Deutschland reist, wäre demnach genau so zu behandeln, wie ein Einwohner Ungarns der nach Deutschland übersiedelt.
Ich weiß nicht, wie die Gesetze und die finanziellen Ansprüche aussehen, die für Menschen gelten, die von einem EU-Land in ein anderes übersiedeln, aber meines Wissens (ich kann mich hier irren) haben sie dann keinen Anspruch auf Sozialleistungen. Den Anspruch auf Sozialleistungen haben diese Menschen erst dann, wenn sie einen bestimmten Zeitraum in Deutschland gearbeitet haben und in die Sozialkasse eingezahlt haben.
Wie ich schon einmal erwähnte:
Man sollte diese Menschen nicht im Stich lassen, man sollte denen Hilfe geben, die wirklich Hilfe benötigen.
Aber ALLE Beteiligten sollten sich fair und solidarisch verhalten. Wer jung ist, meint, er müsste die Welt retten :smiley8:
Der Erfahrene erkennt, dass er nicht alle Probleme lösen kann:smiley3:
Bearbeitet von Hans-m am 16.09.2015 um 10:48 Uhr.