Zitat von Stueps:
Es ist meines Erachtens für deine Beiträge bezeichnend, dass du jedes Argument der Nazis und Pegida-Gesinnungsgenossen aufgreifst, um damit Stimmung gegen die Schwächsten zu machen. Dir ist dazu, wie den Nazis auch, jedes Mittel recht und jede soziale Schicht willkommen. Glaubst du wirklich, das bleibt hier unbemerkt?
Es schmerzt mir in der Seele mit dieser
„braunen Masse“ in einen Topf geschmissen zu werden.
Das Pegida-
Gegröle interessiert mich in keinster Weise. Daher liegt es mir fern es irgendwie aufzugreifen
Psychisch
entstandene
Gehirn-
Insuffizienz
durch
Ausländerhass
Weil ich
rechts angehaucht bin gehe ich zu Ärzten aus Russland und einem Schwarzafrikaner
Weil ich
rechts angehaucht bin albere ich auch mit der türkischen Bedienung in unserer Cafeteria rum.
weil ich
rechts angehaucht bin helfen mein Nachbar aus Nordafrika und ich uns gegenseitig im Garten.
Weil ich
rechts angehaucht bin hatte ich eine Partnerin aus Portugal und Polen
welches Kraut muss ich rauchen, um eure Denkweise zu verstehen?
Was ich hasse sind
Überheblichkeit, Ungerechtigkeit, Unfairness und Egoismus
und das
bei jedem Menschen egal welcher Herkunft.
.
Hans,
ja, das ist tatsächlich ein Dilemma! Ich für mein Teil glaube dir durchaus, dass du dich nicht als fremdenfeindlich siehst. Deshalb noch mal ein kurzer Versuch zu zeigen, warum du mit deiner Meinung aber zumindest den Eindruck von Fremdenfeindlichkeit erweckst.
Dein Bekannten- und Freundeskreis bis hin zur Ehefrau zeigt immerhin, dass du gewillt bist, Fremde kennenzulernen. Das sind dann Einzelpersonen, die aus der Masse der „Fremden“ herausstechen.
Was aber bleibt ist die pauschale Ablehnung von Fremden „an sich“, bezogen auf die Flüchtlinge, die hier um Asyl bitten, deine Äußerungen sind genug zitiert worden. Es geht um die pauschale Annahme, „die“ könnten sich nicht nach unseren Gesetzen richten, „denen“ muss gesagt werden, wie sie sich hier „zu benehmen“ haben, „die“ nehmen „unseren Bedürftigen“ das Essen weg, „dazwischen sind Kriminelle, Zuhälter“.
Es ist doch logisch und zu erwarten, dass es unter hunderttausenden Menschen auch unerwünschte gibt, Leute, die „sich daneben benehmen“, auch Kriminelle. Und natürlich geht das auch an die Substanz der Tafeln (wobei, wie erwähnt, es ganz unabhängig von den Flüchtlingen Probleme bei den Tafeln gibt, nicht zuletzt auch wegen des Bemühens um Nachhaltigkeit, das dazu führt, das weniger Lebensmittel zu Verfügung stehen). Es sind aber gerade deine dringlichen Hinweise auf die „Gefahr“, die von den Asylsuchenden ausgehe, die dich in meinen (unseren) Augen in die rechte Ecke rückt.
Verstehst du, es ist schlicht nicht Notwendig, aus mögliches Fehlverhalten hinzuweisen, weil es (leider) ganz natürlich ist, dass es einen Anteil der Menschen gibt, die sich nicht anpassen wollen. Es ist deine Besorgnis, die sich auf eine abgegrenzte Gruppe von Menschen richtet, ohne zu bedenken, dass das, was du von diesen Menschen erwartest, sich nicht von allen anderen Gruppen unterscheidet.
Und es ändert auch nichts daran, dass du „der fehlenden Organisation“ die Schuld gibst. Es bleibt das Faktum, dass du den Flüchtlingen unterstellst, ihr Verhalten würde aus dem Ruder laufen, wenn sie nicht strikt überwacht würden. Immerhin sind es ja die Flüchtlingen, denen du alles Mögliche vorwirfst, es sind nicht die Organisatoren, die kriminell werden.
Klar, viele kommen aus einem anderen Kulturkreis, und wir haben ein Recht darauf, dass sie sich nach unseren Regeln richten. Klar ist aber auch, dass sie viele dieser Regeln gar nicht kennen, und dann ist es an uns, sie damit bekannt zu machen. Aber ehrlich gesagt, vieles davon unterscheidet sich nicht großartig von dem, was ein „deutscher“ Zugereister in kleineren Ortschaften erleben kann. Versuch mal, in irgendeinem Nest in Schleswig-Holstein oder in Bayern heimisch zu werden!
Das Leben ist zu ernst, um es nur ernst zu nehmen.