Also, dass in meinem Beitrag implizit ein Verbot der Frage „was ist gut für uns“ steckt, kann ich nun beim besten Willen nicht sehen. Was darin steckt – und eigentlich doch wohl offensichtlich – ist, dass „rechtes“ Gedankengut nicht gut für eine Gesellschaft ist.
So einfach ist die Fragestellung nicht, denn letzendes müssen wir uns bei jeder politischen und wirtschaftlichen Entscheidung die Frage stellen,
was gut für uns ist
Ist es gut für uns, wenn wir mit Russland Geschäfte machen
Ist es gut für uns wenn wir die Griechen in der EU mit durchziehen, wenn wir weiterhin Waffenverkäufe zulassen, wenn wir die Energiewende voranbringen etc.
Die Frage müsst eher lauten
wieviel schlechtes können wir tolerieren.
Was kann die deutsche Regierung, die deutsche Wirtschaft verkraften. Und dabei meine ich nicht die Flüchtlingspolitik sondern generell.
Gut oder schlecht gibt es nicht, sondern eine breite Grauzone dazwischen.
des Weiteren muss die Frage,
Was gut für uns ist, aufgeschlüsselt werden, in
Was gut für uns, also die jetzige Generation ist, und was
Gut für nachfolgende Generationen ist.
Was gut für uns ist das muss nicht auch Gut für unsere Nachkommen sein und Umgekehrt.
bestes Beispiel ist die Klimaerwärmung und die daher erforderliche Energiewende.
Gut
für uns wäre hier z.B. wenn wir weiterhin Öl, Gas und Kohle verheizen, bis alles restlos verbraucht ist. Dann müssten
wir uns um unsere Energieversorgung keine Sorgen machen.
Unsere Nachkommen hätten das Nachsehen, aber es ging ja in der Frage darum was gut
für uns ist.
Das Gegenteil wäre auf Kohle, Gas und Öl zu verzichten und mit maximalem Aufwand auf alternative Energie setzen. Wir müssten die Sache finanzieren, aber für unsere Nachkommen wäre das Gut, wenn sie ein fertiges regeneratives Energienetz vorfinden würden.
Aber auch hier gilt, wie immer, weder Weiß noch Schwarz sondern Grau, irgendwo dazwischen.
jedes Extrem ist schlecht.
Bei den Flüchtlingen ist es ebenso, Alle hereinlassen ist schlecht, alle nach Hause schicken ebenso.
Die Lösung liegt irgendwo dazwischen
Bei den Flüchtlingen geht es mehr um rechtliche, gesellschaftliche Aspekte.
Ist es gut für uns, wenn wir
jeden ins Land lassen, nach welchen Kriterien müssen wir selektieren.
Hier liegt es doch nahe die jenigen auszuweisen, die nicht wirklich auf Hilfe angewiesen sind.
Hinzu kämen die jenigen, die die deutschen Gesetze, die deutsche Verfassung, z.B. Religionsfreiheit, nicht akzeptieren.
Unter „rechts“ verstehe ich in unserem Zusammenhang die Bevorzugung nationaler Interessen, die Bevorzugung von Strafe anstatt Hilfe,
Letztendes wird jedes Land nationale Interessen vor internationale Interessen stellen, das hat nichts mit "Rechts" zu tun, sondern damit, dass jedes Land die eigene Existenz sichern muss. Jedes Land muss sehen, dass seine Wirtschaft boomt, dass seine Bürger vor Krieg und Anschlägen sicher sind. Jedes Land muss Rechte, Grundgesetz und Verfassung schützen und Vergehen dagegen ahnden. Fehlt es hier an der Konsequenz, dann können wir unser Rechtssystem vergessen.
Nationale Interessen kann man auch im Verbund mit anderen Staaten vertreten, wie etwa in der EU. Durch den Zusammenschluss wird die Macht nach außen hin gestärkt, aber unterm Strich macht es doch jedes Land, weil es ihm Vorteile bringt, eben nationale Interessen.
Wer jung ist, meint, er müsste die Welt retten :smiley8:
Der Erfahrene erkennt, dass er nicht alle Probleme lösen kann:smiley3:
Bearbeitet von Hans-m am 16.10.2015 um 14:47 Uhr.