Hallo Hans-m,
Wenn wir den Flüchtlingen nicht gleich bei der Einreise klarmachen, wo die (rechtlichen und moralischen) Grenzen sind, dann werden sie uns auf der Nase herumtanzen.
Das tun sie ja jetzt bereits. Wer sich rumprügelt, Zelte in Brand setzt, der hat bereits in der „Probezeit“ sein Recht auf Aufnahme in die EU verwirkt. Gerade angekommen und bereits rechtsbrüchig und verhaltensauffällig.
Genau diese Art von Pauschalisierungen (die Flüchtlinge tanzen uns auf der Nase herum
*) ist altbekannte Propaganda aus einer Zeit, die wir hoffentlich nie wieder erleben werden.
Wie wenige Flüchtlinge sich
nicht an geltende Regeln halten, zeigt dieses Beispiel ganz gut:
https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=5...
Ich gebe zu, dass man hier allzu oft alle über einen Kamm schert. Vielleicht wird es auch von der Presse
aufgepuscht.
Aber gerade die jenigen, die sich "daneben benehmen" sollte man rechtlich belangen, um ihnen die Regeln des demokratischen Rechtsstaates klarzumachen.
Dies dient als Strafe für die Täter und als Hinweis, bzw. Mahnung für alle übrigen, dass unser Rechtssystem konsequent jedes Vergehen ahndet.
Wenn man die Täter gezielt aus der Menge herauspickt, so
bekommen die Täter auch ein Gesicht und verschmelzen nicht mit der Menge.
So verhindert man die Pauschalisierung, dass
"die Asylsuchenden" sich nicht an die Gesetze halten.
Aber in dem Punkt, dass sich die Asylsuchenden ein "Wunschziel" (überwiegend Deutschland und Österreich) vorgenommen haben, und dies auch konsequent ansteuern, das kann man nicht an Einzeltätern festmachen, sondern hier ist eindeutig eine "breite Masse" erkennbar.
Auch hier ist es Aufgabe des Rechtsstaates den Asylsuchenden klarzumachen, dass
die EU entscheidet, wo die Flüchtlinge beherbergt und aufgenommen werden und nicht die Flüchtlinge selbst. Jedes Vorgehen gegen diese Regelung ist ein Verstoß gegen das gültige EU- Asylrecht.
Und genau auf diesen Punkt, dass die Flüchtlinge nicht bereit sind, in dem ihnen zugewiesenen Aufnahmeland zu bleiben, bezog sich meine Äußerung, dass sie uns
auf der Nase herumtanzen.
Es ist für mich z.B. vollkommen unverständlich wie nationalistisches Gedankengut sich in manchen Köpfen wieder festsetzt,
Die Frage ist, wo endet die freie Meinungsäusserung und wo beginnt nationalistisches Gedankengut.
Wenn ich z.B. manchmal äussere, dass ich meinen Chef oder den Kollegen "X" ab liebsten erschlagen würde, so ist die keine Mordandrohung, sondern eine symbolische Aussage meines Frustes, den er mir momantan bereitet.
Genau so sehe ich so manche
Frustäusserung die sich gegen die Asylpolitik, oder besser gesagt, gegen die momentan ziemlich planlosen Lösungsversuche, richtet, nicht als nationalistisches Gedankengut.
Letztendlich gibt es bei der Nationalistischen Einstellung kein schwarz oder weiß sondern eine extreme Grauzone dazwischen.
Niemand wird 0% und die wenigsten die 100% auf dieser Skala erreichen.
100% wäre der Wunsch nachh totaler Vernichtung von allem, was nicht deutsch ist, so wie wir es in der NS-Zeit hatten.
0% wäre dass wir
alles erdulden, und gegen absolut nichts aufmucken, wass sich jenseits der deutschen Politik abspielt.
Die Frage ist eher, wieviel nationale und wie viel internationale Regelungen kann ich akzeptieren.
In der Flüchtlingspolitik geht es letztendlich um Fährnis
Fairnis der Aufnahmeländer, daß sie das Problem
gemeinsam angehen und
gemeinsam einen Lösungsweg finden.
Fährnis bei den Flüchtlingen, daß sie die Hilfe dankbar annehmen und akzeptieren, daß Hilfsbereitschaft auch an Grenzen stößt. Der berühmte
kleine Finger und
die ganze Hand
Daß sie die Hilfe
dort annehmen,
wo sie ihnen angeboten wird und nicht "nach was besserem" trachten.
Und Fairnis bei der Bevölkerung, daß sie die Notlage der Asylsuchenden akzeptieren und ihnen nicht weitere Steine in den Weg legen.
Und Fairnis bei den Gründen für die Asylsuche, daß niemand aus wirtschaftlichen Gründen hier das „gelobte Land“ sucht, sondern daß nur tatsächlich politisch verfolgte hier ein Bleiberecht haben.
2) Den zweiten kann unter Berücksichtigung der eigenen (deutschen) Interessen geholfen werden. Der Hauptgrund für solche Bewegungen ist in aller Regel ein Wohlstandsgefälle. Dies sollte, soweit dies möglich ist, abgebaut werden.
Ich will hier nicht nationalistisch werden, aber:
Wir schaffen es ja noch nicht einmal in Deutschland das Wohlstandgefälle zu minimieren.
Die Reichen werden immer reicher und die armen immer ärmer. Erfahrungsgemäß öffnet sich die Schere immer weiter und bislang ist kein Ende in Sicht.
Die Macht liegt nicht mehr bei der Politik, sondern längst bei den Konzernen, bei den Banken, bei den Wirtschaftsbossen etc.
Alles was Geld hat und dem Staat Geld bringt, hat in der kapitalistischen Gesellschaft eine Lobby. Der Kleine Mann, der letztendlich mit seiner Arbeitskraft die Wirtschaft nach oben gebracht hat, der geht in dem ganzen „Geklüngel“ unter.
So lange wir nicht vor unser eigenen Türe kehren, und unser Kapital gerechter verteilen, zeigen wir, daß wir nicht die politischen und moralischen Voraussetzungen haben, diese Probleme auch außerhalb Deutschland zu lösen.
Wer jung ist, meint, er müsste die Welt retten :smiley8:
Der Erfahrene erkennt, dass er nicht alle Probleme lösen kann:smiley3:
Bearbeitet von Hans-m am 24.10.2015 um 17:14 Uhr.