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Musik

Thema erstellt von Maximilian 
Beiträge: 2.991, Mitglied seit 10 Jahren
Psii schrieb in Beitrag Nr. 633-40:
ohne sich dabei Vordergründig Gedanken über den Tonleiter zu machen Beispielsweise und daraufhin ihren Song ausrichteten.

Ich denke Musik muss harmonisch klingen, dabei ist es unwichtig, ob der Komponist die Tonleiter oder die Notenschrift beherrscht. Tonleiter ist doch nur eine mathematische Funktion, so ist jede Oktave eine Verdopplung der Frequenz. Jede Note ist eine Erhöhung der Frequenz um einen festen Faktor "X" (habs irgend wann mal gelernt)
Die Töne c-d-e-f-g-a-h-c sowie cis, dis etc. hat man irgend wann festgelegt, um genormte Frequenzen für genormte Töne zu haben. Kammerton "a", soweit ich mich erinnere, ist 440 Hz. Man hätte auch genau so gut 450 oder 480 Hz nehmen können, wenn alle Noten entsprechend auf der Notenskala angepasst wären. Man hat eine Norm geschaffen, damit alle Musiker weltweit die gleichen Töne treffen.

Aber ein Mensch kann trotzdem ein begnadeter Musiker sein, auch wenn er noch nie ein Notenblatt gesehen hat.

Ich sag mal, die Klassische Musik ist der "Rolls-Royce" unter der Musik,

Aber warum sollen alle Rolls Royce kaufen? Es gibt auch Leute die fahren Ferrari oder Porsche. Die Frage ist, was ich erwarte, will ich sportlich Fahren, schnell, und mir ist egal, ob mein Hintern knapp überm Bodenblech liegt oder will ich Luxus geposterte Sessel, TV auf dem Rücksitz aber dafür nur maximal 140 km/h fahren?

Ist Porsche deswegen schlechter als Rolls Royce oder Ferrari.

Manchen genügt ein Audi oder Opel, selbst wenn sie sich Porsche leisten könnten. es kommt immer darauf an, was ich erwarte, was mir wichtig ist. Umgekehrt gibts Leute, die sehen Autos als Statussymbol.
Leider gibts das auch in der Musik. Menschen, die in die Oper laufen, keine Ahnung von Musik, aber Hauptsache zu der guten Gesellschaft gehören, und in der selbigen gesehen werden.

Diese Heuchelei haben sich die begnadenen Künstler für ihre Musik bestimmt nicht gewünscht.
Ich möchte nicht zu denen gehören, die ihre Musikliebe sowie ihr gesamtes Leben vorheucheln.
Dann lieber offen und ehrlich Schlager, Rock oder Blasmusik hören. Schuster bleib bei deinen Leisten.

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Beitrag zuletzt bearbeitet von Hans-m am 15.09.2011 um 12:47 Uhr.
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Beiträge: 43, Mitglied seit 7 Jahren
Hallo Hans-m,

Hans-m schrieb in Beitrag Nr. 633-41:
Ich denke Musik muss harmonisch klingen, dabei ist es unwichtig, ob der Komponist die Tonleiter oder die Notenschrift beherrscht.....

Aber ein Mensch kann trotzdem ein begnadeter Musiker sein, auch wenn er noch nie ein Notenblatt gesehen hat.

Da gebe ich dir natürlcih recht. Es ist ja nicht so, als wenn ein Musiker lange darüer nachdenkt, was er spielt, wenn er spielt. Der Tonleiter, das Notensystem und Harmonik sind ja alles Begriffe der Musiktheorie, die versucht zu beschreiben, wie Musik wissenschaftlich betrachtet werden kann.

Ich Beispielsweise habe mir mein Wissen selbst angeeignet, durch das spielen selbst. Ich hatte keinen Untericht und kann auch nur schwerlich nach Noten spielen. Doch erst bei genauerer Betrachtung dessen, was ich da gespielt habe fiel mir eben die Komplexität und Schönheit der klassischen Musik auf. Es gibt nämlich nicht nur einen Tonleiter Beispielsweise sondern 7 wenn ich mich recht errinnere. Der dorische Leiter Beispielsweise ist sehr gern von Johann Sebastian Bach genutzt worden. Ohne dieses theoretische Wissen ist es natürlich auch möglich solche Musik zu komponieren, aber erst das systematische Erfassen der Musik, erleichtert das komponieren ungemeint.

Zitat:
Hans-m schrieb in Beitrag Nr. 633-41:
Ich sag mal, die Klassische Musik ist der "Rolls-Royce" unter der Musik...

...umgekehrt gibts Leute, die sehen Autos als Statussymbol.
Leider gibts das auch in der Musik. Menschen, die in die Oper laufen, keine Ahnung von Musik, aber Hauptsache zu der guten Gesellschaft gehören, und in der selbigen gesehen werden.


Sicherlich passt der Vergleich mit dem RR besser mit einem Formel-Eins-Rennwagen. Die Komplexität in solchen Autos ist um vielfaches höher als das eines Serienautos(Kaufbares), so ähnlich also wie bei der Betrachtung klassischer Musik zu moderner.

Wenn ich allerdings versuche mich mit Menschen zu vergleichen, hat dies nichts mit der Musik zu tun, sondern zeigt offenbar ein Mangel an Selbstbewusstsein. Ich lasse mir nicht vorschreiben was ich zu hören habe, nur weil reiche Leute dies auch hören. Das du nicht zu denen gehören willst, die ihr Leben vorheucheln ist ja berechtigt, doch was hat das mit klassischer Musik und DIR zu tun. Du kannst doch klassische Musik hören und dich hierfür begeistern, ohne zu den Menschen zu gehören, die an Profilierungssucht leiden.

Wenn ich eine Musik nicht mag, und sei sie noch so theoretisch vollkommen, dann hör ich sie nicht und interessiere mich auch nicht für diese. Dennoch hat jede Musik Ihre Berechtigung, solange 1 Mensch ihrer gefallen schenkt. Da sind mir die anderen vollkommen egal. Wichtig ist was einem selbst gefällt. Jedoch von seinem persönlichen Eindrucke über die Gesamtheit zu urteilen, wäre so, als würde ich sagen: Ein Porsche ist wie ein Trabbi, er bewegt sich nach dem gleichen Prinzip. Dies geht natürlich nicht. Es ist immer ein Unterschied, wie ich eine Sache hinterfrage und hier sind eben große Unterschiede zu sehen bezüglich klassischer und moderner Musik.

Besten Gruß

Psii

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Beitrag zuletzt bearbeitet von Psii am 16.09.2011 um 00:49 Uhr.
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Psii schrieb in Beitrag Nr. 633-42:
Wenn ich allerdings versuche mich mit Menschen zu vergleichen, hat dies nichts mit der Musik zu tun, sondern zeigt offenbar ein Mangel an Selbstbewusstsein. Ich lasse mir nicht vorschreiben was ich zu hören habe, nur weil reiche Leute dies auch hören. Das du nicht zu denen gehören willst, die ihr Leben vorheucheln ist ja berechtigt, doch was hat das mit klassischer Musik und DIR zu tun. Du kannst doch klassische Musik hören und dich hierfür begeistern, ohne zu den Menschen zu gehören, die an Profilierungssucht leiden.
Da hast Du mich falsch verstanden, Ich habe nichts gegen klassische Musik, und lass mir auch nicht verbieten sie zu hören, was bei mir eher selten vorkommt, geb ich zu.
Mir ist es egal, wer welche Musik hört, ich höre das, was mir gefällt.
Was mich aber stört sind diese Mitläufer, die bereits beschrieben hatte.

Zitat:
Es ist immer ein Unterschied, wie ich eine Sache hinterfrage und hier sind eben große Unterschiede zu sehen bezüglich klassischer und moderner Musik.

Manchmal ist auch moderne Musik genau das, was "man" braucht.
So kann ich z.B bei einer Ü30-Party perfekt entspannen, und den Alltagsstress vergessen.

(Übrigens bals ist´s wieder so weit, wer kommen will)
http://www.ue-30.info/index.php?PHPSESSID=26a28f608...

So war ich 2001 auf der Loveparade in Berlin und muss sagen, obwohl ich von dieser "Musik" zuvor nicht angetan war, so war es ein unvergessliches Erlebnis, und das ohne Drogen und Alkohol, (OK ein paar Bier warens doch)
Auf jedem Platz, der grösser als 10 m² war, war ein DJ, der Musik machte. eine Superstimmung, bis morgens um 5.00
Ich habe dort Leute kennengelernt, sogar aus Kanada und Irland. Locker drauf, kam man sofort ins Gespräch, obwohl das sonst nicht so meine Art ist.
Ich denke eine solche Stimmung wäre mit klassischer Musik nicht zu erreichen.

Bin ich in den Bergen im Urlaub, so gehört Blasmusik einfach dazu, das passt zur Kulisse. Zu hause würde ich nie Blasmusik hören, aber im Urlaub ists eine willkommene Abwechslung.

Wichtig ist, was ich von Musik erwarte, will ich mich entspannen, will ich tanzen, oder einfach nur zuhören. Da ist für jeden was dabei, ohne die eine oder andere als schlechter oder besser zu bewerten.
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Seid mir alle herzlich gegrüßt, Quante ist aus dem Urlaub zurück.

Nun die Thematik Musik, ist eine ganz, ganz eigene und auch noch relativ komplizierte dazu und meiner Meinung nach eben keine Frage des „guten Geschmackes“ sondern eine Frage der Sinne, der Sinnlichkeit, der ganz persönlichen Art des Empfindens.

Bei der Musik (Klassik, Pop, Jazz…) gibt es für mich, ähnlich dem Wasser vergleichbar, verschiedene Ozeane (Pazifik, Atlantik, Indischer Ozean…) und es gibt immer Komponisten die nur im flachen fischen und dann im Gegensatz dazu diejenigen, welche im richtigen Tiefgang.

Und dann kommt noch die Kompliziertheit des jeweiligen Kulturkreises dazu, europäisch, asiatisch, arabisch…

Der entscheidende Ausschlag ist, so meine ich, wie in jungen Jahren die Menschen an die Musik herangeführt werden, hier werden die entscheidenden Grundvoraussetzungen für das eigene musikalische Empfinden gelegt.

Wenn Hans-m hier schreibt:“ Ich denke Musik muss harmonisch klingen“ dann gibt es im Klassischen das klassischte Beispiel im Tristanakkord (bei Wagner), der zeitweise, völlig disharmonisch, in seiner Chromatik wie auch in seiner tonalen Ausführung dennoch harmonisch in seiner Gesamtheit, ein Musterbeispiel für größte Dramatik.

Hier ist er, bei wiki, zu hören: http://de.wikipedia.org/wiki/Tristan-Akkord

Als ein Beispiel aus einem anderen Kulturkreis, dem türkischen, setze ich hier einen anderen Link, für völlig anders gestaltete, komponierte Musik, dem Türk-Pop.
Für das europäische Ohr ungewöhnlich, aber dennoch in seine Phonetik harmonisch, wenn auch völlig andere, ungewohnte Harmonien – harmonisch.

An Manu gerichtet, den nachfolgenden Link werde ich in einer Woche wieder entfernen, er soll nur als kuzzeitig hier eingestelltes Beispiel dienen.
http://www.youtube.com/watch?v=f11xJsOX4rg

Und nun zu guter Letzt folgendes Fazit meinerseits, dass Musik eben nicht gleich Musik ist, ich hab die 9. Sinfonie von Beethoven sowohl von H. v. Karajan als auch von K. Masur, es handelt sich also um ein und dasselbe Stück, und dennoch 2 verschiedene Welten, weil in ihrer Interpretation völlig verschieden.

Und ganz persönlich zu Psii seinem link hier, in seinem Beitrag-Nr. 633-24, ja gefällt mir die musikalische Ausführung, wobei ich erwähnen darf es mir auch in völlig unterschiedlichen Varianten, als reines Orgelwerk, als Klavierstück wie auch nur für Streicher komponiert akustisch im Ohr gut vorstellen kann. Es ist mir, so wie im Link hörbar, zu viel reine elektronische Musik und ich persönlich hätte, bei einigen Passagen in den Endtakten, einen anderen Ton gesetzt. Aber da wären wir wieder am Anfang meines Beitrages, der ganz persönlichen Sinnlichkeit…
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Hallo Hans-m,

Zitat:
Hans-m schrieb in Beitrag Nr. 633-43:

Da hast Du mich falsch verstanden, Ich habe nichts gegen klassische Musik, und lass mir auch nicht verbieten sie zu hören, was bei mir eher selten vorkommt, geb ich zu.
Mir ist es egal, wer welche Musik hört, ich höre das, was mir gefällt.
Was mich aber stört sind diese Mitläufer, die bereits beschrieben hatte.

Na gut, da bin ich deiner Meinung. Menschen, die Musik nicht der Musik willen hören, wissen nicht was Musik ist oder anders, haben keinen tieferen bezug zu ihr. Aber Mitläufer gibt es doch in jedem Genre. Sei es Hip-Hop, Jazz, Rock, Metall und all die anderen Dinger.

Zitat:
Hans-m schrieb in Beitrag Nr. 633-43:
Manchmal ist auch moderne Musik genau das, was "man" braucht.
So kann ich z.B bei einer Ü30-Party perfekt entspannen, und den Alltagsstress vergessen.

Na jedem das Seine ;). Das möcht ich ja auch nicht bestreiten, dass moderne Musik genau das ist, was man mal braucht. Ich komponiere ja selbst moderne Musik. Von daher wäre ich zutiefst ertrauert, wenn nur noch die klassiker gehört würden.

Zitat:
Hans-m schrieb in Beitrag Nr. 633-43:
So war ich 2001 auf der Loveparade in Berlin ....
Ich denke eine solche Stimmung wäre mit klassischer Musik nicht zu erreichen.

Ich war auch 2001 auf der Loveparade, übrigens meine letzte. Der Hype war damals sehr groß und es war eine echte Lebenserfahrung unter zigtausenden sich der Trance hinzugeben, ich werde diese Besuche (4 mal) nicht vergessen. Jedoch leider ist diese Zeit auch eine negative Erfahrung für mich gewesen, da ich damals wirklich viel "konsumiert" hatte und somit einen leidlichen Weg gehen musste, bevor ich zu mir fand. Aber ich habs gepackt und und dieser Befreiungsphase meines Lebens bin ich der klassischen Musik auch wieder ein großes Stück näher gekommen.

Das solche Stimmung nicht mit klassischer Musik noch erreicht werden kann, das glaube ich auch. Aber denke einmal an die Stadt Paris um 1750 als der Barock in Europe ganz groß war, da ging bestimmt die Lutzie ab... ;)

Zitat:
Hans-m schrieb in Beitrag Nr. 633-43:
Da ist für jeden was dabei, ohne die eine oder andere als schlechter oder besser zu bewerten.

Das hatte ich auch nicht vor. Ich wollte nur den wesentlichen Unterschied von moderner zu klassischer Musik ein wenig unterstreichen. Vielleicht sind es auch nur meine Ansichten, da ich hier kein allgemeingültiges Uteil abgeben kann als nicht studierter Hobbymusiker.

Besten Gruß

Psii
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Hallo Quante,

erst einmal recht herzlichen Dank, dass du wirklich gute Dinge eingebracht hast.

Quante schrieb in Beitrag Nr. 633-44:
Nun die Thematik Musik, ist eine ganz, ganz eigene und auch noch relativ komplizierte dazu und meiner Meinung nach eben keine Frage des „guten Geschmackes“ sondern eine Frage der Sinne, der Sinnlichkeit, der ganz persönlichen Art des Empfindens.

Musik ist aber nicht nur rein eine Art des Empfindens, sondern wie Hans-m schon bemängelt, bei vielen Menschen eine Frage der Identifikation. Im Wesen der Musik liegt ausschließlich die Empfindung, da gebe ich dir natürlich recht, aber Musik wird zu heutiger zeit Instrumenatlisiert um überproportionalen Profit mit ihr zu erzielen. Der 08/15 Hörer nimmt aus einem begrenztem Repertoir der Radiomusik als "gute" Musik wahr und das wars dann meist auch.

Quante schrieb in Beitrag Nr. 633-44:
Bei der Musik (Klassik, Pop, Jazz…) gibt es für mich, ähnlich dem Wasser vergleichbar, verschiedene Ozeane (Pazifik, Atlantik, Indischer Ozean…) und es gibt immer Komponisten die nur im flachen fischen und dann im Gegensatz dazu diejenigen, welche im richtigen Tiefgang.

Ein sehr schöner Vergleich! Die dicken Fische schwimmen ja auch bekanntlich im tiefen Wasser, und um diese zu fangen, benötigt man erfahrene Seefahrer.

Quante schrieb in Beitrag Nr. 633-44:
Und dann kommt noch die Kompliziertheit des jeweiligen Kulturkreises dazu, europäisch, asiatisch, arabisch…

Ein nicht zu vernachlässigender Fakt! In jedem Fall ist Musik ein Produkt der Kultur, oder aber ein Spiegelbild der Kultur. Die Europäische Kultur ist ja durchaus geordnet und determiniert, so wie die Musik auch (Standardiesierung der Klänge). In anderen Kulturen gibt es solch Standardisierung glaube ich nicht, aber ich kann mich ja auch irren.


Quante schrieb in Beitrag Nr. 633-44:
Der entscheidende Ausschlag ist, so meine ich, wie in jungen Jahren die Menschen an die Musik herangeführt werden, hier werden die entscheidenden Grundvoraussetzungen für das eigene musikalische Empfinden gelegt.

Wobei ich glaube, dass der Musikgeschmack nicht durch äußere Einflüsse geprägt werden kann. Dies glaube ich hat etwas mit der Psyche des Menschen an sich zu tun. Wäre es so, dass Menschen von Geburt an in eine Musikrichtung orientiert werden können, müsste angenommen werden, dass Menschen am Beginn ihres Lebens keine psychische Struktur (in Bezug auf Empfindung von Musik) aufweisen (tabula rasa). Dies widerspricht aber der Auffasung von Carl Friedrich Jung, der annahm das Menschen schon von Geburt an (und auch davor) psychische Strukturen (in Form von Komplexen und Archetypen) aufweisen. Somit denke ich dass die genetische Konfiguration auch Anteil hat an der Empfindungstiefe eines Menschen.

Quante schrieb in Beitrag Nr. 633-44:
Wenn Hans-m hier schreibt:“ Ich denke Musik muss harmonisch klingen“ dann gibt es im Klassischen das klassischte Beispiel im Tristanakkord (bei Wagner), der zeitweise, völlig disharmonisch, in seiner Chromatik wie auch in seiner tonalen Ausführung dennoch harmonisch in seiner Gesamtheit, ein Musterbeispiel für größte Dramatik.

Ein wirklich interessanter Punkt. Dass das Gehirn versucht, in allem womit es sich beschäftigt, Strukturen zu finden, ist glaube ich eine Möglichkeit diesem Paradox des Tristanakkords auf die schliche zu kommen. Schauen wir uns optische Täuschungen an, so interpretiert das Gehirn das anschauende Objekt anders, als es ist. Und genauso meine ich geschieht dies im Falle des Akkrodes. Das menschliche Gehör ist zwar in der Lage, jeden Ton des Akkordes heraus zu hören, jedoch vermag das Gehirn, bei gleichzeitiger Beschallung der einzelnen Töne, Strukturen zu finden, die es schon kennt und mag den an sich disharmonischen Akkord, in einem harmonischen Klanggefüge interpretieren.

Quante schrieb in Beitrag Nr. 633-44:
Und ganz persönlich zu Psii seinem link hier, in seinem Beitrag-Nr. 633-24, ja gefällt mir die musikalische Ausführung, wobei ich erwähnen darf es mir auch in völlig unterschiedlichen Varianten, als reines Orgelwerk, als Klavierstück wie auch nur für Streicher komponiert akustisch im Ohr gut vorstellen kann. Es ist mir, so wie im Link hörbar, zu viel reine elektronische Musik und ich persönlich hätte, bei einigen Passagen in den Endtakten, einen anderen Ton gesetzt. Aber da wären wir wieder am Anfang meines Beitrages, der ganz persönlichen Sinnlichkeit…

Die unterschiedlichen Varianten die du erwähnst, habe ich natürlich auch am Anfang ausprobiert. Ich komponiere meist in einer Klangfarbe, vorzugsweise mit einer Orgel. Danach beginne ich jede Stimme einen eigenen Charakter zu vermitteln, indem ich ein für mich passendes Instrument suche und dies ist natürlich "Geschmacksorientiert". Ich habe mich natürlich auch dran gemacht und schon viele klassische Stücke komponiert, wo die Instrumente festgelegt sind. So wie Beispielsweise LWO0 oder LWO4 (alles Songs die ergooglelt werden können).

Den Song den ich im Link vorstellte, sollte ein Versuch sein klassische Einflüsse mit moderner Technik zu verbinden. Dies ist aber nicht meine hauptkompositorische Richtung. Ich kann mich auch nicht auf ein Genre speziell festlegen, da ich zu viel gerne machen würde. Aus diesem Grunde befinde ich mich wohl eher erst in einer Findungsphase, was den Stil anbelangt. Ich spüre aber eine deutliche Neigung zu orchestraler Musik und klassischen Instrumenten. Hier werde ich mich vermutlich in meinem Leben vertiefen und wer weiß, vielleicht auch etwas schönes erschaffen.

Besten Gruß

Psii

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Beitrag zuletzt bearbeitet von Psii am 17.09.2011 um 03:54 Uhr.
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Psii schrieb in Beitrag Nr. 633-45:
.... da ich hier kein allgemeingültiges Uteil abgeben kann als nicht studierter Hobbymusiker.

Es gibt Sachen, die muss man nicht studiert haben, um sie beurteilen zu können.

Als Arzt muss ich studieren, weil die Gesundheit und das Leben von Menschen auf dem Spiel steht, als Statiker, weil Gebäude einstürzen könnten, aber Musik ist letztendlich eine Herzens- oder Gefühlssache.

Dann könnte ich genau so gut von mir behaupten, dass ich die "Liebe" nicht studiert habe.
Bei der Liebe ist es genau wie mir der Musik, nicht jede Frau gefällt jedem Mann (und umgekehrt)
genau wie bei der Musik.

Musik studieren bedeutet doch nur sie zu zerlegen, zu analysieren, sie in ihre mathematischen Komponenten zu zerlegen. Ich muss eine Frau auch nicht sezieren, um zu erfahren, warum ich sie liebe.
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Hey, liebe Gemeinde,

hab da mal was Neues angefangen, und ich finde, die Geschichte gehört zu Ende erzählt:

http://www.youtube.com/watch?v=taKEGEAHo74

Falls ihr der selben Meinung seid, klickt und empfehlt, dann hat diese Geschichte gute Chancen, zu Ende erzählt zu werden, und zwar richtig professionell.

Danke schon mal,

euer Stüps :-)
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Stueps schrieb in Beitrag Nr. 633-48:
(...)
Falls ihr der selben Meinung seid, klickt und empfehlt, dann hat diese Geschichte gute Chancen, zu Ende erzählt zu werden, und zwar richtig professionell.
(...)
Guten Morgen Stueps, ich grüße Dich.
Das Projekt fängt sehr vielversprechend an...und sollte weitergeführt werden.
Also will ich mich bei You-Tube anmelden um mit Daumen"hoch" zu voten.
User-Nick und eMail kein Problem. Aber dann kommt Google und mischt mit....
Zur Account-Anmeldung bei Google ist die Handynummer Pflicht. Und da hört es auf.
Da steht zwar großkotzig "wir geben keine Daten weiter"
aber dann könnten sie die Anmeldung auch mit einer eMail quittieren, diese Gang**er.
Die können angeblich nur SMS oder automatischen Anruf.
Für wie blöd halten die einen denn???

So kann ich Dir auf You-Tube leider nicht die erforderliche Unterstützung zukommen lassen.
Mit bedauernden Grüßen.
Ernst Ellert II.
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Deine Zeit war niemals und wird niemals sein.
Deine Zeit ist jetzt und hier, vergeude sie nicht.
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Ernst Ellert II schrieb in Beitrag Nr. 633-49:
Zur Account-Anmeldung bei Google ist die Handynummer Pflicht.

Hallo Ernst, das ist neu, und das ist eine echte Schweinerei!!!

Zitat:
Für wie blöd halten die einen denn???
Anscheinend sind heute genügend Leute auf solche Accounts angewiesen.

Zitat:
So kann ich Dir auf You-Tube leider nicht die erforderliche Unterstützung zukommen lassen.

Ich danke dir trotzdem tausendmal, ich weiß das echt zu schätzen!!!
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Hi Stueps "Brezelberlin" hat sich den Trailer angesehen, aber ich bin ehrlich, eine in seiem Grunde so pessimistische Stimmung ist nicht mein Ding, denn das Ende dieser Geschichte scheint unbarmherzig , brutal zu werden.
Da wird es dann mit der professionellen Umsetzung schwierig (fast unmöglich) . aber das ist meine ganz persönliche Meinung, aber, nicht nur als ein Sanguiniker tu ich mich schwer mit derartiger Musik.


Ich hab mich bei youtoube ja erst vor kurzem (ca. 1/4 Jahr) angemeldet, aber YToube wollte von mir keine weiteren Daten als eine e-mail haben, Goggel war dabei gar nicht im Spiel, insofern bin ich etwas verwundert, sollten die schon wieder ihre AGB's und die Zusammenarbeit mit einem weiteren Wettbewerber angepasst haben.
"BrezelBerlin", hier aber nur als Quante, wünscht euch allen ein schönes WE, wir haben gleich Chorkonzert, eine Benefizveranstaltung für Aids-kranke Weisenkinder in Afrika.
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Quante schrieb in Beitrag Nr. 633-51:
Hi Stueps "Brezelberlin" hat sich den Trailer angesehen, aber ich bin ehrlich, eine in seiem Grunde so pessimistische Stimmung ist nicht mein Ding, denn das Ende dieser Geschichte scheint unbarmherzig , brutal zu werden.
Da wird es dann mit der professionellen Umsetzung schwierig (fast unmöglich) . aber das ist meine ganz persönliche Meinung, aber, nicht nur als ein Sanguiniker tu ich mich schwer mit derartiger Musik.

Hallo Quante, hab ich doch richtig vermutet, dass ich "Brezelberlin" kenne ;-). Vielen Dank für deine ehrliche Meinung, ich freu mich immer über Feedback!

Zitat:
Ich hab mich bei youtoube ja erst vor kurzem (ca. 1/4 Jahr) angemeldet, aber YToube wollte von mir keine weiteren Daten als eine e-mail haben, Goggel war dabei gar nicht im Spiel, insofern bin ich etwas verwundert, sollten die schon wieder ihre AGB's und die Zusammenarbeit mit einem weiteren Wettbewerber angepasst haben.


Youtube gehört zu Google. Desweiteren ist mir aufgefallen, dass Google mir schon mehrfach dringend angeraten hat, ihnen meine Telefonnummer zu geben, angeblich wäre das aus Sicherheitsgründen von großem Vorteil. Das halte ich natürlich für an den Haaren herbeigezogen. Insofern halte ich Ernst´s Frage: "Für wie blöd halten die einen denn???" schon für sehr berechtigt.

Zitat:
"BrezelBerlin", hier aber nur als Quante, wünscht euch allen ein schönes WE, wir haben gleich Chorkonzert, eine Benefizveranstaltung für Aids-kranke Weisenkinder in Afrika.

Ich wünsche dir auch ein schönes WE, ich drück die Daumen für euer Konzert, und ich wünsche euch, dass gut Kohle bei eurer Veranstaltung reinkommt.
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http://www.youtube.com/watch?v=WLlBNfzixxx
Kriegt ihr nie zu hören, ist nur für sie ;-)

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Beitrag zuletzt bearbeitet von Stueps am 15.01.2012 um 08:24 Uhr.
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Hallo Stueps,
Stueps schrieb in Beitrag Nr. 633-53:
Kriegt ihr nie zu hören, ist nur für sie ;-)... sorry.
Immerhin: Schönen Dank für deinen "Appetizer"- auch wenn wir nie deine Freundin werden werden...
Zitat:
Ernst Ellert II schrieb in Beitrag Nr. 583-322:Die Stichworte "staunen" und "Fraktale" sollten dabei nicht in Vergessenheit geraten.
... daher "im Austausch" hier meine Küchenschabe: http://www.youtube.com/watch?v=KnhTevlYQN4

P.S.: Was macht der Hennessey? Schon alle?
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Verdammt, ja. Und mir gehts zum ....

Mandelbrot, so gut wie es schmeckt, krieg ich jetzt noch nicht runter.....

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Beitrag zuletzt bearbeitet von Stueps am 15.01.2012 um 08:25 Uhr.
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Hallo Claus,

jetzt konnte ich deine "Küchenschabe" genießen. Der Vorteil ist, dass man zum Ende hin immer kleinere Stücke zum Probieren bekommt.
Auf jeden Fall sehenswert das Ganze, und ein klasse Beispiel, wie faszinierend Mathematik sein kann.
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Hallo Leute, habe mal eine Anfrage:

Wo bekomme ich im Netz Videomaterial, welches von den Eigentümern ausdrücklich zur uneingeschränkten, kostenlosen Nutzung Dritter freigegeben ist? Ich brauche im Speziellen Material aus Kriegsgebieten, da mein nächstes Projekt ein Anti-Kriegs-Song wird. Ich muss es natürlich problemlos downloaden können. Also, wer kennt eine seriöse Quelle, wo ich keine Angst haben muss, Eigentümer- oder Urheberrechte zu verletzen?
Auf Wunsch kann ich euch persönlich einen Link zuschicken, wo eine Video-Skizze (eine Art Vorab-Version des Songs und Videos) zu sehen ist, damit ihr euch orientieren könnt, wonach ich suche, und was ich meine.


Danke im Voraus für eure Hilfe!
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Beitrag zuletzt bearbeitet von Stueps am 10.03.2012 um 17:06 Uhr.
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Beiträge: 2.991, Mitglied seit 10 Jahren
Ich denke, da wirst Du in den sauren Apfel beissen müssen und dir die Rechte kaufen müssen.

Oder evtl. gibt es altes Kregsmaterial, aus dem 2. Weltkrieg oder Vietnamkrieg etc, auf die die Lizenzrechte verjährt sind, ich kenne die Rechte nicht, aber möglich wärs.
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Hans-m schrieb in Beitrag Nr. 633-58:
Ich denke, da wirst Du in den sauren Apfel beissen müssen und dir die Rechte kaufen müssen.

Hallo Hans, ich fürchte, du könntest recht behalten. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt, wie du weißt. Ich horch mich noch ein bissel um. Vielleicht gibt es irgendwo Material von Privatpersonen, denen es rein um die Verbreitung ihres Materials geht.
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Okotombrok (Moderator)
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Stueps schrieb in Beitrag Nr. 633-57:
Wo bekomme ich im Netz Videomaterial, welches von den Eigentümern ausdrücklich zur uneingeschränkten, kostenlosen Nutzung Dritter freigegeben ist? Ich brauche im Speziellen Material aus Kriegsgebieten, da mein nächstes Projekt ein Anti-Kriegs-Song wird.

Hallo Stueps,

hier ein Link.
http://www.archive.org/details/InFarbeGezeigtDieChr...

Vielleicht nützt er dir. Videos sind frei downloadbar, wie es allerdings mit den Urheberrechten aussieht, weiß ich nicht.
Am besten ist es, Kontakt aufzunehmen. Bei gemeinnützigen Projekten ist oft was zu machen.
Wenn du dein Anti-Kriegs-Song kommerziell vermarkten willst, hast du wahrscheinlich schlechte Karten.

mfg okotombrok
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"Der Kopf ist rund, damit die Gedanken die Richtung wechseln können"
(Francis Picabia)
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