Wer behauptet, er hätte die Quantentheorie verstanden, hat sie nicht verstanden!
Ist nicht von mir, aber zutreffend
Henry
Hallo Henry,
ja, ist zutreffend.
Ich meine Einstein war's gewesen und seine Worte waren:
"Wer behauptet die Quantenphysik verstanden zu haben, hat sich nicht intensiv mit ihr beschäftigt."
Und was er damit meinte ist nach meinem Verständnis, dass die QM mit der klassischen Logik, auf die wir in unserer Erfahrungswelt angwiesen sind um Dinge zu verstehen, nicht zu erklären ist.
Die QM ist nun einmal nicht zur Gänze kausal verstehbar, hat also nichts damit zu tun, dass wir nicht in der Lage wären zu verstehen, sondern es nichts zu verstehen gibt.
Gleichwohl gibt es aber vieles zu wissen und die QM ist eine Theorie darüber, was wir überhaupt wissen können.
Dass man nicht alles wissen kann, z.B. Ort und Impuls, ist ein Naturprinzip und keine Unzulänglichkeit.
Wenn ich also von Wissen rede, so sollte das nicht mit Verstehen oder verstanden verwechselt werden. Und wenn ich sage "alles was man wissen kann" so meine ich nicht "alles wissen".
Wir können, so Heisenberg sinngemäss, die Welt nicht objektiv beobachten, sondern immer nur eine Welt, die auf unserer Fragestellung bezogen ist, nur die Welt, wie sie mit unseren Messgeräten wechselwirkt. Deswegen, so verstehe ich Niels Bohr, muss das Messgerät klassisch beschrieben werden, um zu verstehen, was wir da eigentlich treiben und ablesen.
Ich denke man kann sagen, Wissen ist das, was die Zukunft von der Vergangenheit unterscheidet.
Die QM als experimentell am besten bestätigte Theorie besagt, dass die zukünftige Entwicklung von Zuständen nicht voll determiniert bestimmt ist. Es lassen sich nur Tendenzen, Wahrscheinlichkeiten voraussagen. Mathematisch beschrieben durch die Schrödingergleichung und von Max Born als Wahrscheinlichkeitswelle Interpretiert.
Zukunft heißt also Potenzialität, mögliche Alternativen deren Wahrscheinlichkeit sich mathematisch berechnen lassen und sich uns z.B. als Interferenzstreifen offenbahren.
Gegenwart ist dann der Akt (und ich sage bewußt nicht Zeitspanne) der Wechselwirkung, man sagt auch bildlich "Wellenkollaps", besser finde ich: Aus den Alternativen wird eine zum Faktum und kann dann klassisch beschrieben werden.
Womit wir auch schon bei der Vergangenheit wären. Sie stellt Fakten dar, von ihr gibt es Dokumente, alles ist bestimmt, alles irreversibel. Der Zeitpunkt, wann ein Atomkern ein Alphateilchen aussendete, steht in der Vergangenheit fest. In der Zukunft gibt es dafür nur mögliche Zeitpunkte.
Der Sinn, über die Existenz von Vergangenheit und Zukunft zu diskurieren, erschließt sich mir dabei nicht.
mfg okotombrok
PS
Wer verstanden hat, dass die Quantenmechanik nicht zu verstehen ist, der hat sie verstanden.
"Der Kopf ist rund, damit die Gedanken die Richtung wechseln können"
(Francis Picabia)