Der Begriff nichts ist somit "nur" ein Wert auf einer Zahlenreihe zwischen 0 und Unendlich. genau genommen ist er der unterste Wert, unterhalb dessen es keine (realen) Werte gibt. es gibt unendlich viele Möglichekeiten für den Wert etwas, aber nur einen Wert für den Begriff nichts
Der Begriff nichts hat dabei die gleiche Mächtigkeit wie alle anderen Werte.
Hallo Hans-m,
meine Meinung:
Es gibt unendlich viele Möglichkeiten für den Wert etwas, aber nur
keinen Wert für den Begriff nichts. Der Begriff nichts
hat überhaupt keine Mächtigkeit. Es ist ein leerer Begriff.
Man kann nur
etwas mit
etwas erklären, aber
nichts kann man nicht mit
etwas erklären. Alle deine Beispiele liefern keine saubere Definition des Begriffs nichts. Versuche doch eine akzeptable Definition des Begriffs nichts. Dann wirst du merken, dass das nicht geht. Das
nichts ist eben nicht das Gegenteil von
etwas.
M.f.G. Eugen Bauhof
Hi, Eugen!
Zunächst denke ich, dass weder du noch Gebhard und Hans Recht haben, „nichts“ ist nicht das Gegenteil von „etwas“, sondern das Gegenteil von "ist", also eigentlich "ist" - "ist nicht".
Es wird übersehen, dass „nichts“ nicht dasselbe ist wie „das Nichts“, und um „das Nichts“ geht es, (siehe meine Beiträge und den Ausgangsbeitrag von Stueps -
Beitrag Nr. 1149-1 - , es ging ihm um die Frage, ob es ein „Feld“ dergestalt gäbe, dass es das „Sein“ sozusagen konstituiert und zu dem als Komplement das „Nichts“ gehört. Also das „Nichts“ ist notwendig vorhanden, um das „Sein“ möglich zu machen; ich hoffe, ich interpretiere ihn richtig).
Das umgangssprachliche „dort ist nichts“, oder „im Tank ist nichts“, bedeutet die Abwesenheit von bestimmten, erwarteten Objekten, es bedeutet aber nicht, dass „dort“ oder „im Tank“ tatsächlich nichts ist, und schon gar nicht, dass dort „das Nichts“ ist, denn an dem Ort, an dem „nichts ist“, finden wir vielleicht das Buch nicht, das wir auf dem Regal gesucht haben, aber es ist mit Sicherheit irgendetwas dort, der Ort auf dem Regal existiert, selbst wenn der Platz leer ist, und im Tank ist z. B. immer noch Luft. Kurz: in diesem Sinne bedeutet „nichts“ die Abwesenheit von etwas in einer physikalischen Welt, es setzt die Existenz der Welt voraus.
Das Problem ergibt sich zum einen, weil die Negation des Vorhandenseins bestimmter (und bestimmbarer) Objekte, also „nichts“, der Negation des „Seins“ in seiner Gesamtheit, also „dem Nichts“ gleichgesetzt wird. Es ist aber ein Widerspruch, dem „Nichts“ die Eigenschaft des „Seins“ beizulegen, nur „nichts“, also das Nicht-Vorhandensein von Objekten in einer existenten Welt, kann mit einem „es ist nicht“ charakterisiert werden.
Und zum anderen ergibt sich das Problem, weil der Begriff „Nichts“ synonym mit „es gibt ein Nichts“ verwendet wird. „Es gibt ein Nichts“ ist aber – ontologisch, also auf das „Sein an sich“ bezogen - ein Widerspruch (siehe oben).
Und ein Drittes: Die Verwendung des reinen Begriffes erzeugt noch keine physikalische Wirklichkeit, aber das „Nichts“ geht über Begriffe wie „Wolpertinger“ und „Einhörner“ hinaus, weil diese Gedankengebilde immerhin noch gedacht werden können, das „Nichts“ kann nicht einmal gedacht werden, es sei denn als reiner Begriff, „das Nichts“ ist reine Semantik. (Womit ich im Übrigen Stueps` These widerspreche!)
Herr Oberlehrer
Die Wolken ziehen hin. Sie ziehen auch wieder her.
Der Mensch lebt einmal. Dann nicht mehr.
(Donald Duck)
Bearbeitet von Henry am 14.06.2013 um 10:55 Uhr.