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Existenz

Thema erstellt von Stueps 
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Beiträge: 1.383, Mitglied seit 11 Jahren
Branworld1 schrieb in Beitrag Nr. 1149-78:
Helau...

Mit vier Frauen im Haus wird man regelrecht zur Nichtexistenz ignoriert.. 8-) Zufall oder nicht.. Am Monatsanfang werde ich dann wieder mit einbezogen..
Ich merke dieses wenn es heist " .. du Schatz wir brauchen.." oder "Papa kaufst du mir.."

Exrapoliere: Schwiegermutter, Gattin und zwei Töchter. Wenn ja, dann kenne ich einen Leidengenossen vor Dir.
Der hat den Archetypus Frau generationsübergreifend im Blick und meinte einmal:
Bei der Entwicklung einer Frau gibt 3 Phasen:
Zuerst kommt die Pink-Phase,
dann die Pferde-Phase
und dann wollen sie nur noch DEIN GELD,

Das ist eindeutig ein Spannungsfeld der Existenz!
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Ich bin begeistert!
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Henry schrieb in Beitrag Nr. 1149-86:
Wenn ich einem Objekt nichts hinzufüge, so scheint es immer noch die Qualität von „etwas“ zu haben, das ich einem Objekt hinzufüge, weil wir dem Nichts zubilligen, hinzugefügt werden zu können, aber das Nichts kann nicht hinzugefügt werden, das Nichts ist kein Objekt, das handhabbar wäre.

So muss ich mich- und dich - korrigieren, das Nichts hat nicht eine „andere Qualität“ als das „Sein“, es hat keine „Anti-Qualität“, es hat überhaupt keine Qualität, es hat gar nichts, es ist eben nichts.
Das nichts hat nicht nur keine Qualität, es hat auch keine Qantität.

Aber es kann die Qualität und Quantität eines Objekts verändern. Ein Auto mit nichts im Tank ist quasi wertlos und ein Flugzeug mit nichts im Tank, oder nichts unter den Tragflächen(nichtmal Luft), kann die Quantität deiner Lebenserwartung drastisch reduzieren und wenn du nichts zu Essen hast, dann leiden sowohl Qualität als auch Qantität deiner Lebenserwartung.

es gibt sogar eine Steigerung des nichts, denn selbst wenn man das nichts nicht mehr besitzt.

Wenn Du z.B tot bist, was fühlst/siehst etc. du dann ?
Man könnte sagen man fühlt dann nichts, aber selbst das nichts fühlt man nicht weil man nicht mehr existiert.
oder denkt man an den Urknall, dann war vorher selbst das nichts nicht existent.
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Wer jung ist, meint, er müsste die Welt retten :smiley8:
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:smiley3:
Beitrag zuletzt bearbeitet von Hans-m am 12.06.2013 um 12:28 Uhr.
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Hans-m schrieb in Beitrag Nr. 1149-88:
Aber es kann die Qualität und Quantität eines Objekts verändern. Ein Auto mit nichts im Tank ist quasi wertlos und ein Flugzeug mit nichts im Tank, oder nichts unter den Tragflächen(nichtmal Luft), kann die Quantität deiner Lebenserwartung drastisch reduzieren und wenn du nichts zu Essen hast, dann leiden sowohl Qualität als auch Qantität deiner Lebenserwartung.

es gibt sogar eine Steigerung des nichts, denn selbst wenn man das nichts nicht mehr besitzt.

Wenn Du z.B tot bist, was fühlst/siehst etc. du dann ?
Man könnte sagen man fühlt dann nichts, aber selbst das nichts fühlt man nicht weil man nicht mehr existiert.
oder denkt man an den Urknall, dann war vorher selbst das nichts nicht existent.

Das "Nichts" verändert auch nichts, da es nicht existent ist. Du verwechselst die Begriffe: Dem existenziellen "Sein" steht nicht ein existentielles "Nichts" gegenüber, weil ein "existenzielles Nichts" ein Widerspruch wäre, es gibt "Das Nichts" im existenziellen Sinne nicht. Ein Tank kann zwar leer sein, aber das bedeutet nicht, das er "Nichts" enthielte, denn "Leere" so verstanden ist nur die Abwesenheit von Materie, ein leerer Raum ist immer noch als Raum vorhanden und nicht "nichts".
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Die Wolken ziehen hin. Sie ziehen auch wieder her.
Der Mensch lebt einmal. Dann nicht mehr.

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Henry schrieb in Beitrag Nr. 1149-89:
Das "Nichts" verändert auch nichts, da es nicht existent ist. Du verwechselst die Begriffe: Dem existenziellen "Sein" steht nicht ein existentielles "Nichts" gegenüber, weil ein "existenzielles Nichts" ein Widerspruch wäre, es gibt "Das Nichts" im existenziellen Sinne nicht. Ein Tank kann zwar leer sein, aber das bedeutet nicht, das er "Nichts" enthielte, denn "Leere" so verstanden ist nur die Abwesenheit von Materie, ein leerer Raum ist immer noch als Raum vorhanden und nicht "nichts".

Es kommt immer darauf an worauf du das nichts beziehst.

Zitat:
ein leerer Raum ist immer noch als Raum vorhanden und nicht "nichts"
hier gebe ich Dir Recht. bei der Betrachtung kommt es darauf an, ob du den Raum als solches meinst, oder den Inhalt des Raums.
der Raum definiert ein 3-dimensionales Konstrukt, das Länge/Höhe/Breite hat. der Inhalt des Raums kann aber Materie sein, oder, wenn jedliche Materie fehlt dann ist nichts darin.
Ich kann im Universum einen Raum definieren, der aber trotzdem nichts enthält (Vakuumfluktuationen etc. denken wir uns mal weg)

Nichts ist immer dann, oder besser dort zu finden, wo alles fehlt. wenn alles fehlt, dann bleibt nichts übrig.

Mathematisch könnte man sagen: Der Begriff nichts entspricht dem wert 0

wobei in der Mathematik auch Werte unter null zulässig sind.

wenn ich nichts auf dem Konto habe und gebe 100€ aus, so habe ich 100€ Schulden, also quasi 100€ weniger als nichts.
Ich muss wieder 100€ einzahlen, damit ich nichts auf dem Konto habe.

wenn ich aus einem vollen 10 L Eimer 12 Liter entnehme, dann muss ich wieder 2 Liter auffüllen, damit nichts drin ist.

Wenn das mit dem Konto noch einleuchtet, so ist das mit dem Eimer nur ein Gedankenkonstrukt, dass in der realen Welt nicht möglich ist.

nichts ist der absolute Grenzwert einer Menge, weniger geht nicht. ich kann immer nur soviel entnehmen, bis nichts mehr da ist.

nichts ist das Fehlen von allem
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Beitrag zuletzt bearbeitet von Hans-m am 12.06.2013 um 15:32 Uhr.
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Hans-m schrieb in Beitrag Nr. 1149-90:
nichts ist das Fehlen von allem

Hans, da die Diskussion beginnt, sich im Kreis zu drehen und das zu nichts :joker: führt, lasse ich alles Weitere auf sich beruhen.
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Henry schrieb in Beitrag Nr. 1149-91:
Hans-m schrieb in Beitrag Nr. 1149-90:
nichts ist das Fehlen von allem

Hans, da die Diskussion beginnt, sich im Kreis zu drehen und das zu nichts :joker: führt, lasse ich alles Weitere auf sich beruhen.

Henry, ich weiss nicht, wo Du das Problem siehst.
nichts kann man gleichsetzen mit Nichtexistenz
wo nichts ist, da existiert nichts.
Das Gegenteil von nichts wäre etwas
Dort, wo mehr ist als nichts, da ist etwas, man könnte auch sagen, dort existiert etwas.
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Hans-m schrieb in Beitrag Nr. 1149-92:
Das Gegenteil von nichts wäre etwas

Hallo Hans-m,

1. Möglicherweise. Aber was wäre dann das Gegenteil von etwas?
2. Existiert dieses Gegenteil von etwas?
3. Wie würdest du die Existenz vom Gegenteil des etwas beschreiben?

M.f.G. Eugen Bauhof
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Der Kluge lernt aus allem und von jedem,
der Normale aus seinen Erfahrungen,
und der Dumme weiß alles besser.
Sokrates.
Beitrag zuletzt bearbeitet von Bauhof am 13.06.2013 um 13:23 Uhr.
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Bauhof schrieb in Beitrag Nr. 1149-93:
Hans-m schrieb in Beitrag Nr. 1149-92:
Das Gegenteil von nichts wäre etwas

Hallo Hans-m,

1. Möglicherweise. Aber was wäre dann das Gegenteil von etwas?
2. Existiert dieses Gegenteil von etwas?
3. Wie würdest du die Existenz vom Gegenteil des etwas beschreiben?

M.f.G. Eugen Bauhof

Stelle dir eine grosse Kiste vor, (kann auch eine kleine Kiste sein)
Nun schau in diese Kiste hinein.
was siehst Du? entweder du siehst nichts, wenn die kiste leer ist.
wenn du aber etwas in der Kiste siehst, dann kannst Du nicht sagen, es ist nichts drin.
egal was es ist, ob ein Buch, ein Auto, oder ein Sack Kartoffeln. es ist etwas in der Kiste.
man kann auch sagen etwas > nichts (etwas ist grösser als nichts)
Mathematisch betrachtet könnte man sagen: nichts = 0 , etwas > 0

etwas kann fast null sein, oder auch gegen null, aber nie null,

wenn Du etwas nicht besitzt, dann könntest du trotzdem etwas anderes besitzen, aber du besitzt etwas.
und so lange du (irgend-)etwas besitzt, kannst du nicht sagen, dass du nichts besitzt.

Genau genommen ist etwas mehr als nichts, aber ob man von Gegenteil sprechen kann darüber bin ich mir nun nicht mehr sicher.
(Danke Eugen, du hast mich dazu gebracht, meine Meinung zu überdenken.)
5 oder 1 oder 125 ist ja schliesslich nicht das Gegenteil von 0

Fakt ist nur, dass sich nichts und etwas gegenseitig ausschliessen.
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Hans-m schrieb in Beitrag Nr. 1149-94:
Genau genommen ist etwas mehr als nichts, aber ob man von Gegenteil sprechen kann darüber bin ich mir nun nicht mehr sicher.(Danke Eugen, du hast mich dazu gebracht, meine Meinung zu überdenken.)

Hallo Hans-m,

ja, das ist m.E. bereits ein kleiner Erkenntnis-Fortschritt. Der "springende Punkt" ist, dass es überhaupt kein Gegenteil von etwas gibt. Da liegt der Hund begraben oder auch das ist des Pudels Kern. Demzufolge können sich etwas und das fragliche Gegenteil davon auch nicht gegenseitig ausschließen.

M.f.G. Eugen bauhof
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Beitrag zuletzt bearbeitet von Bauhof am 13.06.2013 um 15:22 Uhr.
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Bauhof schrieb in Beitrag Nr. 1149-95:
Der "springende Punkt" ist, dass es überhaupt kein Gegenteil von etwas gibt.
.
.
Da Demzufolge können sich etwas und das fragliche Gegenteil davon auch nicht gegenseitig ausschließen.

M.f.G. Eugen bauhof
genau genommen können sich alle Werte gegenseitig ausschliessen.
hier kommen wir zu Definition wahr oder falsch
entweder ich habe 3 Kinder oder ich habe 5 Kinder, aber wenn ich 5 Kinder habe dann ist die Aussage 3 Kinder falsch und umgekehrt.

entweder ich habe 3,25€ im Portemoney oder es sind 2,41€ aber nur eine Aussage ist die Wahrheit, alle anderen Aussagen sind dann falsch.

Der Begriff nichts ist somit "nur" ein Wert auf einer Zahlenreihe zwischen 0 und Unendlich. genau genommen ist er der unterste Wert, unterhalb dessen es keine (realen) Werte gibt. es gibt unendlich viele Möglichekeiten für den Wert etwas, aber nur einen Wert für den Begriff nichts

Der Begriff nichts hat dabei die gleiche Mächtigkeit wie alle anderen Werte.
ich kann nichts im Portemoney haben, ich kann aber auch 5,72€ oder 4,22€ besitzen, aber nur eine Aussage nichts oder 5,72€ oder 4,22€ ist wahr, und die anderen demzufolge falsch.
Eine wahre Aussage schliesst somit unendlich viele falsche Aussagen aus.
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Hans-m schrieb in Beitrag Nr. 1149-96:
Der Begriff nichts ist somit "nur" ein Wert auf einer Zahlenreihe zwischen 0 und Unendlich. genau genommen ist er der unterste Wert, unterhalb dessen es keine (realen) Werte gibt. es gibt unendlich viele Möglichekeiten für den Wert etwas, aber nur einen Wert für den Begriff nichts

Der Begriff nichts hat dabei die gleiche Mächtigkeit wie alle anderen Werte.

Hallo Hans-m,

meine Meinung:
Es gibt unendlich viele Möglichkeiten für den Wert etwas, aber nur keinen Wert für den Begriff nichts. Der Begriff nichts hat überhaupt keine Mächtigkeit. Es ist ein leerer Begriff.

Man kann nur etwas mit etwas erklären, aber nichts kann man nicht mit etwas erklären. Alle deine Beispiele liefern keine saubere Definition des Begriffs nichts. Versuche doch eine akzeptable Definition des Begriffs nichts. Dann wirst du merken, dass das nicht geht. Das nichts ist eben nicht das Gegenteil von etwas.

M.f.G. Eugen Bauhof
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Beitrag zuletzt bearbeitet von Bauhof am 13.06.2013 um 18:44 Uhr.
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Bauhof schrieb in Beitrag Nr. 1149-97:
 
Man kann nur etwas mit etwas erklären, aber nichts kann man nicht mit etwas erklären. Alle deine Beispiele liefern keine saubere Definition des Begriffs nichts. Versuche doch eine akzeptable Definition des Begriffs nichts. Dann wirst du merken, dass das nicht geht. Das nichts ist eben nicht das Gegenteil von etwas.


Das sehe ich anders:

Keiner der beiden Begriffe etwas bzw. nichts wird durch irgend eine formale Theorie definiert (sicher nicht durch die Mathematik).

Man kann diese Begriffe deswegen nur rein umgangssprachlich definiert sehen — womit dann aber tatsächlich
  • nichts das Gegenteil von etwas ist und
  • etwas das Gegenteil von nichts.

Und das Nichts (als Hauptwort) bezeichnet einfach die Abwesenheit von etwas.

 
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Bauhof schrieb in Beitrag Nr. 1149-97:
Versuche doch eine akzeptable Definition des Begriffs nichts. Dann wirst du merken, dass das nicht geht. Das nichts ist eben nicht das Gegenteil von etwas.

nichts ist dort, wo alles fehlt.
wenn ich alles habe, so fehlt nichts
wenn ich etwas habe, dann habe ich mehr als nichts, aber nicht alles

nichts ist der "Nullpunkt" einer Skala, dessen anderes Ende bei alles liegt.

zwischen nichts und alles befinden sich unendlich viele etwas
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Bauhof schrieb in Beitrag Nr. 1149-97:
Hans-m schrieb in Beitrag Nr. 1149-96:
Der Begriff nichts ist somit "nur" ein Wert auf einer Zahlenreihe zwischen 0 und Unendlich. genau genommen ist er der unterste Wert, unterhalb dessen es keine (realen) Werte gibt. es gibt unendlich viele Möglichekeiten für den Wert etwas, aber nur einen Wert für den Begriff nichts

Der Begriff nichts hat dabei die gleiche Mächtigkeit wie alle anderen Werte.

Hallo Hans-m,

meine Meinung:
Es gibt unendlich viele Möglichkeiten für den Wert etwas, aber nur keinen Wert für den Begriff nichts. Der Begriff nichts hat überhaupt keine Mächtigkeit. Es ist ein leerer Begriff.

Man kann nur etwas mit etwas erklären, aber nichts kann man nicht mit etwas erklären. Alle deine Beispiele liefern keine saubere Definition des Begriffs nichts. Versuche doch eine akzeptable Definition des Begriffs nichts. Dann wirst du merken, dass das nicht geht. Das nichts ist eben nicht das Gegenteil von etwas.

M.f.G. Eugen Bauhof

Hi, Eugen!

Zunächst denke ich, dass weder du noch Gebhard und Hans Recht haben, „nichts“ ist nicht das Gegenteil von „etwas“, sondern das Gegenteil von "ist", also eigentlich "ist" - "ist nicht".

Es wird übersehen, dass „nichts“ nicht dasselbe ist wie „das Nichts“, und um „das Nichts“ geht es, (siehe meine Beiträge und den Ausgangsbeitrag von Stueps - Beitrag Nr. 1149-1 - , es ging ihm um die Frage, ob es ein „Feld“ dergestalt gäbe, dass es das „Sein“ sozusagen konstituiert und zu dem als Komplement das „Nichts“ gehört. Also das „Nichts“ ist notwendig vorhanden, um das „Sein“ möglich zu machen; ich hoffe, ich interpretiere ihn richtig).

Das umgangssprachliche „dort ist nichts“, oder „im Tank ist nichts“, bedeutet die Abwesenheit von bestimmten, erwarteten Objekten, es bedeutet aber nicht, dass „dort“ oder „im Tank“ tatsächlich nichts ist, und schon gar nicht, dass dort „das Nichts“ ist, denn an dem Ort, an dem „nichts ist“, finden wir vielleicht das Buch nicht, das wir auf dem Regal gesucht haben, aber es ist mit Sicherheit irgendetwas dort, der Ort auf dem Regal existiert, selbst wenn der Platz leer ist, und im Tank ist z. B. immer noch Luft. Kurz: in diesem Sinne bedeutet „nichts“ die Abwesenheit von etwas in einer physikalischen Welt, es setzt die Existenz der Welt voraus.

Das Problem ergibt sich zum einen, weil die Negation des Vorhandenseins bestimmter (und bestimmbarer) Objekte, also „nichts“, der Negation des „Seins“ in seiner Gesamtheit, also „dem Nichts“ gleichgesetzt wird. Es ist aber ein Widerspruch, dem „Nichts“ die Eigenschaft des „Seins“ beizulegen, nur „nichts“, also das Nicht-Vorhandensein von Objekten in einer existenten Welt, kann mit einem „es ist nicht“ charakterisiert werden.

Und zum anderen ergibt sich das Problem, weil der Begriff „Nichts“ synonym mit „es gibt ein Nichts“ verwendet wird. „Es gibt ein Nichts“ ist aber – ontologisch, also auf das „Sein an sich“ bezogen - ein Widerspruch (siehe oben).

Und ein Drittes: Die Verwendung des reinen Begriffes erzeugt noch keine physikalische Wirklichkeit, aber das „Nichts“ geht über Begriffe wie „Wolpertinger“ und „Einhörner“ hinaus, weil diese Gedankengebilde immerhin noch gedacht werden können, das „Nichts“ kann nicht einmal gedacht werden, es sei denn als reiner Begriff, „das Nichts“ ist reine Semantik. (Womit ich im Übrigen Stueps` These widerspreche!)
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Beitrag zuletzt bearbeitet von Henry am 14.06.2013 um 10:55 Uhr.
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Hans-m schrieb in Beitrag Nr. 1149-99:
Bauhof schrieb in Beitrag Nr. 1149-97:
Versuche doch eine akzeptable Definition des Begriffs nichts. Dann wirst du merken, dass das nicht geht. Das nichts ist eben nicht das Gegenteil von etwas.

nichts ist dort, wo alles fehlt.
wenn ich alles habe, so fehlt nichts
wenn ich etwas habe, dann habe ich mehr als nichts, aber nicht alles

nichts ist der "Nullpunkt" einer Skala, dessen anderes Ende bei alles liegt.

zwischen nichts und alles befinden sich unendlich viele etwas

DAS, Hans, ist logisch nicht korrekt! "nichts" ist NICHT das Gegenteil von "allem", sondern das Gegenteil von "ist", das Gegenteil von "allem" ist "etwas". Korrekt müsst es heißen: "ist" oder "ist nicht".
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Henry schrieb in Beitrag Nr. 1149-100:
Zunächst denke ich, dass Gebhard und Hans Recht haben, „nichts“ ist das Gegenteil von „etwas“.

Hallo Henry,

dann lautet also deine Definition des "nichts" wie folgt: nichts ist das Gegenteil von etwas.

Richtig?

M.f.G. Eugen Bauhof
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Bauhof schrieb in Beitrag Nr. 1149-102:
Henry schrieb in Beitrag Nr. 1149-100:
Zunächst denke ich, dass Gebhard und Hans Recht haben, „nichts“ ist das Gegenteil von „etwas“.

Hallo Henry,

dann lautet also deine Definition des "nichts" wie folgt: nichts ist das Gegenteil von etwas.

Richtig?

M.f.G. Eugen Bauhof

Nein, nein, ich will sagen, dass "nichts" nicht über ein Gegenteil definiert werden kann, sondern nur "ist nicht" im Gegensatz zu "ist", das Verb ist doch entscheidend. Wovon ist denn z. B. "grün" das Gegenteil? Wir können nur sagen, etwas "ist grün" oder es "ist nicht grün". Es geht doch gar nicht um "nichts", sondern um "sein". Und der ursprüngliche Beitrag bezog sich nicht auf "nicht", sondern auf "(das) Nichts". (Sorry, du hast meine korrigierte Fassung nicht gelesen, ich wollte eigentlich etwas anderes schreiben, hab das dann übernommen, mein Fehler!).
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Henry schrieb in Beitrag Nr. 1149-100:
 
Es wird übersehen, dass nichts nicht dasselbe ist wie das Nichts, und um das Nichts geht es, ...

Das umgangssprachliche "dort ist nichts", oder "im Tank ist nichts", bedeutet die Abwesenheit von bestimmten, erwarteten Objekten, es bedeutet aber nicht, dass dort ... tatsächlich nichts ist, und schon gar nicht, dass dort das Nichts ist, denn an dem Ort, an dem "nichts ist", finden wir vielleicht das Buch nicht, das wir auf dem Regal gesucht haben, aber es ist mit Sicherheit irgendetwas dort, der Ort auf dem Regal existiert, selbst wenn der Platz leer ist, und im Tank ist z. B. immer noch Luft.

Kurz: in diesem Sinne bedeutet nichts die Abwesenheit von etwas in einer physikalischen Welt, es setzt die Existenz der Welt voraus.
 


Hallo Eugen,

zunächst mal sei festgestellt:

Was Hans-m in Beitrag 1149-99 als Definition der Begriffe nichts, etwas und alles gibt, scheint mir perfekt: Man kann es nicht besser sagen.


Dass nichts einerseits und das Nichts andererseits keineswegs dasselbe sind (wie Henry sagt), finde auch ich.

Sein letzter Satz (im Zitat oben) scheint mir (als Definition) voll kompatibel mit meiner letzten Aussage in Beitrag 1149-98 (die das Nichts zu definieren sucht).

Soweit also scheinen wir uns schon einig zu sein.


Dennoch finde ich, dass das Nichts (als das, was wir damit meinen) so nur unvollkommen definiert ist und eine wirklich vollkommene Definition wohl gar nicht existiert. Ein Grund hierfür mag sein:


Das absolute Nichts entzieht sich unserer Denkwelt,

denn auch sie existiert dort ja nicht.


Gruß, grtgrt
 
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Das Problem ist, dass der Begriff nichts umgangssprachlich zu viele Bedeutungen hat.
Wir müssen aber zwischen nicht und nichts unterscheiden.
nicht bedeute eine Negation. etwas ist. oder etwas ist nicht
Dies ist gültig bei der binären Betrachtung wahr oder unwahr..

Denke ich aber an eine analoge Menge, die einen beliebigen Wert annehmen kann, also n verscheidene Werte, dann definiert der Begriff nichts die Menge null.

Bauhof schrieb in Beitrag Nr. 1149-102:
dann lautet also deine Definition des "nichts" wie folgt: nichts ist das Gegenteil von etwas.
nichts ist nicht das Gegenteil von etwas, sondern weiniger als etwas,
so wie Null auch nicht das Gegenteil von 5 oder von 123 ist.



Ich muss auch nicht ein bestimmtes Objekt erwarten
Hans-m schrieb in Beitrag Nr. 1149-94:
Stelle dir eine grosse Kiste vor, (kann auch eine kleine Kiste sein)
Nun schau in diese Kiste hinein.
was siehst Du? entweder du siehst nichts, wenn die kiste leer ist.
wenn du aber etwas in der Kiste siehst, dann kannst Du nicht sagen, es ist nichts drin.
egal was es ist, ob ein Buch, ein Auto, oder ein Sack Kartoffeln. es ist etwas in der Kiste.
egal ob in der Kiste ein einziges Atom oder ein ganzes Sonnensystem ist, es ist etwas in der Kiste.
sobald ich etwas in der Kiste finde ist die Aussage nichts nicht mehr gültig.

Grtgrt schrieb in Beitrag Nr. 1149-104:
Dennoch finde ich, dass das Nichts (als das, was wir damit meinen) so nur unvollkommen definiert ist und eine wirklich vollkommene Definition wohl gar nicht existiert.;
denk Dir einfach alles weg und es bleibt nichts übrig.
im Zustand des Nichts ist nichts vorhanden.
Signatur:
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Beitrag zuletzt bearbeitet von Hans-m am 14.06.2013 um 12:45 Uhr.
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Stueps schrieb in Beitrag Nr. 1149-1:
 
Hiermit postuliere ich etwas völlig Neues, nämlich ein "Existenzfeld".

Es hat folgende Eigenschaften: Es ist in sich geschlossen, und impliziert sich somit auch selbst (es hat schließlich diese Eigenschaft). Es braucht keine Zeit und keinen Raum.
Da es komplementär zur Nichtexistenz steht, steht es (dann auch gezwungenermaßen "in sich") unter Spannung. Der ständig versuchte Spannungsausgleich führt dann zu Erscheinungen wie Kräften, Strings, Quarks u.s.w.

Es wird ja in der Wissenschaft oft so gehandhabt, dass Felder zur Erklärung für irgendwelche Erscheinungen postuliert werden. Also hab ich einfach mal ein Feld für die Existenz postuliert.

Ich seh grad selbst nicht mehr durch (hab ja nicht gesagt, dass es einfach ist), bin aber mal gespannt auf eure Überlegungen.
 


Hallo Stueps,

die Physik versteht unter einem Feld eine Funktion, die jedem Punkt im Raum (oder gar jedem Punkt der Raumzeit) etwas zuordnet, das man als Wert einer bestimmten physikalischen Größe in diesem Punkt zu sehen hat. Dieser Wert kann ein Skalar sein oder ein Vektor, womit er dann selbst ein- oder mehrdimensional ist.

Das bedeutet:
  • Der Begriff Feld ist ohne einen als existent angenommenen Raum gar nicht denkbar.
  • Ein über einem Raum R definiertes Feld F erweitert den Raum um ebensoviele Dimensionen, wie die Werte des Feldes haben.
    Mit anderen Worten: Ein Feld ist etwas, das einen existierenden Raum um wenigstens eine Dimension erweitert. Sind n und m die Dimensionen von R einerseits und der potentiellen Bildmenge F(R) andererseits, bilden R + F eine n+m-dimensionale Fläche im erweiterten Raum.
    Ist F konstant Null, so ist R + F der absolut leere Raum R (hinsichtlich dessen, was F zu messen da ist).

Solltest Du jetzt auf die Idee kommen zu glauben, man könne das Nichts als einen 0-dimensionalen Raum R sehen, so wäre auch das nicht richtig: Ein Raum ohne Dimensionen ist immer noch ein Punkt, und der ist mehr als nichts.

Gruß, grtgrt
 
Beitrag zuletzt bearbeitet von Grtgrt am 14.06.2013 um 13:03 Uhr.
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