Hallo Claus,
Heißt das: Zuerst nur gedanklich, aber dann materielle Wirklichkeit?
"Gedanklich" ist vielleicht ein irreführendes Wort in diesem Zusammenhang. Vielleicht trifft es das profane "nichtmaterielle Wirklichkeit" besser. So ausgedrückt ist meine Vermutung: ja, zuerst nichtmateriell, dann materiell. Dann ist vielleicht unsere Wahrnehmung der materiellen Wirklichkeit nur unseren kognitiven und sinnlichen Beschränkungen geschuldet. Vielleicht ist es hier dann eher hinderlich, dass wir eine "feste Realität" ganz klar wahrnehmen. Vielleicht sind die Grenzen eher fließend, oder streng formuliert (wie ich es favorisieren möchte) gar nicht vorhanden. Wir erleben sinnlich und kognitiv nur ein paar Auswirkungen der Realität, nur eine sehr kleine "Spitze des Eisberges" halt.
In diesem Fall bräuchtest du wieder eine Ursache...
Wenn man die eher hinderlichen Sinne durch sich entwickelnde Kognition überwinden könnte, bräuchte man vielleicht keine Ursache mehr. Grundregeln herrschen ohne Ursache, sie ergeben sich aus sich selbst heraus, brauchen keine Zeit und keinen Raum, unsere Raumzeit wäre dann vielmehr ein Konsequenz aus diesen Regeln. Büdde frage mich nicht, was diese Grundregeln sind, könnte ich dies beantworten, würde ich schon mal eine Woche Urlaub in Stockholm buchen.
Wenn du es azeitlich meinst, also sowohl nur gedanklich (d.h.m.E. immateriell) als auch materielle Wirklichkeit wäre es der Widerspruch in sich
In obigem von mir angedeuteten Sinne gäbe es keine
grundlegende Unterscheidung zwischen immateriell und materiell, diese Unterscheidung wäre nur unserer Wahrnehmung geschuldet. Wir sähen nur die
Oberfläche einer Kugel, aber nicht die
ganze Kugel. Wir könnten aber durch Experimentieren und Überlegungen darauf schließen, dass die Kugel viel mehr ist als ihre Oberfläche.
Hallo Quante,
ich freue mich immer wieder, dass du mitliest und dich wenigstens ab und zu zu Wort meldest!
„Wenn es gar nichts gäbe“ dann wäre es wahrhaft konsequent und es gäbe keinerlei Begründung für diesen Zustand. Es gäbe nicht Mal eine Ursache, denn das Nichts als (ursächlicher) Zustand beinhaltet auch keinerlei Wirkung.
Ja. Und wir können davon ausgehen, dass es eben doch etwas gibt.
Es wäre nicht Mal ein fortwährender (andauernder) Zustand, denn das Nichts ist ja in sich Zustands-los, eben selbst kein Zustand, welcher irgendwie zustande käme.
Das sehe ich auch so, und du hast das meines Erachtens konsequent zu Ende gedacht.
Zusammengefasst: „Das nichts in seinem Dasein, ist ja nicht das Dasein von nichts, sondern das Nichtsein von irgendetwas.“
Die Existenz, ist von daher die Negierung dieses Zustand des Nichts.
Das war mal grob meine verrückte Idee, und der Grund, warum ich diesen Thread angefangen habe (habe da ein "Existenzfeld" angenommen, welches Konsequenz des Nichts ist, da das Nichts sich selbst "nichtet", da es schließlich seine Eigenschaft ist. Schon damals hielt ich das für völlig bescheuert, aber immerhin für einen Ansatz, der vielleicht zu einer interessanten Diskussion führt). Mein gedankliches Bild ändert sich stetig, heute denke ich völlig anders, siehe obige Zeilen.
Für alle Leser schreibe ich es sicherheitshalber hin: Alles hier Gechriebene ist natürlich nur wilde Spekulation von mir. Aber irgendwie ahne ich, dass an meinen neueren Gedanken was dran sein könnte.
Beste Grüße
Diese Welt gibt es nur, weil es Regeln gibt.