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Zur Ontologie der modernen Physik

Thema erstellt von Okotombrok 
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Beiträge: 1.052, Mitglied seit 8 Jahren
Otto schrieb in Beitrag Nr. 2358-16:
Damit löse ich mich von der Vorstellung eines von vorn herein, grundsätzlichen und ohne Beweis existierenden Raumes.

In der Quantenphysik wird diese Gedanke ebenfalls entwickelt und ist unter dem Begriff "Quanten-Holismus" bekannt.
Gruß, Otto
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Uwebus schrieb in Beitrag Nr. 2358-47:
Hier unterscheidet sich uwebus von der zeitgenössischen Physik, die am Schöpfungsmodell creatio ex nihilo festhält. Deshalb habe ich es aufgegeben für mein Modell zu werben, Religion ist noch nie mein Fall gewesen.

nachdem Uwebus in zahlreichen Internetforen wegen Penetranz, Unbelehrbarkeit und Respektlosigkeit gesperrt wurde versucht er es noch einmal bei uns.
Obwohl er seinerzeit einen eigenen Thread zugewiesen bekommen hat müllt er nun wieder andere Threads zu um seine Privatphysik an den Mann zu bringen.

Darauf habe ich keine Lust.
Ich bin hier raus.
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Stueps (Moderator)
Beiträge: 3.382, Mitglied seit 16 Jahren
Hallo Okotombrok,

wir haben das natürlich im Blick. Solange es bei Uwebus noch halbwegs um das Thema hier geht, und er nicht wieder anfängt, seine Weltsicht als die einzige Wahrheit zu verkaufen (zugegebenermaßen ist er wieder sehr dicht davor - uns ist bewusst, dass dies seine einzige Intention ist, hier zu schreiben), werden seine Beiträge auch hier verbleiben.
Harald Denifle hat es dagegen wieder (erwartungsgemäß) übertrieben, sein letzter Beitrag wurde deshalb verschoben.


Beste Grüße
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Diese Welt gibt es nur, weil es Regeln gibt.
Beitrag zuletzt bearbeitet von Stueps am 08.01.2021 um 13:26 Uhr.
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Beiträge: 564, Mitglied seit 10 Jahren
Stueps schrieb in Beitrag Nr. 2358-64:
Hallo Okotombrok,

wir haben das natürlich im Blick. Solange es bei Uwebus noch halbwegs um das Thema hier geht, und er nicht wieder anfängt, seine Weltsicht als die einzige Wahrheit zu verkaufen (zugegebenermaßen ist er wieder sehr dicht davor - uns ist bewusst, dass dies seine einzige Intention ist, hier zu schreiben), werden seine Beiträge auch hier verbleiben.
Harald Denifle hat es dagegen wieder (erwartungsgemäß) übertrieben, sein letzter Beitrag wurde deshalb verschoben.


Beste Grüße

Ich führe doch nur empirische Beobachtungen an.

Licht wird nachweisbar mit zunehmender Entfernung einer Lichtquelle von uns rotverschoben empfangen. Damit findet eine Energieabnahme statt. Ich behaupte, daß diese Energieabnahme eine Folge einer beobachtbaren Wechselwirkung des Lichtes mit den durchquerten Gravitationsfeldern ist, da eine beobachtbare Impulsablenkung (Lichtablenkung am Sonnenrand) stattfindet. Die Physik vertritt die Auffassung, Licht verlöre keine Energie bei der Durchquerung des Vakuums, daher sei die Rotverschiebung auf eine (beschleunigte) Expansion des Universums zurückzuführen.

Nun möge mir doch ein Physiker mal technisch begründen, warum jedwede meßbare Impulsablenkung mit einer Wechselwirkung verbunden ist, beim Photon allerdings soll dies nicht der Fall sein. Es gibt keine Wechselwirkung ohne Energieaustausch, nicht für Teilchen und nicht für Wellen.

Das Expansionsmodell beruht auf einer technisch-experimentell nicht begründbaren Annahme, es ist ein Postulat ohne Möglichkeit experimenteller Überprüfung. Nun ist aber das Experiment die einzige uns Menschen zur Verfügung stehende Möglichkeit, Evidenz zu erzielen.

Folglich entzieht sich das Expansionsmodell einer experimentellen Überprüfung und gehört damit in das Fachgebiet Glauben.
Beitrag zuletzt bearbeitet von Uwebus am 08.01.2021 um 16:33 Uhr.
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Beiträge: 1.052, Mitglied seit 8 Jahren
Stueps schrieb in Beitrag Nr. 2358-64:
wir haben das natürlich im Blick.

Hallo Stueps,
mich stören noch viel mehr die Beiträge von Harald Denifle, weil sie absolut nichts mit dem Thema "Zur Ontologie der modernen Physik" zu tun haben.
Gruß, Otto
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Stueps (Moderator)
Beiträge: 3.382, Mitglied seit 16 Jahren
Hallo Uwebus,

Uwebus schrieb in Beitrag Nr. 2358-66:
Ich führe doch nur empirische Beobachtungen an.

Nein, du übst nur Kritik an bestehenden derzeit anerkannten Theorien. Was vollkommen in Ordnung ist. Was nicht in Ordnung ist:

Du tust momentan nichts anderes, und trägst damit auch nichts zum Threadthema bei. Dafür hast du deinen eigenen Thread.
Du übst diese Kritik nur, um irgendwann wieder dein Modell unterzubringen. Dies hat die Vergangenheit ausnahmslos gezeigt.

Dagegen werden wir gegebenenfalls natürlich vorgehen, wie ich dich kenne, wahrscheinlich in naher Zukunft. Unsere Toleranzgrenze ist schon äußerst hoch (du bist bei uns nicht gesperrt, damit sind wir deine Person betreffend die absolute Ausnahme in der Forenlandschaft - ausgenommen vielleicht Foren, in denen jeder seine verschwurbelten Ansichten als Fakt verkaufen darf, aber das weiß ich nicht). Falls du also so weitermachst, werden wir auch erst einmal wieder anfangen, deine Beiträge zu verschieben.

Hallo Otto,

Otto schrieb in Beitrag Nr. 2358-67:
mich stören noch viel mehr die Beiträge von Harald Denifle

ja, das kann ich sehr gut nachvollziehen. Harald Denifle, wir werden dagegen auch wieder konsequent vorgehen. Und ich persönlich werde dazu auch nichts mehr schreiben, oder hinweisen, ich werde einfach kommentarlos verschieben. Hab keine Lust, jedesmal dazu noch was zu schreiben.

Beste Grüße
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Beitrag zuletzt bearbeitet von Stueps am 08.01.2021 um 17:43 Uhr.
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Beiträge: 1.052, Mitglied seit 8 Jahren
Stueps schrieb in Beitrag Nr. 2358-68:
ich werde einfach kommentarlos verschieben.
Genau richtig!
Otto
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Stueps (Moderator)
Beiträge: 3.382, Mitglied seit 16 Jahren
Hallo Harti,

du hast zwar auf einen Beitrag von Uwebus geantwortet, der noch in diesem Thread zu finden war (also alles ok), habe aber Beitrag Nr. 2358-72 in den Thread "Die Arche von Uwebus" verschoben, da es explizit um ein Thema geht, das Uwebus schon seit Jahren am Herzen liegt. Dort könnt ihr euch zum Thema "Rotverschiebung" austauschen. Ich bitte um Verständnis, vielen Dank!
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Stueps (Moderator)
Beiträge: 3.382, Mitglied seit 16 Jahren
Hallo Okotombrok,

Okotombrok schrieb in Beitrag Nr. 2358-52:
Erst durch Emergenz kommen wir zu zuverlässigen Voraussagen mittels der Mathematik.

habe deinen Beitrag glatt übersehen.

Wir wollen zuverlässige Voraussagen.
Dies geht nur über glatte Regeln.

Erst über Regeln kommen wir zu einem konsisteten Bild.

Erst Regeln erlauben uns, über Regeln nachzudenken.

Beste Grüße
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Mit Regeln kann man bestenfalls volkstümliches generieren – tonale Kinderlieder vielleicht. Für ein Nachdenken in der Metaphysik, auch in der Moderne, kann JaZZ nicht schaden. Es braucht die Offenheit für unerwartete Sprünge, den ausschließlich “glatte Regeln“, was immer das ist, zieht da augenscheinlich eine Grenze gegen das Atonale – welches natürlich ziemlich unglaublich ist.

Harald
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Es gibt nur eine Zeit - die aktive und die passive Gegenwart - und Gravitation
ist die Antwort der Gegenwart auf die Einwirkung vergangener Wichtigkeiten.
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Beiträge: 1.404, Mitglied seit 13 Jahren
Stueps schrieb in Beitrag Nr. 2358-75:
Wir wollen zuverlässige Voraussagen.

Dies geht nur über glatte Regeln.



Erst über Regeln kommen wir zu einem konsisteten Bild.



Erst Regeln erlauben uns, über Regeln nachzudenken.

der Formalismus der modernen Physik fußt auf Naturkonstanten.
Kaum eine Formel der Quantentheorie, wenn überhaupt eine, kommt ohne Naturkonstanten wie z.B. die Lichtgeschwindigkeit c oder das Wirkungsquantum h aus, andere Größen sind oft daraus abgeleitet.

Nun wurden aber die Naturkonstanten empirisch gefunden und können nicht mathematisch hergeleitet werden. Kein Mensch weiß, warum die Naturkonstanten gerade so sind wie sie sind und nicht anders.

Daraus kann abgeleitet werden, dass die Natur zuerst da war und erst durch den Menschen mittels entwickelter Mathematik, welche die Naturkonstanten in Beziehung zueinander setzt, Regeln aufgestellt wurden, die zu zuverlässigen Vorraussagen führen.
Diese treffen aber nur näherungsweise zu oder lassen gar nur Wahrscheinlichkeitsvorhersagen zu.

Es sind so gesehen nicht die mathematischen Regeln welche das Naturgeschehen bedingen, sondern die empirisch gefundenen Naturkonstanten.

Mfg okotombrok
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Beitrag zuletzt bearbeitet von Okotombrok am 18.01.2021 um 10:46 Uhr.
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Stueps (Moderator)
Beiträge: 3.382, Mitglied seit 16 Jahren
Hallo Okotombrok,

Okotombrok schrieb in Beitrag Nr. 2358-77:
Kaum eine Formel der Quantentheorie, wenn überhaupt eine, kommt ohne Naturkonstanten wie z.B. die Lichtgeschwindigkeit c oder das Wirkungsquantum h aus
Okotombrok schrieb in Beitrag Nr. 2358-77:
Nun wurden aber die Naturkonstanten empirisch gefunden und können nicht mathematisch hergeleitet werden.

ich glaube, ich verstehe noch nicht richtig, wie du obigen Beitrag meinst.
Gerade die Naturkonstanten sind nach meinem Verständnis mathematische Beziehungen par excellence. So ist z.B. die Vakuumlichtgeschwindigkeit eine unveränderliche Raum-Zeit-Beziehung (Meter pro Sekunde) zwischen sich zueinander bewegenden Körpern. Sie ist m.E. nicht anders als mathematisch zu erfassen und zu begreifen.

Hallo Otto,

deine Beiträge muss ich erst einmal verdauen. Ist ja eine geballte Ladung an (natürlich hochinteressanten) Infos.

Beste Grüße
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Beiträge: 1.404, Mitglied seit 13 Jahren
Okotombrok schrieb in Beitrag Nr. 2358-5:
Virtuelle Teilchen, Paarbildung und Vakuumfluktuation sind Begriffe, die zum Teil sehr kontrovers diskutiert (sieheWiki) werden und die im Zusammenhang mit dem Thema keine unbedeutende Rolle spielen .

Ich lasse sie hier wegen der Übersichtlichkeit ‘mal außen vor.

. . . und greife sie hier wieder auf:

Das Vakuum stellt den allergrößten Anteil des Universums dar.
Es soll erfüllt sein von Fluktuationen virtueller Teilchen.
Nach der Urknalltheorie soll alles aus dem Vakuum entstanden sein.
Es muss also ontologisch von großer Bedeutung sein.

Was versteht man in der modernen Physik unter virtuellen Teilchen?
- Zunächst erfüllen virtuelle Teilchen im Gegensatz zu realen Teilchen nicht die relavistische Energie-Impuls-Beziehung
E2 = m2c4 + p2c2
- Virtuelle Teilchen sind nicht direkt beobachtbar. Man spricht z.B. bei einem elektrischen Feld zwischen zwei geladenen Kondensatorplatten von virtuellen Photonen. Diese lassen sich nur indirekt über die Kraftwirkung des elektrischen Feldes nachweisen aber nicht direkt mit einem Geiger-Müller-Zähler. Virtuelle Teilchen des Vakuums lassen sich durch den Casimir-Effekt indirekt nachweisen.
- Durch virtuelle Teilchen wird das Vakuum in der Umgebung von der Ladung eines realen Teilchens, z.B. eines Elektrons, polarisiert und schirmt somit die Ladung des Elektrons teilweise ab - ein messbarer Effekt.
- Virtuelle Teilchen stellen bei den Feynman-Diagrammen geschlossene Linien zwischen zwei Vertices dar. Feynman-Diagramme dürfen allerdings nicht als Abbilder von irgendetwas verstanden werden, sondern stellen eine übersichtliche Darstellung von mathematisch hochkomplexen und umfangreichen Beschreibungen von Wechselwirkungen dar und sind ontologisch eher nicht von Bedeutung.

Im Universum strebt alles dem niedrigsten Energiezustand zu. Das Wasser fließt den Berg hinunter.
Es wäre unter dieser Prämisse plausibel anzunehmen, das Vakuum stelle nun den niedrigsten Energiezustand null dar und wäre als solcher absolut leer. Wir wissen aber dass das Vakuum ein Gewimmel von virtuellen, permanent entstehenden und sich wieder vernichtenden Teilchen darstellt. (nicht zu verwechseln mit Paarbildung)
Schon die Heisenberg’sche Unbestimmtheitsrelation besagte seinerzeit, dass es einen absolut definierten Zustand nicht geben könnte und somit die Vorstellung von einem Vakuum, welches überall den Energiewert null besitzt, falsch sein muss.

Nun müssten aber, um ein Minimum an Energie bzw. Nullenergie zu erreichen, alle Quantenfelder die das Vakuum durchdringen, zu jeder Zeit und an jedem Ort den Zustand null besitzen.
Teilchen entstehen nach der Quantenfeldtheorie durch Anregungen von entsprechenden Quantenfeldern. Der Zustand eines Quantenfeldes an einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit beschreibt die Qft durch Überlagerung unendlich vieler ebener Wellen. Dass alle Quantenfelder zu allen Zeiten an allen Orten den absoluten Energiewert null besitzen, ist ein äußerst unwahrscheinlicher Zustand.
Dagegen gibt es unendlich viel mehr Zustände/Möglichkeiten, Nullenergie erst im Mittel durch Fluktuationen über und unter einem Nullpunkt zu erreichen.

Der Zustand eines absolut leeren Vakuums mit Nullenergie ist also weitaus unwahrscheinlicher als ein Vakuum mit Fluktuationen, die erst im Mittel Nullenergie besitzt.
Auch scheint die Vorstellung, das Universum ist aus dem Nichts(Vakuum) entstanden nicht mehr ganz so abwegig.

Das alles erinnert mich sehr an den zweiten Hauptsatz der Thermodynamik, der Entropie.
Das Universum entwickelt sich von unwahrscheinlicheren hin zu wahrscheinlicheren Zuständen.
Um einen eindeutigen (unwahrscheinlicheren) Zustand herzustellen muss Energie aufgebracht werden; so stellt ein eindeutiger Nullenergie Zustand eine höhere Energie dar als ein gemittelter Nullzustand.

Auch im Vakuum scheint sich das Universum nicht an feste Regeln zu halten. Es ist wie beim Würfeln; statistisch gesehen müssten bei sechs Würfen alle sechs Zahlen vorkommen. Das stellt sich aber erst bei steigender Anzahl von Würfen mit steigender Genauigkeit ein.

Lässt sich unser Universum ontologisch auch so verstehen, dass vom Sein erst nach dem „Prinzip der großen Zahl“ die Rede sein kann?
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Stueps schrieb in Beitrag Nr. 2358-78:
Hallo Okotombrok,

Okotombrok schrieb in Beitrag Nr. 2358-77:
Kaum eine Formel der Quantentheorie, wenn überhaupt eine, kommt ohne Naturkonstanten wie z.B. die Lichtgeschwindigkeit c oder das Wirkungsquantum h aus
Okotombrok schrieb in Beitrag Nr. 2358-77:
Nun wurden aber die Naturkonstanten empirisch gefunden und können nicht mathematisch hergeleitet werden.

ich glaube, ich verstehe noch nicht richtig, wie du obigen Beitrag meinst.
Gerade die Naturkonstanten sind nach meinem Verständnis mathematische Beziehungen par excellence. So ist z.B. die Vakuumlichtgeschwindigkeit eine unveränderliche Raum-Zeit-Beziehung (Meter pro Sekunde) zwischen sich zueinander bewegenden Körpern. Sie ist m.E. nicht anders als mathematisch zu erfassen und zu begreifen.

Ich meinte die Beträge der Naturkonstanten. Z.B. das Planck'sche Wirkungsquantum h = 6,626 x 10-34 Js.
Warum gerade dieser Wert und nicht 3,78 x 10 -17 Js?
Das ist mathematisch nicht herleitbar sondern zunächst willkürlich angenommen und später tatsächlich gemessen worden.
Solche Konstanten stellen die Basis unserer Natur dar und nicht die Mathematik. (meine ich)

mfg okotmbrok
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Hallo Okotombrok,

Okotombrok schrieb in Beitrag Nr. 2358-80:
Ich meinte die Beträge der Naturkonstanten. Z.B. das Planck'sche Wirkungsquantum h = 6,626 x 10-34 Js.
Warum gerade dieser Wert und nicht 3,78 x 10 -17 Js?

Ja, das ist die große Frage. Vermutungen und Spekulationen gibt es ja zuhauf.

Okotombrok schrieb in Beitrag Nr. 2358-80:
Das ist mathematisch nicht herleitbar sondern zunächst willkürlich angenommen und später tatsächlich gemessen worden.

Hier stellt sich für mich die Frage: sind diese Konstanten prinzipiell nicht mathematisch herleitbar, oder aufgrund fehlendem oder uns nicht zugänglichem Wissen? Theorien wie die Stringtheorie oder die Loop-Quantengravitation - welche natürlich (wenn überhaupt) nur schwer zu bestätigen sind - könnten solche Fragen beantworten. Und das würden sie dann auf rein mathematische Weise tun.

Dein Beitrag Nr. 2358-79 ist auch wieder hochinteressant! Da stellen sich mir spontan ein paar Fragen, die ich sicherlich demnächst stellen werde.

Beste Grüße
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Hallo Okotombrok,

Okotombrok schrieb in Beitrag Nr. 2358-79:
Lässt sich unser Universum ontologisch auch so verstehen, dass vom Sein erst nach dem „Prinzip der großen Zahl“ die Rede sein kann?

Das Prinzip der großen Zahl besagt, dass die relative Häufigkeit gegen eine theoretische Wahrscheinlichkeit konvergiert.
Das gilt für probabilistische Zustandsänderungen mit Häufungen von Ereignissen, die sich lokal und zeitlich beschreiben lassen.
Das ist jedoch nicht generell so, wie die experimentelle Quantenphysik zeigt.

Gruß, Otto
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hallo Stueps und Okotombrok,

Stueps schrieb in Beitrag Nr. 2358-81:
Hier stellt sich für mich die Frage: sind diese Konstanten prinzipiell nicht mathematisch herleitbar, oder aufgrund fehlendem oder uns nicht zugänglichem Wissen?
Okotombrok schrieb in Beitrag Nr. 2358-80:
Ich meinte die Beträge der Naturkonstanten. Z.B. das Planck'sche Wirkungsquantum h = 6,626 x 10-34 Js.
Warum gerade dieser Wert und nicht 3,78 x 10 -17 Js?
Das ist mathematisch nicht herleitbar sondern zunächst willkürlich angenommen und später tatsächlich gemessen worden.
Solche Konstanten stellen die Basis unserer Natur dar und nicht die Mathematik. (meine ich)

Ich gehe davon aus, dass der Werte von Naturkonstanten einmal physikalisch tiefer begründet werden und sich die Ursachen der Werte mathematisch formulieren lassen.
Das bedeutet nicht, dass die Mathematik die Ursache von Naturkonstanten ist.

Gruß, Otto
Beitrag zuletzt bearbeitet von Otto am 19.01.2021 um 10:03 Uhr.
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Stueps (Moderator)
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Hallo Otto,

Otto schrieb in Beitrag Nr. 2358-83:
Das bedeutet nicht, dass die Mathematik die Ursache von Naturkonstanten ist.

ja, das ist ja auch nur eine Ansicht, die ich vertrete.

Hallo Okotombrok,

kannst du (und Otto und wer noch möchte) näheres zum Prinzip der großen Zahl erläutern? Also was es besagt (Otto, mir ist nicht genau klar, was mit deiner obigen Erläuterung genau gemeint ist), und welche Auswirkungen es hat? Okotombrok, gerade im Zusammenhang mit deinem Beitrag Nr. 2358-79.

Beste Grüße
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Stueps (Moderator)
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Hallo Leute,

Okotombrok schrieb in Beitrag Nr. 2358-79:
Schon die Heisenberg’sche Unbestimmtheitsrelation besagte seinerzeit, dass es einen absolut definierten Zustand nicht geben könnte und somit die Vorstellung von einem Vakuum, welches überall den Energiewert null besitzt, falsch sein muss.

Diese Unschärferelation beschäftigt mich auch schon sehr lange. Sie ist ein fundamentales Prinzip in der QM, auf sie baut sehr viel auf. Aber woher kommt diese Unschärfe? Stellt man sich diese Frage, und googelt dann, findet man genau: Nichts! So geht es mir jedenfalls. Warum ist die Welt unscharf? Heisenberg formulierte dieses Prinzip meines Wissens nach zuerst, um Experimente erklären zu können. Später stellte sich dann die fundamentale Bedeutung heraus, und dass sie eben ein fundamentales Prinzip der Welt ist. Das reicht mir aber nicht: einfach annehmen, dass es so ist und fertig.
Das erinnert mich auch an den Urknall: ich kann mich an eine Zeit erinnern, in der es verpönt war, nach der Ursache des Urknalls zu fragen. Der Konsens damals: über das Davor können wir prinzipiell nichts wissen, Raum und Zeit gab es noch nicht, also ist es unwissenschaftlich, nach der Ursache zu fragen! Die Frage an sich ergibt schon keinen Sinn. Basta!
Das hat sich zum Glück geändert, denn nicht nur ich habe mir die Frage unerlaubterweise trotzdem gestellt, sondern auch renommierte, äußerst kluge Wissenschaftler wie zum Beispiel Alan Guth.

Okotombrok schrieb in Beitrag Nr. 2358-79:
Der Zustand eines absolut leeren Vakuums mit Nullenergie ist also weitaus unwahrscheinlicher als ein Vakuum mit Fluktuationen, die erst im Mittel Nullenergie besitzt.
Auch scheint die Vorstellung, das Universum ist aus dem Nichts(Vakuum) entstanden nicht mehr ganz so abwegig.

Eben.
Wir benutzen Felder als Fundament, um Phänomene und Ursachen beschreiben zu können. Das scheint mir der richtige Schritt hin zu einer fundamentalen Theorie. Das Problem (mit dem ich so gern nerve): was bleibt Substantielles übrig, wenn wir diese Felder beschreiben wollen, oder sagen wollen, was sie sind? Zahlen, Werte und Beziehungen. Und mehr wohl nicht, oder?
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Beitrag zuletzt bearbeitet von Stueps am 19.01.2021 um 13:13 Uhr.
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Claus (Moderator)
Beiträge: 2.277, Mitglied seit 15 Jahren
Hallo Stueps,

Stueps schrieb in Beitrag Nr. 2358-85:
Aber woher kommt diese Unschärfe?

Quanten kennt man ja von Photonen. Ein Photon kommt immer als Ganzes. Halbe Photonen gibt es nicht.

Die Energie eines Photons ist E = h*f, wobei f die Frequenz des Lichtes ist. Eigentlich ist dabei h dasjenige, was die Quantelung ausmacht. Die Energie von EM-Strahlung kann also beliebig klein werden, vorausgesetzt, man verringert deren Frequenz. Ein blaues Photon hat mehr Energie als ein rotes. Jede Lichtfarbe hat also eine individuelle Minimalportion an Energie. h (also "der Quant", schlechthin) hat die Einheit Js. Also Joule (=Energie) mal Sekunde (=Zeit). In SI-Einheiten: kg*m2/s

Alle anderen Größen, die dieselbe Einheit haben, sind ebenfalls gequantelt.

Der Impuls eines bewegten Teilchens ist dessen Masse mal Geschwindigkeit, in Einheiten also kg*m/s. Das Produkt aus Impuls und Länge, auf der ein solcher Impuls übertragen wird (in Meter gemessen) hat ebenfalls die Einheit einer Wirkung: kg*m2/s.

Idealerweise positioniere ich nun ein Messinstrument irgendwo und messe, ob ein Teilchen vorbeikommt oder nicht und wenn ja, mit welchem welchem Speed. Will ich den Speed genau messen, darf die Position des Messinstruments beim Auftreffen des Teilchens möglichst nicht verrückt (nicht im Sinne von "doof" sondern im Sinne von örtlich oder impulsmäßig verändert) werden, denn wenn das Teilchen Impuls auf das Messinstrument überträgt, weiß ich ja nicht, wie schnell es vorher war.

Andererseits muss aber die Wirkung des zu bestimmenden Teilchens auf mein Messinstrument mindestens die Größe eines Quants h haben, damit ich überhaupt etwas messen kann. Kleiner geht nicht.

Um eine Wirkung von h zu erreichen, muss das Teilchen seinen (sehr kleinen) Impuls auf einer großen Länge übertragen, denn wenn man einen sehr kleinen Impuls mit einer genügend großen Länge multipliziert, erreicht man die zur Messung nötige Wirkung h. Leider kann ich dann nicht mehr genau wissen, an welcher Stelle der großen "Wirklänge" das Teilchen genau gemessen wurde.

Alternativ kann ich den Messort einschränken. Ich weiß dann ziemlich genau, wo ich das Teilchen gemessen habe, allerdings muss das Teilchen nun einen relativ hohen Impuls auf mein Messgerät übertragen, um das nötige Quant h zu erreichen, so dass ich nun nicht mehr genau weiß, wie schnell es war/ d.h. welchen Impuls es ursprünglich hatte.
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