Herzlichen Dank vorab für die beiden Links. Die werde ich mir heute Nacht mal ganz in Ruhe durchlesen.
Nun habe ich selbst weder Biologie noch Informatik studiert, aber ich habe mal zumindest ein paar Fachbücher über das menschliche Gehirn im Bücherschrank, jede Menge Bücher zu Informatik / Programmiersprachen und ich habe auch schon mit der Erstellung von komplexen Anwenderprogrammen für ein Ingenieurbüro ein paar Tausend Euro nebenbei verdient (ich programmiere eigentlich nur hobbymäßig für den Hausgebrauch).
Wenn wir uns über KI, selbstmodifizierende und -optimierende Programme unterhalten, dann sollten wir uns vielleicht zunächst erst einmal einen simplen Programmablauf anschauen, damit wir wissen, wie ein Programm generell funktioniert. Nehmen wir der Einfachheit halber einen einfachen Taschenrechner.
Der nachfolgende Programmablauf mag in der Vorweihnachtszeit lustig erscheinen, ist aber letztendlich nicht anders, als hier beschrieben.
Also, Programm wird gestartet...
Haltepunkt eins: Schaue, ob der Trottel von User eine Taste gedrückt hat
Möglichkeit 1: NEIN, noch nichts gedrückt. ===> gehe zurück zu Haltepunkt 1
Möglichkeit 2: JA, da ist etwas gedrückt worden. Weiter bei Punkt 2
Punkt 2: Schaue nach, was da gedrückt wurde.
A) War es eine Rechenoperation, dann gehe zurück zu Punkt 1, wenn noch keine Zahl eingegeben wurde, ansonsten merken!
B) Es war eine Ziffer, aber es wurde noch keine Rechenoperation gewählt ===> erstmal merken! Gehe zurück zu Punkt 1.
C) Es war das Gleichheitszeichen. Also ausrechnen...
Punkt 3: Merke die gedrückte Ziffer...
Ich erspare uns an dieser Stelle den Rest des Programmes, aber spätestens hier kann jeder, auch wenn er nicht programmieren kann, selbständig die weiteren Programmschritte erahnen.
Und jetzt möge jeder überlegen, wie und wo eine künstliche Intelligenz das Programm bereits hier schon ändern könnte...
Dabei muss man aber beachten, dass das ursprüngliche Programm ununterbrochen laufen muss, weil zu jeder Zeit eine Eingabe möglich ist!
Bei den selbstmodifizierenden Programmen braucht man also eigentlich zwei unabhängige Programme, bei denen das zweite Programm das erste überwacht und verändert. Frage: Ist das aus Sicht von Programm eins ein Lernprozess oder passiert das einfach so?
Zum Thema KI: Angst zum Beispiel verursacht bei einem Menschen einen höheren Puls (wegen Adrenalin), aber wie sollte eine KI entsprechend reagieren? Würde der Prozessor seine Taktfrequenz erhöhen? Warum?
Andere körperliche Reaktionen wären geweitete Pupillen, Schweißausbrüche, sexuelle Erregung, Müdigkeit, Mitleid, Wut usw.
Wie sollte das eine KI hinbekommen?