Buchtipps

Thema erstellt von Stueps
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Beitrag Nr. 2284-125 15.01.2024 07:45
Karl OVE KNAUSGARD schreibt in seinem Buch - DER WALD UND DER FLUSS über Anselm Kiefer und seine Kunst.

Die Leichtigkeit muss auf Widerstand stoßen, denn wenn nicht, verschwindet das, was sie mitbringt, mit dem Wind, und weil ein Künstler mehr als eine Seite der Wirklichkeit repräsentieren muss, wenn seine Kunst diesen Namen verdient haben soll. Die Leichtigkeit, das ist die Luft, das ist der Himmel, das ist die Welt der Vorstellungen, das ist die Abstraktion. Die Leichtigkeit das ist das Fließen, die Leichtigkeit, das ist der Fluss. Die Leichtigkeit kann uns überall hinbringen.

lg Harald
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Es gibt nur eine Zeit - die aktive und die passive Gegenwart - und Gravitation
ist die Antwort der Gegenwart auf die Einwirkung vergangener Wichtigkeiten.
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Beitrag Nr. 2284-126 23.02.2024 17:13
Buch von RETO U. Schneider (NZZ-Redakteur)
DIE KUNST DES KLUGEN STREITGESPRÄCHS – Ich streite nicht, ich erkläre nur, warum ich recht habe.

Drei Entchen schwimmen hintereinander im See.
Das erste Entchen sagt: "Hinter mir schwimmen zwei Entchen." Das zweite Entchen sagt:
"Vor mir schwimmt ein Entchen, und hinter mir schwimmt ein Entchen." Das dritte Entchen sagt:
"Vor mir schwimmen zwei Entchen, und hinter mir schwimmt ein Entchen."


Es wird da allgemein vermutet, dass das dritte Entchen lügt.

Da denke ich doch:
Drei Entchen schwimmen hintereinander im See der Wissenschaft.

Das dritte Entchen ist wohl ausser-sich. Eine Frage des Standpunktes. Ein Blick zurück, die Umrisse lassen ein Entchen vermuten.
Die Frage nach der genauen Lage des “Ich“. Eine moderne Wissenschaft darf/sollte rückblickend erkennen, dass eine andere Wahrheit
nicht zwingend eine Lüge sein muss.

Ein Sandkorn kann alles beinhalten.

lg Harald
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ist die Antwort der Gegenwart auf die Einwirkung vergangener Wichtigkeiten.
Bearbeitet von Harald Denifle am 23.02.2024 um 20:19 Uhr.
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Beitrag Nr. 2284-127 04.03.2024 18:09
Otto schrieb in Beitrag Nr. 2284-105:
Das Buch "Raum ist der Schatten der Zeit" (ISBN 978-3-8440-8504-4) behandelt die gleichen math. Problem wie die von Roger Penrose und Stephen Hawking vorgestellten Lösungsansätze und Theorien, jedoch mit wesentlich einfacheren mathematisch/geometrischen Mitteln.
Ich bin überrascht.
Hatte ich nicht erwartet.

Hallo alle zusammen,
Ich möchte Euch auf die Übersetzung des Buches "Raum ist der Schatten der Zeit" (ISBN 978-3-8440-8504-4) ins Englische aufmerksam machen,
ISBN 978-3-8440-9387-2, mit dem Titel "Space is the Shadow of Time".

Neu ist das Kapitel 10. Dieses Kapitel beschäftigt sich mit der unter Physikern umstrittenen Frage nach der mathematischen Beschreibung des "Jetzt".
Die Kommentare von Claus (nicht im Forum veröffentlicht) sind hier weitestgehend mit eingeflossen.

Der Shaker Verlag hat das Buch auf der Facebookseite des Verlages gelistet.
https://www.facebook.com/photo.php?fbid=85611258652...


"Gefällt mir" und möglichst viele "Likes" von Euch wären sicher nützlich für die Erhöhung des Bekanntheitsgrades des Buches.

Bei dieser Gelegenheit:
Mein Dank gilt Claus für seine uneigennützige Hilfe bei der Übersetzung wichtiger Abschnitte des Buches.

Gruß, Otto
Bearbeitet von Otto am 05.03.2024 um 09:36 Uhr.
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Stueps Moderator
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Beitrag Nr. 2284-128 15.03.2024 19:50
Otto schrieb in Beitrag Nr. 2284-127:
Ich möchte Euch auf die Übersetzung des Buches "Raum ist der Schatten der Zeit" (ISBN 978-3-8440-8504-4) ins Englische aufmerksam machen,
ISBN 978-3-8440-9387-2, mit dem Titel "Space is the Shadow of Time".

Hey Otto, hab diesbezüglich sogar saubere druckfeine Werbung per Brief vom Verlag bekommen :).

Dein Buch ist zukunftsweisend:

wichtig bei der Erkenntnis grundlegender Sachen wird immer der Perspektivwechsel bleiben. Und du gehst da radikal, konsequent und trotzdem sachlich richtig vor.

Liebe Grüße
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Diese Welt gibt es nur, weil es Regeln gibt.
Bearbeitet von Stueps am 15.03.2024 um 19:52 Uhr.
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Beitrag Nr. 2284-129 17.03.2024 06:56
Stueps schrieb in Beitrag Nr. 2284-128:
Dein Buch ist zukunftsweisend:
wichtig bei der Erkenntnis grundlegender Sachen wird immer der Perspektivwechsel bleiben. Und du gehst da radikal, konsequent und trotzdem sachlich richtig vor.

Hallo Stueps,
Vielen Dank für die Blumen!
Das ist sehr freundlich von Dir.
Gruß, Otto

P.S. Es wäre für den Verkauf des Buches werbewirksam und hilfreich wenn Du Deinen kurzen Kommentar auch bei Facebook eintragen könntest.
https://www.facebook.com/photo.php?fbid=85611258652...
Vielen Dank.
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Beitrag Nr. 2284-130 29.03.2024 11:52
Hallo Otto,

dein Buch "Raum ist der Schatten der Zeit", habe ich gelesen und kann es nur weiterempfehlen.

Der Preis sollte nicht abschrecken. Wir haben es hier mit ca. 200 Seiten geballter Physik zu tun.
Keine mehrseitigen Einleitungen, keine Geschichten am Rande, keine Anekdoten oder Geschwafel.
Andere durchaus namhafte Autoren benötigen für eine solche Fülle von Informationen locker das doppelte und mehr an Seiten.

Vorkenntnisse der Relativitätstheorien sollten vorhanden sein, Grundlagen werden nicht vermittelt und würden auch den Rahmen sprengen.
Die Relativitätstheorien werden dabei im Buch nicht infrage gestellt, sondern auf Basis deren Formalismusses alternative geometrische Darstellungen formuliert und in vielen Grafiken verdeutlicht.
Diese neuen interessanten Gesichtspunkte können durchaus zu neuen Einsichten und Vorstellungen und somit zu einem besseren Verständnis führen.
Es ist allerdings Arbeit erforderlich; man muss sich schon intensiv mit den Inhalten auseinandersetzen.
Es lohnt sich auf jeden Fall und man hat lange etwas von dem Buch.

"Raum ist der Schatten der Zeit", Michael Zech; ISBN-10 ‏ : ‎ 3844085041
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"Der Kopf ist rund, damit die Gedanken die Richtung wechseln können"
(Francis Picabia)
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Beitrag Nr. 2284-131 30.03.2024 13:03
Das Buch von Fritz Staudacher

Jost Bürgi – Kepler und der Kaiser

Text im Umschlag:
Obgleich Legastheniker, Autodidakt, Nichtlateiner und Nichtaristokrat, entwickelt sich der Bürger von Lichtensteig, Kassel und Prag am Fürstenhof zu Kassel und am Kaiserhof Rudolfs II. von Habsburg vom begnadeten Uhrmacher und Instrumentenbauer zum bedeutenden Astronomen und Mathematiker der Frühen Neuzeit und zum unübertroffenen mathematischen-technischen Renaissance-Genius.

Meine persönliche Aufweitung:
Beide:

Bürgi im Toggenburg im Sankt Gallenischen und gegenüber des treppenförmigen Rheingrabens - Rheticus in Feldkirch, der einzige Schüler von Kopernikus, die der Welt “Modernes“ aus alter Zeit …

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Bearbeitet von Harald Denifle am 30.03.2024 um 13:04 Uhr.
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Beitrag Nr. 2284-132 01.04.2024 20:40
Okotombrok schrieb in Beitrag Nr. 2284-130:
Vorkenntnisse der Relativitätstheorien sollten vorhanden sein, Grundlagen werden nicht vermittelt und würden auch den Rahmen sprengen.
Die Relativitätstheorien werden dabei im Buch nicht infrage gestellt, sondern auf Basis deren Formalismusses alternative geometrische Darstellungen formuliert und in vielen Grafiken verdeutlicht.

Hallo Okotombrok,
vielen Dank für Dein Lob.
Es ist richtig, dass ich die Relativitätstheorien nicht in Frage stelle.
Die graphische Darstellung der SRT von Claus habe ich im Detail durch Analyse der Grenzwerte geprüft. Die Darstellung als Einheitskreis ist überzeugend.
Die ART Einsteins, mit Polarkoordinaten beschrieben, habe ich so umgestellt, das die Variablen dimensionslos werden. Das führt im Kern zu einer Hyperbel und führt in dieser Vereinfachung zu alternativen und ergänzenden physikalische Interpretationen der ART.
Diese Gedanken müssen nicht richtig sein. Das macht aber nichts. Die Gedanken sind frei.
Verblüfft war ich über die Ergebnisse der Analyse einer Zeit als variable Größe. Die Zeit (nicht die Zeitdauer) als Zustandsänderung mit einem variablen Maßstab (Gummi-Lineal) zu verstehen, stammt nicht von mir, sondern von Roger Penrose. Das führt nicht nur zu einer alternativen physikalischen Erklärung der Rotverschiebung, sondern zu einem völlig neuen Denkansatz des Verständnisses von Raum und Zeit sowie elektromagnetischen Wellen.

Noch einmal vielen Dank für Deine freundlichen Worte und Deine sachlich richtige Darstellung zum Inhalt des Buches
Gruß, Otto
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Beitrag Nr. 2284-133 16.04.2024 22:42
BREATHE – Erkundung unserer atmosphärisch verflochtenen Zukunft

Herausgeber ist Klaus K. Loenhart
Univ.-Prof. Dipl.-Ing. MLA MDesS Harvard

Der Titel BREATHE erinnert ein wenig an James Nestor.

An Marcel Duchamp und an Bethan Huws – beide im “Schwarzen Quader“ des Kunstmuseums in Vaduz
aktuell zu besichtigen. Ein “Weisser KUBUS“ – im Untergrund verbunden –> Weiss auf Schwarz und ein
wenig Rot.

Harald
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Beitrag Nr. 2284-134 01.06.2024 11:49
Privacy Is Power: Why and How You Should Take Back Control of Your Data

von Philosophie-Professorin Carissa Véliz, 2022,

ist eine Erinnerung an eine nicht von Werbung dominierte Welt.
Rechtliche Grundlagen und Möglichkeiten der Privatsphäre werden erörtert.
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Ich bin begeistert!
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Beitrag Nr. 2284-135 30.06.2024 21:57
Paul Feyerabend - Historische Wurzeln moderner Probleme

Es gibt sicherlich ein besseres Wissen und ein etwas schlechteres Wissen.
Aber auch das bessere Wissen kann abgelöst werden - sollte uns allen klar sein.

Man muss sich die Sachen anschauen, der konkrete Gegentand ist entscheidend.
Das trifft auf alles zu, auf die Wissenschaften und auf alles andere.
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Beitrag Nr. 2284-136 28.10.2024 21:37
Magnetismus der Gesteine - Konzepte, geologische, und alltägliche Anwendungen
von Michael Urbat

Er schreibt:
Wenn wir über die Vergangenheit des Erdmagnetfeldes sprechen wollen, kommen wir an Geologie allerdings nicht vorbei.

Zumindest nicht an einem Blick (oder zwei Blicken) auf verschiedene Zusammenhänge in der „Arbeitsweise“ unserer Erde.
Auch solche Betrachtungen wird uns dieses Buch liefern.

Es kommt darauf an, wie genau wir hinsehen möchten.

:cool:
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Beitrag Nr. 2284-137 04.01.2026 20:18
Pax – ein (un)erfüllbarer Traum?
von Peter Cornelius Mayer-Tasch

Mediation in Kunst und Wissenschaft

Esprit de finesse/esprit de géométrie. (Plaise Pascal)

Im Kunstbereich wirkt der esprit de finesse gewiss - bis dieser durch fadenscheinige politische
Zwänge, soziale Notsituationen oder wirtschaftliche Gier in fatale Sackgassen getrieben wird.

Die Wissenschaft wird vom esprit de géométrie geprägt und in den Grenzbereichen - wo echter
Durchbruch und Fortschritt erreicht wird - von einem esprit de finesse besonderer ART geführt.

lg Harald
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Es gibt nur eine Zeit - die aktive und die passive Gegenwart - und Gravitation
ist die Antwort der Gegenwart auf die Einwirkung vergangener Wichtigkeiten.
Bearbeitet von Harald Denifle am 04.01.2026 um 20:23 Uhr.
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Beitrag Nr. 2284-138 01.04.2026 11:59
Zitat von Stueps:
Beitrag Nr. 2188-2300
Sabine Hossenfelder
hat ziemlich plausibel dargelegt, dass es mit unserem freien Willen nicht sehr weit her sein kann.

Man mag unter Buchtipps auch einmal negative Kritik äußern dürfen.
Einen Extrathread fände ich überflüssig.

Hallo zusammen,

Hossenfelder, "Mehr als nur Atome"
Sabine Hossenfelder vertritt in ihrem Buch „Mehr als nur Atome“ die Ansicht, die Zukunft sei vorherbestimmt.
Offensichtlich ist sie sehr gekränkt, dass sie in der Wissenschaftsgemeinschaft so ziemlich alleine mit ihrer Ansicht steht.
Das macht sich in ihrem Schreibstil auch bemerkbar.
Wer den klassischen Determinismus vertritt, der muss bei Zerfallsprozessen erklären, warum man nur Halbwertzeiten angeben kann.
Das würde, am Determinismus festhaltend, bedeuten, dass zum Beispiel beim Beta-Minus-Zerfall sich alle freien Neutronen in irgendeiner Art und Weise unterscheiden. Es gäbe somit kaum zwei identische Neutronen; wer soll das glauben?
Und wieso kann man Beim Doppelspaltversuch nur Wahrscheinlichkeitsaussagen über den Ort machen, an dem ein Teilchen gemessen wird. Auch das Argument, dass es unmöglich ist, immer exakt die gleichen Ausgangsbedingungen einzuhalten, erklärt nicht, warum es dann zu Interferrenzmustern kommt.
Auf keines dieser starken Argumente, die gegen einen klassischen Determinismus sprechen, geht sie ein; sie werden einfach ignoriert.
Ihre Vorgehensweise, den Determinismus zu verteidigen, ist der, dass man nur häufig genug seinen Irrtum wiederholen muss, um akzeptiert zu werden.
Immer wieder kommt ein Satz beginnend mit den Worten:“Wie wir jetzt alle wissen . . . ist die Zukunft vorherbestimmt“.
Dieser Satz wird gefühlt hundertmal, ich habe beim fünfzehntenmal aufgehört zu zählen, wiederholt.
Das Buch ist haarsträubend.
Es besser wissen zu wollen als die übrige Wissenschaftsgemeinschaft, hat etwas von einem Kind, dass seinen Willen nicht bekommt.
Zudem lässt sie keine Gelegenheit aus, ihre Aversion gegenüber Philosophen kund zu tun. Und das, wie gewohnt, vollkommen unqualifiziert.
Phasenweise liest sich das Buch wie ein Erlebnisaufsatz eines Schülers.
Z.B. wenn sie von ihren Treffen mit anderen Koryfäen der Wissenschaft erzählt.
Bei ihrem Besuch beim Engländer David Deutsch lässt sie sich seitenweise über seine unvorteilhafte Frisur und seine unaufgeräumte und unsaubere Wohnung aus.
Am liebsten hätte sie ein Eimer Wasser und einen Lappen mitgenommen, um erst einmal zu putzen.
Vielleicht wäre es wirklich besser gewesen, sie wäre Putzen gegangen.

P.S.
Entschuldigt bitte meine harsche, nicht unbedingt sachliche Kritik, ich lasse mich gerne berichtigen.
Leider habe ich momentan keinen Zugriff auf das Buch, da im Urlaub.
Mir standen wenigstens die Haare zu Berge beim Lesen. Das ist doch kein Fachbuch.

Mit freundlichen Grüßen okotombrok
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Stueps Moderator
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Beitrag Nr. 2284-139 02.04.2026 19:19
Hallo Okotombrok.

eigentlich wollte ich heute hier nichts reinschreiben, nur gucken, ob alles ok ist, aber jetzt möchte ich doch antworten.
Ich fange hinten an, und zitiere durcheinander, in der Hoffnung, einen Faden reinzubekommen.

Okotombrok schrieb in Beitrag Nr. 2284-138:
Entschuldigt bitte meine harsche, nicht unbedingt sachliche Kritik, ich lasse mich gerne berichtigen.

Endlich Emotionen, die du auch Frau Hossenfelder persönlich mitteilen würdest, du stehst dazu.

Okotombrok schrieb in Beitrag Nr. 2284-138:
Bei ihrem Besuch beim Engländer David Deutsch lässt sie sich seitenweise über seine unvorteilhafte Frisur und seine unaufgeräumte und unsaubere Wohnung aus.
Am liebsten hätte sie ein Eimer Wasser und einen Lappen mitgenommen, um erst einmal zu putzen.

Das hat sie wirklich so in ihr Buch reingeschrieben.
Und es hat dieses G´schmäckle: wie kann ich jemanden ernst nehmen, der nicht mal sein zu Hause picobello strahlend sauber halten kann.
Sehr unprofessionell von Hossenfelder, sehr abwertend.
Allerdings ist das Gespräch dann voller Blickwinkel, Inspirationen und Anregungen.

Okotombrok schrieb in Beitrag Nr. 2284-138:
Offensichtlich ist sie sehr gekränkt, dass sie in der Wissenschaftsgemeinschaft so ziemlich alleine mit ihrer Ansicht steht.
Das macht sich in ihrem Schreibstil auch bemerkbar.

Oh ja, sie hat ihren Frust auf diese Gemeinde auch schon ihrem Buch Das hässliche Universum öffentlich gemacht.
Wir hatten dann auch einen kurzen Email-Austausch, weil ich ihren Frust verstehen wollte.
(Thema war damals hauptsächlich SUSY.)

Weiter, um Folgendes einordnen zu können:

Sie ist in der Wissenschaftsgemeinde unbestritten als geniale Mathematikerin und ART-Spezialistin anerkannt.

Okotombrok schrieb in Beitrag Nr. 2284-138:
Wer den klassischen Determinismus vertritt, der muss bei Zerfallsprozessen erklären, warum man nur Halbwertzeiten angeben kann.
Das würde, am Determinismus festhaltend, bedeuten, dass zum Beispiel beim Beta-Minus-Zerfall sich alle freien Neutronen in irgendeiner Art und Weise unterscheiden. Es gäbe somit kaum zwei identische Neutronen; wer soll das glauben?

Nein, das erklärt sie auch ziemlich gut über Dekohärenz und die Masse der beteiligten Akteure, die dann keine Freiheit und keinen beeinflussenden Zufall mehr auf das Gesamtbild zulassen. Und dieses bestimmt einzig und allein unsere Welt.

Okotombrok schrieb in Beitrag Nr. 2284-138:
Und wieso kann man Beim Doppelspaltversuch nur Wahrscheinlichkeitsaussagen über den Ort machen, an dem ein Teilchen gemessen wird. Auch das Argument, dass es unmöglich ist, immer exakt die gleichen Ausgangsbedingungen einzuhalten, erklärt nicht, warum es dann zu Interferrenzmustern kommt.

Auch hier: Das Gesamtbild lässt keinerlei Freiheiten mehr zu. Natrium wird immer das selbe Spektrum zeigen, es ist absolut ausgeschlossen, dass es ein anderes Spektrum zeigt. Es geht in diesem Universum nicht. (Verzerrungen und Verbreiterungen durch Bewegung natürlich ausgenommen, aber das wird ja heute schon rausgerechnet.)

Okotombrok schrieb in Beitrag Nr. 2284-138:
Auf keines dieser starken Argumente, die gegen einen klassischen Determinismus sprechen, geht sie ein; sie werden einfach ignoriert.

Sie bestreitet nicht den Zufall für isolierte Quantenobjekte. Dieser Zufall spielt jedoch in unserer Welt, wo Dekohärenz feste, niemals verletzbare Gesetze schafft, keine Rolle.
Also stimmt es nicht, dass sie auf den Zufall nicht eingeht - ganz im Gegenteil: sie nimmt ihn Stück für Stück in unserer Welt auseinander.

Okotombrok schrieb in Beitrag Nr. 2284-138:
Immer wieder kommt ein Satz beginnend mit den Worten:“Wie wir jetzt alle wissen . . . ist die Zukunft vorherbestimmt“.
Dieser Satz wird gefühlt hundertmal, ich habe beim fünfzehntenmal aufgehört zu zählen, wiederholt.

Ihr hat es eine feste, Jahre andauernde Lebenskrise verschafft. Sie hat nur mit Hilfe von außen halbwegs hinausgefunden - gelutscht ist der Drops noch lange nicht.

Okotombrok schrieb in Beitrag Nr. 2284-138:
Es besser wissen zu wollen als die übrige Wissenschaftsgemeinschaft, hat etwas von einem Kind, dass seinen Willen nicht bekommt.

Ich bin auch so: Leute, soll ich euch schütteln, bevor Ihr es begreift!!!

Sind wir vielleicht alle manchmal.
In der Wissenschaftspolitik gehen viel schlimmere Sachen ab, die dem Fortschritt und dem echten Erkenntnisgewinn massiv schaden.
Ein grundlegendes Problem z.B. ist, dass ein wichtiger Faktor für die Vergabe von Nobelpreisen der h-Index ist.
Es gibt viel mehr davon.

Okotombrok schrieb in Beitrag Nr. 2284-138:
Das ist doch kein Fachbuch.

Stimmt.
Hat sie es als solches angelegt?

Beste Grüße
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Diese Welt gibt es nur, weil es Regeln gibt.
Bearbeitet von Stueps am 02.04.2026 um 20:38 Uhr.
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