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Beitrag Nr. 827-116
20.11.2006 18:24
Hallo Kaimangadil,
Vom Standpunkt eines ruhenden Beobachters aus betrachtet steht für die Zeit für das Licht still.
Begründung: Das Licht bewegt sich mit Lichtgeschwindigkeit in der Dimension, die für den ruhenden Beobachter Raum ist (in obigem Beispiel verläuft der Geschwindigkeitsvektor des Lichts vollständig auf der y-Achse).
Wäre ich allerdings ein Lichtquant, so würde ich das wohl andes sehen:
Ich würde die y-Achse des ruhenden Beobachters als meine persönliche x-Achse sehen, auf der ich vermeintlich ruhe, auf der aber meine Zeit unaufhörlich "vergeht"...
Wenn wir keine Häuser, Bäume oder andere feste Bezugspunkte hätten, an der wir eine Relativbewegung im Raum feststellen könnten, so könnten wir nie sagen, ob wir uns nach einer Beschleunigung im Raum bewegen oder nicht. Die jeweils eigene Zeit eines ruhenden und eines gleichförmig bewegten Objekts verläuft daher identisch. Jedes der beiden Objekte hält z.B. sich selbst für ruhend und das andere für bewegt. Insoweit hält jedes der beiden Objekte die Richtung seines Geschwindigkeitsvektors für die Zeitrichtung. Der einzige Unterschied ist, dass die beiden Geschwindigkeitsvektoren in unterschiedliche Richtungen der Raum/Zeit-Ebene weisen. Beschleunigung bwirkt also ausschließlich eine Richtungsänderung der Eigenzeit.
Letzteres finde ich wichtig. Die Zeit vergeht in dieser Vorstellung nicht. Vielmehr gestalten wir mit der uns zur Verfügung stehenden Zeit unser Leben - und: letzteres hätte ewigen Bestand.
Das kommt wohl auf das Bezugssystem an:Zitat:Vergeht nun für Licht Zeit oder nicht?
Vom Standpunkt eines ruhenden Beobachters aus betrachtet steht für die Zeit für das Licht still.
Begründung: Das Licht bewegt sich mit Lichtgeschwindigkeit in der Dimension, die für den ruhenden Beobachter Raum ist (in obigem Beispiel verläuft der Geschwindigkeitsvektor des Lichts vollständig auf der y-Achse).
Wäre ich allerdings ein Lichtquant, so würde ich das wohl andes sehen:
Ich würde die y-Achse des ruhenden Beobachters als meine persönliche x-Achse sehen, auf der ich vermeintlich ruhe, auf der aber meine Zeit unaufhörlich "vergeht"...
Ich denke, das wird dadurch gewährleistet, dass es die Naturkonstante c gibt: Nichts kann schneller werden als das Licht. Wenn wir nun mit Lichtgeschwindigkeit durch die Zeit düsen, so können wir durch eine Bewegung im Raum maximal erreichen, dass unsere ursprüngliche Zeit stillsteht, nie jedoch, dass diese rückwärts läuft.Zitat:Wie wird denn gewährleistet, dass wir uns in der Zeit nur unumkehrbar bewegen können?
Gerade die Richtung des Zeitverlauf ist es, was wir durch Beschleunigung bestimmen können!Zitat:Nur durch Beschleunigung wird ja erreicht, dass man sich nicht in der Zeit bewegt, andernfalls bewegt man sich immer in der Zeit, ohne dass man die Richtung bestimmen könnte.
Wenn wir keine Häuser, Bäume oder andere feste Bezugspunkte hätten, an der wir eine Relativbewegung im Raum feststellen könnten, so könnten wir nie sagen, ob wir uns nach einer Beschleunigung im Raum bewegen oder nicht. Die jeweils eigene Zeit eines ruhenden und eines gleichförmig bewegten Objekts verläuft daher identisch. Jedes der beiden Objekte hält z.B. sich selbst für ruhend und das andere für bewegt. Insoweit hält jedes der beiden Objekte die Richtung seines Geschwindigkeitsvektors für die Zeitrichtung. Der einzige Unterschied ist, dass die beiden Geschwindigkeitsvektoren in unterschiedliche Richtungen der Raum/Zeit-Ebene weisen. Beschleunigung bwirkt also ausschließlich eine Richtungsänderung der Eigenzeit.
Auch hier muss man sagen: Der Grund ist einfach die universelle Konstante c. Nichts muss uns durch die Zeit bewegen, denn diese gleichförmige "Bewegung" erfordert keine Zuführung einer Energie. Erst eine Beschleunigung erfordert Energie. Man könnte dann wohl sagen: Durch Energieaufnahme oder -abgabe kann ein Objekt die relative Richtung seiner Eigenzeit verändern.Zitat:Man könnte also auch sagen, wir werden durch die Zeit bewegt. Von was denn, von der Erde, dem Sonnensystem, der Milchstraße usw.?
Wie oben schon einmal dargelegt, ist alles was wir bislang als 'Bewegung', 'Bewegung in der Zeit' oder 'Vergehen der Zeit' betrachtet haben ein Hilfskonstrukt. In der zweidimensionalen Analogie ist Bewegung als Orientierung eines Vektors auf einer Fläche zu verstehen. Übertragen auf unsere dreidimensionale "Realität" könnte das vermuten lassen, dass Bewegung bzw. deren Änderung in Wahrheit die Gestaltung einer vierdimensionalen Form bedeutet.Zitat:Wie bringt uns die Annahme einer geometrischen Zeit weiter, als die einer anthropologischen Zeit?
Letzteres finde ich wichtig. Die Zeit vergeht in dieser Vorstellung nicht. Vielmehr gestalten wir mit der uns zur Verfügung stehenden Zeit unser Leben - und: letzteres hätte ewigen Bestand.
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