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Beitrag Nr. 1316-61
27.06.2023 07:13
Hallo Otto
Brian Greene braucht zwei Bücher und ein paar hundert Seiten. Dies fehlerfrei kurz dazustellen ist unmöglich. Eine Kurzdarstellung beinhaltet immer „aber dabei ist noch zu berücksichtigen“ Fehler. Sehr pauschalisiert: Es geht nicht darum was physikalisch und mathematisch falsch ist, sondern darum was physikalisch und mathematisch fehlt.
Greene schreibt, dass Einsteins Modell des Universums unsere gültige und mathematische bewiesene Ausgangsbasis ist. Sein Modell ist zeitumkehrsymmetrisch. Es gibt bei seinem Modell kein physikalisches Gesetz für eine Zeitrichtung. Die Zeitrichtung bleibt, auch in seiner Formel, eine Vorgabe der (alltäglichen, subjektiven) Beobachtung. Eine Prämisse (Ausgangsbasis) bestimmt immer sämtliche Konklusionen (Folgeüberlegungen). Da sein Modell eine Ausgangsbasis ist, bedeutet dies auch, dass alle physikalische Gesetze darauf beruhen und dass bei - aus seinem Modell abgeleitete Gesetzen - die Zeitrichtung eine Vorgabe der (alltäglichen, umgangssprachlichen, subjektiven) Beobachtung bleibt.
Es geht Greene nicht nur darum was sich berechnen lässt, sondern auch darum was berechnet wird. Eine Berechenbarkeit löst nicht das Problem der Ursache. Auch (physikalisch) akausales lässt sich berechnen. In dem Sinne weist Greene darauf hin, dass die Entropie nicht ursächlich definiert ist und die Zeitrichtung weiterhin - auch bei der berechneten Entropie - eine Vorgabe der (weiterhin physikalisch unbewiesenen) Beobachtung bleibt. (Dieses ist aber schon länger unstrittiger Konsens. Im Prinzip nutzt Greene, rhetorisch geschickt, diesen Konsens des ungelösten Problems um in seinem Buch die Stringtheorie als Lösung für das ungelöste Zeitpfeil- Problem anzubieten. Diese Theorie ist aber strittig - was er aber kaum erwähnt.)
Am Rande erwähnt, seine Bücher tragen den Titel: „Das elegante Universum“ und „Der Stoff aus dem der Kosmos ist.“ Der Buchtitel: „Das Hässliche Universum“ ist die Antwort von Hossenfelder mit unverhohlener Kritik an der Stringtheorie. Ich fand den Titel gut. Wie die Anhänger der Stringtheorie (die Mehrheit der Physiker) diesen Titel kommentierten kannst du dir denken.
Grob gesagt schreibt Greene: „Vorher war weniger Entropie“ verschiebt nur, dass Problem der Ursache aus die Entstehung. Unser Urknallmodell ist ein singuläres Modell. Singularität bedeutet aber logisch mathematisch nicht definierbar. Bei einer Verschiebung des Problems auf die Entstehung ändert sich nicht das Problem. Ein Physikalisches Gesetz für die Entropie lässt sich aus einer Singularität nicht ableiten. Die Ursache bleibt auch beim Urknallmodell eine mathematisch undefinierbare Singularität. Das gleiche bei „in Zukunft ist mehr Entropie“. Dies verschiebt nur das Problem der Ursache in die Zukunft. Unser „Endzustand schwarzes Loch“ ist von einer Singularität umgeben. Auch dies bedeutet, dass wesentliches sich nicht logisch mathematisch definieren lässt. Greene zeigt auf, dass die Entropie leider keine einfache Erklärung für den Zeitpfeil ist.
Bei Einsteins Modell existiert kein physikalisches Gesetz für eine Zeitpfeil-Richtung. Daraus ergibt sich aber auch die Fragestellung, wenn wir dieses physikalische Gesetz finden, bleibt dann sein Modell überhaupt gültig? Die Fragestellung: Ist unter der Voraussetzungen, dass Einsteins Modell vollständig gültig bleibt, überhaupt ein (physikalischer) Zeitpfeil möglich? Lässt sich nicht einfach mal eben beantworten. Die Hoffnung für die Lösung ist die gesuchte Einheitstheorie. Der aktuelle Lösungsansatz dafür ist die Stringtheorie - die ist aber weit entfernt von einer Lösung.
Der Zeitbegriff ist allgemeinsprachlich und physikalisch unterschiedlich vorzustellen/zu definieren. Dies bedeutet aber auch, dass es allgemeinsprachlich eine Zeitrichtung gibt. Physikalisch aber nicht. Dass wir kein sensorisches Organ für die Zeit haben oder die Zeit nur als Zustandsänderung zu definieren - löst nicht das Problem der Zeitrichtung, die Zeitumkehrsymmetrie. Mich wundert, dass hier viele mit der Definierbarkeit zufrieden sind. Einstein war es nicht. Greene schreibt beim Phänomen der Zeit sind wir weit entfernt von einer physikalischen Erklärung. Kein seriöser Physiker stellt diese Aussage infrage. Auch nicht Hawking, Gaßner, Hossenfelder, oder Lesch. Jeder von denen schreibt bei unserem Modell des Universums gibt es leider kein Gesetz für eine Zeitrichtung. Selbst Einstein schreibt dies. Man beachte das Wort LEIDER. Die Lösung ist der gesicherte Nobelpreis. Der offene Nobelpreis steht im Widerspruch zu der hier oft vertretenen Auffassung die Zeit ist physikalisch gelöst und erklärt. Falls es hier jemand schafft, aus der Entropie ein ursächliches oder grundsätzliches Gesetz abzuleiten - und dieses Gesetz in Einsteins Modell einzubauen kann (Statistik reicht nicht) hat er den Nobelpreis. Allgemeinsprachlich gilt ja die Zeitrichtung - nützt bei der physikalischen Definition wenig. Je nach Zweck benutze ich die entsprechende Definition ist auch mathematisch eine Beliebigkeit und keine Lösung. Wir können nicht so tun als wenn dies Problem dadurch gelöst wäre. Ich sehe du liebst die mathematische Beweisführung. Versuche mal die Aussage: Je nach Zweck ist einfach praktisch für das tägliche Leben - mathematisch zu integrieren. Dies führt immer zu einer mathematischen Beliebigkeit. Dass der Zeitbegriff allgemeinsprachlich und physikalisch unterschiedlich vorzustellen/zu definieren beruht darauf, dass wir leider keine physikalische Erklärung haben. Wir müssen leider erst mal so klarkommen. Die Stringtheorie ist auch deshalb so beliebt, weil damit hoffentlich dies Problem gelöst wird. (ich persönlich teile eher die Kritik von Hossenfelder zu dieser Theorie)
Die Zeit ist berechenbar. Die Richtung bei der Berechnung bleibt aber eine Vorgabe der Beobachtung - der allgemeinsprachlichen Vorstellung. Die Berechenbarkeit löst nicht das Problem der Richtung. Auch subjektiv akausale Beobachtungen lassen sich berechnen. Durch die Berechenbarkeit werden sie aber nicht objektiv kausal. Lässt sich doch berechnen - reicht nicht als Erklärung. Eine akausale Zeit wird dadurch nicht kausal. Nach Einsteins eigener Aussage sind alle Richtungen im Universum subjektive Beobachtungen – dies gilt auch für die Richtung von Zeit und Gravitation. Die Berechenbarkeit löst nicht das Problem der vorgegebenen Richtung. Im Gegenteil, die Berechenbarkeit beweist in dem Fall nur die Richtungsvorgaben der Beobachtung und kann zu einem Zirkelschluss von (subjektiver) Beobachtung und mathematischer Beweisführung führen. Die Beobachtung, dass es selbstverständlich so ist wie es ist kann zu einem (mathematisch bewiesenen) Zirkelschluss-Fehler führen. Wir müssen beachten, dass dies historisch schon einmal der Fall war. Siehe z.B. Logische Änderungen durch Kopernikus
Wenn ich lese was ich hier schreibe merke ich, dass reicht nicht aus. Ist nie die ganze Wahrheit. Bleibt zu viel „dabei ist noch zu berücksichtigen“ unerwähnt. Habe jetzt ne Stunde dran gesessen, wegwerfen möchte ich den Text auch nicht. Hab es versucht, mehr als ein Versuch ist dies aber nicht. Otto, wenn du es genau wissen willst musst du leider „Der Stoff aus dem der Kosmos ist – Raum Zeit und die Beschaffenheit der Wirklichkeit “ selber lesen. Du kannst aber auch konkrete physikalische Fragen direkt an Hossenfelder stellen. Betonung auf Konkret physikalisch, möglich mit einem einfach ja oder nein zu beantwortenden Fragestellungen, die ist sehr umgänglich und Antwortet dann (fast) immer.
mfg Utta
Brian Greene braucht zwei Bücher und ein paar hundert Seiten. Dies fehlerfrei kurz dazustellen ist unmöglich. Eine Kurzdarstellung beinhaltet immer „aber dabei ist noch zu berücksichtigen“ Fehler. Sehr pauschalisiert: Es geht nicht darum was physikalisch und mathematisch falsch ist, sondern darum was physikalisch und mathematisch fehlt.
Greene schreibt, dass Einsteins Modell des Universums unsere gültige und mathematische bewiesene Ausgangsbasis ist. Sein Modell ist zeitumkehrsymmetrisch. Es gibt bei seinem Modell kein physikalisches Gesetz für eine Zeitrichtung. Die Zeitrichtung bleibt, auch in seiner Formel, eine Vorgabe der (alltäglichen, subjektiven) Beobachtung. Eine Prämisse (Ausgangsbasis) bestimmt immer sämtliche Konklusionen (Folgeüberlegungen). Da sein Modell eine Ausgangsbasis ist, bedeutet dies auch, dass alle physikalische Gesetze darauf beruhen und dass bei - aus seinem Modell abgeleitete Gesetzen - die Zeitrichtung eine Vorgabe der (alltäglichen, umgangssprachlichen, subjektiven) Beobachtung bleibt.
Es geht Greene nicht nur darum was sich berechnen lässt, sondern auch darum was berechnet wird. Eine Berechenbarkeit löst nicht das Problem der Ursache. Auch (physikalisch) akausales lässt sich berechnen. In dem Sinne weist Greene darauf hin, dass die Entropie nicht ursächlich definiert ist und die Zeitrichtung weiterhin - auch bei der berechneten Entropie - eine Vorgabe der (weiterhin physikalisch unbewiesenen) Beobachtung bleibt. (Dieses ist aber schon länger unstrittiger Konsens. Im Prinzip nutzt Greene, rhetorisch geschickt, diesen Konsens des ungelösten Problems um in seinem Buch die Stringtheorie als Lösung für das ungelöste Zeitpfeil- Problem anzubieten. Diese Theorie ist aber strittig - was er aber kaum erwähnt.)
Am Rande erwähnt, seine Bücher tragen den Titel: „Das elegante Universum“ und „Der Stoff aus dem der Kosmos ist.“ Der Buchtitel: „Das Hässliche Universum“ ist die Antwort von Hossenfelder mit unverhohlener Kritik an der Stringtheorie. Ich fand den Titel gut. Wie die Anhänger der Stringtheorie (die Mehrheit der Physiker) diesen Titel kommentierten kannst du dir denken.
Grob gesagt schreibt Greene: „Vorher war weniger Entropie“ verschiebt nur, dass Problem der Ursache aus die Entstehung. Unser Urknallmodell ist ein singuläres Modell. Singularität bedeutet aber logisch mathematisch nicht definierbar. Bei einer Verschiebung des Problems auf die Entstehung ändert sich nicht das Problem. Ein Physikalisches Gesetz für die Entropie lässt sich aus einer Singularität nicht ableiten. Die Ursache bleibt auch beim Urknallmodell eine mathematisch undefinierbare Singularität. Das gleiche bei „in Zukunft ist mehr Entropie“. Dies verschiebt nur das Problem der Ursache in die Zukunft. Unser „Endzustand schwarzes Loch“ ist von einer Singularität umgeben. Auch dies bedeutet, dass wesentliches sich nicht logisch mathematisch definieren lässt. Greene zeigt auf, dass die Entropie leider keine einfache Erklärung für den Zeitpfeil ist.
Bei Einsteins Modell existiert kein physikalisches Gesetz für eine Zeitpfeil-Richtung. Daraus ergibt sich aber auch die Fragestellung, wenn wir dieses physikalische Gesetz finden, bleibt dann sein Modell überhaupt gültig? Die Fragestellung: Ist unter der Voraussetzungen, dass Einsteins Modell vollständig gültig bleibt, überhaupt ein (physikalischer) Zeitpfeil möglich? Lässt sich nicht einfach mal eben beantworten. Die Hoffnung für die Lösung ist die gesuchte Einheitstheorie. Der aktuelle Lösungsansatz dafür ist die Stringtheorie - die ist aber weit entfernt von einer Lösung.
Der Zeitbegriff ist allgemeinsprachlich und physikalisch unterschiedlich vorzustellen/zu definieren. Dies bedeutet aber auch, dass es allgemeinsprachlich eine Zeitrichtung gibt. Physikalisch aber nicht. Dass wir kein sensorisches Organ für die Zeit haben oder die Zeit nur als Zustandsänderung zu definieren - löst nicht das Problem der Zeitrichtung, die Zeitumkehrsymmetrie. Mich wundert, dass hier viele mit der Definierbarkeit zufrieden sind. Einstein war es nicht. Greene schreibt beim Phänomen der Zeit sind wir weit entfernt von einer physikalischen Erklärung. Kein seriöser Physiker stellt diese Aussage infrage. Auch nicht Hawking, Gaßner, Hossenfelder, oder Lesch. Jeder von denen schreibt bei unserem Modell des Universums gibt es leider kein Gesetz für eine Zeitrichtung. Selbst Einstein schreibt dies. Man beachte das Wort LEIDER. Die Lösung ist der gesicherte Nobelpreis. Der offene Nobelpreis steht im Widerspruch zu der hier oft vertretenen Auffassung die Zeit ist physikalisch gelöst und erklärt. Falls es hier jemand schafft, aus der Entropie ein ursächliches oder grundsätzliches Gesetz abzuleiten - und dieses Gesetz in Einsteins Modell einzubauen kann (Statistik reicht nicht) hat er den Nobelpreis. Allgemeinsprachlich gilt ja die Zeitrichtung - nützt bei der physikalischen Definition wenig. Je nach Zweck benutze ich die entsprechende Definition ist auch mathematisch eine Beliebigkeit und keine Lösung. Wir können nicht so tun als wenn dies Problem dadurch gelöst wäre. Ich sehe du liebst die mathematische Beweisführung. Versuche mal die Aussage: Je nach Zweck ist einfach praktisch für das tägliche Leben - mathematisch zu integrieren. Dies führt immer zu einer mathematischen Beliebigkeit. Dass der Zeitbegriff allgemeinsprachlich und physikalisch unterschiedlich vorzustellen/zu definieren beruht darauf, dass wir leider keine physikalische Erklärung haben. Wir müssen leider erst mal so klarkommen. Die Stringtheorie ist auch deshalb so beliebt, weil damit hoffentlich dies Problem gelöst wird. (ich persönlich teile eher die Kritik von Hossenfelder zu dieser Theorie)
Die Zeit ist berechenbar. Die Richtung bei der Berechnung bleibt aber eine Vorgabe der Beobachtung - der allgemeinsprachlichen Vorstellung. Die Berechenbarkeit löst nicht das Problem der Richtung. Auch subjektiv akausale Beobachtungen lassen sich berechnen. Durch die Berechenbarkeit werden sie aber nicht objektiv kausal. Lässt sich doch berechnen - reicht nicht als Erklärung. Eine akausale Zeit wird dadurch nicht kausal. Nach Einsteins eigener Aussage sind alle Richtungen im Universum subjektive Beobachtungen – dies gilt auch für die Richtung von Zeit und Gravitation. Die Berechenbarkeit löst nicht das Problem der vorgegebenen Richtung. Im Gegenteil, die Berechenbarkeit beweist in dem Fall nur die Richtungsvorgaben der Beobachtung und kann zu einem Zirkelschluss von (subjektiver) Beobachtung und mathematischer Beweisführung führen. Die Beobachtung, dass es selbstverständlich so ist wie es ist kann zu einem (mathematisch bewiesenen) Zirkelschluss-Fehler führen. Wir müssen beachten, dass dies historisch schon einmal der Fall war. Siehe z.B. Logische Änderungen durch Kopernikus
Wenn ich lese was ich hier schreibe merke ich, dass reicht nicht aus. Ist nie die ganze Wahrheit. Bleibt zu viel „dabei ist noch zu berücksichtigen“ unerwähnt. Habe jetzt ne Stunde dran gesessen, wegwerfen möchte ich den Text auch nicht. Hab es versucht, mehr als ein Versuch ist dies aber nicht. Otto, wenn du es genau wissen willst musst du leider „Der Stoff aus dem der Kosmos ist – Raum Zeit und die Beschaffenheit der Wirklichkeit “ selber lesen. Du kannst aber auch konkrete physikalische Fragen direkt an Hossenfelder stellen. Betonung auf Konkret physikalisch, möglich mit einem einfach ja oder nein zu beantwortenden Fragestellungen, die ist sehr umgänglich und Antwortet dann (fast) immer.
mfg Utta
Bearbeitet von Utta am 27.06.2023 um 08:31 Uhr.
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