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Demokratie

Thema erstellt von Irena 
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Unsere Diskussion in anderem Thread ist doch nicht in eigenes Thread gewandert. Ich denke jedoch, dass das Thema eigenes Thread zu haben wert ist. Ich eröffne das Thema mit einer Diskussionsrunde bei KenFM, die ich bei alle meine Kritik an Moderator doch sehr interessant finde und euch empfehle. Es gehts eben um Demokratie:

Der globale Marshallplan – Konzepte für eine Wel...

PS: Ich habe selbst ab 0:55 min gesehen und höre es bis jetzt ununterbrochen
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Beitrag zuletzt bearbeitet von Irena am 20.08.2017 um 17:33 Uhr.
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Irena schrieb in Beitrag Nr. 2276-1:
PS: Ich habe selbst ab 0:55 min gesehen und höre es bis jetzt ununterbrochen


Hallo Irena,

habe nur den ersten Gast der Diskussions-Runde gehört: Da ist schon viel erkannt und gesagt.
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Ich bin begeistert!
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Beiträge: 1.328, Mitglied seit 11 Jahren
Ich finde interessant, wie Gegenstücke in dem Kampf gegeneinander nach einer Phase auseinanderdriften beginnen nach einen Bogen sich doch berühren. So z.b. sind Nationen ein Berührungspunkt der Neoliberalen und Linken, die Nationen (also Staaten) für überflüssig halten.
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Ach Leute, es scheint, dass Natuwissenschaftsinteressierte sich wenig für gesellschaftliche Probleme enteressieren :(

Nichtdestotrotz füge ich hier ein Link zu Interview mit Dirk Pohlmann über Medien, Macht und Geheimdienste.

Außer üblichen sehr interessanten Inhalt fand ich bemerkenswert, dass auch er über "die Struktur" der Gesellschaft spricht. Ich habe gerade jetzt am Lesen des sachbuchs "Theorien der Internationalen Beziehungen" von Schieder und Spindler. Im Grunde ist es ein Zusammenfassung alle nennenswerten Theorien, die übrigen die Politik beeinflusst haben. Auch dort geht es vielmals über die Struktur, über eine Überbewertung des Individuums, der in dieser Struktur hineingepresst wird und der verhält sich nach der Regln dieser Struktur. Höchst interssant. Ich finde auch, dass gerade der Fach - über Gesellschaftsentwicklung - wird in Zukunft gebührenden Platz in der allgemeinen Bildung (heißt schon Schulbildung) annehmen. Es kann nicht sein, dass der Bürger, von dem erwartet wird, dass er politisch in die gesellschaftliche Entwicklung eingreift, nichts von der Gesellschaft weiß. Der Schamane muss durch einen Mediziner ersetzt werden. dafür muss er auch Anatomie und die Bezehungen der Organe und Kreisläufe kennen...
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Hallo Irena,
im Urlaub habe ich deinen Beitrag gelesen, bin aber noch nicht dazu gekommen, deine Links zu verfolgen.
Wichtig ist m.E., auf die unter „Selbstgespräche“ bzw. manchmal zuletzt „Brexit“ vom Beitrag Nr. 2188-404 (von Henry) bis zum Beitrag Beitrag Nr. 2188-502 (von Ernst) geführte Diskussion hier zu verweisen. Bei dieser Gelegenheit hoffe ich sehr, dass Ernst sich so erholt hat, dass er alsbald hier wieder schreiben kann.

Somit nicht auf deine Beiträge direkt eingehend, möchte ich aus Schweden kurz zum Leben dort kurz berichten:

1. Unsere Freunde dort sind voller Vertrauen, dass die von ihnen gewählten Politiker sich für ihre Interessen einsetzen. Ich erhalte noch bestätigende Informationen: Parteien und Politiker erhalten nur Geld vom Staat, Parteispenden und Nebentätigkeiten gibt es, kaum zu glauben, nicht.

2. Die erhobenen Steuern stehen zu wohl mehr als 80% den Gemeinden zu. Über die Verwendung der meisten Gelder wird also sehr bevölkerungsnah entscheiden.

3. Für einen Datenschützer in Deutschland ein Graus, jedoch für das Funktionieren des Zusammenlebens in Schweden sehr wichtig:

3.1 Wieviel Steuern jemand gezahlt hat und also, was er verdient hat, ergibt sich aus dem Internet. Schummeln ist erschwert, jeder ist stolz auf seinen Verdienst und seinen Beitrag für die Gemeinschaft.

3.2 Grundstücksver- und ankäufe stehen mit Namen und Preis im Internet.

3.3 Es gibt eigentlich keine Geheimnisse. Wer mit dem Staat zu tun hat, weiß, dass alles im Internet nachgelesen werden kann.

3.4 Alles geschieht auf „Du“, nur der König ist eine Ausnahme. So unterhält man sich mit Jemanden, später erfährt man, dass war der oder der Minister, der oder der Botschafter usw. .

Möglicherweise passt sich Schweden allmählich an den europäischen Standard an. Jedenfalls sind die freundlichen blaugelben Verkehrsschilder und die typischen 2 2/2 - Straßen schon dem europäischen Standard gewichen. Ich glaube dennoch, dass man in Schweden sehr gut leben könnte. Gemeinschaft und Solidarität funktionieren. Natürlich ist dies in einem Staat, der von Südschweden bis Süditalien reichen würde und nur 1/10 unserer Einwohnerzahl beherbergt, einfacher, wäre aber auch bei uns möglich. Hier werden die staatlichen Finananzierungsströme immer undurchsichtiger und so dem Bürger mehr und mehr vorenthalten.

Vielleicht beteiligt sich ja doch noch jemand an dem wichtigen Thema: Demokratie, wenn man Manu uns abweichend vom Hauptthema weiter lässt.....

Ich finde deine Initiative, Irena, jedenfalls sehr gut,

Kirsche
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Hallo Irena, ein wie ich meine zwar sehr spannendes Thema „Demokratie“, aber auch ein sehr, sehr umfangreich und sehr vielschichtiges die „Volksherrschaft“.
Und wenn du dich hier selbst reflektierst, dann wirst Du feststellen, Du hast in 3 Beiträgen 3 verschiedene Bereiche demokratischen Wirkens „gefischt“.

Konzepte für eine Welt von Morgen
Nationen
Medien, Macht, Geheimdienste

Ich möchte zu keinem einen Kommentar abgeben, sondern Dir eine Frage stellen dürfen, zu der Du vielleicht eigene Überlegungen anstellen solltest.
Demokratie - Die Volksherrschaft.

Können wir uns darauf einigen, daß wir bezüglich Spanien, Portugal, Frankreich, Italien, Deutschland, Niederlande, Belgien, Schweden, Polen, Ungarn, England, Luxemburg davon ausgehen können es mit "demokratischen Umgangsstrukturen im ganz allgemeinen" zu tun haben?

Sind all diese Länder, aus dem Verständnis für Demokratie im hiesigen Deutschland, auch als Demokratien zu bezeichnen?

In ihrer Regierungsform, sind die Länder verschieden angelegt, als parlamentarisches Regierungssystem, als konstitutionelle Monarchie, als Präsidialsystem und es gibt weltweit noch andere Systeme. Von daher zeigt sich hier ein Problem auf und erst Recht wenn es um ein politisch einheitliches Europa geht.

Aber jedes Land wird für sich den Anspruch erheben, bei uns geht es demokratisch zu (ist sehr stark verallgemeinert durch mich)

Ich weiß nicht ob ein naturwissenschaftliches Forum der geeignete Ort ist, Antworten über solch grundlegende Fragen zu Demokratie zu erhalten.
Was Alltagsfragen angeht sicherlich von Zeit zu Zeit, aber nicht generell.

Da geht’s hier dann doch eher um die ART, SRT und gelegentlich um Quanten.
Mit bestem Gruß von der Quante.
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Zur Bedingung des Raum und der Zeit gehört ganz unbedingt ,die absolute Bedingungslosigkeit von Raum und Zeit. Werden Raum und Zeit an Bedingungen geknüpft sind sie endlich, mit einem Beginn und einem Ende.
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Hier gibt es keine Anworten, kann auch nicht geben. Ich denke, es geht viel mehr ein Konsens erhalten in der Bewertung gegenwärtigen Situation. Und jeder von uns bewertet diese Situation aus verschiedenen Perspektiven. Gerade das finde ich spannend. Mich interessiert das Thema in Bezug auf die ganze globalisierte Welt. Es ist unbestreitbar, dass Demokratie mit der Entstehung und Entwicklung des kapitalistischen Marktes (seiner Expansion um die Welt) einhergeht. Es gibt eine Theorie, dass nach der Entwicklung des globalen Marktes, wenn Expansionsmöglichkeiten ausgeschöpft wird, wird nicht nur Kapitalismus selbst untergehen bzw. von eine anderer Form abgelöst, sondern selbst Demokratie werden Boden entzogen.

PS: Demokratie nicht das Gegenstand dieses Forums?! Das sehe ich anders. Wir diskutieren hier um den Bewusstsein und ähnl. auch nicht weil wir hier Antworten hier erhalten wollen (anders verhält sich meistens in naturwissenschaftlichen Theorien).
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Hallo Irena...

" Demokratie ist das, was man daraus macht ".. hat jemand mal gesagt.

So wie es jetzt aussieht, scheint sie an Boden zu verlieren.
Einerseits empfinden viele Menschen eine gewisse Perspektivlosigkeit - bezogen auf ihre eigene Situation, sowie auch in dem Umfeld ( Stadt, Wohnblöcke ) - wo sie leben und aufwachsen.
Andererseits auch das Wahrnehmen einer gewissen Skrupellosigkeit seitens der Politik und der Wirtschafft.

WELT :

Venezuela : War dort noch vor einigen Jahren eine gewisse Aufbruchsstimmung unter der Bevölkerung, so scheint sich das Blatt zu drehen.
Der jetzige Präsident verfällt der Egomanie und steuert auf eine Alleinherschafft zu. Die wirtschaftlichen sowie die soziale Zustände sind katastrophal .

Türkei : Vor 6 Jahren quasi noch ein " Niemand " , hat der jetzige Präsident es fertig gebracht sein Land an die Grenze des wirtschaftlichen Ruins zu bringen.
Die meisten Intellektuellen sitzen jetzt hinter Gittern . Sarkastisch formuliert , herrscht er nur noch über Ziegen-und Schafhirte die kaum lesen und schreiben können.

Afrika : Die Großkonzerne suhlen sich im Elend der dort herrschenden Zustände und machen mehr Profit als beispielsweise in Europa.

China : Die Polit-Elite protzt noch immer mit ihren Großprojekten . Dass es aber quer durch das Land viele Dörfer gibt, wo die Großeltern die Enkel erziehen
weil deren Eltern in den Fabriken arbeiten - darüber wird wenig gesprochen. Weil die Großeltern auch selten eine Schule besucht haben, wird quasi eine ganze Generation von Analphabeten aufwachsen. Deren Aufstiegsmöglichkeiten sind somit voraussehbar.

Amerika : Trump jetzt auf die gleich Stufe zu setzen wie Erdogan, wäre jetzt zu einfach formuliert. Je nachdem wie lange er am Ruder bleibt, wird sich Amerika wirtschaftlich und politisch hinten anstellen müssen.

Europa : Im Moment sind die Flüchtlinge das herrschende Credo.
Was mir dabei auch Sorgen macht , ist der - an sich auch berechtigte - Unmut der sozial schwachen Bevölkerung.

" Merkel schafft es in einem Jahr 1 Million Flüchtlinge durch zu füttern, jedoch nicht in 12 Jahren 1 Million Rentner aus der Armut zu holen "....

Dieses ist einer der Sätze, die man in Deutschland sowie - in abgewandelter Form - auch sonst wo in Europa zu Ohren kriegt.

Wenn man da nicht aufpasst, wird die Stimmung durch Populisten aufgeheizt werden und man befindet sich sehr rasch wieder in Zuständen die zum 2. Weltkrieg geführt haben.

Die Demokratie hat sich durch ihre Politiker der Wirtschafft untergeordnet.
Umgekehrt wäre es richtiger.
Eine funktionierende Wirtschafft unter einer funktionierenden Politik schafft sozialen Zusammenhalt - somit auch eine funktionierende Demokratie.
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Werde schlafen bis ich Schön bin... Das kann dauern
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Es gibt schon viele Ansätze hier. Zuerst möchte einem – von Quante - nachgehen:
Zitat von Quante:
Demokratie - Die Volksherrschaft
Wir wiederholen es dauernd wie Gebet. Neben den Menschenrechten ist es unantastbarer Wert-Begriff. Ich werfe mal ein ketzerische Gedanke in der Reihe: wir haben eine Illusion einer Volksherrschaft. Moderne Entwicklung führt es nur deutlich vor Augen, was schon immer war (eine Illusion) bzw. nicht war (eben Volksherrschaft). Zum Anderem der Begriff: Volksherrschaft verdeckt die inhomogentität des Volkes, hinsichtlich seiner Klassen, Bewegungen, Interessen. Volk ist eher mit einem Wagen aus russischen Dichtung zu verstehen, der vom Fisch, Vogel und Hummer gezogen wird – jede in seiner Richtung. Kann man wirklich die Bewegung des Wagens (wenn solche stattfindet) mit Hegemonie des Volkes gleichsetzen?!

Was ich von euren Beiträgen wahrnehme, es ist dass ihr meinen etwas fehlerhaften Entwicklungen dagegen zu steuern. Es ist aber viel ernsthafter ist – meine ich - als ihr das versteht. Deshalb habe ich vorher die Struktur erwähnt. Alle die gut gemeinte Vorschläge werden durch vorhandene Struktur „zermahlt“ und zunichtegemacht. Ich meine, dass alle volksgewählte Personen kommen zuerst auf eine neue Ebene, wo sie zuerst erzogen werden und zwar im Sinne vorherrschenden Struktur, in der Kapital als Lehrer fundiert und alle – objektiv menschliche – Schwächen ausnutzt. Die „begabtesten“ werden karieremäßig gefordert.

Die Wahlen, die Parteien etc. gehören eben zu dieser Struktur. Ich persönlich denke, dass Fehler ist nicht von Seite dieser „sichtbaren“ Struktur, sondern, dass Kapital und Finanzen haben diese Struktur unterwandert. Sie sind offiziell nicht da, sie sind aber überall gegenwärtig. Daher müsste ihre Präsenz offiziell festgehalten, es heißt sie müssten offizielle Möglichkeiten haben, ihre Interessen zu verteidigen, wie eben die Bürger ihrer. Ich meine die Diskussion muss nicht hinter der Kulissen stattfinden, sondern unter unserer alle Audsicht. Es müsste politisch klare Trennung der Bürgerschaft von Wirtschaft vollzogen werden. Der Staat müsste als ein Richter zwischen diesen Interessen fundieren. Ich weiß nicht nur nicht, wie es praktisch erfolgt werden sollte.

Zitat von Branworls1:
Die Demokratie hat sich durch ihre Politiker der Wirtschafft untergeordnet.
Umgekehrt wäre es richtiger.
Ich weiß nicht, ob es richtiger wäre. Bis jetzt habe ich immer Erfahrung, dass man Wirtschaft als ein funktionelles (strukturelles) Element der Gesellschaft einfach ausblendet und man spricht nur über Menschen (über Wirtschaft wird ja sicherlich gesprochen, aber eben als etwas, was von Menschen gemacht wird; auf die Weise die Emanzipation der Wirtschaft, ihre Selbständigkeit wird nicht wahrgenommen). Der Mensch ist in die gesellschaftliche Struktur eingebetet und es lässt sich nicht eindeutig feststellen, wer wem untergeordnet sind, weil die Abhängigkeiten beiderseits ausgerichtet sind. Daher muss man sowohl über Menschen als über Wirtschaft sprechen. Das Problem sehe ich nur daran, dass man nicht genug Abstraktionsdenken besitzt (um der Wirtschaft eine eigene Wirkung zu zuschreiben) und wird sich weiter als Krone des allen betrachten wollen…
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Beitrag zuletzt bearbeitet von Irena am 01.09.2017 um 15:33 Uhr.
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Hallo Irena



Foto des jungen Rheins im Grenzbereich Schweiz – Liechtenstein - Österreich: von Denifle

Das Bild zeigt nicht etwa braune Gagel inmitten des Rheins.
Es sind Baumstämme - vielleicht vor tausenden Jahren im Gebirgsschutt verschüttet und nun wiederum freigegeben.

Österreich ist keine Demokratie, sondern ein Beamten - und Kammern Staat.

In der Schweiz leben mehrere Kulturgemeinschaften mehrsprachig seit hunderten Jahren meist friedlich in einer sogenannten Demokratie zusammen.
In Liechtenstein lautet die Zauberformel: Für Gott, Fürst und Vaterland – so sehen es jedenfalls die Weißhemden.
Jährlich feiert man am 15. August den Geburtstag, des früheren Fürst Franz-Josef dem II mit Feuerwerk - genannt als Staatsfeiertag.

Dieses Jahr hat der Schweizer Blick – eine Qualitätszeitung von einigen auch als Boulevard - Blatt bezeichnet – genau 15 Schlaumeiereien aufgezeigt und unter Punkt 4. behauptet – Liechtenstein ist keine Demokratie.

Zitat von Blick schreibt:
Schmarotzertum Liechtenstein
Die Schweizer gelten als Europameister im Rosinenpicken. Doch im Vergleich mit Liechtenstein sind wir Waisenknaben. Im Herausschinden von Vorteilen sind die Liechtensteiner Weltklasse.

Unter anderem werden etwa die Vermögen der reichsten Royals Europas aufgezeigt:
Fürst Hans-Adam II von und zu Liechtenstein mit 3,4 Milliarden Euro führt die Liste an.
Es folgt Fürst Albert II (Monaco) mit 1,0 Milliarden Euro und Königin Elisabeth II mit 0,45 Milliarden Euro.

Und in Schweden:
Zitat von Kirsche:
Alles geschieht auf „Du“, nur der König ist eine Ausnahme.

Man sollte aber schon, auch die gekrönten Häupter fragen dürfen:

Wie machst Du das?

So aus wissenschaftlichem Interesse.

Harald
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ist die Antwort der Gegenwart auf die Einwirkung vergangener Wichtigkeiten.
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Die Wahl ist nun auch in Deutschland vorbei, das Parlament um >100 „Soldaten ihrer Partei“ gewachsen, die Zahl der Wahlkreisabgeordneten relativ geschrumpft. Schlecht!

Die Situation: Eine Partei hat ihre Schlappe eingesehen und den wichtigen Weg der starken Opposition gewählt. Eine andere war zu feige, das Regierungsmandat anzunehmen, ohne Kompromisse funktioniert keine Koalition. Neuwahlen werden die 100 Überhangmandatler zu verhindern wissen, setzen sie doch zuvorderst ihr Mandat aufs Spiel. Also gibt es entweder ein „Weiter so!“, genannt Groko bis zur vollständigen Erlahmung der Demokratie, oder, was eine (fast) echte Demokratie herausfordert, eine Minderheitsregierung.

Unabhängige Abgeordnete, wie unser gutes Grundgesetz es will, wählen eine Regierung, alle unabhängigen Abgeordneten, die dies zu beweisen haben, kontrollieren die Regierung, wie es unser gutes Grundgesetz will, ihr wird das Regieren erschwert, die Einpeitscher des Fraktionszwangs und der Lobby-Interessen werden geschwächt, unabhängige Abgeordnete ergreifen auch parteiübergreifend die Initiative, bringen Gesetzentwürfe ein, sie werden aktiver, lauter, kritischer, vernehmlicher, das Demokratie-schädigende Einheitsgesulze des Parteienproporzes und der gegenseitigen populistischen Diffamierung nimmt ein Ende, es müssen Mehrheiten gesucht und gefunden werden, das ist im Freund-Feind-Denken nicht möglich,…..

Die Fragen sind gestellt. Was will ich mehr? Es scheint sich doch irgendwie zurecht zu rütteln…….

Mal sehen, ob man doch den geschäftstüchtig(er)en Weg der Groko wählt?

Ja Harald, einen König, auch, wenn der nicht viel zu sagen, hat will ich nicht. Aber ein (überflüssiger? deutscher) Bundespräsident, wer hätte gedacht, dass er so wichtig werden muss.

Kirsche
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GERD

beidi Bildli: Denifle

Habe die Wahrheit gefunden - the one and only


Foto: Denifle - Graffiti von One Truth

Wir werden das Kind schon schaukeln!

Liebe Grüße
Harald
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Beitrag zuletzt bearbeitet von Harald Denifle am 06.01.2018 um 14:31 Uhr.
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Wenn man etwas an der einen Wahrheit rumdrückt, merkt man bald – ganz schön aufgeblasen.


Foto des jungen Rheins im Grenzbereich Schweiz – Liechtenstein - Österreich: von Denifle

Das Bild zeigt nicht etwa braune Gagel inmitten des Rheins.
Es sind Baumstämme - vielleicht vor tausenden Jahren im Gebirgsschutt verschüttet und nun wiederum freigegeben.

Darüber die Brückensanierung


Bild: Denifle

Am Rande einer Fachtagung in Luzern konnte ich mit dem Referenten die geklebte Dübel Anordnung im Detail besprechen. Die Verankerung wäre oberhalb der Bewehrung sinnvoller gewesen und über die Klebe haben wir besser keine Worte gefunden. Bei Platten im Hochbau könnte eine Fixierung nur am Rande noch sinnvoll sein, für Brückenbauwerke doch eher die volle Fläche. Mit fortschreitender Tagung wurde die Firma mit rotem Koffer und weißer Schrift dann doch noch am Rande erwähnt.

Heute sind es Firmen – zu Kartellen aufgeplustert – die Wahrheit weltweit verbreitend.

Wirtschaft als Maß aller Dinge.
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Beitrag zuletzt bearbeitet von Harald Denifle am 30.11.2017 um 21:01 Uhr.
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Hallo Harald,

die Wahrheit schaukelnd mit der langen Nase. Schönes Bild! Leider sind nicht nur wir beide erforderlich, um Demokratie zu befördern. Es bedarf schon aller Mitwirkender, um die Nase auf ein Normalmaß zu stutzen.

Dies aber wiederum wäre zu schön, um wahr zu sein. Da ist die Kontrolle unabhängiger, ich wiederhole mehrfach, unabhängiger und auch von ihren Parteien unabhängiger Abgeordneter erforderlich, die sich nicht auch noch freiwillig dem Fraktionszwang unterwerfen, was dem Bürger wegen des Hinterzimmergeklüngels sehr suspekt sein sollte. Jeder sollte seinen Abgeordneten im Wahlkreis auffordern, Rückgrat gegenüber dem Bürger nicht nur zu heucheln, sondern unter Beweis zu stellen. Manche lassen sich deshalb lieber gar nicht erst blicken. Ist das schon Diktatur auf Zeit, wenn dem Bürger nur die 2 min im Wahllokal verbleiben, um 4, besser noch 5 oder sogar bald 6 oder mehr Jahre nur zuschauen zu dürfen?

PS: Unser jetziger und auch wiedergewählter Abgeordneter im Bundestag hat sich im Gegensatz zu seinem Vorgänger häufig dem öffentlichen Gespräch gestellt. Bravo! Hoffentlich bleibt es so!

Kirsche
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Hallo Gerd

Mit der Demokratie ists wie beim Kommunismus... Sie funktioniert nur, wenn alle mitmachen. Leider liegt es wohl in der Natur von einigen Menschen, aus allem und jedem einen persönlichen Vorteil zu ziehen. In der Politik scheinen mir sehr viele Sachen suspekt - z.B. die Funktion von Lobbyisten, die um das Parlarment herumgeistern. Wären die nicht da, würden sich auch sicher wieder mehr Leute an der Demokratie beteiligen.
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Ich versteh' zwar nicht, was du sagst, aber das kann nur daran liegen, dass du nicht verstehst, was es bedeutet.
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Zitat von Irena:
Daher muss man sowohl über Menschen als über Wirtschaft sprechen. Das Problem sehe ich nur daran, dass man nicht genug Abstraktionsdenken besitzt (um der Wirtschaft eine eigene Wirkung zu zuschreiben) und wird sich weiter als Krone des allen betrachten wollen…

Brückenbauer?

Skizze: Denifle

Für langfristig, dynamische Beanspruchungen sollte man schon eher auf eine fachlich korrekte Verdübelung setzen. Firmen mit rotem Koffer und weißer Schrift machen sich natürlich ihre eigene Wissenschaft, eine eigene Kunst und eine eigene Sicht auf die Dinge dieser Welt. Für Brückenbauer sind reine Firmeninteressen aber eher wenig geeignet. Es braucht unabhängige Experten verschiedenster Fachrichtungen. Otto sieht das vielleicht ähnlich und kann dies mit einem Nicken des Kopfes bestätigen.


Foto: Denifle – Graffiti von One Truth (Zürich)

„The only Truth“ schaukelt hier an einer Hauswand in Zürich. Von einem Zürcher Architekten bekam ich den Auftrag beim Umbau eines Mehrfamilienhauses den Nachweis für die Erdbebensicherheit zu erbringen. Beim Folgeauftrag, sollte ich den geplanten Umbau einer Erdgeschosswohnung in einem fünfgeschossigen Mehrfamilienhaus begleiten. Mittig des MFH befand sich der Zugangsbereich und die Wohnungsgrundrisse waren ident gespiegelt. Im Untergeschoss war die tragende Struktur auf einer Seite komplett offen, sichtbar und auf der anderen Seite hinter Deckenverkleidungen der Sichtbarkeit entzogen. Sämtliche sichtbaren Deckenbalken, der einsehbaren Haushälfte waren durchgehend gerissen. Sehr fantasievoll wurden Stahlträger in allen Richtungen eingebaut und mit Holzkeilen die zerstörte Tragstruktur homöopathisch gesichert. Die tragende Mittelwand des Objektes, welche über sämtliche Geschoss führte, fand im Untergeschoss offensichtlich keine Fortsetzung. Ich verlangte, dass im gespiegelten Bereich die Verkleidung geöffnet werden muss, um die Gesamtsituation der eigentlich schon ausreichend geschädigten Baustruktur beurteilen zu können. Der Auftrag wurde mir aufgrund dieser Forderung umgehend entzogen. Das Problem: Sehr viele Objekte und nicht nur in Zürich entsprechen nur annähernd einer sicheren und fundierten Bauweise. Einkaufstempel in der Altstadt, mit einigen Stützen im Erdgeschoss und sechs massiven Wohnungen im Überbau, eignen sich bestens als „Falle“ – das Erdgeschoss ist bei Erdbebenbeanspruchung auf einmal nicht mehr da.

Für das folgende Bild habe ich schon vor längerer Zeit die statistisch aktiven Erdbebenzonen (Norm) der Alpenländer zusammengebastelt.

Bild: Denifle

Es ist vermutlich ein leicht wissenschaftlicher Irrtum, aufgrund solcher „Hot Spots“, die Erfordernisse des erdbebensicheren Bauens festzulegen. Erdbebensicheres Bauen ist keine Hexerei und erfordert eher strukturelle bauliche Überlegungen und ist dadurch nicht mit enormen Kosten verbunden. Die Unsitte, wie im obigen Beispiel – die Pläne von gebauten Objekten weiterzureichen, ohne auf Baugrund und mögliche differente Einwirkungen einzugehen ist fatal.

Erdbebeneinwirkung als differente Einwirkungen anzusehen und Bauten spezifisch dahingehend auszulegen, mag versicherungstechnisch Interessant sein – entspricht aber nicht der möglichen Realität – auch wenn dies, wissenschaftliche Fakten vorgaukeln. Sichere Strukturen sollten überall vorgesehen werden - no wenn und aber jo.

Die einzige Wahrheit kann uns da schon ganz schön verschaukeln.

Harald
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Beitrag zuletzt bearbeitet von Harald Denifle am 23.12.2017 um 22:17 Uhr.
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One Truth
Weihnachtsimpressionen
DEMOKRATIE

In Männerrunden wachsen die Geweihe zu ansehnlichen Hornwucherungen.
Brunstzeit im Zeitforum.


Foto: Denifle – Graffiti von One Truth (Zürich)

Der Alltag grau, zeigt die Schönheit (nur) der Oberfläche, den Weg in die bunten Tiefen des Alls.

Der junge Finanzminister schultert die Steine und stapft in der Eisschmelze dem Talgrund entgegen.


Foto: Denifle – Graffiti von One Truth (Zürich)

Roberto hochkant abgefüllt die Sinne geweitet den Raum erfassend. Eben habe ich Roberto abgeholt - vom Arlberg, wo in wichtiger Finanzministerrunde die Umverteilung in die richtigen Taschen gelenkt werden. Der Minister telefonierte dann noch mit seiner Trutschen in Wien, damit die horrenden Steuerforderungen der neuen Freunde in den untersten Schubladen der Vergessenheit zugeführt werden. Das Auto von beigot dem alten Löwen. Ein gewaltiger Hirsch quert die Landesrasse mit wenigen, wendigen Sätzen. Wenn solch ein Hirsch die Straße quert, können die Damen nicht weit sein, meint Baumeister Roberto. War Truth.

Foto: Denifle – Graffiti von One Truth (Zürich)

AUGENTÜRME


Gerda von der Wasserkante

Alexa die fliegende Biene


Gerda von der Wasserkante mit Alexa der fliegenden Biene und Rothaut Hari de Nifle:

Die drei eiligen Augentürme vermessen das All.



Aber die Fürst first Truppe



plädiert für

One truth Two



4get it



Sämtlich Fotos: Denifle – Graffiti von One Truth (Zürich – Erlaubnis eingeholt – Thanks One Truth)

Wir Augentürme danken der ONE TRUTH CREW für die one and only truth.
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Beitrag zuletzt bearbeitet von Harald Denifle am 05.04.2018 um 22:48 Uhr.
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Zitat von Nicht von Bedeutung:
In der Politik scheinen mir sehr viele Sachen suspekt - z.B. die Funktion von Lobbyisten, die um das Parlarment herumgeistern. Wären die nicht da, würden sich auch sicher wieder mehr Leute an der Demokratie beteiligen.

In der Schweiz „lungern“ die Lobbyisten in der Lobby des Bundeshauses herum. Der Fachausdruck für dieses Vorgehen nennt man in der Schweiz übrigens „weibeln“.

aus dem Buch: Hinter dem Horizont – Eine Geschichte der Weltbilder von Ernst Peter Fischer

Der Schweizer Erzähler Franz Hohler entwickelte folgende Schöpfungsgeschichte.

Am Anfang war nichts außer Gott. Eines Tages bekam er eine Gemüsekiste voller Erbsen. Er fragte sich, woher sie kommen, denn er kannte niemand außer sich. Er traute der Sache nicht ganz und ließ die Kiste einfach stehen oder schweben. Nach sieben Tagen zerplatzten die Hülsen und die Erbsenkugeln schossen mit großer Gewalt ins Nichts hinaus. Oft blieben dieselben Erbsen, die in einer Hülse gewesen waren, zusammen und umkreisten sich gegenseitig. Sie begannen zu wachsen und zu leuchten, und so wurde aus dem Nichts das Weltall. Gott wunderte sich sehr darüber. Auf einer der Erbsen entwickelten sich später alle möglichen Lebewesen, darunter auch Menschen, die Ihn kannten. Sie schrieben ihm die Erschaffung der Welt zu und verehrten ihn dafür. Gott wehrte sich nicht dagegen, aber er grübelt bis heute darüber nach, wer zum Teufel ihm die Kiste Erbsen geschickt haben könnte.

Liebe Grüße
Harald
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Harald Denifle schrieb in Beitrag Nr. 2276-18:
In der Schweiz „lungern“ die Lobbyisten in der Lobby ... herum
Nicht nur in der Schweiz. Deswegen nennt man sie ja Lobbyisten. ;)

An deiner Schöpfungsgeschichte ist auch etwas suspekt. Bekommen kann man nur etwas von jemand Anderem. Naja... Ich kenn das so, dass Gott eines Tages über diese Kiste stolprte, als er durch das weiträumige Nichts wanderte. Er fürchtete sich vor der Kiste, weil sie ihm weh tat und deswegen ließ er sie stehen und kümmerte sich nicht weiter darum. Als er davon erfuhr, dass die Kiste mindestens einen Planeten mit Menschen darauf hervorgebracht haben soll, die ihn für seine Schöpfung dankten, sagte er zu sich: "Wenn die wüssten..."
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ich finde es erstaunlich,wie sich kapitalismus und sozialismus nur in deutschland,zu einem sozialkapitallismus entwickelt
und wir sind gleichzeitig zeugen und macher dessen
so sieht es aus.
wir stellen fest,das wir keinen könig und oder eine regierung brauchen.
wir haben aktuell keine
die gesetze die wir haben,haben sich im grossen und ganzen bewährt
na klar, iss zukunfstmusik,aber die enttwicklung geht weiter,zu einer outaken gesellschaft
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