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Beitrag Nr. 1969-41
17.12.2012 14:13
Uwe. schrieb in Beitrag Nr. 1969-40:Was ich an dieser Stelle als meine persönliche Meinung in den Raum stellen möchte, ist folgende Annahme: Kein Gott hat uns Menschen erschaffen, sondern wir Menschen erschaffen uns unsere Götter. Je nachdem, in welcher Epoche und auf welchem Punkt der Erde wir leben, haben wir uns Zeus und Hera, Pluto, Mars, Demeter, Allah, Jahwe, Viracocha, Ah Chuy Kak, Ah Kumix Uinicob, Osiris, Re und wie sie alle heißen, ausgedacht.
Interessant ist der Gott der Christen, Juden und Muslime: Nicht beschreibbar, kaum vorstellbar und keineswegs menschenähnlich, aber dennoch ist das ein "Herr" und "Vater", was eindeutig männliche Eigenschaften sind...
Hi, Uwe!
Interessant ist aber auch, dass Jahwe (der Gott Israels) eine historische Entwicklung durchmachte, in der ihm die Gattin abhanden gekommen ist! Aschera wurde als Jahwes Ehefrau verehrt. Dass die Menschen den weiblichen Aspekt ihrer Götter dringend brauchen, zeigt sich in der heutigen Marienverehrung im Christentum (wie Ähnliches im Islam oder in Judentum zu sehen ist, weiß ich nicht). Die mütterlichen Aspekte stehen - denke ich - für voraussetztungslose Liebe, der Mensch dürstet nach ihr so sehr - oder noch mehr - wie nach der väterlichen Gerechtigkeit, Gnade. Hier stehen das Herz gegen den Kopf.
Wenn du sagst, wie Menschen haben uns unsere Götter geschaffen, ist das sicher richtig. Aber ich denke, es ist komplexer. Die Vorderung, sich kein Bild zu machen, oder auch die Weigerung Jahwes, seinen Namen zu nennen, ist ein wichtiger Schritt in der Entwicklung des geistigen Menschen. Das Bild und der Name stehen für Objekte, die der Mensch geschaffen hat, und die ihm innere Stärke rauben, wenn er seine Kraft darauf verwendet, sie zu verehren (Idole), anstatt sich auf seine innere, eigne Kraft zu besinnen und zu verlassen.
Nachtrag:
Zitat von Quante seinem Beitrag 1969-17:Nun Uwe2, eine sehr gewagte Aussage, wenn du hier schreibst: „Dann ist es aber nur redlich, denn Sinn des Lebens ganz zu verneinen.“
Wer den Sinn des Lebens, verneint, verneint zu allererst sich selbst, und in der Konsequenz, den Glauben an Gott. Er negiert, verleugnet Gott. Von daher Uwe2, hast du dir ein Eigentor geschossen. Denn nur eine Frage sei erlaubt welchen Sinn macht es dann überhaupt…an Gott zu glauben??
Ich denke, ich liege nicht falsch, wenn ich Quante mit dieser seiner Aussage so ähnlich interpretiere wie in dem, was ich hier geschrieben habe. Ich muss den Sinn meines Lebens in mir selbst finden (meine innere Stärke erkennen). Wenn ich Gott in diesem Sinne verleugne, verleugne ich mich selbst.
Signatur:
Die Wolken ziehen hin. Sie ziehen auch wieder her.
Der Mensch lebt einmal. Dann nicht mehr.
(Donald Duck)
Bearbeitet von Henry am 17.12.2012 um 14:46 Uhr.
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), aber schließe bitte nicht von dir auf andere, es gibt genug Atheisten, für die z. B. eine hilfreiche und humane Einstellung ihren Leben Sinn genug gibt.