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Glaube und Atheismus / ein paar Gedanken

Thema erstellt von Uwe2 
Beiträge: 136, Mitglied seit 9 Jahren
Wenn man über Gott spricht, muß man den Begriff erstmal definieren. Phantheistische und ähnliche Formen lasse ich weg. Es handelt sich dabei manchmal nur um einen Worttausch, wie Kosmos = Gott. Früher nannte man den Kommunismus eine irdische Religion. Der Neoliberalimus hat auch Quasi-Religiöse Züge.
Wir sprechen also über "den Gott", über dem gemeinhin immer die Rede ist: Einen Schöpfergott, eine höhere Macht usw.
Ich möchte es vorweg nehmen: Mitr wäre es lieber es gäbe ihn, aber ich halte die Existenz eines Schöpfergottes für Wunschdenken.
Ein Universum hervorzubrigen, dass irgendwann wegen unendlicher Kälte oder Hitze untergeht ist geradezu eine Stümperei. Weite Teile des Kosmos sind unbelebt. Was macht das bitte für einen Sinn? Außerdem erkärt Gott nichts: Wo kommt er her, wie entstaht ein solches Wesen?
Heute braucht es keinen Mut mehr sich als Atheist zu outen (wenn man nicht gerade seinen Arbeitsplatz in der Kirche hat). Es wundert mich deshalb immer ein bißchen, das manche Menschen so tun, als würden sie vor Kühnheit erzittern, wenn sie sich zum Atheismus bekennen. Es gibt aber noch etwas, weswegen ich mich als Nichtgläubiger nicht offensiv zum Atheismus bekenne. Wenn immer es um die Sinnfrage geht, lautet die Antwort der Atheisten häufig:"Den Sinn muß man sich selber schaffen!"
Ich halte das für eine illussion: Ich kann z.B. als mein Lebensziel folgendes ausgeben: Die große Liebe zu finden, einen bestimmten Beruf zu haben oder schlicht viel Geld zu verdienen. Nur sind das alles keine unhinterfragbaren Sinndefinitionen. Denn ich kann weiterfragen: Welchen Sinn hat es denn, die große Liebe zu finden, einen bestimmten Beruf zu haben oder viel Geld zu verdienen?
Irgendwie bleibt das Gefühl der Sinnlosigkeit. Anderseits bietet das den Vorteil, dass Leben nicht so bierernst nehmen zu müssen.
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Dass Du nicht unter Verfolgungswahn leidest, heißt noch lange nicht, dass sie nicht hinter Dir her sind.
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Beiträge: 148, Mitglied seit 9 Jahren
Uwe2 schrieb in Beitrag Nr. 1969-1:
Wir sprechen also über "den Gott" . . .
Mir wäre es lieber, es gäbe ihn, aber ich halte die Existenz eines Schöpfergottes für Wunschdenken.

Ein Universum hervorzubrigen, das irgendwann untergeht, ist eine Stümperei.
Weite Teile des Kosmos sind unbelebt.
Außerdem erkärt Gott nichts: Wo kommt er her, wie entstaht ein solches Wesen?

Irgendwie bleibt das Gefühl der Sinnlosigkeit.

Es gibt ihn, diesen Gott, lieber Uwe. Dass Du und ich über ihn reden, ist der Beweis dafür.
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Beiträge: 3.393, Mitglied seit 16 Jahren
Gregor Lämmer schrieb in Beitrag Nr. 1969-2:
Es gibt ihn, diesen Gott, lieber Uwe. Dass Du und ich über ihn reden, ist der Beweis dafür.

Hallo Gregor,

ich danke dir für diese unbestechliche, unwiderlegbare Beweisführung.
Damit hast du auch gleich noch eines meiner anderen Probleme gelöst:

Ich war mir nie sicher, ob es auch das fliegende Spaghettimonster wirklich gibt. Nun habe ich aber Gewissheit:
Nach deiner unglaublich überzeugenden Beweisführung gibt es dieses Monster wirklich, denn wir haben darüber in diesem Forum schon geredet!
Danke!

Infos zum neuen Gott gibt es hier.

Grüße
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Diese Welt gibt es nur, weil es Regeln gibt.
Beitrag zuletzt bearbeitet von Stueps am 12.12.2012 um 20:00 Uhr.
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Beiträge: 148, Mitglied seit 9 Jahren
Stueps schrieb in Beitrag Nr. 1969-3:
Infos zum neuen Gott gibt es hier.

Einen neuen Gott gibt es so wenig, wie wir jemals eine neue Erde bekommen werden.

Gott hat uns nur diese eine Erde gegeben, damit wir ihm beweisen können, dass wir ohne ihn nicht existieren können.
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Gregor Lämmer schrieb in Beitrag Nr. 1969-4:
Einen neuen Gott gibt es so wenig, wie wir jemals eine neue Erde bekommen werden.

Diese Behauptung widerspricht dann direkt deiner Beweisführung in Beitrag Nr. 1969-2:

Gregor Lämmer schrieb in Beitrag Nr. 1969-2:
Es gibt ihn, diesen Gott, lieber Uwe. Dass Du und ich über ihn reden, ist der Beweis dafür.

Du und ich reden gerade über diesen neuen Gott, lieber Gregor! Dies ist der Beweis, dass es ihn gibt! Ich werde ja wohl deinem Beweis vertrauen können!!!
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Beitrag zuletzt bearbeitet von Stueps am 12.12.2012 um 21:39 Uhr.
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Beiträge: 3.393, Mitglied seit 16 Jahren
Uwe2 schrieb in Beitrag Nr. 1969-1:
Mitr wäre es lieber es gäbe ihn, aber ich halte die Existenz eines Schöpfergottes für Wunschdenken.
Ein Universum hervorzubrigen, dass irgendwann wegen unendlicher Kälte oder Hitze untergeht ist geradezu eine Stümperei. Weite Teile des Kosmos sind unbelebt. Was macht das bitte für einen Sinn?

Hallo Uwe2,

alles Fragen, die ich mir auch so ähnlich gestellt habe und stelle. Gerade gestern fiel mir wieder eine Diskussion mit Claus ein, die für mich persönlich in Bezug auf von mir oben zitiertes sehr hilfreich war. Vielleicht ist sie das ja für dich auch:

Es ging damit los, dass ich Claus eine Geschichte von einer Regenpfütze erzählte, und Claus bat, mit mir darüber zu debattieren:

Stueps schrieb in Beitrag Nr. 1634-12:
Es regnete. In einer kleinen Bodenvertiefung bildete sich eine Pfütze.
Die Pfütze wunderte sich, warum sie gerade dort war, wo sie war. Dann freute sie sich, dass Gott so ein schönes Loch für sie geschaffen hatte, wo sie haargenau reinpasste. Dieses Loch, soviel war klar, konnte einzig und allein für die Pfütze geschaffen worden sein!

Die Diskussion ging dann bei Beitrag Nr. 242-609 los, und lief dann in diesem Thread weiter. Du kannst sie selber verfolgen, indem du dann immer die abwechselnden Beiträge von Claus und mir verfolgst, oder du klickst hier nacheinander die Beiträge an:

Beitrag Nr. 242-610
Beitrag Nr. 242-611
Beitrag Nr. 242-615
bis
Beitrag Nr. 242-618
besonders interessant dann die Antwort auf 618
Beitrag Nr. 242-619
dann weiter
Beitrag Nr. 242-620
Beitrag Nr. 242-622
bis
Beitrag Nr. 242-627

keine Angst, diese Beiträge sind nicht zu lang, nicht sehr kompliziert, und m.E. zwischendurch sehr unterhaltsam.

Grüße
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Beiträge: 136, Mitglied seit 9 Jahren
Guten Morgen Gregor,

ich danke Dir für Deine Antwort. Wir bewegen uns damit aber auf der Schiene des Glaubens und nicht der Wissenschaft. Deshalb lasse ich das jetzt einfach mal so stehen.....´

Viele Grüße
Uwe2

Gregor Lämmer schrieb in Beitrag Nr. 1969-2:
Zitat von Uwe2 {1969-1quote:
Es gibt ihn, diesen Gott, lieber Uwe. Dass Du und ich über ihn reden, ist der Beweis dafür.
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Beiträge: 136, Mitglied seit 9 Jahren
Guten Morgen Stueps,

besten Dank. Ein faszinierender Dialog. Ich greife jetzt einen ganz bestimmten Gedanken aus der Diskussion heraus:

Ich finde es faszinierend, wie sich (z.B. bei dir) Gott anscheinend durch echten Glauben ein Stück weit zu offenbaren vermag.[/quote]

Genial, das erinnert mich an den guten,alten Hoimar von Ditfurth der sinngemäß auch so argumentierte. Man könnte es so ausdrücken: Wer glaubt, schafft sich ein Stück weit seinen eigenen Gott, der dann auch reale Konsequenzen für ihn hat. Wer nicht glaubt, für den existiert kein Gott, der auf sein Leben einwirkt.
Ich weiß noch nicht mal, ob ich Eure Gedanken so richtig wiedergegeben habe. Da muß ich jetzt erstmal selbst weiter nachdenken.

Beste Grüße
Uwe

Hallo Uwe2,

alles Fragen, die ich mir auch so ähnlich gestellt habe und stelle. Gerade gestern fiel mir wieder eine Diskussion mit Claus ein, die für mich persönlich in Bezug auf von mir oben zitiertes sehr hilfreich war. Vielleicht ist sie das ja für dich auch:

Es ging damit los, dass ich Claus eine Geschichte von einer Regenpfütze erzählte, und Claus bat, mit mir darüber zu debattieren:

Stueps schrieb in Beitrag Nr. 1634-12:
Es regnete. In einer kleinen Bodenvertiefung bildete sich eine Pfütze.
Die Pfütze wunderte sich, warum sie gerade dort war, wo sie war. Dann freute sie sich, dass Gott so ein schönes Loch für sie geschaffen hatte, wo sie haargenau reinpasste. Dieses Loch, soviel war klar, konnte einzig und allein für die Pfütze geschaffen worden sein!

Die Diskussion ging dann bei Beitrag Nr. 242-609 los, und lief dann in diesem Thread weiter. Du kannst sie selber verfolgen, indem du dann immer die abwechselnden Beiträge von Claus und mir verfolgst, oder du klickst hier nacheinander die Beiträge an:

Beitrag Nr. 242-610
Beitrag Nr. 242-611
Beitrag Nr. 242-615
bis
Beitrag Nr. 242-618
besonders interessant dann die Antwort auf 618
Beitrag Nr. 242-619
dann weiter
Beitrag Nr. 242-620
Beitrag Nr. 242-622
bis
Beitrag Nr. 242-627

keine Angst, diese Beiträge sind nicht zu lang, nicht sehr kompliziert, und m.E. zwischendurch sehr unterhaltsam.

Grüße[/quote]
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Hallo Uwe2,

Uwe2 schrieb in Beitrag Nr. 1969-8:
Ich weiß noch nicht mal, ob ich Eure Gedanken so richtig wiedergegeben habe.

Das finde ich in diesem speziellen Fall gar nicht so wichtig.

Uwe2 schrieb in Beitrag Nr. 1969-8:
Da muß ich jetzt erstmal selbst weiter nachdenken.

Darum ging es mir.

Ich z.B. bin zum Atheismus erzogen worden. Ich stellte mir jedoch sehr früh die Sinnfrage: "Was soll der ganze Quatsch hier? Was hat mein Leben für einen Sinn?" Ich meine, ich bemerke bei dir das selbe.
Durch viele Gedanken und Gespräche stelle ich mich selber heute am ehesten in die Ecke der Agnostiker. Wichtig für mich ist, dass ich mir diesen Standpunkt selber erarbeitet habe. Und er ist noch lange nicht endgültig, dafür habe ich viel zu viel Spaß an neuen Erkenntnissen, auf deren Suche ich zu gern bin.
Ich kann mir vorstellen, dass du vielleicht ähnlich tickst, jedenfalls erinnern deine Fragen und Meinungen mich an meine "Suche".
So freue ich mich persönlich auf weitere Fragen und Standpunkte von dir, und hoffentlich auf kurzweilige Debatten.

Grüße
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Hallo Claus,

falls du mitliest:

Uwe2 sprach einen interessanten Gedanken an, wo ich gleich Fragen habe:

Uwe2 schrieb in Beitrag Nr. 1969-8:
das erinnert mich an den guten,alten Hoimar von Ditfurth der sinngemäß auch so argumentierte. Man könnte es so ausdrücken: Wer glaubt, schafft sich ein Stück weit seinen eigenen Gott, der dann auch reale Konsequenzen für ihn hat. Wer nicht glaubt, für den existiert kein Gott, der auf sein Leben einwirkt.

Bist du zu echtem Glauben gelangt, weil du ein Stück weit persönliche Offenbarung erfahren durftest, oder ist dir Offenbarung erst durch Glaube zuteil geworden?
Hoffentlich ist diese Frage nicht zu persönlich, falls ja, bitte ich schon einmal um Entschuldigung.

Grüße
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Hallo Stueps,

Du gesellst Dich am Ehesten also zu den Agnostikern. Bei mir ist das schon komplizierter:
Wenn es um den sprichwörtlichen Schöpfergott geht, also einem Gott als Wesen/Person, bin ich eher Atheist. Mir erscheint ein solcher Glaube dermaßen weit weg von der Realität, dass ich mich da festlegen möchte in meiner Meinung, Geht es aber um eine Sinnhaftigkeit des Ganzen und somit auch um einen Nichtpersonellen-Gott dann bin auch ich Agnostiker. Geht es um pahntheistische Vorstellungen, dann bin ich sogar "Gläubig".
Nun gut, jetzt habe ich mich etwas von der Sinnfrage entfernt. Vlt. ist der Zweifel auch eine Art Selbstschutz vor allzu großen Enttäuschunegen. Ein wirklicher Sinn ist für uns nicht erkennbar. Aber dann bleibt natürlich die Frage: Was soll der ganze Aufwand? Über 13 Milliarden Jahre Geschichte, da darf man schon ein bißchen Sinn erwarten.

Etwas zum Nachdenken: [Link]

Grüße Uwe
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Uwe2 schrieb in Beitrag Nr. 1969-1:
...
Wenn immer es um die Sinnfrage geht, lautet die Antwort der Atheisten häufig:"Den Sinn muß man sich selber schaffen!"
...
Das Leben und das Universum hat keinen Sinn.
Und weil wir uns mit dieser Sinnlosigket schwertun, fragen wir, ob es nicht doch einen Sinn gibt.
Ich habe auf die Sinnfrage dieselbe Antwort, wie sie oben zitiert wurde. Jeder muß seinem Leben selbst Sinn geben, damit es sinnvoll ist. Jeder Mensch strebt einen Zustand der Zufriedenheit an. Mit Hunger, Langeweile, Stress,... usw. sind wir nicht zufrieden. Daher müssen wir etwas dagegen tun. Auch Unwissenheit ist nicht sonderlich zufriedenstellend - also lernen wir dazu. Vielleicht bekommen wir in Internetforen die gesuchten Informationen. Dann macht es Sinn, zum Beispiel im Zeitforum mitzudiskutieren. Wenn man damit nicht zufrieden ist, läßt man die Beschäftigung mit dem Zeitforum bleiben.
Jeder muß für sich selbst festlegen, was in dieser sinnlosen Welt sinnvoll ist. Das können keine imaginären Überwesen und keine anderen Menschen übernehmen.
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Es gibt keine Urknall-Singularität.
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Hallo Bernhard,

aber alles was Du hier als "Sinn" angibst, ist kein letztendlicher Sinn. Welchen SInn macht es denn glücklich und zufrieden zu sein? Wir streben danach, weil dies die Evolution vorgibt. Aber das ist ja was ich den Atheisten vorwerfe: Auch Atheisten können keinen Sinn hervorzaubern. Wenn man im Universum keinen Sinn sieht ist das ok. Dann ist es aber nur redlich, denn Sinn des Lebens ganz zu verneinen.

Gruß Uwe

Bernhard Kletzenbauer schrieb in Beitrag Nr. 1969-12:
Uwe2 schrieb in Beitrag Nr. 1969-1:
...
Wenn immer es um die Sinnfrage geht, lautet die Antwort der Atheisten häufig:"Den Sinn muß man sich selber schaffen!"
...
Das Leben und das Universum hat keinen Sinn.
Und weil wir uns mit dieser Sinnlosigket schwertun, fragen wir, ob es nicht doch einen Sinn gibt.
Ich habe auf die Sinnfrage dieselbe Antwort, wie sie oben zitiert wurde. Jeder muß seinem Leben selbst Sinn geben, damit es sinnvoll ist. Jeder Mensch strebt einen Zustand der Zufriedenheit an. Mit Hunger, Langeweile, Stress,... usw. sind wir nicht zufrieden. Daher müssen wir etwas dagegen tun. Auch Unwissenheit ist nicht sonderlich zufriedenstellend - also lernen wir dazu. Vielleicht bekommen wir in Internetforen die gesuchten Informationen. Dann macht es Sinn, zum Beispiel im Zeitforum mitzudiskutieren. Wenn man damit nicht zufrieden ist, läßt man die Beschäftigung mit dem Zeitforum bleiben.
Jeder muß für sich selbst festlegen, was in dieser sinnlosen Welt sinnvoll ist. Das können keine imaginären Überwesen und keine anderen Menschen übernehmen.
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Beitrag zuletzt bearbeitet von Uwe2 am 14.12.2012 um 07:41 Uhr.
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Beiträge: 1.359, Mitglied seit 16 Jahren
Uwe2 schrieb in Beitrag Nr. 1969-13:
Welchen SInn macht es denn glücklich und zufrieden zu sein?
Richtig, auch das ist sinnlos. Aber uns kommt es vor, als hätte es Sinn. Wenn wir schon ein Leben haben, dann wenigstens ein angenehmes und kein unglückliches.
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[
Zitat von Uwe2:
Hallo Bernhard,

aber alles was Du hier als "Sinn" angibst, ist kein letztendlicher Sinn. Welchen SInn macht es denn glücklich und zufrieden zu sein? Wir streben danach, weil dies die Evolution vorgibt. Aber das ist ja was ich den Atheisten vorwerfe: Auch Atheisten können keinen Sinn hervorzaubern. Wenn man im Universum keinen Sinn sieht ist das ok. Dann ist es aber nur redlich, denn Sinn des Lebens ganz zu verneinen.

Gruß Uwe


Hallo, Uwe!


Sieh es mal anders: Du bist der alleinige Herrscher über Sinn und Unsinn deines Lebens, niemand kann dir vorschreiben (vormachen), was deinem Leben Sinn gibt - außer du selbst.

Die Erkenntnis, dass die Existenz per se sinnlos ist, ist ein Akt der Befreiung.
Signatur:
Herr Oberlehrer

Die Wolken ziehen hin. Sie ziehen auch wieder her.
Der Mensch lebt einmal. Dann nicht mehr.

(Donald Duck)
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Beiträge: 136, Mitglied seit 9 Jahren
Hallo Henry,

das ist ja gerade der Knackpunkt: Einen "letzten Sinn", also ein Sinn der nicht mehr hinterfragt werden kann, gibt es nicht und den kann man sich auch nicht selbst geben.
Deinen letzten Satz kann ich nur zustimmen.

Gruß Uwe
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Dass Du nicht unter Verfolgungswahn leidest, heißt noch lange nicht, dass sie nicht hinter Dir her sind.
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Beiträge: 584, Mitglied seit 14 Jahren
Hallo Allerseits aus dem winterlichen Berlin. Ich will mich nur ganz kurz zu dieser Thematik äußern.

Ich fange mal mit meiner eigenen Signatur an:“ Glaube ist die Manifestation von Nichtwissen und der zugehörige unbedingte Wille, dass es so sein muss.“

Die Frage, wie auch die Aussage zu/über Gott ist also eine reine Frage des ganz persönlichen Glaubens. Und deswegen antworte ich auf diese Thematik, ich weiß (es für mich), dass es ihn nicht gibt und ich bin mir zugleich auch sehr bewußt, daß es ihn (Gott) für andere geben muss, und für einige, ganz unbedingt sogar.

Die Beschäftigung mit Gott ist letztendlich immer nur eine Frage der Selbstbeschäftigung/Auseinandersetzung mit (zunächst) sich seiner selbst. Im weiteren Verlauf dieser Selbstbeschäftigung kommen einige dann bei Gott, an „ihrem Ende“, auch in ihrer Verzweiflung, an. Sie kommen es aber nicht aus reinen, freien Stücken, sondern weil es ihnen von Geburt an so vermittelt worden ist, vorgelebt.

Gott soll ihnen letztendlich Trost geben in dieser sonst doch eher untröstlichen Welt. Trost bei Gott zu finden, ist aber auch (immer nur) Trost bei sich selbst zu finden, denn Gott ist völlig außerstande Trost zu spenden, es ist der Trost der aus einem selbst kommt, in einem selbst sich finden in seinem Befinden. Hier wird Gott lediglich Mittel zum Zweck, einem Selbstzweck. Der Trost kann die verschiedensten Formen annehmen, ein Stück Kuchen, ein schöner Blumenstrauß, ein paar neue Schuhe, eine Urlaubsreise…was auch immer…aber ich vermute, derjenige hat dann seinen Trost „durch Gott“ gefunden.

Trenne also Gott von all diesen Dingen ab, und du wirst erkennen, daß es ihn nicht geben muss.
Denn ein Stück Kuchen, ein Blumenstrauß…neue Schuhe…sind für sich alleine betrachtet auch schön, und sie sind es auch, ohne jeglichen Gott.

Das Universum für sich selbst, kennt keinen Sinn, es kann sich keines Sinns bewußt werden, nur insofern hat es selbst keinen Sinn, aber ich meine das Prinzip des Seins des Universums zu kennen, es ist der stets und immer vorherrschende wie auch zeitlos andauernde Prozeß der Veränderung.
Veränderung ist die treibende, fortwährende Kraft des Universums.

Nun Uwe2, eine sehr gewagte Aussage, wenn du hier schreibst: „Dann ist es aber nur redlich, denn Sinn des Lebens ganz zu verneinen.“
Wer den Sinn des Lebens, verneint, verneint zu allererst sich selbst, und in der Konsequenz, den Glauben an Gott. Er negiert, verleugnet Gott. Von daher Uwe2, hast du dir ein Eigentor geschossen. Denn nur eine Frage sei erlaubt welchen Sinn macht es dann überhaupt…an Gott zu glauben??
Signatur:
Zur Bedingung des Raum und der Zeit gehört ganz unbedingt ,die absolute Bedingungslosigkeit von Raum und Zeit. Werden Raum und Zeit an Bedingungen geknüpft sind sie endlich, mit einem Beginn und einem Ende.
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Beiträge: 2.939, Mitglied seit 15 Jahren
Diese alternativen zehn Gebote haben mich, abgesehen von anderen friedlichen Weltanschauungen, seit meiner Jugend gravierend beeinflusst.
Formuliert von Bertrand Russell, am 16. Dezember 1951 in der New York Times.

1. Fühle dich keiner Sache völlig gewiss.

2. Trachte nicht danach, Fakten zu verheimlichen,
denn eines Tages kommen die Fakten bestimmt ans Licht

3. Versuche niemals, jemanden am selbständigen Denken zu hindern;
es könnte dir gelingen.

4. Wenn dir jemand widerspricht, und sei es dein Ehegatte oder dein Kind, bemühe dich, ihm mit Argumenten zu begegnen
und nicht mit der Autorität, denn ein Sieg der Autorität ist unrealistisch und illusionär.

5. Habe keinen Respekt vor der Autorität anderer,
denn es gibt in jedem Fall auch Autoritäten, die gegenteiliger Ansichten sind.

6. Unterdrücke nie mit Gewalt Überzeugungen, die du für verderblich hälst,
sonst unterdrücken diese Überzeugungen dich.

7. Fürchte dich nicht davor, exzentrische Meinungen zu vertreten;
jede heutige Meinung war einmal exzentrisch.

8. Freue dich mehr über intelligenten Widerspruch als über passive Zustimmung;
denn wenn die Intelligenz so viel wert ist, wie sie dir wert sein sollte, dann liegt im Widerspruch eine tiefere Zustimmung.

9. Halte dich an die Wahrheit auch dann, wenn sie nicht ins Konzept passt;
denn es passt noch viel weniger ins Konzept, wenn du versuchst, sie zu verbergen.

10. Neide nicht denen das Glück, die in einem Narrenparadies leben;
denn nur ein Narr kann das für ein Glück halten.


Mit den besten Grüßen.
Ernst Ellert II.
Signatur:
Deine Zeit war niemals und wird niemals sein.
Deine Zeit ist jetzt und hier, vergeude sie nicht.
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Beiträge: 2.307, Mitglied seit 11 Jahren
Ernst Ellert II schrieb in Beitrag Nr. 1969-18:
Diese alternativen zehn Gebote haben mich, abgesehen von anderen friedlichen Weltanschauungen, seit meiner Jugend gravierend beeinflusst.
Formuliert von Bertrand Russell, am 16. Dezember 1951 in der New York Times.

1. Fühle dich keiner Sache völlig gewiss.

2. Trachte nicht danach, Fakten zu verheimlichen,
denn eines Tages kommen die Fakten bestimmt ans Licht

3. Versuche niemals, jemanden am selbständigen Denken zu hindern;
es könnte dir gelingen.

4. Wenn dir jemand widerspricht, und sei es dein Ehegatte oder dein Kind, bemühe dich, ihm mit Argumenten zu begegnen
und nicht mit der Autorität, denn ein Sieg der Autorität ist unrealistisch und illusionär.

5. Habe keinen Respekt vor der Autorität anderer,
denn es gibt in jedem Fall auch Autoritäten, die gegenteiliger Ansichten sind.

6. Unterdrücke nie mit Gewalt Überzeugungen, die du für verderblich hälst,
sonst unterdrücken diese Überzeugungen dich.

7. Fürchte dich nicht davor, exzentrische Meinungen zu vertreten;
jede heutige Meinung war einmal exzentrisch.

8. Freue dich mehr über intelligenten Widerspruch als über passive Zustimmung;
denn wenn die Intelligenz so viel wert ist, wie sie dir wert sein sollte, dann liegt im Widerspruch eine tiefere Zustimmung.

9. Halte dich an die Wahrheit auch dann, wenn sie nicht ins Konzept passt;
denn es passt noch viel weniger ins Konzept, wenn du versuchst, sie zu verbergen.

10. Neide nicht denen das Glück, die in einem Narrenparadies leben;
denn nur ein Narr kann das für ein Glück halten.


Mit den besten Grüßen.
Ernst Ellert II.

Unterschätze nicht die Narren - wer weiß schon, wie Gott sich zeigt!

Schönes Wochende bis hier erst mal!
Signatur:
Herr Oberlehrer

Die Wolken ziehen hin. Sie ziehen auch wieder her.
Der Mensch lebt einmal. Dann nicht mehr.

(Donald Duck)
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Beiträge: 136, Mitglied seit 9 Jahren
Hallo Quante,

aus dem gar nicht so winterlichen Düsseldorf. Du hast Deine Meinung geäußert, sei dafür gedankt. Nur wirkliche Argumente hast Du nicht gebracht. Ich kann auch nicht erkennen, dass ich ein Eigentor geschossen hätte.
Also wir haben in dieser Thematik zwei völlig andere Meinungen. Nun, ich denke damit können wir beide ganz gut leben.

Gruß Uwe

Quante schrieb in Beitrag Nr. 1969-17:
Hallo Allerseits aus dem winterlichen Berlin. Ich will mich nur ganz kurz zu dieser Thematik äußern.

Ich fange mal mit meiner eigenen Signatur an:“ Glaube ist die Manifestation von Nichtwissen und der zugehörige unbedingte Wille, dass es so sein muss.“

Die Frage, wie auch die Aussage zu/über Gott ist also eine reine Frage des ganz persönlichen Glaubens. Und deswegen antworte ich auf diese Thematik, ich weiß (es für mich), dass es ihn nicht gibt und ich bin mir zugleich auch sehr bewußt, daß es ihn (Gott) für andere geben muss, und für einige, ganz unbedingt sogar.

Die Beschäftigung mit Gott ist letztendlich immer nur eine Frage der Selbstbeschäftigung/Auseinandersetzung mit (zunächst) sich seiner selbst. Im weiteren Verlauf dieser Selbstbeschäftigung kommen einige dann bei Gott, an „ihrem Ende“, auch in ihrer Verzweiflung, an. Sie kommen es aber nicht aus reinen, freien Stücken, sondern weil es ihnen von Geburt an so vermittelt worden ist, vorgelebt.

Gott soll ihnen letztendlich Trost geben in dieser sonst doch eher untröstlichen Welt. Trost bei Gott zu finden, ist aber auch (immer nur) Trost bei sich selbst zu finden, denn Gott ist völlig außerstande Trost zu spenden, es ist der Trost der aus einem selbst kommt, in einem selbst sich finden in seinem Befinden. Hier wird Gott lediglich Mittel zum Zweck, einem Selbstzweck. Der Trost kann die verschiedensten Formen annehmen, ein Stück Kuchen, ein schöner Blumenstrauß, ein paar neue Schuhe, eine Urlaubsreise…was auch immer…aber ich vermute, derjenige hat dann seinen Trost „durch Gott“ gefunden.

Trenne also Gott von all diesen Dingen ab, und du wirst erkennen, daß es ihn nicht geben muss.
Denn ein Stück Kuchen, ein Blumenstrauß…neue Schuhe…sind für sich alleine betrachtet auch schön, und sie sind es auch, ohne jeglichen Gott.

Das Universum für sich selbst, kennt keinen Sinn, es kann sich keines Sinns bewußt werden, nur insofern hat es selbst keinen Sinn, aber ich meine das Prinzip des Seins des Universums zu kennen, es ist der stets und immer vorherrschende wie auch zeitlos andauernde Prozeß der Veränderung.
Veränderung ist die treibende, fortwährende Kraft des Universums.

Nun Uwe2, eine sehr gewagte Aussage, wenn du hier schreibst: „Dann ist es aber nur redlich, denn Sinn des Lebens ganz zu verneinen.“
Wer den Sinn des Lebens, verneint, verneint zu allererst sich selbst, und in der Konsequenz, den Glauben an Gott. Er negiert, verleugnet Gott. Von daher Uwe2, hast du dir ein Eigentor geschossen. Denn nur eine Frage sei erlaubt welchen Sinn macht es dann überhaupt…an Gott zu glauben??
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