Licht bewegt sich in der gekrümmten Raumzeit auf sog. lichtartigen Geodäten. Die Geodätengleichungen sind unabhängig von der Frequenz des Lichtes ==> es gibt keine spektrale Aufspaltung des Lichts im Gravitationsfeld.
Hallo Zara,
Ich verstehe das ganze so:
Einsteins SRT machte zum Zeitpunkt der Publikation drei wesentliche Voraussagen.
- Erklärung der Perihelbewegung,
- Lichtablenkung,
- Rotverschiebung infolge Gravitation.
Diese Voraussagen galt es experimentell nachzuprüfen.
Die beobachteten Perihelbewegungen in Hinblick auf einen relativistischen Effekt war sehr schwierig, weil er im Bereich nur weniger Promille liegt.
Der Einfluß von Staubwolken, Sonnen und Planeten war schwierig abzuschätzen. Aber Einsteins theoretische Berechnungen trafen sehr genau die beobachteten Abweichungen. Er berücksichtigte nicht nur die Abstände, sondern auch die Relativgeschwindigkeiten der Massen.
Der Nachweis der Lichtablenkung scheiterte anfangs an der Beugung in der Sonnenkorona, der aber für optische Frequenzen glücklicherweise vernachlässigbar war.
Für die Rotverschiebung der Spektallinien war die Interpretation schwierig, weil die nach außen strömenden heißen Gase eine Doppler-Blauverschiebung verursachen.
Die "Stärke" der drei Effekte ist verschieden.
Die Lichtablenkung erfordert eine Änderung der Raummetrik, der Effekt liegt in der selben Ordnung wie die Rotverschiebung.
Die Rotverschiebung folgt aus der Änderung der LG mit C·m/(c²·a) und ist der schwächste Effekt.
Das nur in aller Eile.
Bis Ende nächster Woche,
Otto