Hallo Stueps,
vielen Dank für den Hinweis; hab die Erklärung der Maxwell-Gleichungen durch MartinB vollständig gelesen und wohl auch verstanden. Es ist sehr interessant, Genaueres über die elektromagnetische Wechselwirkung und die Entstehung elektromagnetischer Wellen zu erfahren.
Hallo Zara.t.
Die normale Geschwindigkeit v (Dreiervektor) ist nicht kovariant und wird deshalb in der Relativitätstheorie durch eine Geschwindigkeit ersetzt, die durch einen Vierervektor dargestellt wird.
Kann das Wort "nicht kovariant" hinreichend erklären, warum man die allgemein übliche Trennung von Raum und Zeit aufgeben muss und ein Modell einer Vereinheitlichung (Raumzeit) verwenden muss ?
M.E. ist es verständlicher festzustellen, dass jede Veränderung einen zeitlichen und einen räumlichen Anteil hat. Und diese Anteile, wenn man nur einen von ihnen betrachtet , auf ca. 13,7 Milliarden Jahre und 13,7 Milliarden Lichtjahre begrenzt sind. Die weitere Frage ist: Was ist die Ursache dieser Begrenzung ? Die Lichtgeschwindigkeit ist die Anwendung der Kategorien von Raum und Zeit auf den Elektromagnetismus und zwar in der allgemein üblichen Form eines räumlich eindimensionalen Modells (Strecke) und der Beziehung zwischen Raum und Zeit (Geschwindigkeit =Strecke/Zeit). Eine Geschwindigkeit ist m.E. keine Naturerscheinung, die die genannte Begrenzung unserer Wahrnehmungsmöglichkeit erklären kann. Meines Wissens schließen auch die Relativitätstheorien höhere Geschwindigkeiten als die Lichtgeschwindigkeit prinzipiell nicht aus.
Deshalb ist es m.E. sinnvoller und allgemeinverständlicher die Grundlage der Lichtgeschwindigkeit, nämlich den Elektromagnetismus als Naturerscheinung als Ursache der Begrenzung unserer Wahrnehmungsmöglichkeiten anzusehen.
Zitat:
Das Betragsquadrat aller beliebigen Vierergeschwindigkeiten beträgt c² oder in der theoretischen Physik einfach 1 (dort gilt: c = 1).
Wenn sich die Geschwindigkeit v eines Objekts ändert, wird nur der Vierervektor u in der Raumzeit gedreht. Der Vierervektor u der Geschwindigkeit wird unterschiedlich auf die jeweiligen Koordinatenachsen projeziert
Anders kann man wohl ein räumlich eindimensionale Vorstellung (Strecke) von Geschwindigkeit (Strecke/Zeit) mit einem vierdimensionalen Raumzeitmodell nicht in Einklang bringen. M.E. wird hier auch der Effekt der Längenkontraktion deutlich. In einem einfachen Weg-/Zeitdiagramm mit nur einer Raumrichtung muss ein Objekt bei Erhöhung der Geschwindigkeit aus der einzigen vorhandenen Raumrichtung teilweise verschwinden, weil es sich teilweise in eine andere, in diesem Modell nicht mehr darstellbare Raumrichtung bewegt; und schließlich bei theoretischem Erreichen der Lichtgeschwindigkeit ganz verschwinden.
Zitat:
ZB beim Licht wird die volle Länge auf die Raumachsen projeziert. Der Vierervektor der Lichtgeschwindigkeit hat also keinen Betrag mehr auf der Zeitachse, "bewegt" sich also nicht mehr durch die Zeit.
Hier liegt m.E. das größte Dilemma diese Erklärungsmodells; denn diese Aussage läuft auf eine unendlich hohe Lichtgeschwindigkeit hinaus, währen die Lichtgeschwindigkeit endlich ist und die Ausbreitung elektromagnetischer Wellen immer Zeit braucht, z.B. 1 Sekunde für ca. 300000km. Die Vakuumlichtgeschwindigkeit ist eine Absolutheitsfiktion. Man sollte es deshalb bei der von Einstein postulierten "Konstanz der Lichtgeschwindigkeit" belassen. .
Zitat:
Bei einem stillstehenden Objekt ist es genau umgekehrt. Es "bewegt" sich nur durch die Zeit (mit Lichtgeschwindigkeit) und nicht durch den Raum (immer bezüglich des zugrundegelegten Koordinatensystems.
Alle anderen Objekte vermischen beide Zustände.
Hältst Du das von mir zugrunde gelegte räumlich eindimensionale, insgesamt zweidimensionale Raumzeitdiagramm für
zu einfach ? Es macht zwar beim Verständnis auch Schwierigkeiten, denn zeitartige Vektoren mit dem Betrag 0 sind nur schwer vorstellbar, dokumentieren aber immerhin den Begriff der Gleichzeitigkeit in den Relativitätstheorien. Gleichzeitig in diesem Sinne sind nämlich Ereignisse, deren Kenntnis durch den Elektromagnetismus (eine Lichtgeschwindigkeit mit dem Wert 1) vermittelt wird.
MfG
Harti
Wichtig ist, dass man nicht aufhört zu fragen. A.E.