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Rauchverbot

Thema erstellt von Neo-x 
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Zampano schrieb in Beitrag Nr. 1673-29:
Wo kämen wir denn hin, wenn auf einmal das Stimmvieh bestimmen sollte, welche Politik wie gemacht wird ?!?!

Da bräuchten wir keine Parteien, sondern nur noch Ideen zur Problemlösung. Wer wäre dann noch so doof, Politiker sein zu wollen ? Dies um eine Entscheidung des Pöbels zu vertreten, die den Herrschenden nichts als Ärger einbringt ?

Jeder Halbstarke schreibt sich seine Gesetze, wie er sie gerade braucht. Alles wird vor Ort entschieden - welcher Halbstarke will schon Monate auf einen unfairen Prozess warten ?

Jeder hätte seine eigene Währung - Banken wären überfordert und somit überflüssig

...

Deine Wortwahl sagt schon aus, wie Du über die Intelligenz des gemeinen Volkes denkst.

Nicht jeder einzelne bestimmt über seine persönlichen Gesetze, Währung etc., die er hat, sondern alle gemeinsam entscheiden über die Gesetze,Währung, etc., die dann für alle gelten.
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Ist da etwa noch jemand der den Beitrag Nr. 1673-29 wörtlich genommen hat und der Ironie keine Chance geben mag ?

Wenn nun die Politiker aufgrund von Mehrheitsentscheidungen Gesetze usw. gemacht haben, sollten sich auch alle danach richten und nicht die vielleicht für ihn zufällig ungünstige Konstellation bedauern. Opposition bedeutet keineswegs, grundsätzlich anderer Meinung zu sein oder eine vernachlässigbare Minderheitenmeinung zu vertreten, die nur mit Streiks, Gewalt und dergl. durchzusetzen ist.

Allerdings gehört zu einer gerechten und volksnahen Politik auch, dass nicht nur 60 % der Wahlberechtigten zur Wahl gehen.
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Zampano schrieb in Beitrag Nr. 1673-31:
Allerdings gehört zu einer gerechten und volksnahen Politik auch, dass nicht nur 60 % der Wahlberechtigten zur Wahl gehen.

Und wenn es nur 60 % sind, dann sind die anderen 40% es selber schuld, wenn sie von ihrem Wahlrecht nicht gebrauch machen.

Da sag ich: selber schuld, Pech gehabt, Von denen darf dann auch keiner meckern, wenn die Entscheidung nicht nach ihren Wünschen ausfällt.
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Genau !
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Hans-m schrieb in Beitrag Nr. 1673-32:

Und wenn es nur 60 % sind, dann sind die anderen 40% es selber schuld, wenn sie von ihrem Wahlrecht nicht gebrauch machen.

Da sag ich: selber schuld, Pech gehabt, Von denen darf dann auch keiner meckern, wenn die Entscheidung nicht nach ihren Wünschen ausfällt.
Jetzt weiß ich auch warum in letzter Zeit soviel Auswandermagazine im TV angeboten werden.
Wenn sich diese numerische-Direkt-Demokratie durchsetzt sind alle Angehörigen von Minderheiten im Ar***!
Damit ist nicht nur ethnische Minderheit gemeint sondern alle Minderheiten. z.B. Rollifahrer, alleinerziehende, MS-kranke u.s.w.
Denn wie sollten sie auch nur im Ansatz eine Möglichkeit finden ihre Interessen zu realisieren.
Und angesichts des steigenden Altersdurchschnitts werden dann wohl bald nur noch die Senioren das sagen im Land haben.
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Deine Zeit ist jetzt und hier, vergeude sie nicht.
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Ernst Ellert II schrieb in Beitrag Nr. 1673-35:
Wenn sich diese numerische-Direkt-Demokratie durchsetzt sind alle Angehörigen von Minderheiten im Ar***!
Damit ist nicht nur ethnische Minderheit gemeint sondern alle Minderheiten. z.B. Rollifahrer, alleinerziehende, MS-kranke u.s.w.
Denn wie sollten sie auch nur im Ansatz eine Möglichkeit finden ihre Interessen zu realisieren.
Und angesichts des steigenden Altersdurchschnitts werden dann wohl bald nur noch die Senioren das sagen im Land haben.

Eine sehr wohl zu beachtende "Nebenwirkung" einer "direkten Volksbestimmung"
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Neo-x schrieb in Beitrag Nr. 1673-14:
Mensch toll,

Dein Vorschlag!

Jetzt haben wir ja schon einige Ideen.

Aber bei den Motorrad Kamikaze sollten wir staffeln:

Alles über irrsinnige 80 PS muss 70% mehr zahlen!


Schreibe gleich mal einen Brief nach Berlin an Rösler................. :-)

Die allerbeste Gesundheitsreform seit langem. Eine Krankenkassen- Beitragserhöhung nur für die lebensmüden Selbstzerstörer!

[Nachricht zuletzt bearbeitet von Neo-x am 06.07.2010 um 16:24 Uhr]
Deine Post muss aber schnell unterwegs gewesen sein Neo. ;-)
Leider hat man sie in Berlin vorher noch abgefangen,
und die "Junge Gruppe in der Unionsfraktion" kupfert jetzt Deine Vorschläge ab.

http://www.welt.de/politik/deutschland/article85726...
Zitat:
Krankenversicherung - CDU-Politiker will, dass Übergewichtige mehr zahlen
... heist es da.

Mit den besten Grüßen.
Ernst Ellert II.
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Neo-x schrieb in Beitrag Nr. 1673-38:
Eine “Fat Tax” für übergewichtige Japaner. "Japaner mit Übergewicht werden jetzt schnell abnehmen müssen oder mehr Steuern bzw. Abgaben für das Gesundheitssystem bezahlen, als Japaner mit Normalgewicht".

Wurde im Juli vor einem Jahr in Japan eingeführt.

Auch Fluggesellschaften hatten schon diese Ideen. Dicke Menschen "müssten" Flug Ticket-Aufschlag zahlen.
Ist hier aber nur Theorie geblieben.

Sollte das wirklich wahr sein, so ist dies der Gipfel der Diskriminierung

Da sollte man lieber die Raucher zur Kasse bitten und die Alkoholiker etc.

Und was ist mit den Workoholiks, die sind doch Kandidaten für einen Herzinfarkt, und somit auch Kostenverursacher für die Krankenkassen.
Oder die Bullemiekranken, also das krasse Gegenteil zu den Übergewichtigen, auch sie kosten das Gesundheitswesen unnötig Geld.

Und was machen die Arbeiter, die sich von ihren Chefs ausbeuten lassen, bis sie schliesslich unter Burnout oder Depressionen leiden?

Aber nein es wird immer und immer wieder auf den Übergewichtigen rumgehackt, nur weil die in der Menge nicht zu übersehen sind.
Depressive Workohiliks mit Burnout, wird man in der Masse kaum erkennen, obwohl sie dem Gesundheitswesen genau so zu Last fallen.

Bald bekommt jeder einen eigenen Tarif

Was zahlt dann ein blonder Ingeneuer, der in Berlin geboren ist, jetzt in Bonn wohnt, 180 groß ist, und 75 Kg wiegt, täglich 8 Stunden arbeitet und 30 Tage Urlaub hat gerne mal die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschreitet, und täglich 80 Km fährt ??????

Ich sehne mich nach unserem guten alten sozialen Gesundheitssystem zurück.

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Beitrag zuletzt bearbeitet von Hans-m am 22.07.2010 um 12:35 Uhr.
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Neo-x schrieb in Beitrag Nr. 1673-40:
He Hans-m,

was wiegst Du denn so? ;-)

Das spielt hier keine Rolle, nur so viel, ich habe leichtes Übergewicht, was ich offen zugebe.
Aber was wäre wenn ich Bullemie hätte? Wäre das für Dich wichtig?

Was ich aber sage will ist, dass die Benachteiligung der Übergewichtigen nur der Anfang einer endlosen Kette sein wird.
Man wird anfangen, jedes kleine Wehwechen, des evtl die Krankenkassenzusätzliches Geld kostet, in die Beiträge mit einzubeziehen.
Man wir Statistiken führen, welche Berufsgruppe am häufigsten Krank ist,
Blonde sind anfälliger gegen Sonnenbrand, als Dunkelhaarige. Wird man, im Rahmen der Klimaerwärmung und der Zunahme der Sonnentage, auch sie stäker zur Kasse bitten?
Sind Frauen öffter krank als Männer?
Hilfsarbeiter öffter als Archtekten?
Workoholiks mehr als Hartz 4 Empfänger?
Autofahrer mehr als die Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel
Und was ist mit meiner Wohngegend,
Lebe ich Gefahr in eine Messerstecherei zu geraten, falls ich in einem sozialen Brennpunkt wohne
Oder könnte ich Opfer eines Murenabgangs werden, wenn an einem Berghang wohne?
Flieg ich 3.mal Jährlich zum "Ballermann", so könnte ich Probleme mit meiner Leber bekommen.
und - und - und

Die Kassen werden, falls sie mit der Diskreminierung der Übergewichtigen durchkommen, auch weitere Grupen der Versicherten diskreminieren.
Es wird sich ein undurchschaubarer Tarifdschungel bilden, bei dem letztendlich jeder Versicherte durch irgend ein selbstgestricktes Raster der Kassen fallen wird
Verdienen werden daran nur die Kassen.


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Beitrag zuletzt bearbeitet von Hans-m am 22.07.2010 um 15:29 Uhr.
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Beiträge: 1.359, Mitglied seit 11 Jahren
Hallo Hans-m,
Hans-m schrieb in Beitrag Nr. 1673-42:
Verdienen werden daran nur die Kassen.

ich glaube dies ist etwas zu kurz gegriffen.

Das Gesundheitssystem stellt sich für mich wie folgt dar:

Die Gesamtheit der Interessengruppen ( Ärzte, Pharmaindustrie, Apotheken, Krankenkassen etc.) wollen das bestehende System nicht ändern, weil sie sehr gut damit leben. Ihr gemeinsames Interesse geht dahin, dass möglichst viel Geld in den Gesundheitstopf fließt, egal ob es vom Einzelnen oder von der Allgemeinheit kommt.
Es kommt zwar zu Verteilungskämpfen, diese werden aber immer so geführt, dass nicht weniger Geld zur Verfügung steht.
Es gehört zum System, dass in unehrlicher Weise Forderungen nach höheren Einkünften mit dem Interesse der Patienten an einer guten Gesundheitsversorgung verschleiert werden.
Einfachste gesetzliche Regelungen, z.B. die Pflicht zur Ausstellung einer Rechnung für Kassenpatienten, werden von den Interessengruppen übereinstimmend verhindert, weil dies den Effekt haben könnte, dass die Patienten kostenbewußter werden und weniger Leistungen in Anspruch nehmen.
Es werde sogar in erheblichem Umfang Gefährdungen der Patienten (z.B. durch unnötige Röntgenaufnahmen, Weitervertrieb von Medikamenten mit schwerwiegenden Nebenwirkungen) in Kauf genommen, wenn damit viel Geld verdient werden kann.

Es werden strategisch neue Behandlungsfelder erschlossen oder ausgeweitet; Hormonbehandlung, medikamentöse Bluthochdruckbehandlung, ausufernde Vorsorgemaßnahmen.

Warum ist es nicht möglich dieses System zu ändern ?

Ein hinreichender Teil der Parlamentarier in allen Parteien (mit Ausnahme vielleicht noch der Linken) wird von den genannten Interessengruppen legal bestochen ( Beraterverträge etc.) Was bei einem einfachen Beamten, der Gesetze anwendet, strafbar ist, ist bei denjenigen, die die Gesetze machen, erlaubt. Und dies werden die Parlamentarier mit Sicherheit nicht ändern.

Dem Bürger bleibt also nichts übrig als sich zu verweigern und so wenig Leistungen des Systems wie eben möglich in Anspruch zu nehmen.
Aber da haben die Gesundheitslieferer immer noch die Möglichkeit Angst zu machen, die Kosten zu verschleiern und notfalls zu betrügen.

MfG
Harti
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Wichtig ist, dass man nicht aufhört zu fragen. A.E.
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Harti schrieb in Beitrag Nr. 1673-43:
(...)
Warum ist es nicht möglich dieses System zu ändern ?

Ein hinreichender Teil der Parlamentarier in allen Parteien (mit Ausnahme vielleicht noch der Linken) wird von den genannten Interessengruppen legal bestochen ( Beraterverträge etc.) Was bei einem einfachen Beamten, der Gesetze anwendet, strafbar ist, ist bei denjenigen, die die Gesetze machen, erlaubt. Und dies werden die Parlamentarier mit Sicherheit nicht ändern.

Dem Bürger bleibt also nichts übrig als sich zu verweigern und so wenig Leistungen des Systems wie eben möglich in Anspruch zu nehmen.
Aber da haben die Gesundheitslieferer immer noch die Möglichkeit Angst zu machen, die Kosten zu verschleiern und notfalls zu betrügen.

MfG
Harti
Hallo Harti und guten Morgen.
Ich habe da zu Deinen Ausführungen ein Paradebeispiel aus dem Versicherten-Leben.

Die mächtigen Verbündeten der Pharmaindustrie.
Im Jahr 1992 !!! war im Gesundheittsstrukturgesetz die Einführung einer Positiv-Liste für Arzneimittel geplant.
Trotz aller gutgemeinten Anläufe haben alle Regierungen seit 1992 dabei keinen Erfolg gehabt.
Als es 2003 wieder zur Sprache kam meinte EX Ministerpäsident Koch...
"Ich will das es dieser Industrie gut geht".
Natürlich wurde das in diesem Jahr rot-grüne Gesetz im Bundesrat abgelehnt.

Die meisten unserer EU-Nachbarn haben so eine Positiv-Liste für Pillen und Pillchen.
Aber bei uns sind über 50.000 Präperate am Start die auf 20.000 reduziert werden sollten.
Das will die Pharmaindustrie auf keinen Fall.
So werden bei uns im Jahr ca. 4000 Tonnen Medikamente auf den Müll geworfen
die aber vorher von uns mit rd. 4 Mrd Euro bezahlt worden sind.

In Schweden gibt es 3.500 Präperate auf der Positiv-Liste und in Frankreich 770
und die Menschen sind dort nicht "kränker" als bei uns.
Warum geht das dort, aber hier nicht?

Aber trotz aller Betrügerein und Lobby-Gewerke können wir froh sein das es hier noch keine U$-Maßstäbe gibt.
Dort wird ganz massiv am zukünftigen Schlaraffenland für Medi-Investoren gebastelt.
Dann sind die Krankenversicherung, die Hersteller von Medikamenten
und die von Medizin Hardware (Betten, Instrumente, Prothesen)
das Krankenhaus (incl.Personal), die Hausärzte, und alle Rehamasnahmen
in der Hand einer einzigen AG und dann wird es eng für die Beteiligten.

Mit den besten Grüßen.
Ernst Ellert II.

http://de.wikipedia.org/wiki/Positivliste_f%C3%BCr_...
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Ich selbst arbeite in einem Krankenhaus und weiss ganz genau: Krankenhäuser sind nicht die Verdiener am Gesundheitswesen.

Steigende Energiekosten für Gas Öl Strom treiben die Betriebskosten in die Höhe
Strengere Vorschrifften für medizinische Geräte machen die Anschaffung von neuen teuren Geräten erforderlich.
Hinzu kommt der Konkurenzdruck der Krankenhäuser untereinander, so dass jeder die besten Geräte haben muss, um die Patienten anzulocken.
Steigende Lohnkosten der Ärzte und Pflegkräfte
Die Krankenkassen zahlen sogenannte Fallpauschalen, d.H. ein Krankenhaus bekommt pro Blinddarm-OP einen Festpreis gezahlt Wird die Behandlung eines Patienten aus irgendwelchen Gründen teurer, so zahlt das Haus dies aus "eigener" Tasche.
Bisher konnten wir die Jahre noch mit einem ausgeglichenen Konto überstehen, d.h. Die Einnahmen deckten gerade so die Kosten. Aber wie die Zukunft aussieht, wenn die Kosten weiter steigen, das bleibt ungewiss.
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Hans-m schrieb in Beitrag Nr. 1673-45:
Ich selbst arbeite in einem Krankenhaus und weiss ganz genau: Krankenhäuser sind nicht die Verdiener am Gesundheitswesen.
(...)
Hallo Hans, sei gegrüßt.
Den Krankenhäusern wollte ich nicht zu nahe treten.
Aber vielleicht wäre eine Stellungnahme von Dir, als Insider, bezüglich der Positiv-Liste, zu bekommen.
Wie äußert sich das im Umgang mit Medikamenten im Krankenhausbetrieb?

Mit den besten Grüßen.
Ernst Ellert II.
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Zitat:
Harti schrieb in Beitrag Nr. 1673-43
Dem Bürger bleibt also nichts übrig als sich zu verweigern und so wenig Leistungen des Systems wie eben möglich in Anspruch zu nehmen.
Wie sollte mir diese Einstellung Vorteile bringen?
Ich zahle für Leistungen (Krankenkassenbeiträge), wenn ich dann auf Leistungen (Medikamente) verzichte so kann ich mein Geld doch gleich verbrennen.
Zitat:
Ernst Ellert II schrieb in Beitrag Nr. 1673-44:
Die meisten unserer EU-Nachbarn haben so eine Positiv-Liste für Pillen und Pillchen.
Aber bei uns sind über 50.000 Präperate am Start die auf 20.000 reduziert werden sollten.
Das will die Pharmaindustrie auf keinen Fall.

Konkurenz belebt das Geschäft und hält die Preise niedrig. Diese Aussage kennt doch jeder von uns.
Und wenn ich die Anzahl der angebotenen Medikamente reduziere, so reduziere ich damit auch den Konkurenzkampf der Anbieter.
Würde ich im Extremfall nur noch ein Medikament für eine Kranheit auf die Liste setzen, so hätte dessen Hersteller eine Monopolstellung und könnte die Preise diktieren.
Je mehr Medikamente, für einen bestimmten Anwendungsfall, angeboten werden, desto größer ist das Bestreben der Hersteller, ihr eigenes Medikament möglichst konkurenzfähig anzubieten.

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Beitrag zuletzt bearbeitet von Hans-m am 24.07.2010 um 08:17 Uhr.
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Hallo. Ernst,
Du schriebst in Beitrag 1673-43:
Zitat:
... So werden bei uns im Jahr ca. 4000 Tonnen Medikamente auf den Müll geworfen ...
Ist doch zu ärgerlich: entweder ist die Packung zu früh zu Ende oder aber die Krankheit bzw. das Leben ! Wann endlich werden die Genesungs- und Lebenszeiten den verordneten Packungsgrößen angepasst ? Hat die Industrie absichtlich "unwirtschaftliche" Probiergrößen und "verschwenderische" Großpackungen hergestellt oder haben die kranken Kassen zuviel Angst bei den Ärzten bewirkt, so dass jegliche Verordnung jahrelang noch hinterfragt wird, auch z.B. nur weil Medikamente gehortet wurden ?

In Deutschland ist es derzeit allein schon aus Sicherheitsgründen (ferner Versicherung, Verantwortung ...) nicht erlaubt, Restmedikamente (z.B. Verstorbener) weiterzugeben. Aber vielleicht wäre dies eine Lösung des angesprochenen deutschen Müllproblems. Und Versicherte, die teure second-hand-Medikamente (z.B. Insulin) aufbrauchen, bekommen einen Sondertarif oder Bonus (z.B. ein Tag Kuraufenthalt) ???

Ich jedenfalls würde meinen Kindern keine Restpackung Antibiotika, Zäpfchen oder Augentropfen (oder andere laienhaft bezeichnete Pillen und Pillchen) verabreichen, nur weil ein Hersteller zuviel verdient. Entsprechendes gilt natürlich auch für Lebensmittel und Kleidung usw. - bei Autos akzeptiere ich schon eher Gebrauchtes, auch wenn ich trotz guter Beratung schlechte Erfahrung machen mußte.

Oder wir reduzieren die Verordnungsliste z.B. um die Präparate der Firma Radiofarm mit der Begründung, dass ihr Anteil am Medikamentenmüll besonders hoch ist und wir keine israelische Firma in Deutschland brauchen, die nur Pillen herstellt, die es schon von deutschen Firmen gibt ?
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Hans-m schrieb in Beitrag Nr. 1673-47:
Ernst Ellert II schrieb in Beitrag Nr. 1673-44:
Dem Bürger bleibt also nichts übrig als sich zu verweigern und so wenig Leistungen des Systems wie eben möglich in Anspruch zu nehmen.
(OFFTOPIC)
Hallo Hans und guten Abend.
Nur der Vollständigkeithalber möchte ich Dich darauf hinweisen das die oben zitierte Zeile von Harti stammt.
Und zwar aus Beitrag Nr. 1673-43. Bei Deinem Zitat oben hast Du übersehen
das die Zeile in meinem Beitrag schon als Zitat von Harti ausgewiesen war.
Ich will mich ja nicht mit fremden Federn schmücken, so zu sagen. ;-)
(OFFTOPIC ENDE)

Mit den besten Grüßen.
Ernst Ellert II.
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Zampano schrieb in Beitrag Nr. 1673-48:
(...)
Ist doch zu ärgerlich: entweder ist die Packung zu früh zu Ende oder aber die Krankheit bzw. das Leben ! Wann endlich werden die Genesungs- und Lebenszeiten den verordneten Packungsgrößen angepasst ? Hat die Industrie absichtlich "unwirtschaftliche" Probiergrößen und "verschwenderische" Großpackungen hergestellt oder haben die kranken Kassen zuviel Angst bei den Ärzten bewirkt, so dass jegliche Verordnung jahrelang noch hinterfragt wird, auch z.B. nur weil Medikamente gehortet wurden ?

In Deutschland ist es derzeit allein schon aus Sicherheitsgründen (ferner Versicherung, Verantwortung ...) nicht erlaubt, Restmedikamente (z.B. Verstorbener) weiterzugeben. Aber vielleicht wäre dies eine Lösung des angesprochenen deutschen Müllproblems. Und Versicherte, die teure second-hand-Medikamente (z.B. Insulin) aufbrauchen, bekommen einen Sondertarif oder Bonus (z.B. ein Tag Kuraufenthalt) ???

Ich jedenfalls würde meinen Kindern keine Restpackung Antibiotika, Zäpfchen oder Augentropfen (oder andere laienhaft bezeichnete Pillen und Pillchen) verabreichen, nur weil ein Hersteller zuviel verdient. Entsprechendes gilt natürlich auch für Lebensmittel und Kleidung usw. - bei Autos akzeptiere ich schon eher Gebrauchtes, auch wenn ich trotz guter Beratung schlechte Erfahrung machen mußte.

Oder wir reduzieren die Verordnungsliste z.B. um die Präparate der Firma Radiofarm mit der Begründung, dass ihr Anteil am Medikamentenmüll besonders hoch ist und wir keine israelische Firma in Deutschland brauchen, die nur Pillen herstellt, die es schon von deutschen Firmen gibt ?
Schön wenn Du es amüsant findest das die Beitragszahler der Krankenkassen 4 Milliarden Euro aufbringen
um sie den Pharmakonzernen zukommen lassen die dafür nicht benötigten völlig überteuerten und gefährlichen Sondermüll produzieren.
Zitat:
Die beste Lösung des Problems wäre die Problemvermeidung, nämlich statt standardisierte Packungen von Medikamenten zu verschreiben eine individuell auf den Patienten und den einzelnen Fall abgestellte Therapie anzuwenden. In englischsprachigen Ländern ist es traditionell üblich, dass ein Arzt nach eigenem Ermessen auch kleinste Mengen von Tabletten verschreibt, die jeder Drugstore vorrätig hat. Dass es auch in Deutschland einmal so weit kommen könnte, erscheint dem Bundesverband deutscher Apotheker aus Sicherheitsgründen als nicht wünschenswert.
Es ist wohl jedem klar warum die Apotheken und auch die Pharmaindustrie da kein Interesse dran hat....
Zitat:
Doch die gesetzliche Grundlage für eine flexiblere Therapie ist bereits vorhanden: Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg hat im Mai 2006 entschieden, dass die Umverpackung ("Zweitverblisterung" in vorgeformte Plastikbehälter, die mit einer Metallfolie verschweißt werden) von Fertigmedikamenten in der Apotheke rechtmäßig ist. Apotheker sind sogar zur Abgabe "von wirtschaftlichen Einzelmengen" verpflichtet, wenn der Arzt es verordnet [Arzneimittelgesetz § 129, Abs. 1]. "Bei der Abgabe von einzelnen Tabletten könnten dann Einsparungen erzielt werden, wenn diese Tabletten aus Großgebinden oder loser Einzelware abgegeben werden und zudem die Ärzte nicht nur in Einzelfällen, sondern regelmäßig von dieser Möglichkeit Gebrauch machten,"

Quelle: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30879/1.html

Mit den besten Grüßen.
Ernst Ellert II.
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Dem Bürger bleibt also nichts übrig als sich zu verweigern und so wenig Leistungen des Systems wie eben möglich in Anspruch zu nehmen.
Zitat:
Ernst Ellert II schrieb in Beitrag Nr. 1673-49:
(OFFTOPIC)
Hallo Hans und guten Abend.
Nur der Vollständigkeithalber möchte ich Dich darauf hinweisen das die oben zitierte Zeile von Harti stammt.
Und zwar aus Beitrag Nr. 1673-43. Bei Deinem Zitat oben hast Du übersehen
das die Zeile in meinem Beitrag schon als Zitat von Harti ausgewiesen war.
Ich will mich ja nicht mit fremden Federn schmücken, so zu sagen. ;-)
(OFFTOPIC ENDE)

Sorry Ernst,
ist mir wohl beim editieren irgendwie "durchgeflutscht", Ich hab´s korrigiert
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