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Intelligenz und Sprache

Thema erstellt von Hans-m 
Beiträge: 2.991, Mitglied seit 10 Jahren
Ich habe schon einige Beiträge im Fernsehen über Intelligenz und die damit verbundene Kommunikation mittels Sprache gesehen. Dabei kam oft zum Ausdruck, dass z.B. Primaten wegen mangelder Akustischer Lautäusserungen keine "höhere" Sprache mit einem grösseren Wortschatz ausbilden können.

Wenn ich mal so darüber nachdenke, so benötigt man eigentlich nur zwei Frequenzen, aus denen sich beliebige Wörter bilden können, ähnlich der "0" und der "1" bei Computern.
Was sich lediglich verändern würde ist die länge eines Wortes.

Der Infomationsgehalt ergibt sich ja aus dem Informationsgehalt eines Zeichens exponiert mit der Anzahl der Zeichen.
= (Informationsgehalt/Zeichen)Zeichenanzahl
Bei 0 und 1 kann man so mit 1 Zeichen 2 Information, übertragen, nämlich 1 oder 0
bei 2 Zeichen kann man bereits 4 Informationen übertragen
00 - 01 - 10 oder 11
bei 4 Zeichen sind es bereit 16
0000 0001 0010 0011 0100 0101 0110 0111 1000 1001 1010 1011 1100 1101 1110 1111

Das bringt mich auf den Gedanken, dass, wenn die nötige Intelligenz vorhanden ist, lediglich 2 unteschiedliche "gesprochene" Töne ausreichen, eine Komplexe Sprache auszubilden, bei der die Wörter lediglich eine imense Länge hätten

Meine Vermutung ist, dass bei Walen der sogenannte Walgesang komplexe Worte beinhaltet. Die Wale können zwar nur ein schmales Frequenzband "sprechen". aber ihre Intelligenz ist der unseren möglicher weise so weit vorraus, so dass sie Wörter mit hundert und mehr "Zeichen" problemlos "sprechen" und verstehen könnten.
Bei der Schallausbreitung im Wasser über grosse Distanzen würden unterschiedliche Frequenzen womöglich auch unterschiedlich gut übertragen, demzufolge käme eine Sprache in einem breiteren Frequenzband, das unserem ähnlich wäre, für eine Kommunikation über mehrer Kilometer nicht in Frage.
Bei der Evolution hat es sich möglicher weise als vorteilhafter erwiesen, sich in einem schmaleren Frequenzband auf Kosten der "Datendichte" zu verständigen als in einem breiten Frequenzband mit schlechterer "Übertragungsqualität"
Das ist ähnlich, als würde ich bei einer Fernübertragung die "Baudrate" verringern, wodurch ich zwar die Übertragungsgeschwindigkeit vermindere, aber die Fehlerschierheit verbessere.
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Hallo Hans,
ich habe auf die schnelle jetzt kein anderes als dieses Beispiel der Sprachmustererkennung gefunden, letztlich stellt das sich aber ähnlich dar;

http://home.foni.net/~michaelbosch/physics/motortec...

Wie man leicht erkennen kann, ein wenig komplexer, als sich das mancher so einfach vorstellt.
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Beiträge: 2.991, Mitglied seit 10 Jahren
Merlinie schrieb in Beitrag Nr. 1688-2:
Wie man leicht erkennen kann, ein wenig komplexer, als sich das mancher so einfach vorstellt.

Du bestätigst, was ich bereits sagte.

Die menschliche Sprache ist eine komplexe Zusammensetzung verschiedener Frequenzen.
Fehlen Teile dieser Frequenzen wird die Sprache unverständlich.

(Auch wenn dein Link auf eine Motorkennlinie hinweist, verstehe ich was Du meinst.)
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Beiträge: 1.052, Mitglied seit 13 Jahren
Jeder Walgesang entwickelt sich über einen gewissen Zeitraum. So kann zum Beispiel eine Strophe, die mit einem erhöhten Ton ("upsweep") beginnt, im Laufe eiens Monats so umgestellt sein, dass dieser Bereich durch eine konstante Note ausgetauscht wird. Andere Teile werden etwas lauter oder leiser mit der Zeit. Auch die Geschwindigkeit dieser Veränderungen variiert. So gibt es Jahre, in denen die Wale ständig ihre Gesänge variieren, während sie in anderen Jahren eher langfristig konstant bleiben.

Buckelwale, die in den gleichen Regionen leben, haben meistens sehr ähnliche Lieder mit teilweise nur sehr leichten Unterschieden, Dagegen haben Wale von geographisch vollständig getrennten Gebieten sehr unterschiedliche Gesänge. Während der Entwicklung der Gesänge werden alte Strophen nicht erneut aufgenommen. So konnte eine Studie über einen Zeitraum von 19 Jahren zeigen, dass zwar generelle Teile immer mal wiederkehren, niemals jedoch in der gleichen Kombination.

Neben den Gesängen produzieren Buckelwale auch Töne, die nicht strophenartig aufgebaut sind, etwa zur Abgrenzung von Revierbereichen. Eine dritte Gruppe der Buckelwaltöne sind die feeding calls. Dabei handelt es sich um einen zwischen fünf und zehn Sekunden langen Ton von annähernd durchgehend der gleichen Frequenz. Dieser wird bei der gemeinsamen Jagd eingesetzt, bei der sich mehrere Wale unterhalb von Fischschwärmen aufhalten und diese durch ausgeblasene Luftblasen in einen Blasenvorgang einengen, um dann von unten mit geöffnetem Maul im Schwarm aufzutauchen. Bevor sie beginnen, den Blasenteppisch aufzubauen ertönt dieser Ton. Offensichtlich reagieren auch die Fische auf den Ton. So konnte nachgewiesen werden, dass bei Erklingen des Geräusches einzelne Fische fluchtartig den Hauptschwarm verlassen, unabhängig davon, ob Wale in der Nähe sind.

Andere Formen

Die meisten anderen Wale produzieren Töne von unterschiedlicher Komplexität. Vor allem der Weißwal zeichnet sich durch ein immenses Spektrum an Tönen aus, das ihm den Namen Sea Canary beibrachte (Kanarienvogel des Meeres).

Menschen und Walgesänge

Während sich einige Beobachter die Faszination, die von den Walgesängen bei vielen Menschen ausgehen, vor allem damit erklären, dass es sich bei den Tieren um Meerestiere handelt, sind viele Forscher der Ansicht, dass der Gesang bei den Walen eine wichtige Rolle in der Entwicklung und vor allem für das Wohlbefinden der Tiere spielt und sich dies auch auf den Menschen überträgt. Häufig wird vor allem Gegnern des Walfangs vorgeworfen, die Walgesänge für ihre Sache zu nutzen und so ihre Position dadurch zu untermauern, dass sie die Menschen mit den vermenschlichten Gesängen emotional an die Wale binden wollen. Interessant in dem Zusammenhang ist, dass vor allem Organisationen, die sich für den Walkampf einsetzen, die Bedeutung des Gesangs herunterspielen.

Diejenigen, die den Walgesang und die Kommunikation der Wale für einen wichtigen Teil im Leben der Wale halten, sind vor allem beunruhigt von der Zunahme der Geräusche in den Ozeanen und deren Effekte auf die Wale. Untersuchungen an Großen Schwertwalen im Gebiet von Vancouver zeigten, dass die Tiere mit zunehmendem Bootsverkehr die Frequenz ihrer Rufe veränderten und auch die Lautstärke erhöhten, um die Signale noch zu hören. Umweltschützer fürchten eine massive Zunahme des Stresses für die Tiere durch diese akustische Umweltverschmutzung.


http://www.calsky.com/lexikon/de/txt/w/wa/walgesang.php
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Auch der Mensch besitzt ein Repertoire an Tonfolgen, die nicht der gesprochenen Sprache zugerechnet werden und von allen Menschen verstanden werden.
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Beiträge: 473, Mitglied seit 9 Jahren
Ich füge mal was ein. Hat auch mit der Sprache zutun.

Spracherkennung erfolgt im Innenohr. Das Innenohr leitet es weiter ans Gehirn. Eine gewohnte Sprache kann das Innenohr leicht erkennen und gibt es ans Gehirn weiter. Eine Sprache die man nicht kennt ( Chinesisch oder ähnliches ), wird vom Innenohr zwar aufgenommen, aber gibt es NICHT korrekt weiter. Deshalb verstehen wir auch Fremdsprachen schlecht bis gar nicht.

Jemand der kein Englisch kann zum Beispiel, würde den Satz " What are you doing " ganz anders verstehen ( akustisch ), als einer der die Sprache gelernt hatte.

Wenn jemand ein Fremdsprache lernt, so muss das Innenohr erstmal daran angepasst werden. Das geht in der Regel sehr schnell.
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Beiträge: 1.328, Mitglied seit 12 Jahren
Entschuldigung Solo, aber das was du da schreibst ist ein Schwachsinn. Innenohr nimmt die Schallwellen an, die Erkennung erfolgt im Gehirn(!). Alles wird von Innenohr korrekt weitergeleitet. Wenn es aber Nichts in Gedächtnis zu anknüpfen hat, kann es nicht verstanden werden. KAnn aber gespeichert werden und bei Erkennung eines Zusammenhangs nächster Mal eine Bedeutung erlangen.
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