Der Grund ist folgender: [...] Wenn man nun alle Kräfte zu einer einzigen Urkraft zusammenfassen will, kommt man je nach benutzer Theorie auf 11, 27, etc. Dimensionen. Ohne Zuhilfenahme der zusätzlichen Dimensionen ist eine Zusammenfassung derzeit nicht möglich.
Das ist genau der Punkt in dieser Argumentation: ->
je nach benutzter Theorie und
derzeit (!). Das sind zwar momentan Indizien (...und somit im Sinne der Anfangs-Frage auch gute Gründe...) für die Annahme, dass mehr als 4 (Raumzeit-)Dimensionen existieren
könnten - aber genaugenommen als Schlußfolgerung (Grund?) für die Existenz (oder auch Nicht-Existenz) weiterer (Raumzeit-)Dimensionen wenig aussagekräftig...
Man müsste nämlich nicht nur zeigen (beweisen), dass sich z.B. die schwache und die starke Wechselwirkung in sagen wir mal 5 Dimensionen vereinigen lassen (...was ja noch "relativ" einfach ist, indem man einfach eine entsprechende Theorie angibt) - sondern man müsste auch gleichzeitig zeigen, dass es darüber hinaus jedoch
KEINERLEI weitere (alternative) Theorie(n) geben
KANN, die die Vereinigung schwacher und starker Wechselwirkung in
weniger als 5 Dimensionen zulassen würde(n)... (-> und
das ist das wirklich schwierige Unterfangen im Vgl. zur Argumentation von Tom7)...
Zitat:
Tom7 schrieb weiterhin:
Nun ist das Problem jedoch, dass wir offensichtlich in einer dreidimensionalen Umgebung (plus Zeit) leben. Hauptargument dafür ist, dass wenn es anders wäre, die Newtonschen Regeln nicht gelten würden und unser Sonnensystem keine stablien Planetenbahnen haben könnte. Ist aber nicht so. Die Planeten haben stabile Bahnen.
.oO ( ... ob es wirklich
offensichtlich ist, in einem drei+eins-dimensionalen Raum zu leben, sei einfach mal dahingestellt... )
Die Newtonschen Regeln würden imho jedoch genausogut in jedem beliebigen Raum mit mind. 4 Dimensionen gelten, solange die zusätzlichen (Raumzeit-)Koordinaten neutral in die Formulierung der Newtonschen Regeln einfließen würden...
(triviales) Bsp:
Ich postuliere (im Rahmen einer neuen Theorie) einen 6-dimensionalen Raum mit den beiden zusätzlichen Raumzeit-Koordinaten
q und
u. Und ich übernehme dabei im Rahmen meiner neuen Theorie die Newtonschen Regeln quasi 1:1, indem ich z.B. dafür Rechnung trage, dass unser bisheriges physikalisches Weltbild für
q=0 und
u=0 als lokales (!) Modell weiterhin exakt zutrifft... unser bisher bekanntes "Universum" wäre dann ein physikalischer Querschnitt eines 6-dimensionalen Hyper-Raumes für den Sonderfall
q=0 und
u=0 ...und würde vor sich hinexistieren wie "eh und je"...
Selbst unsere Planetenbahnen würden sich somit konsistent in das neue Weltbild einfügen - und sämtliche Planeten würden auch weiterhin (...zur Freude Newtons übrigens ;]) stabil auf ihren Bahnen ihre Kreise (oder besser gesagt: Ellipsen
:)
) ziehen als wäre nie was geschehen...
Sicherlich: diese Art der Konstruktion neuer Theorien wäre absolut trivial. Nur, was will ich damit sagen?...
Nämlich, dass das von Tom7 angeführte Argument - die Newtonschen Regeln - absolut kein stichhaltiges Argument
gegen weitere mögliche (Raumzeit-)Dimensionen liefert. Genausowenig jedoch, wie z.B. die bloße Existenz von 'modernen' Theorien wie z.B. der String-Theorie ein stichhaltiges Argument
für das Vorhandensein weiterer Dimensionen liefern würde...
Kurzum: bisher ist mir trotz aller Anstrengungen kein driftiger Grund bekannt geworden, warum unser Universum mehr als vier (Raumzeit-)Dimensionen haben
MÜSSTE - jedoch auch (...leider) kein Grund, wieso es nur max. vier Raumzeit-Dimensionen haben
DÜRFTE...
MfG,
parad0x
P.S.:
Zitat:
Der Schluss, der sich daraus ergibt ist, dass die Raumzeit seit dem Urknall expandierte, während alle anderen 3 (oder 24) Dimensionen aufgewickelt wurden.
@tom7: tut mir leid, aber diese letzte Schlußfolgerung kann ich als Argumenation aus (deinem) bisherigem absolut nicht nachvollziehen...
remember: 21 is just half of the truth...