Willkommen in Manus Zeitforum
InformationenAnmelden Registrieren

Erweiterte Suche

Wesen der Zeit als Teil des Weltbildes

Thema erstellt von Wolfgang Werth 
Beiträge: 28, Mitglied seit 15 Jahren
Dieses Forum belegt eindrucksvoll, wie wenig wir in der Lage sind das Wesen der Zeit zu begreifen. Die Notwendigkeit zu dem Wesen von Zeit und Raum vorzudringen, ergibt sich aus der fundamentalen Bedeutung dieser Kategorien für unser Weltbild. In diesem Zusammenhang bin ich irritiert darüber, wie trotz des mangelnden Verständnisses von Zeit und Raum mit ihnen umgegangen wird und ein Weltbild erschaffen wird, welches bei genauerer Betrachtung immer wieder an die Grenzen der Logik und der Kausalität stößt.
Beispiel: Wenn sich der Raum krümmen lässt, muss er Grenzen haben oder unterschiedliche Dimensionen. Die Frage, ob es ein Außerhalb dieser Grenzen gibt ist unzulässig aber nicht die Frage, wie weit diese Krümmung reicht und somit muss die Krümmung an sich in Frage gestellt werden.
Die Frage nach dem Beginn der Zeit ist eben so unzulässig, weil das Ereignis des Beginns einen Grund oder einen Auslöser braucht. Einen Auslöser kann es aber nicht gegeben haben, weil für dessen Existenz ein Zeitraum vorhanden sein muss.
In den heute vorherrschenden Weltbildern werden Zeit und Raum als physikalische Kategorien angesehen, erhalten somit eine Gestalt und können mathematisch verarbeitet werden gar zu Variablen gemacht werden. Somit sind sie dehnbar, können verbogen, verkürzt und verlängert werden, weitere Dimensionen (was immer das auch sein mag) können hinzugefügt werden und das alles bis die Rechnung stimmt. Die Quantenphysik lässt sich nur noch mathematisch beschreiben, der Bezug zum Selbstverständnis der Vorgänge ist verloren gegangen.
Ich traue zwar der Mathematik ich traue aber nicht den Mathematikern, die so sorglos mit Dingen umgehen, dessen Wesen sie nicht verstehen.
Das Ptolemäische Weltbild hat sich deshalb so lange gehalten, weil es mathematisch mit Formeln unterlegt war, so dass die berechneten Vorhersagen auch tatsächlich eintrafen. Es war dennoch falsch. Ich glaube, wir brauchen heute einen modernen Kopernikus, der das Einsteinsche Weltbild mal unter die Lupe nimmt.
Ich habe mir ein Weltbild „zurecht gelegt“, dass meinem Intellekt entsprechend ohne Vernachlässigung von Logik und Kausalität auskommt, in dem ich Zeit und Raum als das betrachte, was sie wirklich sind. Zeit ist ein substantiviertes Verb wie der Lauf, das Vorankommen oder die Entwicklung als passiver Bestandteil allen Seins. Raum ist Länge, Breite und Höhe ohne weitere Gestalt an jedem Ort gleichermaßen feststellbar. Die Verbindung nur der beiden Kategorien ist ebenso unmöglich wie das Losgelöste betrachten von anderen Dingen oder Erscheinungen.
Signatur:
Wolfgang Werth
[Gäste dürfen nur lesen]
Beiträge: 7, Mitglied seit 15 Jahren
Die Zeit ist doch eigentlich nur ein menschliches Konstrukt.
[Gäste dürfen nur lesen]
Beiträge: 28, Mitglied seit 15 Jahren
Koko schrieb in Beitrag Nr. 983-2:
Die Zeit ist doch eigentlich nur ein menschliches Konstrukt.

Ja, deshalb auch substantiviertes Verb. Wenn wir Zeit feststellen wollen, vergleichen wir nur die Dauer von Prozessen. Zeit an sich ist nicht feststellbar, weil wir auch gar nicht die Faktoren kennen (wahrscheinlich gibt es auch keine), die an das so genannte Ablaufen der Zeit beteiligt sind. Die Formulierung "Ablaufen der Zeit" ist an sich schon ein Widerspruch, denn Zeit ist ja schon das Ablaufen, kann also nicht noch potenziert werden.
Signatur:
Wolfgang Werth
[Gäste dürfen nur lesen]
Beiträge: 1.177, Mitglied seit 17 Jahren
Zitat:
Die Zeit ist doch eigentlich nur ein menschliches Konstrukt.

Die Idee kommt wohl fast jedem Menschen einmal... mir auch... aber ich meinte damit nur unser Zeitsystem... die Aufteilung des Tages, um unser Leben besser zu organisieren.

Aber das Phänomen der Zeit... unabhängig von allen menschlichen Konstrukten, einfach nur die Erfahrung unserer eigenen Zeitlichkeit, dass ich irgendwann geboren wurde und irgendwann einmal sterben werde... das als menschliches Konstrukt zu bezeichen, halte ich für falsch.
[Gäste dürfen nur lesen]
Beiträge: 28, Mitglied seit 15 Jahren
Die realen Prozesse des Werdens und Vergehens, ja der einfache Ortswechsel eines Dinges oder die Veränderung eines Zustandes soll hier auch nicht als ein menschliches Konstrukt angesehen werden. Es hat mit uns Menschen nur in so fern zu tun, dass unser eigenes Sein darin eingebettet ist. Würden wir die „Erfahrung unserer eigenen Zeitlichkeit“ in Frage stellen oder nur als menschliches Konstrukt bezeichnen, so müssten wir auch Veränderung und Bewegung in Frage stellen. Nein, wir wollen nicht die Existenz von Zeit in Frage stellen, sondern noch tiefer in das Wesen der Zeit dringen und eventuell nachweisen, dass die Wissenschaft heutzutage einem Irrweg aufsitzt, wenn sie der Zeit eine Gestalt gibt oder Zeit als einen Prozess ansieht. Man vermischt Zeit und Zeitbegriffe mit Zeitmaßstäbe, spricht von der „Plank-Zeit“, also gibt ihr eine universelle Maßeinheit oder erfindet Begriffe wie Raumzeit, Zeitdimensionen, Zeitachsen, Bewegungen in der Zeit wo Bewegung ja schon als Weg pro Zeit definiert ist, gibt ihr Anfang und Ende. In diesem Sinne betrachte ich die Zeit als menschliches Konstrukt, zudem noch als Fehlkonstruktion. Solange wir die „Gestalt der Zeit“ nicht beschreiben können (sicher weil sie keine hat) oder die an dem „Prozess der Zeit“ beteiligten Dinge nicht ergründen können (sicher weil es keine gibt), sollten die Definitionen von Kant und Newton über die Zeit ihre Gültigkeit behalten.
Signatur:
Wolfgang Werth
[Gäste dürfen nur lesen]
Beiträge: 9, Mitglied seit 15 Jahren
Zeit hat unendlich viele Maßeinheiten, sodaß sie nur im Zusammenhang mit Bedingungen, Restriktionen angewendet werden kann.
Solange ich Zeit verwende, bin ich eingegrenzt.
Sie ist eine "Vorstellung" , damit mein Verstand die Ordnung meines LEbens hier verstehen kann.
Da ich dazu Raum habe, ich lebe im Raum, entsteht logisch die Vorstellung von Zeit, durch die Bewegung im RAum und den Ablauf von Prozessen.
Mein Verstand braucht den RAum, Materie, meinen Körper.
Was geschieht, wenn ich die "Vorstellung" beende?
Ich müßte die Grenzen meines Verstandes aufgeben, die Möglichkeit zulassen, daß da noch etwas ist, daß nicht Verstand ist, nicht Materie.
Ist es möglich, etwas wahrzunehmen ohne Verstand?
Wie erklärt der Verstand die LIebe?
Wie erklärt der Verstand instinktive richtige Entscheidungen?
Was immer da noch ist, es wird zu Erkenntnis führen.
Ich glaube, daß unser Leben nicht logisch ist. Es ist viel schöner.
Bis später :-))
Signatur:
Kira
[Gäste dürfen nur lesen]
avatar
Beiträge: 2.939, Mitglied seit 15 Jahren
Hallo Kira, sei gegrüßt.
Du schreibst:
Zitat:
Ist es möglich, etwas wahrzunehmen ohne Verstand?
Wie erklärt der Verstand die LIebe?
Wie erklärt der Verstand instinktive richtige Entscheidungen?
Was immer da noch ist, es wird zu Erkenntnis führen.
Ich glaube, daß unser Leben nicht logisch ist. Es ist viel schöner.
Du hast es schon richtig erkannt.
Es IST noch viel schöner.

Den Menschen geht es im Prinzip doch so:

Sie sitzen mit vielen anderen am Tisch und spielen "Mensch ärgere Dich nicht"
Wenn man aber der / die einzige ist, welche/er NICHT um die Spielregeln weiß,
dann macht das Spiel nicht unbedingt den meisten Spaß.
Schlimmer noch, wenn die anderen auch nicht richtig wissen wie gespielt wird.
Aber alle bleiben dabei, machen weiter, und meinen, es wird schon irgendwie gehen.

Und so spielen die Menschen das Spiel LEBEN und wundern sich
das es nicht genug "Bock" macht, oder ausreichend "Fun" bietet.

Sich um die Spielregeln zu kümmern ist nicht nötig.

Wenn Du es anders machen willst, brauchst Du nur suchen, aber richtig.
Dann wird aus Deiner Vermutung, Deine Realität.


Mit zeitlos lieben Grüßen.
Ernst Ellert II
Signatur:
Deine Zeit war niemals und wird niemals sein.
Deine Zeit ist jetzt und hier, vergeude sie nicht.
[Gäste dürfen nur lesen]
Beiträge: 1.177, Mitglied seit 17 Jahren
Zitat:
Sie sitzen mit vielen anderen am Tisch und spielen "Mensch ärgere Dich nicht"
Wenn man aber der / die einzige ist, welche/er NICHT um die Spielregeln weiß,
dann macht das Spiel nicht unbedingt den meisten Spaß.

Und was ist, wenn man die Spielregeln sehr genau kennt aber einfach keine Lust hat, oder keinen Sinne darin sieht mitzuspielen?

In einer psychologischen Richtung (die Eric Berne vertritt "Spiele der Erwachsenen" / Transaktionsanalyse) gibt es direkt so etwas wie "Spiele"... wobei hier mit Spiel eine komplexe Form der sozialen Interaktion gemeint ist.

Und ein großteil der Bevölkerung besteht das Leben nur mit solchen Spielen... ein Ausweg und weg von diesen Spielen besteht in den drei Begriffen: Bewusstheit, Spontaneität, Intimität. Und das bereitet doch vielen Menschen Angst?

Die meisten meiner Freunde sind "Partypeople"... es geht nur noch darum, möglichst viel Spaß zu haben... ich sehe darin keine Erfüllung.

Zitat:
Da ich dazu Raum habe, ich lebe im Raum, entsteht logisch die Vorstellung von Zeit, durch die Bewegung im RAum und den Ablauf von Prozessen.

Ein "Zeitgefühl" und "Raumgefühl" sind schon bei Säuglingen vorhanden, wenn auch nur in einfacher Form... es sind angeborene Formen des Denkens. Zu solchen Vorstellungen gelangen wir also kaum durch bewusste logische Überlegungen. Vor allem, weil die Logik ja keine Denkgesetze beschreibt, sondern gedacht wird. Man muss die Regeln des Schließens kennen und einige Aussagen... dann kann man Schlüsse ziehen.
Aber so gelangt man niemals zu neuen Aussagen... selbst ein Mathematiker gelangt zu neuen Lehrsätzen nicht mit Hilfe der Logik, sondern nur mit Intuition, mit viel Phantasie, Kreativität eben.

Beitrag zuletzt bearbeitet von Andre am 06.01.2007 um 14:11 Uhr.
[Gäste dürfen nur lesen]
Beiträge: 9, Mitglied seit 15 Jahren
@Ernst Ellert II

Hallo Mitspieler,
es ist schon interessant, denn ich vermute, daß die Spielregeln jeder anders spielt, da sie jeder anders sieht.
Wo sind die Spielregeln denn notiert (zum Nachlesen)?
Was heißt denn überhaupt SPIELEN?

Hoffentlich sind wir uns wenigstens einig, daß es das Wichtigste in unserem Leben hier ist, denn wie sonst kann jeder zu sich selbst finden, sich selbst erkennen, erfahren, wer-was er ist?

Weil es hier aber um ZEIT gehen soll, möchte ich nochmal auf das Zeitgefühl eingehen.

@Andre
Woher WEISST Du z.B., dass es schon bei Säuglingen vorhanden ist?
Und ich meine nicht, die innere Uhr, die ihm zeigt wann er schreien soll, damit er Nahrung bekommt.

Mein Zeitgefühl entwickelt sich meiner Erfahrung nach erst durch meine bewußten Handlungen in dieser Welt.
Ich bin gerade dabei, zu suchen - zu finden.
Denn ich erkenne am sichersten durch eigene Erfahrungen und sehr genaue Beobachtungen-Achtung vor Allem.

Ich gehe soweit zu sagen, daß jeder SEINE Zeit lebt. Natürlich sind die Weltuhren für unsere gesellschaftliche Ordnung hier ganz gut. Sie sind nicht die Zeit.

Spüre einmal, wie Deine Zeit mit der Weltuhrzeit stimmt.
Ich fühle dabei einen Unterschied in meiner Wahrnehmung. Ich lebe MEINE Zeit. Und je mehr ich das für mich öffne, desto "mehr" Zeit ist für mich da. Ein Gefühl - ohne Logik - im Bewusst-SEIN.

Du schreibst es selbst
Zitat:
Aber so gelangt man niemals zu neuen Aussagen... selbst ein Mathematiker gelangt zu neuen Lehrsätzen nicht mit Hilfe der Logik, sondern nur mit Intuition, mit viel Phantasie, Kreativität eben.

Die beste Zeit ist Jetzt
Kira
Signatur:
Kira
[Gäste dürfen nur lesen]
Beiträge: 1.177, Mitglied seit 17 Jahren
Zitat: "Was heißt denn überhaupt SPIELEN?"

Bei sozialen Spielen, wie sie von Kindern wie auch von Erwachsenen gespielt werden, gibt es bestimmte Teilnehmer und bestimmte Spielregeln. Das Spiel ist ganz grob eine Form des Umgangs von Menschen miteinander, der unbewusst oder bewusst ist und kaum spontan.

Die Spiele lassen sich auch grob in bestimmte Kategorien unterteilen: Partyspiele, Lebensspiele, Sexuelle Spiele etc.

Hier findest du zwei konkrete Beispiele für Spiele dieser Art: http://www.uni-oldenburg.de/germanistik-kommprojekt...

Zitat: "Wo sind die Spielregeln denn notiert (zum Nachlesen)?"

Die sind normalerweise unausgesprochen.

Zitat:
Woher WEISST Du z.B., dass es schon bei Säuglingen vorhanden ist?

Säuglinge erkennen Objekte, die sie betastet haben, durch ihren Sehsinn. Das bedeutet, ihr räumliches Vorstellungsvermögen ist bereits vorhanden und es gibt eine angeborene Verbindung zwischen dem Tastsinn und dem Sehsinn.

Zitat:
Spüre einmal, wie Deine Zeit mit der Weltuhrzeit stimmt.

Ja, aber ich unterscheide zwischen meinem Zeitempfinden und unseren technischen Zeitsystemen, die dazu da sind, unser Leben zu strukturieren und Handlungen verschiedener Menschen aufeinander abzustimmen.

Beitrag zuletzt bearbeitet von Andre am 11.01.2007 um 16:36 Uhr.
[Gäste dürfen nur lesen]
Tomm
Hallo ihr tapferen Denker, ein frohes neues Jahr!!!

"Wesen der Zeit"? Hat die Zeit eins? Oder ist diese Frage eher Ausdruck unseres Wesens, allem immer auf den Grund gehen zu müssen? Da die Zeit flüchtig ist, ist das begriffliche Fixierenwollen oder das Herausquetschenwollen einer Essenz wohl müßig. Aber der faustische Trieb ist natürlich wieder stärker als alles andere, und dem erliege auch ich immer wieder.

@ Kira
Zitat:
Zeit hat unendlich viele Maßeinheiten, sodaß sie nur im Zusammenhang mit Bedingungen, Restriktionen angewendet werden kann.
Solange ich Zeit verwende, bin ich eingegrenzt.
Sie ist eine "Vorstellung" , damit mein Verstand die Ordnung meines LEbens hier verstehen kann.
Da ich dazu Raum habe, ich lebe im Raum, entsteht logisch die Vorstellung von Zeit, durch die Bewegung im RAum und den Ablauf von Prozessen.
Mein Verstand braucht den RAum, Materie, meinen Körper.
Was geschieht, wenn ich die "Vorstellung" beende?
Ich müßte die Grenzen meines Verstandes aufgeben, die Möglichkeit zulassen, daß da noch etwas ist, daß nicht Verstand ist, nicht Materie.
Ist es möglich, etwas wahrzunehmen ohne Verstand?
Wie erklärt der Verstand die LIebe?
Wie erklärt der Verstand instinktive richtige Entscheidungen?
Was immer da noch ist, es wird zu Erkenntnis führen.
Ich glaube, daß unser Leben nicht logisch ist. Es ist viel schöner.
Bis später :-))


Was soll denn "Zeit hat unendlich viele Maßeinheiten" bedeuten? Bei der Zeit spielt "Unendlichkeit" wohl keine Rolle. Was um alles in der Welt soll "die Zeit verwenden" heißen? Die Zeit ist doch kein Gegenstand, kein Instrument, dessen wir uns nach gusto bedienen können. Weder haben wir sie, noch besitzen wir sie. Wir sind ihr unterworfen. Wenn du dich durch die Zeit begrenzt fühlst, dann entspringt das vielleicht einem Machtanspruch bzw. dem dumpfen Gefühl, dass der gegenüber der Zeit, die wohl doch die mächtigere ist, versagen muss. Und jetzt wird's gruselig: Sie (die Zeit) ist eine "Vorstellung", damit mein Verstand die Ordnung meines LEbens hier verstehen kann. Die Sinnfreiheit dieses Satzes ist beachtenswert. Da die Zeit dem Denken erhebliche Probleme bereitet, versucht man, dem Problem zu entgehen, indem man die Zeit kurzerhand als "Vorstellung" oder, wie andere es auch gerne formulieren, als "Illusion" abtut. Und was daran "Vorstellung" sein soll, wenn der Zweck, wie du sagst, der sein soll, dass "mein Verstand die Ordnung meines LEbens hier verstehen kann", das verrätst du uns nicht. Und dann noch dies: Mein Verstand braucht den RAum, Materie, meinen Körper. Kannst du diese kühne Behauptung auch begründen? Wahrscheinlich willst du aber sagen: Unser Verstand ist begrenzt und täuscht uns mit Fiktionen. Da hätte ich die Frage: Was an uns ist eigentlich nicht begrenzt? Raum, Materie, mein Körper sind sinnlich wahrnehmbar. Und sie existerien allesamt unabhängig davon, ob wir sie "richtig" oder "falsch" wahrnehmen. Und sie haben - abgesehen von unseren Körpern - schon lange vor In-Erscheinung-Treten des Verstands existiert.

Immerhin stimme ich dir zu, dass das Leben nicht logisch ist, aber ich glaube das nicht, das weiß ich (trotz meines viel beklagten begrenzten Verstands).

@Andre
Du bringst es wieder auf den Punkt!

Beitrag zuletzt bearbeitet von Tomm am 11.01.2007 um 16:50 Uhr.
[Gäste dürfen nur lesen]
Beiträge: 9, Mitglied seit 15 Jahren
@Andre

Danke,
Du sagst auch, die Spielregeln
Zitat:
Die sind normalerweise unausgesprochen
muss ich mich nicht wundern, wenn jeder seine Spielregeln verwendet.
Vielleicht ist es deswegen nicht so einfach, die "Welt" des Nachbarn zu verstehen und ich kann das gleich mal vergessen?
Also achte ich mehr auf meine Gefühle, als auf meinen Verstand und lebe-spiele spontan.
Es kommt auf den passenden Zeitpunkt an, entsprechend der jeweiligen Situation zu handeln oder nicht. Aktion-Reaktion = die Zeit dieses Spiels ;-)
Freude mit Deiner Zeit




@ Tomm

Das hast Du gut gesagt, das mit dem faustischen Trieb.
Ja, aber ohne unseren Kommunikationstausch würde wohl jeder eher "im eigenen Saft schmoren" und würde sich nicht weiterentwickeln. Ich brauche den Austausch.
Und wiedermal ist mir deutlich geworden, dass ein Begriff wohl immer den Inhalt hat, den ich ihm aus meiner Erfahrung gebe, wenn wir uns nicht über eine eineindeutige Definition einigen könnten.
Da Zeit relativ ist, kann sie jede Maßeinheit bekommen, die mir zu einer Lösung in einer Formel hilft.
Das ist ja das Problem, sogar unsere Weltuhrzeit ist nicht absolut wahr.
Schon die Tatsache der vielen Kalender, die es über unsere Geschichte hinweg schon gegeben hatte, vermittelt meinem Verstand die unendliche mögliche Verwendung der Zeit.
Ja und Zeit ist das , was wir haben und verwenden - nutzen , in der wir uns entwickeln, etwas schaffen, usw.

Deiner Beantwortung Deiner Frage zu
Zitat:
Mein Verstand braucht den RAum, Materie, meinen Körper
stimme ich auch zu, denn so hatte ich das gemeint.

Zitat:
Da hätte ich die Frage: Was an uns ist eigentlich nicht begrenzt?

Meine Variante : Unsere Energie ist unbegrenzt, unser Bewusstsein, sonst wäre jede Entwicklung unmöglich. Mit Entwicklung meine ich die Erweiterung meines Bewußtseins. Ich lebe durch YIN-YANG -Austausch, was Energie ja ist.
Oder wie siehst Du das?
Zitat:
"Wesen der Zeit"? Hat die Zeit eins? Oder ist diese Frage eher Ausdruck unseres Wesens, allem immer auf den Grund gehen zu müssen?
Was ist meinst Du mit dem Wort Wesen ?

dann bis nächstes Mal
Kira
Signatur:
Kira
[Gäste dürfen nur lesen]
Beiträge: 28, Mitglied seit 15 Jahren
Mit dem Beitrag von Kira kommt die Diskussion auf eine Ebene, die ich für sehr anspruchsvoll halte. Wahrscheinlich auch deshalb, weil wohl bei den hier Beteiligten über den Zeitbegriff relative Einigkeit herrscht, nämlich dass er mit Logik kaum zu knacken ist.
Das bringt uns automatisch dazu, über die Logik nachzudenken.
Kira sagt, dass das Leben viel schöner als logisch ist und Andre bezweifelt den Stellenwert der Logik auf den Weg zur Erkenntnis, jedenfalls setzt er ihn noch unter Intuition, Phantasie und Kreativität.
Aber ich sage auch der Mathematiker überprüft seinen Weg zu einem neuen Lehrsatz nur mit Hilfe der Logik. Wenn das Zurückrechnen nicht zur Ausgangszahl führt, ist der Lehrsatz unlogisch und falsch. Das Leben erscheint uns nur unlogisch, weil wir seine Komplexität nicht überblicken, durchschauen. Das macht es ja auch so schön unvorhersehbar, interessant. Dennoch hat jedes menschliche Handeln sowohl eine Ursache als auch eine Wirkung unabhängig, ob wir sie voraussehen oder im Nachhinein ergründen oder nie ergründen können.
Wollen wir nun resignieren und denen das Feld überlassen, die Zeitreisen begründen, der Zeit mehrere Richtungen geben, den Zeitpfeil senkrecht zur Raumachse setzen, die Zeit vergewaltigen um den Raum zu verbiegen?
Signatur:
Wolfgang Werth
[Gäste dürfen nur lesen]
avatar
Beiträge: 2.939, Mitglied seit 15 Jahren
Hallo Kira, ich grüße Dich.
Du hast gefragt:
Zitat:
Wo sind die Spielregeln denn notiert (zum Nachlesen)?
Was heißt denn überhaupt SPIELEN?
Zu Deiner ersten Frage: Niedergeschrieben sind sie nicht. Wie Andre schon meinte "normalerweise unausgesprochen"
Was aber nicht heißt, das sie nicht von großem Nutzen sind, wenn man sie beachtet.

Und zur zweiten Frage: Der Begriff SPIELEN steht in dem Beispiel für "das Leben leben".
Die Menschen gehen Ihr Dasein hier normalerweise mit der gleichen Sorgfalt an,
wie sie auch ein gewöhnliches Gesellschaftsspiel in Angriff nehmen.
Mal eben nebenbei, zwischendurch, so zu sagen.
Diejenigen die tieferen Sinnes sind, kann man Suchen wie die sprichwörtliche Nadel im Heuhaufen.
Dem entsprechend sind dann auch die Ergebnisse: nämlich nicht zufriedenstellend.
Dann wird sich beklagt und gejammert, der Grund für die Unzufriedenheit überall gesucht,
nur nicht bei sich selbst.

Desweiteren schreibst Du, das Zeitgefühl betreffend:
Zitat:
Spüre einmal, wie Deine Zeit mit der Weltuhrzeit stimmt.
Ich fühle dabei einen Unterschied in meiner Wahrnehmung. Ich lebe MEINE Zeit.
Und je mehr ich das für mich öffne, desto "mehr" Zeit ist für mich da. Ein Gefühl - ohne Logik - im Bewusst-SEIN.
Kehre einfach die Eindrücke Deiner Kindheit um.
Als Kind dauerte es bis zum Geburtstag (oder den Ferien oder Weihnachten) ganze elendige Ewigkeiten.
Und eben diese schönen Ferien zum Beispiel, waren ruck zuck, zu Ende. (als wie gemein das empfunden wurde)
Heute kann ich aus einem Wochenende "14 Tage" machen und aus einer "5-Tage-Woche" zwei Stunden.
Wobei die Nachmittage und Abende wieder "sehr lange dauern".
Diese Erscheinungen resultieren aus der Differenz von Wunschvorstellung und Realität.
Die Realität kann ich nicht manipulieren, wohl aber meine Wunschvorstellung so formulieren,
das die gewünschten, subjektiven Eindrücke entstehen.

Hallo Wolfgang Werth, ich grüße auch Dich.
Du hast geschrieben:
Zitat:
Wollen wir nun resignieren und denen das Feld überlassen,
die Zeitreisen begründen, der Zeit mehrere Richtungen geben,
den Zeitpfeil senkrecht zur Raumachse setzen, die Zeit vergewaltigen um den Raum zu verbiegen?
Warum resignieren, wovor oder wobei? Und welches Feld?
Was den anderen, ebenso wie uns fehlt, ist eine Leiter.

Wieso Leiter, wirst Du nun fragen?
Bitte erlaube mir einen kleinen Abstecher nach Köln.
Beim obligatorischen Dom-Besuch standen wir im Eingang und sahen in weiter Ferne, wie ein Mann auf dem Boden kniete.
Er stand dann auf, kletterte eine riesige Stehleiter hinauf, um nach einiger Zeit wieder herrunter zukommen,
wo er dann wieder auf dem Boden kniete. Dieses Spiel wiederholte sich dann. Die Kinder wollten wissen
warum der Mann da wohl immer rauf und runter ging. " Also los, gehen wir dahin und fragen den Mann" entschied ich.
Es stellte sich herraus das er ein Fussboden-Mosaik restaurierte.
Und um sehen zu können was er "eigendlich" an Ergebnissen erzielte,
war er gezwungen auf die Leiter zu klettern.
Soviel zu Köln und der Leiter.

Solange also den anderen, genau wie mir, eine Leiter fehlt, um zu sehen was sie da theoretisiert haben,
brauche ich keine Furcht haben ein Terrain aufzugeben das gar keines ist.

Ich gestalte "meine subjektive Zeit" weiter wie bisher, bin dabei mit den Ergebnissen zufrieden,
und habe Verständnis für meine sich abplagenden Mitmenschen die von Ihrer "Uhr" Stunde um Stunde gequält werden.

Mit zeitlos lieben Grüßen.
Ernst Ellert II.
Signatur:
Deine Zeit war niemals und wird niemals sein.
Deine Zeit ist jetzt und hier, vergeude sie nicht.
[Gäste dürfen nur lesen]
Beiträge: 28, Mitglied seit 15 Jahren
Hallo Ernst Ellert II

Dein Beispiel mit der Leiter ist ein trefflicher Vergleich, der mich begeistert und zum weiteren Nachdenken gebracht hat.
Hoffentlich gibt es nur eine Leiter, die uns zu einem Standpunkt bringt, der uns ein unverzerrtes Bild auf dem Weg der Erkenntnis liefert.
Meine Bemerkung mit dem Resignieren und dem Feld ziehe ich wegen deren Unüberlegtheit zurück. Dieses Forum ist ja das Feld (Betätigungsfeld) und von Resignation kann hier nicht die Rede sein.
Signatur:
Wolfgang Werth
[Gäste dürfen nur lesen]
Beiträge: 9, Mitglied seit 15 Jahren
Seid gegrüßt,

Die "Leiter" ist echt ein gutes Beispiel, Danke

Wolfgang Werth schrieb in Beitrag Nr. 983-15:
Hoffentlich gibt es nur eine Leiter, die uns zu einem Standpunkt bringt, der uns ein unverzerrtes Bild auf dem Weg der Erkenntnis liefert.

Dein Wunsch in "Gottes" Ohr.
Das ist wohl eine Frage des Ausprobierens? Wie will ich denn vegleichen, ob mein Bild unverzerrt ist?

Für mich sieht diese Leiter so aus, wie Stufen auf meiner Entwicklung, also der Freilegung meines Inneren (wie etwas auswickeln). Ich habe die Erfahrung gemacht, daß Erkenntnis wie ein Weg nach Innen gegangen werden kann. Und je mehr ich dahin gelange, desto leiser wird das Gedanken-konstrukt und desto besser nehme ich bewußt wahr.
Denn von dem, was draussen geschieht kann ich das erkennen, was in mein "System" passt, was ich in mein Erkenntnis-Netz fügen kann. Mein Bewußtsein ermöglicht mir die Empfindung der Energie.
So kommt mir auch meine persönliche Zeitempfindung im anderen Tempo entgegen und ich kann wirklich am Wochende "14 Tage" erleben - fühlen.

Ich nehme mal an, dass es da für jeden die persönliche "Leiter" gibt?
Es können sicher sehr viele auf derselben Sprossenhöhe stehen und dasselbe "Bild" sehen, und doch geschieht das vielleicht an unterschiedlichen Augenblicken und von einer anderen Posittion aus.
Also ist ein Vergleichen nur möglich durch Abgleichen meiner inneren Erkenntnis mit meinen äußeren Bildern und umgekehrt? Ich kann nicht mit jemandes anderen Bild vergleichen, weil es nicht dasselbe sein kann?
"Abschreiben" hilft mir nicht weiter, das ist keine SElbsterkenntnis und ein Umweg.
Aber das beste Puzzle wird ja gerade aus VERSCHIEDENEN Teilen gebaut und ergibt dann doch ein wunderschönes Bild.

ich freu mich aufs Weiterpuzzeln mit Euch
Kira
Signatur:
Kira
[Gäste dürfen nur lesen]
Beiträge: 1.177, Mitglied seit 17 Jahren
Hallo Wolfgang,

Zitat:
Aber ich sage auch der Mathematiker überprüft seinen Weg zu einem neuen Lehrsatz nur mit Hilfe der Logik.

Ja, da stimme ich dir zu. Die Analysis kann zum Beispiel komplett von den Axiomen über die reellen Zahlen her aufgebaut werden... wie dies auch in sehr guten Lehrbüchern getan wird.

Aber dieser Weg, den man beim lernen mit so einem Buch entlangschreitet, ist eben nicht der Weg, auf dem diese Lehrsätze gefunden wurden. Sie müssen beweisbar sein und sich aus den Axiomen ableiten lassen, oder aus bereits bewiesenen Lehrsätzen.

Aber was ich meinte, war ja etwas anderes: Wie finde ich neue Aussagen, neue Lehrsätze? Und hier kommt eben die Intuition, die Phantasie ins Spiel. Genau hier muss man kreativ sein.

Beitrag zuletzt bearbeitet von Andre am 15.01.2007 um 16:41 Uhr.
[Gäste dürfen nur lesen]
Tomm
@Kira

Danke für deine trotz kritischer Äußerungen gefasste Reaktion.

Zitat:
Das hast Du gut gesagt, das mit dem faustischen Trieb.
Ja, aber ohne unseren Kommunikationstausch würde wohl jeder eher "im eigenen Saft schmoren" und würde sich nicht weiterentwickeln. Ich brauche den Austausch.
Und wiedermal ist mir deutlich geworden, dass ein Begriff wohl immer den Inhalt hat, den ich ihm aus meiner Erfahrung gebe, wenn wir uns nicht über eine eineindeutige Definition einigen könnten.
Da Zeit relativ ist, kann sie jede Maßeinheit bekommen, die mir zu einer Lösung in einer Formel hilft.
Das ist ja das Problem, sogar unsere Weltuhrzeit ist nicht absolut wahr.
Schon die Tatsache der vielen Kalender, die es über unsere Geschichte hinweg schon gegeben hatte, vermittelt meinem Verstand die unendliche mögliche Verwendung der Zeit.
Ja und Zeit ist das , was wir haben und verwenden - nutzen , in der wir uns entwickeln, etwas schaffen, usw.

Ich denke nicht, dass das Zeitphänomen bloß durch "meine Erfahrung" geklärt weden kann, auch nicht, dabei bleibe ich, durch unendliche Maßeinheiten. Das blendet die Zeit als Qualität, als Intensität, die nicht messbar sind, aus. "Maßeinheiten" ist eine Reminiszenz an Gallilei, "Messen, was messbar ist, und messbar machen, was es noch nicht ist ". Aber das verkennt, dass es sich hierbei um die mentale Bewusstseinsstruktur handelt, um mit J. Gebser (Ursprung und Wirklichkeit) zu sprechen, das ist aber nicht die einzige, die den Menschen ausmacht, wenn auch die immer noch vorherrschende (jedenfalls in der westlichen Welt). Da aber der Mensch hier und jetzt alle bisherigen Bewussteinsstrukturen und deren Realisationsformen umfasst oder integriert, ist diese Betrachtung eben einseitig. Nach Gebser gab es die archaische (vorbewusste), magische (vorrational, präkausal, analogisch) , mythische (irrational, unkausal, polar), mentale (rational, kausal, gerichtet) Bewusstseinsstruktur. Mit dem "Einbruch der Zeit", der vierten Dimension ins Bewusstsein (um das Ende des 19. Jh.) zeichnet sich nach Gebser eine Mutation, eine neue Bewussteinsstruktur ab, die er das integrale Bewusstsein (arational, akausal, gänzlichend, aperspektivisch), wobei "a" im Sinne von "Freiheit von" (Alpha privativum) zu verstehen ist. Das heißt auf das Zeitthema bezogen: Nur durch eine vollständige Integration der bisherigen bewussteinsmäßigen Realisationsformen der Zeit ist das "Achronon" die Zeitfreiheit zu erreichen und nicht durch, wie du es tust, Negieren des Zeitproblems.

Mit "Wesen" der Zeit meine ich all das, was die Zeit ausmacht, ohne es allerdings genau benennen zu können. Ich arbeite dran.

Gruß

Tomm
[Gäste dürfen nur lesen]
Beiträge: 9, Mitglied seit 15 Jahren
@Tomm
Hallo Tomm,

danke, was du schreibst, bringt mich weiter, alle Zeitmaßstäbe im integralen Bewußtsein integrieren und zur Zeitfreiheit entwickeln ist interessant. Die Zeit - Freiheit heißt für mich "frei von Zeit", also doch wieder ohne sie. oder?
Wäre es möglich z.B. die aufgezählten Bewußtseinsstrukturen auch als Dimension zu erkennen?
Ich bin schon lange am Nachdenken, warum wir uns so festfahren mit diesen 3-D System xyz und dann die Zeit als 4.Dimension betrachten. Das ist ein WEg, der sich nicht so erweitern lässt, wie es das Leben eigentlich zulassen sollte. Mit dieser Anschauung blockieren wir unsere Intuition.
Weitergehen würde es auf dem Weg der Dimensionen die uns im Bewußtsein zugänglich sind und werden durch ERkenntnis. Sie sind aufgebaut wie die sich ineinanderschachtelnden Steckfiguren, eine in der anderen. Dann kann ich unendlich viele Dimensionen erreichen und verinnerliche immer die eingeschlossenen in den umfassenden. Die Zeit wird wohl in jeder Dimension anders laufen.
Wie siehst du das?
LaoTse soll gesagt haben, sinngemäß "Das Sichtbare ist die Nützlichkeit, Das Unsichtbare ist die Wesenheit."
Als Bsp. Eine Vase, der Stoff macht sie sichtbar, aber ihr Wesen, was sie zur Vase macht (der Raum innen) ist unsichtbar.
Das Sichtbare der Zeit ist wohl ihr Ablauf in Bewegungen und Prozessen. Darum können wir sie nutzen. Wo, wie ist sie aber unsichtbar? Vielleicht ist es auch wieder der Raum, den sie uns für unsere Handlungen gibt? Man sagt ja auch "Zeitraum"?

Gruß

Kira
Signatur:
Kira
[Gäste dürfen nur lesen]
Beiträge: 6, Mitglied seit 16 Jahren
Hallo @ all

Wie Wolfgang Werth so schön sagte:
Zitat:
Dieses Forum belegt eindrucksvoll, wie wenig wir in der Lage sind das Wesen der Zeit zu begreifen.

Die vorstellung der Zeit als 4te dimension ist aber ein netter VERSUCH dies begreiflich zu machen bzw. sich ein Bild davon zu machen.

Denn wenn ich keine Leiter habe liegt es alleine an meiner fähigkeit mir aus Teilstücken in meinem Kopf ein Gesamtbild zu schaffen um zum gewünschten Ergebniß zu kommen. Im besten Falle bekomme ich später eine Leiter um zu überprüfen ob meine Vorstellung, die sich in meinem Kopf entwickelt hat, auch mit der Wirklichtkeit übereinstimmt.(Wobei es jedem freisteht auf welchem Weg er die Teilstücke in seinen Gedanken zusammensetzt.)
Wenn ich die Leiter aber nicht habe könnte ich jedoch der Versuchung erliegen zu behaupten das mein Bild korrekt sei, ohne es je geprüft zu haben.

Um das Wesen der Zeit zu überblicken ist allerdings eine Verdammt große Leiter erforderlich ;) (ob sich da dann noch jemand hinauf wagt)

Die 4te Dimension sollte man dann doch mehr als Hilfsmittel verstehen. Ich denke es wir ihr oft zu viel Bedeutung zugemessen. Allerdings läßt sie Spielraum für viele schöne Gedankenexperimente mit denen man versucht ein paar Teilstücke zusammenzusetzen.
Signatur:
Wer später bremst, bleibt länger schnell!
[Gäste dürfen nur lesen]
In diesem Forum dürfen nur Mitglieder schreiben. Hier kannst du dich anmelden
Zum Seitenanfang Nach oben