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Strecke = Zeit

Thema erstellt von Harti 
Beiträge: 1.566, Mitglied seit 6 Jahren
Henry schrieb in Beitrag Nr. 2089-37:
Harti schrieb in Beitrag Nr. 2089-33:
Hallo Henry,
Begründung: Die Geschwindigkeit 10/1 km/sec (Raumsicht) unterscheidet sich nicht von der Geschwindigkeit 1/10 sec/km (Zeitsicht). Der Wert der Geschwindigkeit aus Raumsicht und der Wert der Geschwindigkeit aus Zeitsicht sind umgekehrt proportional. Diesen Zusammenhang interpretiere ich als Spiegelung von Raum und Zeit an der Geschwindigkeit, und zwar an jeder Geschwindigkeit, wie Grtgrt mich zutreffend und auf freundliche, überzeugende Weise belehrt hat.


MfG
Harti

Und - auch wenn du es nicht akzeptieren willst - hat dir Gebhard damit einen Bärendienst erwiesen, denn deine Interpretation ist erwiesener Maßen falsch, und zwar schon aus rein mathematischen Gründen, die Gebhard freundlicher Weise vielleicht mal überdenken sollte.


Hallo Harti,

mein Vergleich aus Beitrag 2089-2 war gedacht, Dir klar zu machen, wie sinnlos dein Versuch einer "Spiegelung von Raum und Zeit an der Geschwindigkeit ist". Nachdem aber offenbar auch Henry meinen Versuch, Dir das zu sagen, missverstanden hat, sehe ich, dass es besser gewesen wäre, ich hätte mich deutlicher (wenn auch nicht ganz so höflich) ausgedrückt.

Nochmals also: Es gibt keine Spiegelung von Raum und Zeit an der Geschwindigkeit. Was Du da in Beitrag 2089-1 hingeschrieben hast, war lediglich völlig triviale, rein formale Umformung einer Gleichung. Beide Formen der Gleichung haben identischen Aussagewert.

Beste Grüße,
grtgrt
 
Beitrag zuletzt bearbeitet von Grtgrt am 28.10.2013 um 13:37 Uhr.
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Beiträge: 1.566, Mitglied seit 6 Jahren
 
Bauhof schrieb in Beitrag Nr. 2089-40:
Hallo Henry,

es ist sinnlos, von der Gleichzeitigkeit von zwei Ereignissen zu sprechen, solange man keine Gleichzeitigkeits-Definition besitzt.

Denn die Gleichzeitigkeit von zwei Ereignissen kann nicht gemessen, sondern nur definiert werden. Dies ist eine Erkenntnis von Einstein. Die Einsteinsche Uhrensynchronisation ist ein Beispiel für eine Definition der Gleichzeitigkeit.

Diese ist aber nicht zwingend, es sind auch andere Definitionen der Gleichzeitigkeit möglich.


Ja, Henry, da kann ich Eugen Bauhof nur aus ganzem Herzen zustimmen.

 
Beitrag zuletzt bearbeitet von Grtgrt am 28.10.2013 um 12:36 Uhr.
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Beiträge: 2.307, Mitglied seit 7 Jahren
Bauhof schrieb in Beitrag Nr. 2089-40:
Hallo Henry,

es ist sinnlos, von der Gleichzeitigkeit von zwei Ereignissen zu sprechen, solange man keine Gleichzeitigkeits-Definition besitzt.

Denn die Gleichzeitig von zwei Ereignissen kann nicht gemessen, sondern nur definiert werden. Dies ist eine Erkenntnis von Einstein. Die Einsteinsche Uhrensynchronisation ist ein Beispiel für eine Definition der Gleichzeitigkeit.

Diese ist aber nicht zwingend, es sind auch andere Definitionen der Gleichzeitigkeit möglich.

M.f.G. Eugen Bauhof

Hi, Eugen, Gebhard!

Mir ist die Erkenntnis von Einstein nicht unbekannt, und deshalb habe ich "gleichzeitig" ja auch in An- Ausführungszeichen gesetzt.

Ob es "sinnlos" ist, sei dahingestellt, ich wüsste nicht, was an "gleichzeitig" zu definieren wäre, es heißt doch einfach, zwei Ereignisse finden zur gleichen Zeit statt! Die Frage ist, ob ich die Information, die ich von einem Ereignis erhalte, als gleichzeitig mit einem Ereignis hier ansehe, was natürlich nicht dasselbe ist wie Gleichzeitigkeit mit dem Ereignis selbst. Aber wenn ich die Entfernung zu einem Ereignis kenne und den Betrag der Lichtgeschwindigkeit kann ich sehr wohl sagen, ob zwei Ereignisse gleichzeitig stattfanden oder nicht. Das Entscheidende - wie ich schon geschrieben habe - ist die Kausalität, die von der Übertragungsgeschwindigkeit des Lichtes abhängt. In diesem Sinne ist die Diskussion über "Gleichzeitigkeit" ein Nebenschauplatz, der eigentliche Hintergrund war doch die Erkenntnis, dass sich nichts schneller als das Licht ausbreiten kann und die sich daraus ergebenden Konsequenzen für die Kausalität - Ereignisse sind deshalb nicht gleichzeitig, weil die Lichtgeschwindigkeit endlich ist.

Wir sind uns doch eigentlich einig, lasst uns also nicht über Nebensächlichkeiten streiten, solche Definitionsstreite führe doch zu nichts.
Signatur:
Herr Oberlehrer

Die Wolken ziehen hin. Sie ziehen auch wieder her.
Der Mensch lebt einmal. Dann nicht mehr.

(Donald Duck)
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Grtgrt schrieb in Beitrag Nr. 2089-41:

Hallo Harti,

mein Vergleich aus Beitrag 2089-2 war gedacht, Dir klar zu machen, wie sinnlos dein Versuch einer "Spiegelung von Raum und Zeit an der Geschwindigkeit ist". Nachdem aber offenbar auch Henry meinen Versuch, Dir das zu sagen, missverstanden hat, sehe ich, dass es besser gewesen wäre, ich hätte mich deutlicher (wenn auch nicht ganz so höflich) ausgedrückt.

Nochmals also: Es gibt keine Spiegelung von Raum und Zeit an der Geschwindigkeit. Was Du da in Beitrag 2089-1 hingeschrieben ist, war lediglich völlig triviale, rein formale Umformung einer Gleichung. Beide Formen der Gleichung haben identischen Aussagewert.

Beste Grüße,
grtgrt
 

Hi, Gebhard!

Da liegt ein Missverständnis vor, denn ich bezog mich auf die Umstellung von Harti bzgl. km/sec sei Das Selbe wie sec/km, was er mit Raum / Zeit sei das Selbe wie Zeit / Raum interpretiert. Raum und Zeit mögen ja gleichwertig sein, aber das lässt sich nicht auf genannte Formel übertragen, in dem man sie einfach (und mathematisch falsch) umstellt. Sorry, da war ich nicht eindeutig genug.
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Beitrag zuletzt bearbeitet von Henry am 28.10.2013 um 12:08 Uhr.
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Bauhof schrieb in Beitrag Nr. 2089-35:
Hallo Grtgrt,

Einsteins Uhrensynchronisation hat überhaupt nichts mit einem “global einheitlichen Zeitbegriff“ zu tun.


Das wiederum sehe ich völlig anders, denn:

Gegeben ein Bezugssystem, in dem sich eine ausgezeichnete Uhr 1 befindet, lässt sich gemäß Einsteins Uhrensynchronisation für jede Stelle X im 3-dimensionalen Raum
d e f i n i e r e n  :

Uhrzeit(X) = Uhrzeit(1) – c • A(1,X)


wo c die Lichtgeschwindigkeit bezeichnet, A(1,X) den euklischen Abstand der Stelle X von Uhr 1, und Uhrzeit(1) die von Uhr 1 angezeigte Uhrzeit.

Damit ist — solange man nur dieses eine Bezugssystem nutzt — ganz offensichtlich über die Uhr 1 ein für den gesamten Raum wohdefinierter Zeitbegriff gegeben.

Dieser Zeitbegriff ist übrigens genau der, den wir alle zugrundelegen, wenn wir sagen: Unser Blick auf einen beliebig weit entfernten Himmelskörper zeigt uns diesen Himmelskörper, wie er war, als das Licht, das wir von ihm empfangen, seine Reise von dort hin zu uns angetreten hat: Uhrzeit(X) ist der Zeitpunkt, der aus unserer Sicht (genauer: aus Sicht der Uhr 1) das Ende der Vergangenheit von Stelle X bezeichnet und gleichzeitig den Beginn ihrer noch unbekannten Zukunft.


Einmal mehr wird hier klar, dass sich alle Überlegungen Einsteins, die sich der SRT zuordnen, nur auf beobachterspezifische  S i c h t e n  beziehen (niemals aber auf Raumstruktur).

 
Beitrag zuletzt bearbeitet von Grtgrt am 28.10.2013 um 12:31 Uhr.
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Grtgrt schrieb in Beitrag Nr. 2089-45:
 
Bauhof schrieb in Beitrag Nr. 2089-35:
Hallo Grtgrt,

Einsteins Uhrensynchronisation hat überhaupt nichts mit einem “global einheitlichen Zeitbegriff“ zu tun.


Das wiederum sehe ich völlig anders, denn:

Gegeben ein Bezugssystem, in dem sich eine ausgezeichnete Uhr 1 befindet, lässt sich gemäß Einsteins Uhrensynchronisation für jede Stelle X im 3-dimensionalen Raum
d e f i n i e r e n  :

Uhrzeit(X) = Uhrzeit(1) – c • A(1,X)


wo c die Lichtgeschwindigkeit bezeichnet, A(1,X) den euklischen Abstand der Stelle X von Uhr 1, und Uhrzeit(1) die von Uhr 1 angezeigte Uhrzeit.

Damit ist — solange man nur dieses eine Bezugssystem nutzt — ganz offensichtlich über die Uhr 1 ein für den gesamten Raum wohdefinierter Zeitbegriff gegeben.

Dieser Zeitbegriff ist übrigens genau der, den wir alle zugrundelegen, wenn wir sagen: Unser Blick auf einen beliebig weit entfernten Himmelskörper zeigt uns diesen Himmelskörper, wie er war, als das Licht, das wir von ihm empfangen, seine Reise von dort hin zu uns angetreten hat.

 

Genau diese Art von Diskussion meine ich!
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Bauhof schrieb in Beitrag Nr. 2089-35:
Hallo Grtgrt,

Einsteins Uhrensynchronisation hat überhaupt nichts mit einem “global einheitlichen Zeitbegriff“ zu tun.


Hallo Eugen,

wie ich annehme, wolltest Du wohl sagen:


Einsteins Uhrensynchronisation hat überhaupt nichts mit einem global  e i n d e u t i g e n  (konkurrenzlosen) Zeitbegriff zu tun.


Damit nämlich hättest Du auch nach meinem Verständnis recht.

Gruß, grtgrt


Nebenbei: Wie in Beitrag 2089-45 dargelegt, definiert jeder Ort im Raum einen eigenen, durchaus sinnvollen (Uhr-)Zeitbegriff — aber keine zwei dieser Zeitbegriffe sind identisch. Damit wird sehr schön klar, wie inhaltsleer Einsteins Aussage » Zeit ist, was man von der Uhr abliest « doch eigentlich ist.

 
Beitrag zuletzt bearbeitet von Grtgrt am 28.10.2013 um 14:18 Uhr.
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Grtgrt schrieb in Beitrag Nr. 2089-47:
 
Bauhof schrieb in Beitrag Nr. 2089-35:
Hallo Grtgrt,

Einsteins Uhrensynchronisation hat überhaupt nichts mit einem “global einheitlichen Zeitbegriff“ zu tun.

Hallo Eugen,

wie ich annehme, wolltest Du wohl sagen:

Einsteins Uhrensynchronisation hat überhaupt nichts mit einem global  e i n d e u t i g e n  (konkurrenzlosen) Zeitbegriff zu tun.


Damit nämlich hättest Du auch nach meinem Verständnis recht.

Hallo Grtgrt,

ja, so könnte man es besser ausdrücken.

M.f.G. Eugen Bauhof
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Henry schrieb in Beitrag Nr. 2089-43:
Aber wenn ich die Entfernung zu einem Ereignis kenne und den Betrag der Lichtgeschwindigkeit kann ich sehr wohl sagen, ob zwei Ereignisse gleichzeitig stattfanden oder nicht.

Hallo Henry,

das bezweifle ich. Denke bitte darüber noch mal nach. Um die Lichtgeschwindigkeit zu kennen, musst du sie erst mal messen. Eine Hilfestellung dazu bietet Ulrich E. Schröder in seinem Buch [1] auf Seite 75:

Zitat:
In der Speziellen Relativitätstheorie kommt dem Begriff der Gleichzeitigkeit keine absolute Bedeutung zu. Bei der Definition der Gleichzeitigkeit zweier Ereignisse, die an verschiedenen Raumpunkten stattfinden, liegt es nahe, Signale auszutauschen, deren Geschwindigkeit man kennt.

Die Messung einer Geschwindigkeit setzt nun aber die Synchronisation von Uhren (d.h. die Gleichzeitigkeit) schon voraus. Dieser Zirkelschluss kann vermieden werden, wenn man die Gleichzeitigkeit von Ereignissen operativ definiert.

M.f.G. Eugen Bauhof

[1] Schröder, Ulrich E.
Gravitation. Einführung in die Allgemeine Relativi...
Frankfurt am Main 2002
ISBN=3-8171-1679-9
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Beitrag zuletzt bearbeitet von Bauhof am 28.10.2013 um 15:26 Uhr.
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Zitat von Eugen:
Henry schrieb in Beitrag Nr. 2089-43:
Aber wenn ich die Entfernung zu einem Ereignis kenne und den Betrag der Lichtgeschwindigkeit kann ich sehr wohl sagen, ob zwei Ereignisse gleichzeitig stattfanden oder nicht.

Hallo Henry,

das bezweifle ich. Denke bitte darüber noch mal nach. Um die Lichtgeschwindigkeit zu kennen, musst du sie erst mal messen. Eine Hilfestellung dazu bietet Ulrich E. Schröder in seinem Buch [1] auf Seite 75:

[
M.f.G. Eugen Bauhof

Hallo, Eugen!

Ja selbstverständlich muss ich sie erst einmal kenne, aber ich darf doch wohl davon ausgehen, dass wir - wenn wir über Einstein reden - davon ausgehen, dass der Wert von c als bekannt vorausgesetzt wird, darauf beruhen doch seine Erkenntnisse und darauf beruht doch unsere gesamte Diskussion!

Wie gesagt, eigentlich halte ich das ganze für eine Nebensächlichkeit, aber vielleicht abschließend von mir: Wenn hier eine Uhr zwölf schlägt und ich gleichzeitig auf der Sonne eine Eruption beobachte, dann ist natürlich klar, dass die Eruption vor ca. acht Minuten geschah. Vor acht Minuten bin ich aber vielleicht gerade an mein Teleskop getreten, um es auf die Sonne zu richten - dieses Ereignis ist nach meiner Ansicht sehr wohl gleichzeitig mit der Sonneneruption geschehen. Entscheiden ist doch, dass ein Ereignis auf der Sonne nicht JETZT Einfluss auf ein Ereignis hier haben kann, sondern erst in acht Minuten.
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Grtgrt schrieb in Beitrag Nr. 2089-41:
Nochmals also: Es gibt keine Spiegelung von Raum und Zeit an der Geschwindigkeit. Was Du da in Beitrag 2089-1 hingeschrieben hast, war lediglich völlig triviale, rein formale Umformung einer Gleichung. Beide Formen der Gleichung haben identischen Aussagewert.

Hallo Grtgrt,
vieleicht ist ja nur die Verwendung des Begriffes "Spiegelung" für das, was ich zum Verhältnis von Raum zu Zeit sagen will, falsch.

Die Brüche 5/1 und 1/5 sind umgekehrt proportional. Dem entspricht meines Erachtens die Formulierung, die Brüche entsprechen sich umgekehrt.

Die Geschwindigkeiten 5/1 m/sec und 1/5 sec/m entsprechen sich nicht nur umgekehrt, sondern sind dieselbe Geschwindigkeit, wenn ich mich von der Definition Geschwindigkeit =Strecke/Zeit löse und auch die Definition Zeit/Strecke für Geschwindigkeit zulasse. Mit diesem erweiterten Geschwindigkeitsbegriff stelle ich ganz allgemein auf die Beziehung von Raum und Zeit ab, ohne mich auf eine bestimmte Sicht, die des Raumes oder die der Zeit festzulegen.

Unter Vermeidung des Begriffes "Spiegelung" könnte man dann verallgemeinern:

Raum und Zeit entsprechen sich umgekehrt.


MfG
Harti
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Wichtig ist, dass man nicht aufhört zu fragen. A.E.
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Harti schrieb in Beitrag Nr. 2089-51:
Grtgrt schrieb in Beitrag Nr. 2089-41:
 
Nochmals also: Es gibt keine Spiegelung von Raum und Zeit an der Geschwindigkeit. Was Du da in Beitrag 2089-1 hingeschrieben hast, war lediglich völlig triviale, rein formale Umformung einer Gleichung. Beide Formen der Gleichung haben identischen Aussagewert.

Hallo Grtgrt,
vieleicht ist ja nur die Verwendung des Begriffes "Spiegelung" für das, was ich zum Verhältnis von Raum zu Zeit sagen will, falsch.

Die Brüche 5/1 und 1/5 sind umgekehrt proportional. Dem entspricht meines Erachtens die Formulierung, die Brüche entsprechen sich umgekehrt.

Die Geschwindigkeiten 5/1 m/sec und 1/5 sec/m entsprechen sich nicht nur umgekehrt, sondern sind dieselbe Geschwindigkeit, wenn ich mich von der Definition Geschwindigkeit =Strecke/Zeit löse und auch die Definition Zeit/Strecke für Geschwindigkeit zulasse. Mit diesem erweiterten Geschwindigkeitsbegriff stelle ich ganz allgemein auf die Beziehung von Raum und Zeit ab, ohne mich auf eine bestimmte Sicht, die des Raumes oder die der Zeit festzulegen.

Unter Vermeidung des Begriffes "Spiegelung" könnte man dann verallgemeinern:

Raum und Zeit entsprechen sich umgekehrt.
 


Hallo Harti,

was Du hier machst, ist lediglich, dass Du ein und dieselbe Beziehung zwischen räumlichem und zeitlichem Abstand zweier Ereignisse auf Basis unterschiedlicher Konventionen  n o t i e r s t .

Mit anderen Worten: Du nimmst zwei "Sprachen", sagst in beiden dasselbe, und erliegst dem Irrtum, dass die beiden unterschiedlichen sprachlichen Bilder, die du so bekommen hast, einen Unterschied auch in der Sache bedeuten würden, über die du sprichst. Dem ist aber nicht so.

Gruß, grtgrt



Das ist übrigens ganz analog zum Fall rationaler Zahlen:

Aus Sicht der Mathematik ist eine rationale Zahl einfach nur ein Paar ganzer Zahlen, die in unterschiedlicher Rolle — Zähler bzw. Nenner — auftreten.
Statt z/n könnte man dafür auch ( z,n ) oder ( n,z ) schreiben — ja sogar n/z wäre erlaubt,  w e n n  man die Semantik dieser Notation nicht schon genau anders rum definiert hätte.

 
Beitrag zuletzt bearbeitet von Grtgrt am 29.10.2013 um 10:13 Uhr.
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Beiträge: 2.307, Mitglied seit 7 Jahren
Harti schrieb in Beitrag Nr. 2089-51:
Grtgrt schrieb in Beitrag Nr. 2089-41:
Nochmals also: Es gibt keine Spiegelung von Raum und Zeit an der Geschwindigkeit. Was Du da in Beitrag 2089-1 hingeschrieben hast, war lediglich völlig triviale, rein formale Umformung einer Gleichung. Beide Formen der Gleichung haben identischen Aussagewert.

Hallo Grtgrt,
vieleicht ist ja nur die Verwendung des Begriffes "Spiegelung" für das, was ich zum Verhältnis von Raum zu Zeit sagen will, falsch.

Die Brüche 5/1 und 1/5 sind umgekehrt proportional. Dem entspricht meines Erachtens die Formulierung, die Brüche entsprechen sich umgekehrt.

Die Geschwindigkeiten 5/1 m/sec und 1/5 sec/m entsprechen sich nicht nur umgekehrt, sondern sind dieselbe Geschwindigkeit, wenn ich mich von der Definition Geschwindigkeit =Strecke/Zeit löse und auch die Definition Zeit/Strecke für Geschwindigkeit zulasse. Mit diesem erweiterten Geschwindigkeitsbegriff stelle ich ganz allgemein auf die Beziehung von Raum und Zeit ab, ohne mich auf eine bestimmte Sicht, die des Raumes oder die der Zeit festzulegen.

Unter Vermeidung des Begriffes "Spiegelung" könnte man dann verallgemeinern:

Raum und Zeit entsprechen sich umgekehrt.


MfG
Harti

Harti,

der Kehrwert von 5/1 ist 1/5, es ist ein reziproker Wert, , 5/1 = 1 und 1/5 = 0,2, und nun - was haben wir davon, dass 1 umgekehrt 0,2 "entspricht"? Doch gar nichts, denn 6/1 ist ebenfalls 1 und entspricht ganz sicher nicht 0,2, es gibt unendlich viele Brüche, auf die das zutrifft kurz - du kannst nicht einfach Zähler und Nenner vertauschen und daraus irgendeine allgemein gültige Entsprechung konstruieren a/b hat einen reziproken Wert b/a nur für die besonderen Fälle, in denen a und b für a/b denselben Wert wie für b/a haben und nicht allgemeingültig für das Vertauschen von Zähler und Nenner . Und dein "erweiterter Geschwindigkeitsbegriff" ist einfach sinnlos, und er hat auch mit der Beziehung von Raum und Zeit überhaupt nichts zu tun. Geschwindigkeit bezeichnet die Bewegung eines Körpers INNERHALB der Raumzeit und ist vollkommen unabhängig davon, wie die Raumzeit deifiziert ist. Du willst immer wieder darauf abzielen, dass Wegstrecke dasselbe wie Raum wäre - ist es aber nicht.

Ich verstehe ehrlich gesagt auch überhaupt nicht, weshalb du so auf deiner Formulierung bestehst, das ist doch alles schon erledigt, professionell und experimentell überprüft! So weit ich mich erinnere, lag dir die Nichtexistenz der Zeitdilatation am Herzen, aber die wirst du nicht wegdiskutieren können.
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Beitrag zuletzt bearbeitet von Henry am 29.10.2013 um 15:51 Uhr.
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Okotombrok (Moderator)
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Henry schrieb in Beitrag Nr. 2089-53:
5/1 = 1 und 1/5 = 0,2, und nun - was haben wir davon, dass 1 umgekehrt 0,2 "entspricht"? Doch gar nichts, denn 6/1 ist ebenfalls 1 und entspricht ganz sicher nicht 0,2, es gibt unendlich viele Brüche, auf die das zutrifft kurz . . .

Henry,

leg dich schlafen! :psst:
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Okotombrok schrieb in Beitrag Nr. 2089-54:
Henry schrieb in Beitrag Nr. 2089-53:
5/1 = 1 und 1/5 = 0,2, und nun - was haben wir davon, dass 1 umgekehrt 0,2 "entspricht"? Doch gar nichts, denn 6/1 ist ebenfalls 1 und entspricht ganz sicher nicht 0,2, es gibt unendlich viele Brüche, auf die das zutrifft kurz . . .

Henry,

leg dich schlafen! :psst:

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Henry schrieb in Beitrag Nr. 2089-55:
Ja, hast Recht! Rechnen ist echt nicht meine Stärke.

Ne, Henry,
mit Schwäche har das nichts zu tun.

Das sind so Momente, wo man mit der Schale in der Hand dasteht nachdem man die Banane weggeworfen hat.
Passiert in der Regel nur großen Denkern. :-)
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Okotombrok schrieb in Beitrag Nr. 2089-56:
Henry schrieb in Beitrag Nr. 2089-55:
Ja, hast Recht! Rechnen ist echt nicht meine Stärke.

Ne, Henry,
mit Schwäche har das nichts zu tun.

Das sind so Momente, wo man mit der Schale in der Hand dasteht nachdem man die Banane weggeworfen hat.
Passiert in der Regel nur großen Denkern. :-)

Danke! :-)
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Henry schrieb in Beitrag Nr. 2089-53:
Du willst immer wieder darauf abzielen, dass Wegstrecke dasselbe wie Raum wäre - ist es aber nicht..

Hallo Henry,
ich verstehe unter Strecke einen auf eine Dimension reduzierten dreidimensionalenRaum.

Strecke = eindimensionaler Raum

MfG
Harti
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Beitrag zuletzt bearbeitet von Harti am 30.10.2013 um 12:04 Uhr.
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Harti schrieb in Beitrag Nr. 2089-58:
Henry schrieb in Beitrag Nr. 2089-53:
 
Du willst immer wieder darauf abzielen, dass Wegstrecke dasselbe wie Raum wäre - ist es aber nicht..

Hallo Henry,
ich verstehe unter Strecke einen auf eine Dimension reduzierten dreidimensionalenRaum.

Strecke = eindimensionaler Raum

MfG
Harti


Korrekt wäre:
    Gerade = 1-dimensionaler Teilraum (eines geometrischen Raumes)
    Strecke = zusammenhängende Teilmenge einer Geraden oder einer Kurve
    Kurve = Bildmenge einer stetigen Abbildung eines Intervalles reeller Zahlen in einen Raum

 
Beitrag zuletzt bearbeitet von Grtgrt am 01.11.2013 um 19:58 Uhr.
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Harti schrieb in Beitrag Nr. 2089-58:
Henry schrieb in Beitrag Nr. 2089-53:
Du willst immer wieder darauf abzielen, dass Wegstrecke dasselbe wie Raum wäre - ist es aber nicht..

Hallo Henry,
ich verstehe unter Strecke einen auf eine Dimension reduzierten dreidimensionalenRaum.

Strecke = eindimensionaler Raum

MfG
Harti

Du brauchst in Bezug auf ein bewegtes Teilchen ein ruhendes Koordinatensystem, um die Geschwindigkeit des Teilchens messen zu können. Wenn du so wie du argumentierst, kommt es zu einem unendlichen Regress.
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