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Großer Streit um die Zeit

Thema erstellt von Bauhof 
Beiträge: 2.996, Mitglied seit 11 Jahren
Bauhof schrieb in Beitrag Nr. 2085-60:
Stueps schrieb in Beitrag Nr. 2085-57:
Vielleicht braucht man ja nur ein paar Formeln aus den RT´s geschickt umstellen oder jonglieren, um sich einer brauchbaren Definition der Zeit zu nähern. Oder eben notwendige "Bausteine" und Beziehungen erkennen, die für das Entstehen von Zeit notwendig sind. Oder vielleicht ist die Schrödingergleichung noch besser geeignet, beschreibt sie doch zeitliche Entwicklung von Systemen. Naja, nur mal eine Schnapsidee nebenbei.

Hallo Stueps,

deine ’Schnapsidee’ finde ich gar nicht so schlecht.
Ich denke auch, dass man möglicherweise durch geschicktes Jonglieren mit den Formeln der SRT Bausteine und Beziehungen erkennen könnte, die für das Entstehen von Zeit notwendig sind. Ich habe damit schon jongliert, bin aber noch nicht zu einem nachprüfbaren Ergebnis gekommen.
Also, jongliere du mal! Würde mich sehr interessieren.

M.f.G. Eugen Bauhof

Joglieren wir doch einfach mal mit Einsteins bekanntester Formel: E=m*c²
da haben wir die Zeit indirekt in c² : E=m*(300000km/s)²

umgestellt ergibt sich: E/m=c² weiter : Wurzel(E/m)=c Wurzel(E/m)=300000km/s
Reziprokwert: Wurzel(m/E)=s/300000km

weiter umgestellt: Wurzel(m/E) * 300000km=1s
also: Masse dividiert durch Energie, dann daraus die Wurzel und das Ergebnis multipliziert mit 300 000km ergibt eine Sekunde.

Meine Frage: Wissen wir nun wirklich was Zeit ist? Ich denke, dass das Jonglieren mit Formeln zwar mathematische Lösungen bringt aber nichts zum Verständnis beiträgt, was Zeit ist.

Vorraussetzung für ein bewegtes Universum, damit meine ich ein Universum, in dem es Veränderungen gibt, ist die Existenz von Zeit.
Gäbe es keine Zeit, dann gäbe es auch uns Menschen nicht.
Somit muss man den Spruch "Ich denke, also bin ich." umformulieren: "Ich bin, also gibt es Zeit"

Zeit macht es möglich, dass der Weg das Ziel ist (Raumzeitlich gedacht) und nicht Start und Ziel Zeitgleich existeren
Unter Weg verstehe ich hier, die Existenz eines dynamischen Universums, in dem Veränderungen möglich sind.
Ein Universum ohne Zeit wäre statisch, wie eine Momentaufnahme, auf der auch keine Zeit existiert.
Seine Existenz hätte keine zeitliche Ausdehnung. Es wäre nur 3-Dimensional (Raum) und nur ein Punkt in der 4. Dimension (Zeit)
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Wer jung ist, meint, er müsste die Welt retten :smiley8:
Der Erfahrene erkennt, dass er nicht alle Probleme lösen kann
:smiley3:
Beitrag zuletzt bearbeitet von Hans-m am 11.10.2013 um 12:40 Uhr.
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Hans-m schrieb in Beitrag Nr. 2085-61:
also: Masse dividiert durch Energie, dann daraus die Wurzel und das Ergebnis multipliziert mit 300 000km ergibt eine Sekunde.
Toll!:smiley30:
Zitat:
Meine Frage: Wissen wir nun wirklich was Zeit ist? Ich denke, dass das Jonglieren mit Formeln zwar mathematische Lösungen bringt aber nichts zum Verständnis beiträgt, was Zeit ist.
So sehe ich das auch.
Zitat:
Vorraussetzung für ein bewegtes Universum, damit meine ich ein Universum, in dem es Veränderungen gibt, ist die Existenz von Zeit.
Das sehe ich allerdings nicht so. Voraussetzung für Zeit ist die Existenz von Veränderungen im Universum.
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Es gibt keine Urknall-Singularität.
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Hallo Hans-m…

Im Folgenden bin ich doch anderer Meinung als du, denn du formulierst wie folgt:
„Zeit macht es möglich, dass der Weg das Ziel ist (Raumzeitlich gedacht) und nicht Start und Ziel Zeitgleich existeren“

Meine Position, allein die unterschiedliche räumliche Zuordnung beider Punkte – also deren räumliche Diffenrenz – die räumliche Entfernung von A (Start) zu B (Ziel) macht es möglich, daß A und B, also Start und Ziel, nicht identisch sind.
Um von A nach B zu kommen, muss eine Wegstrecke zurückgelegt werden…und das, kann dauern.
Es kann sogar solange dauern, daß es möglich ist, eine physikalische Zeit zu messen, welche die Dauer der Bewegung bestimmt, als ein Maß der Dauer, eben Sekunde, Minute…usw.
Uund als kleine Zusatzfrage..was passiert mit deiner Zeit, wenn der Weg als solcher erst gar nicht gegangen wird....???:smiley11:

Und dein Spruch: "Ich bin, also gibt es Zeit" gefällt mir so sehr, daß ich ganz leise schmunzeln durfte, bei dieser philosophischen Erkenntnis.
Nur frage ich mich, was passiert mit der Zeit, wenn du nicht mehr bist, darf ich daraus schlußfolgern: „ Ich bin nicht, also gibt es Zeit…nicht“.

Ich bitte von daher, um milde Nachsicht...und denke darüber nochmals nach, oder bin ich es, der hier falsch liegt...
Signatur:
Zur Bedingung des Raum und der Zeit gehört ganz unbedingt ,die absolute Bedingungslosigkeit von Raum und Zeit. Werden Raum und Zeit an Bedingungen geknüpft sind sie endlich, mit einem Beginn und einem Ende.
Beitrag zuletzt bearbeitet von Quante am 11.10.2013 um 13:53 Uhr.
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Beiträge: 1.375, Mitglied seit 12 Jahren
Hans-m schrieb in Beitrag Nr. 2085-61:
Joglieren wir doch einfach mal mit Einsteins bekanntester Formel: E=m*c²
da haben wir die Zeit indirekt in c² : E=m*(300000km/s)²

umgestellt ergibt sich: E/m=c² weiter : Wurzel(E/m)=c Wurzel(E/m)=300000km/s
Reziprokwert: Wurzel(m/E)=s/300000km

weiter umgestellt: Wurzel(m/E) * 300000km=1s
also: Masse dividiert durch Energie, dann daraus die Wurzel und das Ergebnis multipliziert mit 300 000km ergibt eine Sekunde.

Hallo Hans-m,

dies erhält man auch, wenn man eine Dimensionsanalyse macht:

Die Dimension der Masse ist Gramm = g
Die Dimension der Energie im Gaußschen CGS-System ist cm²•g•s-2
Somit ergibt sich:

cm•sqrt(g/cm²•g•s-2) = cm•sqrt(s²/cm²) = s

Man erhält deswegen die Maßeinheit der Zeit als Ergebnis, weil diese Maßeinheit bereits in der Energie enthalten war. Da hast du recht, damit ist nichts gewonnen.

Hans-m schrieb in Beitrag Nr. 2085-61:
Vorraussetzung für ein bewegtes Universum, damit meine ich ein Universum, in dem es Veränderungen gibt, ist die Existenz von Zeit.

Nicht schlecht, aber ich würde es genau umgekehrt formulieren:
Voraussetzung für die Existenz von Zeit ist ein bewegtes Universum, in dem es Veränderungen gibt.

Und warum kann es Veränderungen im Universum geben?
Weil das Universum expandiert.

M.f.G. Eugen Bauhof
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Der Kluge lernt aus allem und von jedem,
der Normale aus seinen Erfahrungen,
und der Dumme weiß alles besser.
Sokrates.
Beitrag zuletzt bearbeitet von Bauhof am 11.10.2013 um 14:21 Uhr.
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Hans-m schrieb in Beitrag Nr. 2085-61:
also: Masse dividiert durch Energie, dann daraus die Wurzel und das Ergebnis multipliziert mit 300 000km ergibt eine Sekunde.

Meine Frage: Wissen wir nun wirklich was Zeit ist? Ich denke, dass das Jonglieren mit Formeln zwar mathematische Lösungen bringt aber nichts zum Verständnis beiträgt, was Zeit ist.
Bauhof schrieb in Beitrag Nr. 2085-64:
Die Dimension der Masse ist Gramm = g
Die Dimension der Energie im Gaußschen CGS-System ist cm²•g•s-2
Somit ergibt sich:

cm•sqrt(g/cm²•g•s-2) = cm•sqrt(s²/cm²) = s

Man erhält deswegen die Maßeinheit der Zeit als Ergebnis, weil diese Maßeinheit bereits in der Energie enthalten war. Da hast du recht, damit ist nichts gewonnen.

Hallo Hans-m, hallo Eugen,

genau das ist der richtige Weg, finde ich! Nun müssen wir lernen, diese Aussagen zu interpretieren. Wir müssen hinter diese Formeln schauen, begreifen, dass sie abstrakte Aussagen/Abbilder einer nur durch Denken zu erschließenden Wirklichkeit sind. Das erfordert ein ganz neues Denken, es ist fremd, es muss geübt werden.

Ich freue mich sehr, dass ihr meine "Schnapsidee" im Ansatz verstanden habt. Hans-m, die einfache Formel E=mc2 könnte schon der richtige Anfang sein.

Ich interpretiere zum Beispiel auf die Schnelle hinein, dass Raum, Zeit und Energie Äußerungen ein und derselben Sache sind, alle bedingen sich untereinander, alle beeinflussen sich untereinander, es sind die Parameter, die das große Ganze dahinter formen. Das ist natürlich nicht neu, ist aber ein Beispiel, was ich damit meine, hinter die Formeln zu schauen.

Deshalb sage ich, Hans-m´s Umstellung der Formel auf die Sekunde sagt uns nicht nichts, sondern viel mehr, als wir uns im Moment vorstellen können. Wir müssen die Beziehungen verstehen lernen. Auf einer ganz neuen Ebene.

Eugen, ich musste sehr schmunzeln ob deiner Ermutigung, dass ich es mal mit Jonglieren versuchen sollte. Es ist nämlich bekannt, dass Mathematik nicht meine Stärke ist. Aber na gut, zu verlieren habe ich schließlich nichts, dümmer macht mich der Versuch auch nicht.

Hallo Quante, ich werde mich zeitnah näher mit deinem Beitrag beschäftigen, beim ersten Lesen kann ich dir jedoch versichern, dass du von mir mehr Zustimmung erfährst, als du vielleicht geglaubt hast. Ich habe dort eine Menge Ansätze gelesen, die mir gefallen haben.
Hallo Gebhard, bitte verzeih, dass ich deine RZQ erst einmal zurückstelle, allerdings habe ich gestern noch reingeschaut. Mir kam die Idee beim flüchtigen Nachdenken erst einmal zu allgemein, ohne gut greifbare Aussage vor. Allerdings habe ich sie keinesweg tiefer durchdacht. Die Loop-Quantengravitation ist mir in ihren Grund-Ideen bekannt, ich halte sehr viel von ihr. Da deine Idee in deren Nähe angesiedelt ist, vermute ich, dass sie so schlecht nicht sein kann.

Demnächst mehr, ich finde es wirklich spannend zur Zeit,

P.S.: Hans, vielleicht fällt das Nachdenken bei dieser Formulierung leichter: (√ Energie/Masse) * Raummenge = Zeitmenge.

Beste Grüße
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Ein Universum, welches zufällig entsteht und zufällig ein Phänomen namens Humor hervorbringt, entbehrt nicht einer gewissen Komik.
Beitrag zuletzt bearbeitet von Stueps am 11.10.2013 um 17:54 Uhr.
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Bauhof im Beitrag Nr, 2085-64

Zitat:
Und warum kann es Veränderungen im Universum geben?
Weil das Universum expandiert.

Hallo Bauhof

Meinst du damit, in einem statischen, nicht expandierenden Universum kann es keine Veränderung geben

Dch denke doch!

Auch in einem solchen Universum würden Elektronen um den Atomkern kreisen, würden sich Atome zu Elementen verbinden, Planeten um Sonnen kreisen und die Gravitation Bewegung in Gang halten.

Sogar das was manche "Zeit" nennen würde "entstehen" und "vergehen" - wenn auch niemand weiß, wie und wohin auch immer! :smiley9:

Gruß Horst
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Stueps schrieb in Beitrag Nr. 2085-65:
Eugen, ich musste sehr schmunzeln ob deiner Ermutigung, dass ich es mal mit Jonglieren versuchen sollte. Es ist nämlich bekannt, dass Mathematik nicht meine Stärke ist. Aber na gut, zu verlieren habe ich schließlich nichts, dümmer macht mich der Versuch auch nicht.

Hallo Stueps,

mit “Jonglieren“ meinte ich nicht nur mit Mathematik jonglieren, sondern auch mit Ideen. Zum Beispiel mit einer Idee jonglieren, die ich im letzten Beitrag präsentiert habe:

Zitat:
Voraussetzung für die Existenz von Zeit ist ein bewegtes Universum, in dem es Veränderungen gibt.

Und warum kann es Veränderungen im Universum geben?
Weil das Universum expandiert.

Die Idee eines möglichen Zusammenhangs zwischen dem Zeitablauf und der Expansion des Universums ist nicht neu, das haben andere schon vor mir angeregt. Meines Wissens aber nicht hier im Forum.

M.f.G. Eugen Bauhof
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Bernhard Kletzenbauer schrieb in Beitrag Nr. 2085-62:
Das sehe ich allerdings nicht so. Voraussetzung für Zeit ist die Existenz von Veränderungen im Universum.

NEIN! Umgekehrt !
Zeit macht Veränderungen möglich, macht sie aber nicht zwingend notwendig.
selbst wenn alle Atome bewegungslos im All verharren würden, könnte die Zeit trotzdem "weiterlaufen".

Zeit ist zwar das, was man auf der Uhr abliest, aber wenn alle Uhren kaputt sind, sprich wenn keine Veränderungen mehr stattfinden, dann bedeutet dass nicht, dass die Zeit nicht mehr existiert.

Umgekehrt ist für jede Veränderung Zeit notwendig, und zwar mindestens eine Planck-Zeit
Die Veränderung wäre dann der Zustand vor der Planck Zeit und der Zustand nach der Planck-Zeit.
Nehme ich auch diese Planck-Zeit weg, dann existiren beide Zustände auf einmal, (ich vermeide absichtlich den Begriff gleichzeitig)
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Horst schrieb in Beitrag Nr. 2085-66:
Meinst du damit, in einem statischen, nicht expandierenden Universum kann es keine Veränderung geben

Dch denke doch!

Auch in einem solchen Universum würden Elektronen um den Atomkern kreisen, würden sich Atome zu Elementen verbinden, Planeten um Sonnen kreisen und die Gravitation Bewegung in Gang halten.

Hallo Horst,

es ist nicht auszuschließen, dass es gerade die Universum-Expansion ist, welche die Elektronen um den Atomkern kreisen lassen und Planeten um Sonnen kreisen lassen usw. Diese mögliche Ursache (Expansion) kann nur dann ausgeschlossen werden, wenn eine andere Ursache für den Zeitablauf gefunden wird. Diese Ursache wird vermutlich nicht durch die Philosophie gefunden werden, sondern durch die Physik. Ich bin fest davon überzeugt, dass der Zeitablauf einen physikalischen Hintergrund hat.

Das lange Bemühen der Philosophen über mehrere Jahrtausende um das Rätsel der Zeit hat uns bisher keinen Millimeter weitergebracht.

M.f.G. Eugen Bauhof
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Bauhof schrieb in Beitrag Nr. 2085-67:
Zitat:
Voraussetzung für die Existenz von Zeit ist ein bewegtes Universum, in dem es Veränderungen gibt.

Und warum kann es Veränderungen im Universum geben?
Weil das Universum expandiert.

Die Idee eines möglichen Zusammenhangs zwischen dem Zeitablauf und der Expansion des Universums ist nicht neu, das haben andere schon vor mir angeregt. Meines Wissens aber nicht hier im Forum.

M.f.G. Eugen Bauhof

Und was ist, wenn das Universum irgend wann mal wieder in sich zusammenfällt (Implodiert, Big-Crunch-Theorie)
Existiert dann die Zeit nicht mehr, oder läuft sie dann rückwärts? Ich würde behaupten nein. Die Zeit läuft so lange, wie unser Universum existiert, denn mit dem Universum wurde die Raumzeit geschaffen, oder besser gesagt, das Universum ist Raumzeit, und da wird die Komponente Zeit nicht plötzlich ihre Existenz aufgeben. Das wäre so, als würde beim Raum plötzlich die Höhe, die Breite oder die Länge nicht mehr existieren und der Raum kein Raum sondern nur noch eine 2-Dimensionale Fläche wäre. Raum und Zeit werden (vielleicht) dann ihre Existenz aufgeben, wenn sie wieder in einen winzigen Punkt mit Null-Ausdehnung kollabiert sind. (Big-Crunch-Theorie)
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Beitrag zuletzt bearbeitet von Hans-m am 11.10.2013 um 15:50 Uhr.
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Hans-m schrieb in Beitrag Nr. 2085-68:
Bernhard Kletzenbauer schrieb in Beitrag Nr. 2085-62:
Das sehe ich allerdings nicht so. Voraussetzung für Zeit ist die Existenz von Veränderungen im Universum.

NEIN! Umgekehrt !
Zeit macht Veränderungen möglich, macht sie aber nicht zwingend notwendig.
selbst wenn alle Atome bewegungslos im All verharren würden, könnte die Zeit trotzdem "weiterlaufen".

Hallo Hans-m,

wenn alles bewegungslos im All verharren würde, gäbe es nichts, was überhaupt einen Zeitablauf konstatieren könnte.

Dass es eine gottgegebene, von allem unabhängige Zeit gibt, das sehe ich als einen mehr als tausend Jahre alten Irrtum der Philosophen, deren Denken früher leider maßgeblich von den Klerikern beeinflusst wurde.

M.f.G. Eugen Bauhof
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Bauhof schrieb in Beitrag Nr. 2085-67:

Die Idee eines möglichen Zusammenhangs zwischen dem Zeitablauf und der Expansion des Universums ist nicht neu, das haben andere schon vor mir angeregt. Meines Wissens aber nicht hier im Forum.

M.f.G. Eugen Bauhof

Eugen, hallo!

Ich habe aber durchaus schon mehrfach darauf hingewiesen, dass Einstein zwar den aboluten Raum und die absolute Zeit "abgeschafft" hat, aber er hat die Raumzeit "entworfen", und seine Relativitätstheorie ernstgenommen und auf die Raumzeit als GESAMTHEIT angewendet führt zum Urknall und und somit zu Beginn von Raum und Zeit, wie es immer so schön heißt. In diesem Sinne ist die Raumzeit absolut und in diesem Sinne ist sie physikalisch real. Zwar bin ich kein Anhänger der Urknalltheorie mehr, aber doch Anhänger einer real, physikalisch existenten Raumzeit. Ich denke, die Raumzeit muss auch als Gesamtheit betrachtet werden, wie sonst wäre ein FÜR ALLE BEZUGSSYSTEM GLEICHES ALTER DER UNIVESUMS ZU ERKLÄREN?

Ich möchte aber gleich darauf hinweisen, dass damit noch lange nicht geklärt ist, wie man sich die Raumzeit in ihrem Wesen erklären kann, was sie letztlich IST, wissen wir nicht. Und ebenfalls nicht zum ersten Mal möchte ich darauf hinweisen, dass sich unser Nichtwissen nicht nur auf die Raumzeit beschränkt, wir wissen auch nicht, was ein Atom oder ein Elektron IST.
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Herr Oberlehrer

Die Wolken ziehen hin. Sie ziehen auch wieder her.
Der Mensch lebt einmal. Dann nicht mehr.

(Donald Duck)
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Hallo Bauhof,

Bauhof schrieb in Beitrag Nr. 2085-67:
Die Idee eines möglichen Zusammenhangs zwischen dem Zeitablauf und der Expansion des Universums ist nicht neu, das haben andere schon vor mir angeregt. Meines Wissens aber nicht hier im Forum.

Gut möglich, dass schlauere Köpfe diese Idee schon weitaus vorher hatten. Im Forum wurde sie aber auch bereits vorgestellt.

Erstmalig hatte ich vor ca. 6 Jahren einen Beitrag hierzu eigestellt: Beitrag Nr. 1057-5
In 2010 hatte ich einen weiteren Versuch unternommen: Beitrag Nr. 1708-7
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Hallo Eugen,

Bauhof schrieb in Beitrag Nr. 2085-67:
Hallo Stueps,

mit “Jonglieren“ meinte ich nicht nur mit Mathematik jonglieren, sondern auch mit Ideen.

ja, das klingt gut. Falls ich mit Formeln umherjongliere, kann ich ja hier zum Glück auf echte Hilfe zurückgreifen, heißt, dass Fehler und Unsinn aufgezeigt werden. Ich weiß ja nicht mal, was uns all das bringt, ich weiß nur, dass es uns nicht dümmer machen wird.

Bauhof schrieb in Beitrag Nr. 2085-67:
Zitat:
Voraussetzung für die Existenz von Zeit ist ein bewegtes Universum, in dem es Veränderungen gibt.

Und warum kann es Veränderungen im Universum geben?
Weil das Universum expandiert.

Bauhof schrieb in Beitrag Nr. 2085-67:
Die Idee eines möglichen Zusammenhangs zwischen dem Zeitablauf und der Expansion des Universums ist nicht neu, das haben andere schon vor mir angeregt. Meines Wissens aber nicht hier im Forum.

Hier wäre ich für nähere Ausführungen dankbar. Spielst du hier auf den thermodynamischen Zeitpfeil an? Falls ja, wäre hier ein wachsames Auge von Claus prima, mir scheint er fit auf dem Gebiet der Entropie. Ich würde es sowieso schön finden, wenn er sich hier einschaltet, denn gerade er hat sich in meinen Augen durch innovative Gedanken und Ideen ausgezeichnet. Gleiches gilt natürlich für Thomas den Großen und besonders auch Zara.t. als Profi. (An letzteren glaube ich im Moment allerdings nicht so recht, er scheint doch recht gut mit anderen Dingen ausgelastet zur Zeit.) Und Okotombrok mit seinem Blick fürs Ganze, und seiner genialen Fähigkeit, dieses in kurzen, sehr verständlichen Sätzen zusammenzufassen, sowieso.

Beste Grüße
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Beitrag zuletzt bearbeitet von Stueps am 11.10.2013 um 18:12 Uhr.
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Ach, da ist Claus ja schon, das find ich ja prima!:smiley5:
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Stueps schrieb in Beitrag Nr. 2085-74:
Ich würde es sowieso schön finden, wenn er sich hier einschaltet, denn gerade er hat sich in meinen Augen durch innovative Gedanken und Ideen ausgezeichnet.

Hallo Claus, obige Aussage sehe ich gerade sehr gut untermauert durch deinen Hinweis auf Beitrag Nr. 1708-7. Ich werde mich heute abend mit diesem Beitrag beschäftigen, aber beim ersten Lesen habe ich gedacht:

Genial!

Da tun sich so viele neue Gedanken auf, dass ich wirklich begeistert bin. Egal was deine Ideen letztlich taugen, Inspirationen sind sie, und zwar kräftige! Gerade im Zusammenhang mit der aktuellen Diskussion.

Beste Grüße
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Beitrag zuletzt bearbeitet von Stueps am 11.10.2013 um 18:36 Uhr.
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Bauhof schrieb in Beitrag Nr. 2085-69:
Horst schrieb in Beitrag Nr. 2085-66:
Meinst du damit, in einem statischen, nicht expandierenden Universum kann es keine Veränderung geben

Dch denke doch!

Auch in einem solchen Universum würden Elektronen um den Atomkern kreisen, würden sich Atome zu Elementen verbinden, Planeten um Sonnen kreisen und die Gravitation Bewegung in Gang halten.

Hallo Horst,

es ist nicht auszuschließen, dass es gerade die Universum-Expansion ist, welche die Elektronen um den Atomkern kreisen lassen und Planeten um Sonnen kreisen lassen usw. Diese mögliche Ursache (Expansion) kann nur dann ausgeschlossen werden, wenn eine andere Ursache für den Zeitablauf gefunden wird. Diese Ursache wird vermutlich nicht durch die Philosophie gefunden werden, sondern durch die Physik. Ich bin fest davon überzeugt, dass der Zeitablauf einen physikalischen Hintergrund hat.

Hallo Bauhof

Was ist denn der nachvollziehbare physikalischen Hintergrund des Zeitablaufes von dem du fest überzeugt bist? Ein Ablauf ist doch definitiv ein Bewegungsvorgang von Objekten zu dem Energie benötigt wird.

Das setzt doch eine materielle Struktur der "Zeit" voraus, denn imaterielle, abstrakte Phänomene wie "Zeit" sind doch der Physik gar nicht zugänglich.

Gruß Horst
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Beiträge: 1.352, Mitglied seit 15 Jahren
Hans-m schrieb in Beitrag Nr. 2085-68:
selbst wenn alle Atome bewegungslos im All verharren würden, könnte die Zeit trotzdem "weiterlaufen".
Wie das?
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Hallo,


Henry schrieb in Beitrag Nr. 2085-72:
Ich möchte aber gleich darauf hinweisen, dass damit noch lange nicht geklärt ist, wie man sich die Raumzeit in ihrem Wesen erklären kann, was sie letztlich IST, wissen wir nicht. Und ebenfalls nicht zum ersten Mal möchte ich darauf hinweisen, dass sich unser Nichtwissen nicht nur auf die Raumzeit beschränkt, wir wissen auch nicht, was ein Atom oder ein Elektron IST.

Könnte sein dass eine bestimmte Energie uns in drei formen ,wie das Wasser, sich offenbart. Und zwar, Baryonische Materie(aus dem wir das ganze betrachten) als „Festzustand“, Dunkle Materie als „flüssig“ und, Dunkle Energie „gasförmig“, jeweils in prozentual bekannte mengen in Universum vorhanden.

Wir schwimmen quasi als Eis Blöcke auf den Dunkle Materie Ozean, umgeben von Dampfwolken. Ahoi!! ;-)
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Beiträge: 578, Mitglied seit 13 Jahren
Guten Morgen...

Zeit ist vermutlich wirklich nur die Täuschung unseres Bewußtseins, um bei Einstein zu bleiben, eine von unserem Bewußtsein vorgegaukelte „Illusion“…aber eben eine sehr hartnäckige.

Denn lediglich in unserem Bewußtsein ist diese „Existenz der Zeit“ möglich…

Die Dauer eines Prozesses, Ablaufes, nehmen wir (ausschließlich) in unserem Bewußtsein als den Fortgang der Zeit wahr. Es gibt aber nichts direkt zusammenhängendes, verbindendes, zwischen der Vergangenheit , der Gegenwart und dem Zukünftigen, denn wenn es im zeitlichen SINNE etwas zusammenhängendes geben soll dann ist diese auf der ständigen Flucht - DAVOR…weg.

(Denn) Zeit verbindet nicht, „sie“ trennt, unterscheidet, differenziert, denn nur mittels ihr, als Illusion (Abstraktion, Phänomen) unseres Bewußtseins, ist es uns möglich Prozesse in Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft einzuteilen, das Eine vom Anderen losgelöst zu Betrachten.
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Beitrag zuletzt bearbeitet von Quante am 12.10.2013 um 08:17 Uhr.
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