Willkommen in Manus Zeitforum
InformationenAnmelden Registrieren

Erweiterte Suche

Teilchen entstehen und vergehen?

Thema erstellt von Uwe. 
Beiträge: 1.566, Mitglied seit 9 Jahren
 
Horst schrieb in Beitrag Nr. 2080-38:
Hallo Grtgrt,

kann man das so interpretieren, dass die Zeit versucht auf physisch existierende Objekte eine Wirkung auszuüben, damit sie sich im Takt bewegen?

Dann müsste der Feldwebel "Zeit" allerdings über gigantische Energie verfügen und zielstrebig einsetzten!
Das wage ich aber zu bezweifeln.

Hallo Horst,

für den unwahrscheinlichen Fall, dass mein Bild vom "Feldwebel" tatsächlich irgendwie zutreffend sein sollte, kann ich mir unter den "Soldaten", für deren Gleichschritt er verantwortlich ist — den er also garantiert — nur Objekte vorstellen, die noch weit elementarer sind als selbst kleinste Materieteilchen.

Denkbarer Kandidat für solche "Soldaten" wären wohl nur Branen im Sinne der Stringtheorie, die so beschaffen sind, dass sie nur eine einzige Art von Schwingung tragen können. Deren Periode entspräche dann einem eindeutig bestimmten "Zeitatom".

Komplexere Objekte, wie etwa das Cäsium-Isotop 133Cs, dessen Schwingungsverhalten wir zur Definition die Zeiteinheit "Sekunde" verwenden, scheinen mir viel zu wenig elementar als dass sie für die Existenz von Zeit verantwortlich sein könnten. Hierfür verantwortlich kann nur etwas sein, das schon existiert hat lange bevor sich Atome bilden konnten.

Gruß,
grtgrt
 
Beitrag zuletzt bearbeitet von Grtgrt am 24.09.2013 um 12:03 Uhr.
[Gäste dürfen nur lesen]
Beiträge: 1.566, Mitglied seit 9 Jahren
 
Henry schrieb in Beitrag Nr. 2080-40:
 
Was stets übersehen wird, ist, dass die Raumzeit als GESAMTHEIT real ist, und nur in diesem Zusammenhang macht auch die Auffassung des Universums als Blockuniversum tatsächlich Sinn, denn nur, wenn Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gleichberechtigt real sind, macht es Sinn, von einem "Blockuniversum" zu sprechen.


Hallo Henry,

wenn die Raumzeit als GESAMTHEIT real wäre, müssten doch vergangene und zukünftige Zustände ebenso real sein, wie der (rein örtlich) hinter mir und vor mir liegende Raum. Dann aber, so scheint mir, müsste auch Hugh Everetts Viele-Welten-Theorie richtig sein (!).

Wer nun aber (wie z.B. ich)  n i c h t  an eine wie immer geartete Realität von Parallelwelten im Sinne Everetts glaubt, wird eher Heisenberg zustimmen, der der Meinung war, dass unsere Welt aus Vergangenheit, Gegenwart und Varianten  m ö g l i c h e r  Zukunft besteht, von denen jeweils nur  e i n e  erst zu realer Gegen­wart und dann zu einem Teil der Vergangenheit wird.

Parallelwelten existieren dann nur als  M ö g l i c h k e i t e n  für zukünftige Formen unserer Welt, und so können sie nicht ebenso reale Existenz haben wie der Zustand der Gegenwart.

Kurz: Eternalismus scheint mir ein gedanklicher Irrweg. Es tut mir leid zu hören, dass Einstein ihm gegen Ende seines Lebens auch anhing.

Beste Grüße,
und danke für deinen Hinweis auf dieses Stichwort,

Gebhard
 
[Gäste dürfen nur lesen]
avatar
Beiträge: 762, Mitglied seit 15 Jahren
Grtgrt schrieb in Beitrag Nr. 2080-41:
 
Horst schrieb in Beitrag Nr. 2080-38:
Hallo Grtgrt,

kann man das so interpretieren, dass die Zeit versucht auf physisch existierende Objekte eine Wirkung auszuüben, damit sie sich im Takt bewegen?

Dann müsste der Feldwebel "Zeit" allerdings über gigantische Energie verfügen und zielstrebig einsetzten!
Das wage ich aber zu bezweifeln.

Hallo Horst,

für den unwahrscheinlichen Fall, dass mein Bild vom "Feldwebel" tatsächlich irgendwie zutreffend sein sollte, kann ich mir unter den "Soldaten", für deren Gleichschritt er verantwortlich ist — den er also garantiert — nur Objekte vorstellen, die noch weit elementarer sind als selbst kleinste Materieteilchen.

Denkbarer Kandidat für solche "Soldaten" wären wohl nur Branen im Sinne der Stringtheorie, die so beschaffen sind, dass sie nur eine einzige Art von Schwingung tragen können. Deren Periode entspräche dann einem eindeutig bestimmten "Zeitatom".

Komplexere Objekte, wie etwa das Cäsium-Isotop 133Cs, dessen Schwingungsverhaltens wir zur Definition die Zeiteinheit "Sekunde" verwenden, scheinen mir viel zu wenig elementar als dass sie für die Existenz von Zeit verantwortlich sein könnten. Hierfür verantwortlich kann nur etwas sein, das schon existiert hat lange bevor sich Atome bilden konnten.

Gruß,
grtgrt
 

Hallo Grtrgrt,

danke für deine klare, eindeutige und überzeugende Antwort auf meine Frage, wo "Zeit" denn die Energie hernimmt physikalische Objekte zu takten! So einfach ist das also, ist mir direkt peinlich, dass ich da nicht von selbst drauf gekommen bin.

Gruß Horst
[Gäste dürfen nur lesen]
Beiträge: 1.566, Mitglied seit 9 Jahren
 
Hallo Horst,

danke für die Blumen.

Auch ich finde die gefundene Antwort recht überzeugend.
Ohne dein hartnäckiges immer-wieder-Nachfragen wäre ich aber nicht dorthin gelangt.

Danke also,
mit besten Grüßen,
Gebhard
 
[Gäste dürfen nur lesen]
In diesem Forum dürfen nur Mitglieder schreiben. Hier kannst du dich anmelden
Zum Seitenanfang Nach oben