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Basics spezielle Relativitätstheorie

Thema erstellt von Henry 
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Stueps schrieb in Beitrag Nr. 1985-347:
Ist das nicht ein Effekt, der die Krümmung bis ins Unendliche hochschaukelt? Also, Krümmung ist Energie, die entspricht einem Masseäquivalent, welche wiederum die Krümmung verstärkt, diese stärkere Krümmung stellt ja also wiederum noch mehr Energie zur Verfügung, die wiederum einem stärkeren Masseäquivalent entspricht, und damit wieder noch mehr den Raum krümmt, diese Krümmung ist ja noch stärker als alles davor, entspricht also noch einmal einem höheren Masseäquivalent, welcher zum x-ten Mal den Raum noch stärker krümmt.... und so weiter.

Hallo Stueps,

nein, das schaukelt sich nicht bis ins Unendliche hoch.
Es sind ja nur sehr kleine Energiebeträge relativ zur gravitierenden großen Ursprungsmasse, die sich infolge der Raumkrümmung dazu addieren. Und das kann man vermutlich durch eine konvergente unendliche Reihe aufsummieren. Damit bleibt alles endlich.

Aber um das genau zu beschreiben, müssten wir in die Tiefe der ART eindringen. Vor allem in die Mathematik der ART...:smiley35:

M.f.G. Eugen Bauhof
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der Normale aus seinen Erfahrungen,
und der Dumme weiß alles besser.
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Bauhof schrieb in Beitrag Nr. 1985-348:
Hallo Stueps,

nein, das schaukelt sich nicht bis ins Unendliche hoch.

Nein, das könnte man ja auch beobachten. Oder eben nicht, weil es ein Universum wie unseres gar nicht gäbe.

Bauhof schrieb in Beitrag Nr. 1985-348:
Und das kann man vermutlich durch eine konvergente unendliche Reihe aufsummieren. Damit bleibt alles endlich.

Aber um das genau zu beschreiben, müssten wir in die Tiefe der ART eindringen. Vor allem in die Mathematik der ART...:smiley35:

:lol:, damit wäre ich hoffnungslos überfordert.

So, jetzt bin ich aber wirklich weg, schönes Wochenende nochmals und beste Grüße!
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Ein Universum, welches zufällig entsteht und zufällig ein Phänomen namens Humor hervorbringt, entbehrt nicht einer gewissen Komik.
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Stueps schrieb in Beitrag Nr. 1985-340:
 
Beschleunigung und Gravitation fasse ich in ihren Effekten und Wirkungen als ein und die selbe Sache auf. Beide lassen sich wohl auch mit den selben Gleichungen mathematisch behandeln?


Auf Seite Abenteuer Universum — Beschleunigung und Gravitation liest man:

Zitat:
 
So wie uns Einstein vor Augen führte, dass Energie und Materie dasselbe sind, überlegte er auch, dass

man die Wirkung der Gravitation nicht von der Wirkung einer beschleunigten Bewegung unterscheiden kann.


Ein im Kosmos umherfliegender Astronaut kann mit keinem Mittel feststellen, ob er sich nun bewegt, oder ob er still­steht und der ganze übrige Kosmos an ihm vorbeizieht. Verschließen wir seine Sichtluken gar, kann er nicht mal mehr eine Bewegung feststellen. Denn nun hat er keinen Bezugspunkt mehr, an dem er sich orientieren könnte.
 

 
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Beiträge: 1.566, Mitglied seit 6 Jahren
 
Bauhof schrieb in Beitrag Nr. 1985-346:
 
Und darin kommt der "Einstein-Widerleger" fälschlicherweise zu dem Schluss, dass beide Eigenzeiten gleich seien.


Weder er noch ich wollen Einstein widerlegen.

Wir wollen nur Leute widerlegen, die gewissen Halbwissens wegen Einsteins Theorie nicht richtig verstehen.


Nebenbei: Es freut mich zu lesen, dass jener Herr — ein an Naturwissenschaften interessierter Laie wie wir alle hier — sogar begriffen hat, dass die Region, die im Inneren des Ereignishorizontes eines Schwarzen Lochs liegt, zwar einen Umfang, aber keinen Radius hat.

Das sollte allen zu denken geben, die versucht sind, ihn einfach als » Einstein-Widerleger « zu diffamieren.

 
Beitrag zuletzt bearbeitet von Grtgrt am 05.10.2013 um 20:07 Uhr.
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Beiträge: 2.307, Mitglied seit 7 Jahren
Grtgrt schrieb in Beitrag Nr. 1985-350:
 
So wie uns Einstein vor Augen führte, dass Energie und Materie dasselbe sind, überlegte er auch, dass

man die Wirkung der Gravitation nicht von der Wirkung einer beschleunigten Bewegung unterscheiden kann.


Ein im Kosmos umherfliegender Astronaut kann mit keinem Mittel feststellen, ob er sich nun bewegt, oder ob er still­steht und der ganze übrige Kosmos an ihm vorbeizieht. Verschließen wir seine Sichtluken gar, kann er nicht mal mehr eine Bewegung feststellen. Denn nun hat er keinen Bezugspunkt mehr, an dem er sich orientieren könnte.
 

 [/quote]

Gebhard, Gebhard!!!

Natürlich danke ich dir für deine Respektsbekundung und widersprechen dir darin, ich würde in der Hauptsache nur Meinung vertreten - ich versuche lediglich, auf möglichst wenig Mathematik zurückzugreifen und ständige Hinweise auf alle möglichen Web-Seiten und sonstige Links zu vermeiden. Meine Ansichten sind (jedenfalls meistens, Eugen hat ja so Recht mit seinem Hinweis auf Zarat´s Warnung! Ich dachte, das wäre längst gegessen) ganz gut mit Hintergrundwissen abgesichert.

Jedenfalls, wenn ich schon zitiere, zitiere ich nicht aus dem Zusammenhang gerissen --- was will uns der Dichter denn mit obigem Zitat näher bringen? Das hat doch mit der Gravitation oder der Beschleunigung nichts zu tun, sondern sind nur einleitende Bemerkungen, die in betreffendem Beitrag erst im Folgenden zur Beschleunigung bzw Gravitation führen!
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Beitrag zuletzt bearbeitet von Henry am 05.10.2013 um 20:21 Uhr.
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Beiträge: 1.566, Mitglied seit 6 Jahren
 
Henry schrieb in Beitrag Nr. 1985-352:
 
Meine Ansichten sind (jedenfalls meistens, ...) ganz gut mit Hintergrundwissen abgesichert.


Was Du da sagt, Henry, bezweifle ich ja gar nicht.

Das Problem ist nur: Wenn Du mir nur deine Meinung mitteilst — ohne mir zu sagen, wie sie sich begründet oder woher Du sie hast — nimmst Du mir, wenn sie nicht mit meiner übereinstimmen sollte, jede Möglichkeit, zu prüfen, wer von uns beiden denn jetzt recht haben könnte bzw. wo  m e i n  Denkfehler liegen könnte. Kurz:


Die nachvollziehbare Begründung einer Meinung ist weit mehr wert als nur die Meinung selbst.


Gruß,
grtgrt
 
Beitrag zuletzt bearbeitet von Grtgrt am 05.10.2013 um 20:50 Uhr.
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Stueps schrieb in Beitrag Nr. 1985-340:
Hallo Eugen, hallo Okotombrok,

eine kurze Frage habe ich:

Beschleunigung und Gravitation fasse ich in ihren Effekten und Wirkungen als ein und die selbe Sache auf. Beide lassen sich wohl auch mit den selben Gleichungen mathematisch behandeln?
Wenn man also mit der SRT auch Beschleunigungen behandeln kann, wieso braucht man (ausschließlich) bei Auftreten von Gravitation dann explizit die ART?
Für eine leicht verständliche Antwort wäre ich sehr dankbar.

Beste Grüße

Was Oko und Eugen geantwortet haben, ist sicher richtig. Also nur als Ergänzung: Man kann Gravitation und Beschleunigung nicht mit denselben Gleichungen behandeln, weil Beschleunigung durch eine Kraft erzeugt wird, während die Gravitation laut ART aber keine Kraft ist, sondern die Krümmung der Raumzeit, also eine geometrische Beschreibung darstellt. Gravitation und Beschleunigung sind äquivalent, was ihre Wirkung angeht, aber nicht identisch. Gravitation kann man nicht feststellen, wenn ein Objekt ohne die Einwirkung anderer Kräfte, also "frei" fällt. Beschleunigung kann man aber immer feststellen, deshalb sind beschleunigte System "ausgezeichnete" Systeme, sie können sich nicht als "ruhend" betrachten, während Systeme frei fallend in einem Gravitationsfeld wie nichtbeschleunigte Systeme sich als "ruhend" betrachten können.
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Hallo Eugen,

in Arbeitsplattform SRT schreibst du:

Zitat von Bauhof:
 
4. Ein Teilchen, das sich mit Lichtgeschwindigkeit bewegt, hat keine Ruhemasse. Deshalb gibt es kein Inertialsystem, in dem Photonen in Ruhe wären.


Diese Argumentation finde ich nicht schlüssig. Meiner Meinung nach sollte da stehen:

Zitat von Grtgrt:
 
4. Für jedes Objekt X, welches sich in einem Inertialsystem gleichförmig mit einer Geschwindigkeit v < c bewegt, gibt es ein Inertialsystem, in dem X ruht.

Note: Da sich ein Photon aus Sicht anderer Objekte in  j e d e m  Bezugssystem mit Lichtgeschwindigkeit bewegt, gibt es kein Bezugssystem – und insbesondere kein Inertialsystem –, in dem ein Photon ruht.


Gruß, grtgrt
 
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Henry schrieb in Beitrag Nr. 1985-354:
 
Also nur als Ergänzung: Man kann Gravitation und Beschleunigung nicht mit denselben Gleichungen behandeln, weil Beschleunigung durch eine Kraft erzeugt wird, während die Gravitation laut ART aber keine Kraft ist, sondern die Krümmung der Raumzeit, also eine geometrische Beschreibung darstellt. Gravitation und Beschleunigung sind äquivalent, was ihre Wirkung angeht, aber nicht identisch.


Hallo Henry,

ich habe Zweifel, ob wirklich richtig ist, was Du hier sagst.

Schließlich hat Einstein selbst — z.B. mit seinem Fahrstuhl-Gedankenexperiment — immer wieder darauf hingewiesen, dass Kräfte, die beschleunigen, sich ihrer Ursache nach in keiner Weise unterscheiden lassen: Sie alle gehorchen ein und demselben mathematischen Gesetz, und so müssen sie sich doch wohl auch  a l l e  als Raumkrümmung deuten lassen.


Gruß, grtgrt

PS: Wo auf ein Objekt Beschleunigungskräfte unterschiedlicher Herkunft wirken, wird das Objekt sie stets als in genau  e i n e  Richtung ziehende Kraft wahrnehmen ganz so als hätten sie nur eine einzige Quelle und Ursache (was wirkt, ist die vektorielle Summe aller Kräfte).

Die Krümmung des Raumes im Sinne der ART scheint mir durch die Forderung definiert, dass dieser Kraftvektor überall zum Nullvektor werden muss.

Im übrigen ist es genau (und nur) diese Forderung, welche garantiert, dass jeder Punkt der Raumzeit (auch der ART) eine Umgebung hat, in der — wenn man sie klein genug wählt — die Gesetze der SRT gelten.

 
Beitrag zuletzt bearbeitet von Grtgrt am 07.11.2013 um 15:27 Uhr.
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Okotombrok (Moderator)
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Hallo Grtgrt,

Grtgrt schrieb in Beitrag Nr. 1985-356:
Im übrigen ist es genau (und nur) diese Forderung, welche garantiert, dass jeder Punkt der Raumzeit (auch der ART) eine Umgebung hat, in der — wenn man sie klein genug wählt — die Gesetze der SRT gelten.

die Gesetze der SRT gelten dann, wenn keine Gravitationspotenziale durchschritten werden, d.h. keine Potenzialdifferenzen überbrückt werden.
Solange man sich auf einem Potenzial bewegt, "es weder bergauf noch berab geht" gilt die SRT.

mfg okotombrok
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"Der Kopf ist rund, damit die Gedanken die Richtung wechseln können"
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Grtgrt schrieb in Beitrag Nr. 1985-356:
 


Hallo Henry,

ich habe Zweifel, ob wirklich richtig ist, was Du hier sagst.

Schließlich hat Einstein selbst — z.B. mit seinem Fahrstuhl-Gedankenexperiment — immer wieder darauf hingewiesen, dass Kräfte, die beschleunigen, sich ihrer Ursache nach in keiner Weise unterscheiden lassen: Sie alle gehorchen ein und demselben mathematischen Gesetz, und so müssen sie sich doch wohl auch  a l l e  als Raumkrümmung deuten lassen.


Gruß, grtgrt

PS: Wo auf ein Objekt Beschleunigungskräfte unterschiedlicher Herkunft wirken, wird das Objekt sie stets als in genau  e i n e  Richtung ziehende Kraft wahrnehmen ganz so als hätten sie nur eine einzige Quelle und Ursache (was wirkt, ist die vektorielle Summe aller Kräfte).

Die Krümmung des Raumes im Sinne der ART scheint mir durch die Forderung definiert, dass dieser Kraftvektor überall zum Nullvektor werden muss.

Im übrigen ist es genau (und nur) diese Forderung, welche garantiert, dass jeder Punkt der Raumzeit (auch der ART) eine Umgebung hat, in der — wenn man sie klein genug wählt — die Gesetze der SRT gelten.

 
Hallo, Gebhard, hatte deinen Beitrag fast vergessen.

Das „Fahrstuhl-Gedankenexperiment“ hat mehr als nur Beschleunigung zu bieten.

Es geht aber überhaupt nicht um Bewegung bzw. Beschleunigung (jedenfalls nicht in dem Sinne, wie Bewegung / Beschleunigung mathematisch beschrieben werden), sondern darum, dass in einer geschlossenen Kabine nicht entschieden werden kann, ob sich die Kabine überhaupt bewegt oder WODURCH die Kabine beschleunigt wird, nämlich durch die Gravitation oder bzw. durch den Treibsatz einer Rakete.

Überhaupt ist der Ausgangspunkt ein ganz anderer, nämlich die MASSE eines Körpers – oder, genauer, der Unterschied zwischen träger und schwerer Masse.

Galileo hatte festgestellt, dass Körper, die sich auf einen Masseschwerpunkt zubewegen, vollkommen unabhängig von innerer oder äußerer Struktur der Körper im Vakuum stets mit derselben Geschwindigkeit auf den Masseschwerpunkt zustreben, und das nennt man das „schwache Äquivalenzprinzip“.

Newton hatte festgestellt, dass Körper, die durch die Schwerkraft bewegt werden, sich stets mit derselben Geschwindigkeit auf den Masseschwerpunkt zubewegen, und dass diese Bewegung durch eine entgegenwirkende Kraft genau ausgeglichen werden kann. In beiden Fällen haben wir es mit Masse zu tun, aber in ersten Fall mit „schwerer“ Masse und im zweiten Fall mit „träger“ Masse. Beide Massen werden als verschieden behandelt, und es wird nicht erklärt, weshalb sie sich gegenseitig „aufheben“ können.

Einstein erklärt in seiner SRT, warum träge und schwere Massen äquivalent sind, sie „gehorchen“ einem Symmetrieprinzip. Und hier kommt die Kabine ins Spiel. Ohne Information von außen kann ein Beobachter in einer geschlossenen Kabine nicht unterscheiden, ob er sich in Schwerelosigkeit oder im freien Fall befindet. Ohne Einwirkung anderer Kräfte bewegen sich Körper innerhalb der Kabine in einem Inertialsystem, oder anders: Gravitationskräfte sind äquivalent zu Trägheitskräften, durch einen Wechsel in ein beschleunigtes System können die Gravitationskräfte aufgehoben werden. Soweit das schwache Äquivalenzprinzip und die SRT.

Die Verallgemeinerung zum „starken“ Äquivalenzprinzip erreichte Einstein durch seine ART. Die SRT wird in die ART integriert und bezeichnet nun den Fall einer gleichmäßigen Beschleunigung in einer flachen Raumzeit, oder, genauer, einer gleichmäßigen Beschleunigung in einem HOMOGENEN Gravitationsfeld, und zwar nur lokal und zeitlich begrenzt. Lokal bedeutet, dass es zwischen den Raumzeitpunkten nur eine geringe Abweichung von der Metrik einer flachen Raumzeit geben darf, und die Anwesenheit eines Massepunktes bewirkt, dass sich zwei Körper, egal, wie nahe sie beieinander sind, mit der Zeit auf jeden Fall gegeneinander bewegen werden, ein Beobachter also feststellen kann, dass er sich NICHT in einem Inertialsystem befindet.

Man kann es auch kräftiger ausdrücken: Es gibt keine Inertialsysteme, und die SRT ist als Spezialfall innerhalb der ART ein rein gedankliches Produkt und keinesfalls die Grundlage der ART.
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Henry schrieb in Beitrag Nr. 1985-358:
 
Man kann es auch kräftiger ausdrücken:

Es gibt keine Inertialsysteme, und die SRT ist als Spezialfall innerhalb der ART ein rein gedankliches Produkt und keinesfalls die Grundlage der ART.


Ja, Henry,

auch ich sehe das exakt so.


Gruß, grtgrt
 
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Hallo Henry,

Zitat von Henry:
Ohne Einwirkung anderer Kräfte bewegen sich Körper innerhalb der Kabine in einem Inertialsystem
Zitat:
Man kann es auch kräftiger ausdrücken: Es gibt keine Inertialsysteme

klingt erst mal widersprüchlich. Kann man den Widerspruch eventuell so auflösen, dass es Inertialsysteme nur näherungsweise gibt. Etwa in dem gleichen Sinn, wie man nichts mit absoluter Genauigkeit messen, feststellen kann ? Eine Strecke, die ich mit 100 m messe, ist auch nicht absolut genau 100 m.

MfG
Harti
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Wichtig ist, dass man nicht aufhört zu fragen. A.E.
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Harti schrieb in Beitrag Nr. 1985-360:
Hallo Henry,

Zitat von Henry:
Ohne Einwirkung anderer Kräfte bewegen sich Körper innerhalb der Kabine in einem Inertialsystem
Zitat:
Man kann es auch kräftiger ausdrücken: Es gibt keine Inertialsysteme

klingt erst mal widersprüchlich. Kann man den Widerspruch eventuell so auflösen, dass es Inertialsysteme nur näherungsweise gibt. Etwa in dem gleichen Sinn, wie man nichts mit absoluter Genauigkeit messen, feststellen kann ? Eine Strecke, die ich mit 100 m messe, ist auch nicht absolut genau 100 m.

MfG
Harti

Hi, Harti!

Ich denke nicht, dass es widersprüchlich klingt. Es gibt keine Inertialsysteme bedeutet, dass es in unserem Kosmos in der Tat keinen Ort gibt, der nicht der Schwerkraft ausgesetzt wäre. Wenn Experimente durchgeführt werden, ist es daher immer von der Stärke der Gravitation und der Dauer des Experimentes abhängig, ob sich Ergebnisse ohne Auswirkung der Gravitation zeigen. Und natürlich hängt es auch davon ab, welche Messtoleranz man anlegt. Zwei Körper in einer Raumkapsel, die einfach nebeneinander in den Raum gesetzt werden, werden sich mit absoluter Sicherheit irgendwann zueinander bewegen, weil ein Gravitaionsfeld einfach nicht homogen ist, und weil auf jeden Fall einer der Beiden Körper einem Masseschwerpunkt näher ist. Es wir einfach nur angenommen, man hätte es mit einem Inertialsystem zu tun (es würde keine Kraft auf die Bewegung der Körper wirken).

In Gegensatz dazu ist eine Strecke von 100 m sehr wohl genau eine Strecke von 100 m, denn das Meter ist definiert und man kann Abweichungen von dieser definierten Größe messen. Es gibt keine ruhenden Körper, aber es gibt eine genau definiert Stecke von einem Meter.
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Herr Oberlehrer

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Hallo zusammen,

nachdem so viel Widersprüchliches über die Lorentz-Kontraktion geschrieben wurde, will ich einen neuen Eintrag in unsere Arbeitsplattform SRT einbringen, den ich nachstehend zur Diskussion stelle:

Die Lorentz-Kontraktion wird von verschiedenen Beobachtern unterschiedlich wahrgenommen. Man betrachte z.B. ein Raumschiff das von der Erde aus auf eine konstante Geschwindigkeit v beschleunigt wurde. Der auf der Erde zurückgebliebene Beobachter wird im folgenden als ruhender Beobachter bezeichnet und der Beobachter im Raumschiff als Reisender.

Die Lorentz-Kontraktion verkürzt für den Reisenden Entfernungen, die er mit einem Raumschiff zurückzulegen hat.

Für den ruhenden Beobachter bewegt sich das Raumschiff. Für ihn ändern sich die von dem Reisenden zurückzulegenden Entfernungen nicht. Der Effekt der Längenkontraktion beschränkt sich für ihn auf das relativ zu ihm bewegte System Raumschiff. Das Raumschiff erscheint verkürzt.

Der Effekt der Längenkontraktion im Hinblick auf zurückzulegende Entfernungen wird also nur von dem Reisenden beobachtet.

Für den ruhenden Beobachter gehen andererseits die Uhren im Raumschiff langsamer. Er beobachtet die Zeitdilatation. Beide Effekte zusammen bewirken das Zwillingsparadoxon und

zwar die Zeitdilatation für den ruhenden Beobachter und die Längenkontraktion für den Reisenden.


M.f.G. Eugen Bauhof
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Beitrag zuletzt bearbeitet von Bauhof am 05.12.2014 um 10:34 Uhr.
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Hallo alle miteinander,

vielleicht ist für einige hier der alternative Ansatz von Herbert Weiß zur Erklärung von c = const. interessant.

MfG
Lothar W.
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Erklären kleine diskrete Objekte die Grundlagen der Standardphysik?
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Struktron schrieb in Beitrag Nr. 1985-363:
Hallo alle miteinander,

vielleicht ist für einige hier der alternative Ansatz von Herbert Weiß zur Erklärung von c = const. interessant.

MfG
Lothar W.

Hallo Lothar,

ein alternativer Ansatz zu was? Wo findet man die deutsche Übersetzung zu diesem Artikel?

M.f.G. Eugen Bauhof
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Hallo Eugen,

ich habe mehrere Fragen:

Bauhof schrieb in Beitrag Nr. 1985-362:
Der Effekt der Längenkontraktion im Hinblick auf zurückzulegende Entfernungen wird also nur von dem Reisenden beobachtet.

Für den ruhenden Beobachter gehen andererseits die Uhren im Raumschiff langsamer. Er beobachtet die Zeitdilatation. Beide Effekte zusammen bewirken das Zwillingsparadoxon und

zwar die Zeitdilatation für den ruhenden Beobachter und die Längenkontraktion für den Reisenden.

1. Der Reisende beobachtet alleinig die Längenkontraktion seines Reiseweges. Aber aus seiner Sicht gehen doch die Uhren auf der Erde auch langsamer, oder? Also beobachtet nicht nur der Erdbeobachter die Zeitdehnung auf dem Schiff, gleiches gilt auch umgekehrt.
2. Ist für das Zwillingsparadoxon nicht auch und gerade die Umkehr des Reisenden entscheidend?

Grüße
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Beitrag zuletzt bearbeitet von Stueps am 05.12.2014 um 11:23 Uhr.
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Hallo Eugen,
Bauhof schrieb in Beitrag Nr. 1985-364:
Struktron schrieb in Beitrag Nr. 1985-363:
vielleicht ist für einige hier der alternative Ansatz von Herbert Weiß zur Erklärung von c = const. interessant.

ein alternativer Ansatz zu was? Wo findet man die deutsche Übersetzung zu diesem Artikel?

Normalerweise wird c = const. postuliert. Das machte schon Einstein so. Herbert Weiß, über den ich nichts in Google fand, behauptet nun, dass es auch mit einer logischen Herleitung gehen sollte. Das wäre schon was Interessantes. Ob es irgendwo diskutiert wurde, weiß ich auch nicht, es gelangte aber ins arXiv. Den Link habe ich übrigens über einen Diskussionsbeitrag von Wolfgang Huß auf dem Spektrum-Artikel über den Ursprung von Raum und Zeit. auf der Homepage von Huß gefunden.

Eine Übersetzung, die auch für mich nötig wäre, habe ich leider noch nicht gefunden. Herbert Weiß sollte diese eigentlich haben und vielleicht kommt ja jemand in Kontakt mit ihm.

MfG
Lothar W.
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Stueps schrieb in Beitrag Nr. 1985-365:
Ist für das Zwillingsparadoxon nicht auch und gerade die Umkehr des Reisenden entscheidend?Grüße

Hallo Stueps,

das ist richtig.
Aber im Moment geht es nur um das Stichwort “Lorentz-Kontraktion“ im Glossar der Arbeitsplattform SRT. Deshalb habe ich keinen Bezug auf das Zwillingsparadoxon genommen. Das Zwillingsparadoxon ist ein anderes Stichwort in der Arbeitsplattform SRT.

Und wenn vom Zwillingsparadoxon die Rede ist, dann ist automatisch auch die Umkehr und damit ein Bezugsystemwechsel dabei. Der Bezugsystemwechsel ist zwar notwendig, aber allein für die Erklärung des Zwillingsparadoxons nicht hinreichend. Da muss eben die Zeitdehnung und die Lorentz-Kontraktion mit zu Rate gezogen werden.

Die Beantwortung deiner anderen Frage überlege ich noch.

M.f.G. Eugen Bauhof
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Beitrag zuletzt bearbeitet von Bauhof am 05.12.2014 um 15:53 Uhr.
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