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Basics spezielle Relativitätstheorie

Thema erstellt von Henry 
Beiträge: 1.566, Mitglied seit 6 Jahren
 
Henry schrieb in Beitrag Nr. 1985-287:
 
Die Geschwindigkeiten v von Photonen, die sich entgegengesetzt voneinander entfernen, lassen mit der Formel aus obigem Theorem addieren. Ihre Geschwindigkeiten betragen – genau, wie gefordert – für jedes Photon aus der jeder Sicht c. Photonen SIND physikalische Objekte, und wenn sie sich voneinander entfernen, lassen sich ihre Geschwindigkeiten wie beschrieben addieren.


Hallo Henry,

wie ich in Beitrag 2035-113 und Beitrag 2035-84 schon sagte, bin auch ich der Meinung, dass die Formel sich auch noch auf den Fall v1 = v2 = c anwenden lässt — aber eben NUR aus der Sicht der beiden "Photonen".

Aus Sicht der punktförmigen Lichtquelle kann man v1 und v2 so aber NICHT addieren.

Die SRT beschäftigt sich halt stets nur mit 2 (statt 3) gegeneinander bewegter Beobachter.

Gruß, grtgrt
 
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Beiträge: 2.307, Mitglied seit 7 Jahren
Grtgrt schrieb in Beitrag Nr. 1985-288:
 
Henry schrieb in Beitrag Nr. 1985-287:
 
Die Geschwindigkeiten v von Photonen, die sich entgegengesetzt voneinander entfernen, lassen mit der Formel aus obigem Theorem addieren. Ihre Geschwindigkeiten betragen – genau, wie gefordert – für jedes Photon aus der jeder Sicht c. Photonen SIND physikalische Objekte, und wenn sie sich voneinander entfernen, lassen sich ihre Geschwindigkeiten wie beschrieben addieren.


Hallo Henry,

Aus Sicht der punktförmigen Lichtquelle kann man v1 und v2 so aber NICHT addieren.

Die SRT beschäftigt sich halt stets nur mit 2 (statt 3) gegeneinander bewegter Beobachter.

Gruß, grtgrt
 

Das ist nicht richtig! Siehe zu punktförmigen Lichtquellen meinen Beitrag, die lassen sich nicht verallgemeinern (Photonen werden z. B. ausgesandt, wenn Elektronen das Energieniveau im Atom wechseln, da ist nichts punkförmig). Und die SRT beschäftigt sich mit ALLEN gleichförmig zueinander bewegten Systemen. Wenn nur immer zwei herangezogen werden, dient das allein der Übersichtlichkeit.
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Die Wolken ziehen hin. Sie ziehen auch wieder her.
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Beiträge: 1.566, Mitglied seit 6 Jahren
 
Henry schrieb in Beitrag Nr. 1985-289:
 
Das ist nicht richtig!


Doch, Henry, das ist richtig, denn
  • die Aussage, dass der Radius einer elektromagnetischen Kugelwelle sich mit Lichtgeschwindigkeit vergrößert ist äquivalent zur Aussage, dass ihr Durchmesser sich mit der doppelten Rate vergrößert.
  • Das aber bedeutet NICHT, dass sich da irgendetwas schneller als das Licht bewegt.

Gruß, grtgrt

PS: Was all das damit zu tun haben soll, dass Elektronen eines Atoms von einem Energieniveau in ein anderes springen können (ein Übergang, der keine Zeit kostet), verstehe ich nicht.

 
Beitrag zuletzt bearbeitet von Grtgrt am 06.05.2013 um 14:09 Uhr.
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Beiträge: 1.375, Mitglied seit 10 Jahren
Harti schrieb in Beitrag Nr. 1985-286:
... verstehe ich Deine Berechnung richtig, wenn ich davon ausgehe, dass der Differenzgeschwindigkeit in Deinem Beispiel von 150 km/h keine Richtung und damit keine Bewegung zugeordnet werden kann und auf diese Weise die ursprüngliche Annahme, dass sich die Objekte in entgegengesetzte Richtungen bewegen, aufgehoben wird?

Hallo Harti,

das verstehst du falsch. Da wird nichts aufgehoben. Nachdem sich beide Autos A und B gleichförmig und geradlinig bewegen, gilt folgendes:

1. Auto A kann sich als ruhend annehmen. Dann misst A eine Relativgeschwindigkeit von B mit 150 km/h.

2. Auto B kann sich als ruhend annehmen. Dann misst B eine Relativgeschwindigkeit von A mit 150 km/h.

M.f.G. Eugen Bauhof
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Henry schrieb in Beitrag Nr. 1985-287:
So scheint es z. B. zu Überlichtgeschwindigkeiten auf der Mondoberfläche zu kommen, wenn man die Reflektion eines Lichtstrahls einer Taschenlampe betrachtet, der von der Erde ausgesandt wird und man die Taschenlampe schwenkt. Tatsächlich kommt man zu diesem falsch Ergebnis wegen der falschen Interpretation des Messvorgangs, denn der Strahl wandert gar nicht über die Mondoberfläche, es sind immer wieder neue Photonen, die ausgesandt und reflektiert werden.

Hallo Henry,

da habe ich nichts zu bedenken, denn dieses Beispiel kenne ich schon lange. Du formulierst es richtig, wenn du schreibst, so scheint es z.B. zu Überlichtgeschwindigkeiten auf der Mondoberfläche zu kommen...

Und diese scheinbaren Überlichtgeschwindigkeiten bezeichnen Grtgrt und ich als Geschwindigkeiten nicht im Sinne der SRT. Diese Art von scheinbaren Überlichtgeschwindigkeiten sind deshalb nicht im Sinne der SRT, weil es in der SRT keine tatsächlichen Überlichtgeschwindigkeiten gibt.

Was soll ich sonst noch bedenken?

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Beiträge: 1.375, Mitglied seit 10 Jahren
Grtgrt schrieb in Beitrag Nr. 1985-290:
Doch, Henry, das ist richtig, denn
  • die Aussage, dass der Radius einer elektromagnetischen Kugelwelle sich mit Lichtgeschwindigkeit vergrößert ist äquivalent zur Aussage, dass ihr Durchmesser sich mit der doppelten Rate vergrößert.
  • Das aber bedeutet NICHT, dass sich da irgendetwas schneller als das Licht bewegt.

Gruß, grtgrt

PS: Was all das damit zu tun haben soll, dass Elektronen eines Atoms von einem Energieniveau in ein anderes springen können (ein Übergang, der keine Zeit kostet), verstehe ich nicht.

Hallo Grtgrt ,

genau so sehe ich das auch. Vielleich würde ich die Worte "ist äquivalent zur Aussage..." ersetzen durch "ist verträglich zur Aussage..."

M.f.G. Eugen Bauhof
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Bauhof schrieb in Beitrag Nr. 1985-292:
Henry schrieb in Beitrag Nr. 1985-287:
So scheint es z. B. zu Überlichtgeschwindigkeiten auf der Mondoberfläche zu kommen, wenn man die Reflektion eines Lichtstrahls einer Taschenlampe betrachtet, der von der Erde ausgesandt wird und man die Taschenlampe schwenkt. Tatsächlich kommt man zu diesem falsch Ergebnis wegen der falschen Interpretation des Messvorgangs, denn der Strahl wandert gar nicht über die Mondoberfläche, es sind immer wieder neue Photonen, die ausgesandt und reflektiert werden.

Hallo Henry,

da habe ich nichts zu bedenken, denn dieses Beispiel kenne ich schon lange. Du formulierst es richtig, wenn du schreibst, so scheint es z.B. zu Überlichtgeschwindigkeiten auf der Mondoberfläche zu kommen...

Und diese scheinbaren Überlichtgeschwindigkeiten bezeichnen Grtgrt und ich als Geschwindigkeiten nicht im Sinne der SRT. Diese Art von scheinbaren Überlichtgeschwindigkeiten sind deshalb nicht im Sinne der SRT, weil es in der SRT keine tatsächlichen Überlichtgeschwindigkeiten gibt.

Was soll ich sonst noch bedenken?

M.f.G. Eugen Bauhof

Hi, Eugen!

Ich hab nicht bezweifelt, dass du dieses Beispiel kennst! :)

Gebhard bezog seinen Beitrag auf Photonen, die sich voneinander entfernen, mit dem Argument, auf Photonen bzw. die Lichtgeschwindigkeit selbst wäre die Möglichkeit der Addition nicht anwendbar, oder sehe ich das falsch? Ebenso bezieht ihr euch auf die Lorentz-Transformation, sie sei auf die Lichtgeschwindigkeit selbst nicht anwendbar. Also ist die gesamte Argumentationskette nicht schlüssig, weil die Geschwindigkeiten von Photonen sich sehr wohl addieren lassen.
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Bauhof schrieb in Beitrag Nr. 1985-293:
Grtgrt schrieb in Beitrag Nr. 1985-290:
Doch, Henry, das ist richtig, denn
  • die Aussage, dass der Radius einer elektromagnetischen Kugelwelle sich mit Lichtgeschwindigkeit vergrößert ist äquivalent zur Aussage, dass ihr Durchmesser sich mit der doppelten Rate vergrößert.
  • Das aber bedeutet NICHT, dass sich da irgendetwas schneller als das Licht bewegt.

Gruß, grtgrt

PS: Was all das damit zu tun haben soll, dass Elektronen eines Atoms von einem Energieniveau in ein anderes springen können (ein Übergang, der keine Zeit kostet), verstehe ich nicht.

Hallo Grtgrt ,

genau so sehe ich das auch. Vielleich würde ich die Worte "ist äquivalent zur Aussage..." ersetzen durch "ist verträglich zur Aussage..."

M.f.G. Eugen Bauhof

Ich habe 1. nicht behauptet, dass sich etwas schneller als das Licht bewegen kann, und zweitens bezieht sich der Wechsel des Energieniveaus auf deine Bemerkung zu einer Kugelwelle. Ich will dir damit sagen - wie ich es auch getan habe, dass die Kugelwelle, die du ansprichst, ein ganz spezieller und idealisierter Sonderfall ist und mit dem, was gewöhnlich physikalisch geschieht, nichts zu tun hat. Photonen, die im normalen, physikalischen Leben erzeugt werden, bewegen sich nicht wie eine Kugelwelle, um es deutliche zu sagen.
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Beiträge: 1.566, Mitglied seit 6 Jahren
 
Henry schrieb in Beitrag Nr. 1985-295:
 
... die Kugelwelle, die du ansprichst, ein ganz spezieller und idealisierter Sonderfall ist und mit dem, was gewöhnlich physikalisch geschieht, nichts zu tun hat.

Photonen, die im normalen, physikalischen Leben erzeugt werden, bewegen sich nicht wie eine Kugelwelle, um es deutlicher zu sagen.


Da bin ich völlig anderer Ansicht:

Wo immer eine Welle entsteht, ist sie Kugelwelle bis hin zu dem Punkt, an dem sie mit einer anderen zusammenstößt (die beiden verschmelzen und teilen sich neu auf in mehrere Wellen, deren Lebenszyklus ebenso verläuft). Mit anderen Worten: Sie verschmelzen zu einem Wellenpaket.

Die Tatsache, dass — mindestens der Quantenfluktuation wegen — ständig neue Wellen entstehen, hat zur Folge, dass es entsprechend oft Zusammenstöße von Wellen gibt. Wo immer ein solcher Zusammenstoß passiert, denken wir, ein Teilchen zu sehen (z.B. ein Photon). Was wir da sehen, ist aber nur Strahlung, die als Ergebnis des Zusammenstoßes entsteht. Allgemeiner:


Was wir wahrnehmen, ist  F o l g e  so eines Zusammenstoßes (z.B. die Reaktion unseres Gehirns auf den Zusammenstoß einer Lichtwelle mit unserem Auge).

Solche Folge ist  W i r k u n g , und da Wirkung gequantelt ist, denken wir, ein "Teilchen" registriert zu haben.


Zudem sollte man sich klar machen, dass das, was wir sehen bzw. was unsere Messgeräte registrieren i.A. ganze Wellenpakete sind.

Eine stehende Welle etwa kann als Überlagerung zweier gegenläufig fortschreitender Wellen gleicher Frequenz und gleicher Amplitude aufgefasst werden.

Während jede Welle Sinusform hat, kann ein Wellenpaket praktisch jeden Funktionsgraphen darstellen (z.B. einen recht schmalen Peak, der steht oder sich gleichförmig, mit beliebig kleiner Geschwindigkeit, maximal aber mit Lichtgeschwindigkeit, voranbewegt).



Mathematisch gesehen ist jedes Wellenpaket Linearkombination von Produkten aus Funktionen, deren jede eine Welle darstellt.


Jede Welle beschreibt gleichförmige Potentialschwankung eines Feldes.

Jedes Wellenpaket ist Überlagerung von Wellen in diesem Sinne.



Wo Wellenpakete umkonfiguriert werden, glauben wir Teilchen (oder Zerfallsprodukte davon) zu sehen,

obgleich wir in Wirklichkeit nur Stellen verfolgen, an denen — als Abfallprodukt — elektromagnetische Strahlung entsteht.


Was die Quantenphysik entdeckt hat, war u.A. auch die Tatsache, dass, wo die Frequenz einer Welle sich ändert, das nicht stetig geschieht, sondern nur in einem gewissen Raster. Die Stringtheorie interpretiert das so, dass der "String", der da schwingt, gewisse Länge hat. Da sie stets nur ganzzahliges Vielfaches der Wellenlänge sein kann, ist es nicht möglich, dass der String in jeder beliebigen Frequenz schwingt. Die Frequenz, in der er schwingt, kann sich aber spontan ändern (es ist ihm keineswegs nur eine Frequenz möglich).

 
Beitrag zuletzt bearbeitet von Grtgrt am 07.05.2013 um 09:49 Uhr.
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Beiträge: 1.375, Mitglied seit 10 Jahren
Henry schrieb in Beitrag Nr. 1985-294:
Gebhard bezog seinen Beitrag auf Photonen, die sich voneinander entfernen, mit dem Argument, auf Photonen bzw. die Lichtgeschwindigkeit selbst wäre die Möglichkeit der Addition nicht anwendbar, oder sehe ich das falsch?

Hallo Henry,

das siehst du richtig. Ja, auf Photonen ist m.E. die Möglichkeit der Addition nicht anwendbar.

Henry schrieb in Beitrag Nr. 1985-294:
Ebenso bezieht ihr euch auf die Lorentz-Transformation, sie sei auf die Lichtgeschwindigkeit selbst nicht anwendbar.

Wie oft soll ich es noch schreiben, dass die Lorentz-Transformation nur gilt für v<c?

Henry schrieb in Beitrag Nr. 1985-294:
Also ist die gesamte Argumentationskette nicht schlüssig, weil die Geschwindigkeiten von Photonen sich sehr wohl addieren lassen.

Die Geschwindigkeiten von Photonen lassen sich nicht addieren. Warum? Weil für die Photonen das Relativitätsprinzip nicht gilt. Siehe dazu mein Beispiel mit den zwei Autos, die sich voneinander mit 150km/h entfernen. Jedes der beiden Autos kann diese Relativgeschwindigkeit messen, weil jedes Auto sich selbst als ruhend betrachten kann. Das können die Photonen eben nicht! Es gibt in der SRT kein Inertialsystem, in dem ein Photon ruhen könnte.

M.f.G. Eugen Bauhof
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Beiträge: 1.566, Mitglied seit 6 Jahren
 
Bauhof schrieb in Beitrag Nr. 1985-293:
 
Vielleicht würde ich die Worte "ist äquivalent zur Aussage..." ersetzen durch "ist verträglich zur Aussage..."

M.f.G. Eugen Bauhof


Hallo Eugen,

wenn meine (stärkere) Aussage richtig ist, ist deine (schwächere) natürlich auf jeden Fall richtig.

Aber warum willst Du "äquivalent" abschwächen zu "ist verträglich mit"?

Gegeben einen sich vergrößernden kugelförmigen Raumbereich gilt doch tatsächlich, dass die Aussage


Der Radius der Kugel wächst um X Meter/sec.

äquivalent ist zur Aussage
Der Durchmesser der Kugel wächst um 2X Meter/sec.


Warum also sollte man das abschwächend formulieren wollen?

Gruß, grtgrt
 
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Beiträge: 2.939, Mitglied seit 12 Jahren
Bauhof schrieb in Beitrag Nr. 1985-285:
Hallo Ernst Ellert II,

die Begriffe "reale Bewegung" oder "absolute Bewegung" sind in der Physik bei gleichförmigen Bewegungen nicht gebräuchlich. Es gibt nur relative Bewegungen. Wie sich eine negative Geschwindigkeit auf die Relativgeschwindigkeit auswirkt, kannst du aus der nachstehenden Skizze entnehmen. Es bewegen sich zwei Autos gegenläufig.


M.f.G. Eugen Bauhof


Bauhof schrieb in Beitrag Nr. 1985-291:
Hallo Harti,

das verstehst du falsch. Da wird nichts aufgehoben. Nachdem sich beide Autos A und B gleichförmig und geradlinig bewegen, gilt folgendes:

1. Auto A kann sich als ruhend annehmen. Dann misst A eine Relativgeschwindigkeit von B mit 150 km/h.

2. Auto B kann sich als ruhend annehmen. Dann misst B eine Relativgeschwindigkeit von A mit 150 km/h.

M.f.G. Eugen Bauhof
Hallo Eugen und guten Morgen.
Vorab bitte ich um Entschuldigung für die verspätete Antwort. Der Anlass heute war die ungünstige Schicht und das Wochenende ist mit Experimenten einher gegangen. Wir (meine beiden Söhne und ich) haben einen Haufen Sportflieger damit infiziert das von Dir oben gesagte zu überprüfen.

Denn was mich an Albert Einsteins Arbeiten über alle Maßen fasziniert ist, dass aus, sagen wir mal ungewöhnlichen Gedankengängen, jedenfalls zu seiner Zeit ungewöhnlich, zwei Theorien entstanden sind, die wiederum in zig Experimenten und Versuchen bestätigt werden konnten.

Aber zurück zu Deinen Postings.
Durch Deinen Beitrag 1985-291 steht das Diagramm aus Beitrag 1985-285 nun auch im Klartext zur Verfügung. Die Aussagen sind mehr als eindeutig. Aber jetzt zu den Experimenten. Mit sechs verschiedenen PKWs und vier unterschiedlichen Navigationssystemen haben wir die Fahrzeuge nach den Vorgaben bewegt. Mal mit stehendem Start Heckstoßfänger an Heckstoßfänger, mal mit fliegendem Start in der Vorbeifahrt. Jedesmal pro Fahrzeug einen Kilometer weit mit 100 Km/h in die jeweils entgegengesetzte Richtung. Und als Krönung das ganze mit zwei Remos (das sind Schleppflugzeuge für Segelflieger) mit 200 Km/h pro Maschine. Die maximalen Geschwindigkeitsabweichungen lagen unter 2% laut den Daten der Navigationsgeräte.

Was uns leider nicht möglich war, mittels Radar von einem Fahrzeug zum anderen überprüfen ob die 150 Km/h Relativgeschwindigkeit real waren. Allerdings hätte ein Radargerät auch nichts anderes ermitteln können als die Navigationsgeräte in den jeweiligen Fahr- oder Flugzeugen. Zumal man mindestens aus der Zivilluftfahrt weiß, das bei Radarmessungen von Bordradar zu Bordradar nicht die halbe Geschwindigkeit einer der beiden Maschinen unter den Tisch fällt, so zu sagen, oder wegzurechnen ist.

Meine Frage ist nun, warum erfüllt sich die Aussage dieses Diagramms nicht?

Mit den besten Grüßen.
Ernst Ellert II.
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Bauhof schrieb in Beitrag Nr. 1985-291:
das verstehst du falsch. Da wird nichts aufgehoben. Nachdem sich beide Autos A und B gleichförmig und geradlinig bewegen, gilt folgendes:

1. Auto A kann sich als ruhend annehmen. Dann misst A eine Relativgeschwindigkeit von B mit 150 km/h.

2. Auto B kann sich als ruhend annehmen. Dann misst B eine Relativgeschwindigkeit von A mit 150 km/h.

Hallo Eugen Bauhof,

das siehst Du falsch (ich benutze einfach mal Deine Terminologie).

1) Wenn das Auto A als ruhend angenommen wird, misst es ein Relativgeschwindigkeit von 50 km/h; denn nur B bewegt sich.

2) Wenn das Auto B als ruhend angenommen wird, misst es eine Relativgeschwindigkeit von 100 km/h; denn nur A bewegt sich.

Deine Differenzgeschwindigkeit von 150 km/h ist eine (virtuelle) Geschwindigkeit, der in der Wirklichkeit keine Bewegung und damit keine Richtung entspricht. Das ist der Grund, warum die Vorstellung von zwei Photonen, die sich in entgegengesetzter Richtung bewegen, nicht als reale Geschwindigkeit von 2c aufgefasst werden kann und damit keine Geschwindigkeit im Sinne der SRT ist, wie Du es formulierst.

Schon Xenon hat in seinem Paradoxon die Leute mit dem dauernden Wechsel des Bezugssystems verwirrt. Ich merke, wenn man mich mit dem Wechsel der Bezugssysteme zu widerlegen versucht.

MfG
Harti
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Wichtig ist, dass man nicht aufhört zu fragen. A.E.
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Beiträge: 2.307, Mitglied seit 7 Jahren
Bauhof schrieb in Beitrag Nr. 1985-297:
Henry schrieb in Beitrag Nr. 1985-294:
Gebhard bezog seinen Beitrag auf Photonen, die sich voneinander entfernen, mit dem Argument, auf Photonen bzw. die Lichtgeschwindigkeit selbst wäre die Möglichkeit der Addition nicht anwendbar, oder sehe ich das falsch?

Hallo Henry,

das siehst du richtig. Ja, auf Photonen ist m.E. die Möglichkeit der Addition nicht anwendbar.

Henry schrieb in Beitrag Nr. 1985-294:
Ebenso bezieht ihr euch auf die Lorentz-Transformation, sie sei auf die Lichtgeschwindigkeit selbst nicht anwendbar.

Wie oft soll ich es noch schreiben, dass die Lorentz-Transformation nur gilt für v<c?

Henry schrieb in Beitrag Nr. 1985-294:
Also ist die gesamte Argumentationskette nicht schlüssig, weil die Geschwindigkeiten von Photonen sich sehr wohl addieren lassen.

Die Geschwindigkeiten von Photonen lassen sich nicht addieren. Warum? Weil für die Photonen das Relativitätsprinzip nicht gilt. Siehe dazu mein Beispiel mit den zwei Autos, die sich voneinander mit 150km/h entfernen. Jedes der beiden Autos kann diese Relativgeschwindigkeit messen, weil jedes Auto sich selbst als ruhend betrachten kann. Das können die Photonen eben nicht! Es gibt in der SRT kein Inertialsystem, in dem ein Photon ruhen könnte.

M.f.G. Eugen Bauhof

Hi, Eugen!

Du MUSST es ja nicht schreiben, ist deine Entscheidung! :joker: Ich wiederhole meine Ansicht aber gern auch noch mal: Die Geschwindigkeiten lassen sich sehr wohl addieren. Und zwar mit dem Photon als Bezugssytem selbst. Mit den Koordinaten 0 für alle Achsen. Und das Additionstheorem kannst du nicht wegdiskutieren.
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Ernst Ellert II schrieb in Beitrag Nr. 1985-299:
Was uns leider nicht möglich war, mittels Radar von einem Fahrzeug zum anderen überprüfen ob die 150 Km/h Relativgeschwindigkeit real waren.

Hallo Ernst Ellert II,

diese Radarmessung sehe ich als einzige Möglichkeit, die Relativgeschwindigkeit von 150 km/h zu messen. Die Schilderung deiner anderen Messversuche kann ich leider nicht nachvollziehen.

M.f.G. Eugen Bauhof
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Henry schrieb in Beitrag Nr. 1985-301:
 
Ich wiederhole meine Ansicht aber gern auch noch mal: Die Geschwindigkeiten lassen sich sehr wohl addieren. Und zwar mit dem Photon als Bezugssytem selbst. Mit den Koordinaten 0 für alle Achsen. Und das Additionstheorem kannst du nicht wegdiskutieren.

Hallo Henry,

Dreh- und Angelpunkt der SRT ist doch die Tatsache, dass ein im Bezugssystem ruhender Beobachter B, Ereignisse, an denen ein relativ zu ihm bewegtes Objekt X beteiligt ist, erst dann als "eben jetzt eintretend" wahrnimmt, wenn durch dieses Ereignis erzeugte Information (Licht etwa) B erreicht.

Wenn sich nun aber X von B mit Lichtgeschwindigkeit entfernt, wird B über X gar nichts mehr erfahren. B kann dann nicht mal mehr wissen, ob es X überhaupt noch gibt. Mit anderen Worten:

Die SRT kennt dann gar kein Szenario mehr, in dem X und B gemeinsam auftreten. Wie also soll sie dann noch ihre Geschwindigkeiten addieren können?

Gruß, grtgrt
 
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Beiträge: 2.939, Mitglied seit 12 Jahren
Bauhof schrieb in Beitrag Nr. 1985-302:
Ernst Ellert II schrieb in Beitrag Nr. 1985-299:
Was uns leider nicht möglich war, mittels Radar von einem Fahrzeug zum anderen überprüfen ob die 150 Km/h Relativgeschwindigkeit real waren.

Hallo Ernst Ellert II,

diese Radarmessung sehe ich als einzige Möglichkeit, die Relativgeschwindigkeit von 150 km/h zu messen. Die Schilderung deiner anderen Messversuche kann ich leider nicht nachvollziehen.

M.f.G. Eugen Bauhof
Hallo Eugen, sei gegrüßt.
Vergib die Kürze aber ich muss in den Betrieb.
Wie dem auch sei. Wenn sich zwei ICEs mit jeweils 300 Km/h begegnen, entfernen sie sich danach auch mit jeweils 300 Km/h voneinander.
Da wird kein Zug langsamer nur weil ein Beobachter im jeweils anderen Zug errechnet, dass dieser "langsamer" werden müsste.
Anderes Beispiel. Die AWACS Radarflugzeuge.
Die sind in der Lage alle Flugkörper, egal ob sie sich nähern oder entfernen, mit allen erforderlichen Daten, Kurs, Höhe und Geschwindigkeit betreffend, zu erfassen. Meinst Du tatsächlich das die, mittels Radar, messbare Geschwindigkeit sich ändert, nur weil der andere Flugkörper sich nicht mehr nähert sondern jetzt entfernt?

Mit den besten Grüßen.
Ernst Ellert II.
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Beiträge: 2.307, Mitglied seit 7 Jahren
Grtgrt schrieb in Beitrag Nr. 1985-303:
 
Henry schrieb in Beitrag Nr. 1985-301:
 
Ich wiederhole meine Ansicht aber gern auch noch mal: Die Geschwindigkeiten lassen sich sehr wohl addieren. Und zwar mit dem Photon als Bezugssytem selbst. Mit den Koordinaten 0 für alle Achsen. Und das Additionstheorem kannst du nicht wegdiskutieren.

Hallo Henry,

Dreh- und Angelpunkt der SRT ist doch die Tatsache, dass ein im Bezugssystem ruhender Beobachter B, Ereignisse, an denen ein relativ zu ihm bewegtes Objekt X beteiligt ist, erst dann als "eben jetzt eintretend" wahrnimmt, wenn durch dieses Ereignis erzeugte Information (Licht etwa) B erreicht.

Wenn sich nun aber X von B mit Lichtgeschwindigkeit entfernt, wird B über X gar nichts mehr erfahren. B kann dann nicht mal mehr wissen, ob es X überhaupt noch gibt. Mit anderen Worten:

Die SRT kennt dann gar kein Szenario mehr, in dem X und B gemeinsam auftreten. Wie also soll sie dann noch ihre Geschwindigkeiten addieren können?

Gruß, grtgrt
 

Ja, das ist das, was man die Nichtgleichzeitigkeit von Ereignissen nennt, und die gilt für alle Ereignisse in allen zueinander bewegten Systemen. Dass der Ausstauch von Information nicht mehr stattfindet, hat aber mit unserem Problem nichts zu tun.

Siehe im Übrigen auch hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Vierervektor, dort besonders "Interpretation" (ein Photon RUHT in der Zeit), das ist ,worauf ich schon einigemale hingewiesen habe: Jedes Objekt bewegt sich IMMER mit Lichtgeschwindigkeit.
Signatur:
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Beitrag zuletzt bearbeitet von Henry am 07.05.2013 um 12:11 Uhr.
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Henry schrieb in Beitrag Nr. 1985-305:
 
Jedes Objekt bewegt sich IMMER mit Lichtgeschwindigkeit.


Ja, aber halt nur durch den 4-dimensionalen Raum (nicht auch durch den 3-dimensionalen).


 
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Grtgrt schrieb in Beitrag Nr. 1985-306:
 
Henry schrieb in Beitrag Nr. 1985-305:
 
Jedes Objekt bewegt sich IMMER mit Lichtgeschwindigkeit.


Ja, aber halt nur durch den 4-dimensionalen Raum (nicht auch durch den 3-dimensionalen).


 

Nu werde mal nicht albern! Wenn schon, dann Raumzeit!
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