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Broschüren drucken "Urknall vs.Schöpfungsgeschichte"

Thema erstellt von Sugar 
Beiträge: 2.307, Mitglied seit 9 Jahren
Zitat:
@Henry, Stueps, Ernst,

Meine Idee war das Thema auf ein anderes, nämlich "Es gibt keine Zeit" zurückzuführen.
Die biblische Schöpfung wäre dann Ausdruck der Gegenwart, im Sinne zeitlosen Seins, und die Zeit selbst wäre eine Illusion, wodurch der Urknall nicht der kausale Ursprung des Universums wäre, sondern eben das Prinzip Schöpfung, das die Gegenwart auf äußere Existenz abbildet.

Noch vor einem Jahr hielt ich den ersten Satz der bilbischen Genesis für einen spirituellen Urknall, aber irgendwie hat sich das verschoben zu einem allgegenwärtigen "Hintergrundleuchten".

lg
Thomas

[Nachricht zuletzt bearbeitet von Thomas der Große am 04.12.2011 um 23:55 Uhr

Hallo, Thomas!

Das erinnert ein wenig an den alten Augustinus, nicht wahr? Aber nicht ganz, er ließ uns unsere Zeit im Hier und Jetzt.

MEINE Idee zur Zeit ist, dass sie real ist, aber vergänglich. Das, was du zeitlos nennst, siedle ich außerhalb des Kosmos an, "vor" der Zeit. Die Schöpfung ist in die Zeit geworfen und die Zeit ist der Makel der Schöpfung, wenn ich das als Atheist so formulieren darf. In diesem größeren Rahmen sehe ich die Zeit - so wie all unser Dasein, das Leben, das Unisversum und den ganzen Rest ;-) - auch als Illusion an. Allerdings nicht in dem Sinne, das unser Bewusstsein die objektive Welt erschafft, sondern schlicht, weil der Kosmos letztlich vergeht und der Grund (nicht die Ursache!) allen Seins "reines Sein" ist.

"Reines Sein" ist mein Begriff für das jenseits aller physischen erfahrbarkeit Liegende, für das nicht in Worte Fassbare, für das, wofür man hier im Forum schon mal Prügel bezieht, weil es so "metaphysisch" klingt (Achtung, Satire!). Ich sehe den Urknall - so es ihn gab, woran ich in letzter Zeit zu zweifeln beginne, jedenfalls in der Form, wie er inklusive Inflation dargestellt wird - nicht als ursächlich für das Universum, sondern der Urknall ist schon Teil des Ganzen, der Beginn aller Kausalität. Aber vielleicht sind Raum und Zeit auch nur eine Metapher für etwas vollkommen Sinnloses, einen gewaltigen Irrtum, oder für den Gedanken eines an ewiger Langeweile sich selbst anwidernden Geistes.

Ich merke schon, es wird Abend. Aber gut, ich lass es dennoch so stehen!

Gruß

Henry
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Die Wolken ziehen hin. Sie ziehen auch wieder her.
Der Mensch lebt einmal. Dann nicht mehr.

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Beiträge: 462, Mitglied seit 15 Jahren
Stueps schrieb in Beitrag Nr. 1855-38:
Was mir schon früher auffiel: Der Herr stellt Adam und Eva den Baum der Erkenntnis in den Garten und verbietet gleichzeitig, von dessen Früchten zu kosten. Mal ehrlich: Adam und Eva sind doch sehr naiv, und können die Konsequenzen ihres Tuns doch gar nicht überblicken. Also kommt es doch, wie es gar nicht anders kommen kann!!! Und dafür werden sie bestraft? Das ist nicht gerade das, was ich von einem gerechten Herrn erwarten würde, wenn ich ehrlich sein soll.

Interessante Beobachtung! :-)

Was mich schon seit "Religulous" (Tipp: http://tinyurl.com/bomu8uj ) beschäftigt: Warum braucht Gott Propheten, die den Menschen erst von seiner Existenz und seinem Willen berichten? Ich meine, er ist GOTT und allmächtig, da braucht er doch sicher keine Sprachrohre, oder?
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Dieser Beitrag wurde 666 mal geändert, zuletzt durch GOTT, morgen um 6.23 Uhr
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Beiträge: 2.307, Mitglied seit 9 Jahren
Zitat:
Uwe. schrieb in Beitrag Nr. 1855-35:
Um noch einmal kurz auf den Topic "Urknall vs. Schöpfungsgeschichte" zurück zu kommen: Je länger ich darüber nachdenke, desto unwahrscheinlicher erscheinen mir beide Varianten. Wem geht es ähnlich? Ich meine, einen "Schöpfer" kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, aber dass alles so plötzlich aus dem Nichts entstanden sein soll, ist doch mindestens genau so fantastisch. Widerspricht die "Materialisierung aus dem Nichts" nicht auch den herkömmlichen Vorstellungen und Erkenntnissen? Könnten wir Materie aus dem Nichts erschaffen und wie lautet wenigstens die theoretische Formel dazu?

Sehr nachdenkliche Grüße,
Uwe

Hi, Uwe!

Du sollst dir kein Bild machen, nicht wahr? Das wollte der liebe Schöpfer so! Und niemand, der in der Kosmologie ernst genommen wird, behauptet, der Kosmos wäre aus dem Nichts entstanden. Also, keine Polemik, die du nicht belegen kannst! (War jetzt auch ein Scherz)

Gute Nacht

Henry
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Claus schrieb in Beitrag Nr. 1855-42:
Ich glaube, Gott möchte gemeinsam mit uns handeln und die Welt gestalten (vgl.a.z.B. mein Beitrag-Nr. 966-5). Er enthält uns daher die Möglichkeit der Erkenntnis des Guten und des Bösen nicht vor, denn täte er dies, so wären wir kein mündiges "Gegenüber" mehr für ihn.

Hallo Claus,

ein Gedanke, der m.E. Sinn machen könnte. Hier ist mir etwas eingefallen, und möchte mal spekulieren: Ich kenne selbstverständlich den Originaltext der Bibel nicht, aber vielleicht haben sich bei der Übersetzung der Bibel Interpretationen "eingeschlichen", die nicht mehr ganz dem Originaltext entsprechen.
Vielleicht hat Gott ursprünglich nicht direkt verboten, vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse zu essen, sondern nur die Konsequenzen aufgezeigt:
Esst ihr nicht, werdet ihr im Paradies verweilen.
Esst ihr, werdet ihr aus dem Paradies vertrieben.
Er hat Adam und Eva die Wahl gelassen, ganz im Sinne von deiner erwähnten "Mündigkeit".
Ich weiß nicht, ob es auf diese Art Sinn macht, zu spekulieren, und es ist vielleicht auch gefährlich, sie die Texte so "zurechtzubiegen", wie man möchte.
Aber trotzdem, was hältst du von diesem Gedanken?
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Ein Universum, welches zufällig entsteht und zufällig ein Phänomen namens Humor hervorbringt, entbehrt nicht einer gewissen Komik.
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Hallo Stueps,
Stueps schrieb in Beitrag Nr. 1855-46:
Vielleicht hat Gott ursprünglich nicht direkt verboten, vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse zu essen, sondern nur die Konsequenzen aufgezeigt:
Esst ihr nicht, werdet ihr im Paradies verweilen.
Esst ihr, werdet ihr aus dem Paradies vertrieben.
Genau so verstehe ich das auch.

Wenn man googelt, bekommt man natürlich meistens die Hardlinerauslegung: "Gottes Strafe für Adams Ungehorsam sei der Tod".

Wenn man sich den Text aber einmal genau ansieht, dann steht da doch nicht: "Ich verbiete dir, von dem Baum zu essen. Wenn du es dennoch tust, dann töte ich dich." sondern es lautet, m.E. viel milder ausgedrückt: "Von diesem Baum sollst du nicht essen, denn wenn du´s tust, wirst du sicherlich sterben." Gott verbietet also nicht kategorisch, sondern begründet ein Gebot.

Leider kann ich kein Hebräisch - kenne den ursprünglichen Text also auch nicht genau. Aber ich vermute, es ist eher so gemeint, wie du es vorgeschlagen hast: Der Tod ist die unvermeidliche Konsequenz des Essens von dem Baum. - Ich galube übrigens, dass sogar die Bedeutung dessen, was hier unter "Sterben" bzw. "Tod" zu verstehen ist, noch interpretiert werden muss. Schließlich sind Adam und Eva ja nicht auf der Stelle tot umgefallen, nachdem sie die Frucht gegessen hatten ;-)
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Beiträge: 2.221, Mitglied seit 13 Jahren
Thomas der Große schrieb in Beitrag Nr. 1855-37:
Noch vor einem Jahr hielt ich den ersten Satz der bilbischen Genesis für einen spirituellen Urknall, ...
Hallo Thomas der Große,

Inspiriert durch Henry´s Beitrag-Nr. 1855-43 machte ich mir Gedanken darüber, was ich wohl unter "reinem Sein" verstehen könnte.

In diesem Zusammenhang fiel mir der erste Satz der Genesis ins Auge. Vielleicht ist der ja so gemeint, dass am Anfang der Himmel und die Erde (darunter verstehe ich den gesamten Kosmos in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft) in "reinem Sein" geschaffen wurden.

Dieser reine Seinszustand war laut biblischer Angabe "finster" und "leer", d.h. er musste noch mit "Leben" (meine Interpretation: = der Zeitlichkeit?) gefüllt werden. Das geschieht dann m.E. in Vers 3, den ich eher als Urknall (und vielleicht sogar nicht nur als einen spirituellen) verstehe:

"Und Gott sprach: Es werde Licht."
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Beiträge: 3.290, Mitglied seit 14 Jahren
Hallo Claus,
vielen Dank erst einmal für deine Antworten!
Ein Gedanke ist mir bezüglich des Baumes der Erkenntnis noch gekommen:

Also Adam und Eva kosteten die Früchte, sie verloren darauf hin das Paradies. Jetzt, wo der Karren sowieso im Dreck ist, sollten wir uns vielleicht alle den Bauch mit den Früchten vollschlagen, um soviel Kenntnis wie möglich von Gut und Böse zu bekommen. Dies würde ich in der heutigen Zeit besonders gewissen Diktatoren und militärischen Weltmächten raten.

Ich werde mich erst einmal zurückziehen, da ich demnächst verreise. Ich freue mich aber jetzt schon auf die nächste "Runde" :-).

Beste Grüße, der Stüps
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Claus schrieb in Beitrag Nr. 1855-47:
(...)
Ich galube übrigens, dass sogar die Bedeutung dessen, was hier unter "Sterben" bzw. "Tod" zu verstehen ist, noch interpretiert werden muss. Schließlich sind Adam und Eva ja nicht auf der Stelle tot umgefallen, nachdem sie die Frucht gegessen hatten ;-)
Hallo Claus und guten Tag.
Vielleicht trifft man es mit "sterblich" werden, als Strafe. Wenn Adam und Eva zuvor "unsterblich" waren, wäre das schon eine derbe und heftige Strafe fürs naschen vom Baum. Die den beiden allerdings nicht so direkt bewusst werden konnte wie zum Beispiel die "Vertreibung aus dem Paradies".
Mit den besten Grüßen.
Ernst Ellert II.
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Stueps schrieb in Beitrag Nr. 1855-41:
Hallo Hans,

danke! Ich denke, ich verstehe, worauf du hinaus willst, und ich finde dein "Bildnis" vom herd anschaulich. aber eine Frage bleibt dann: Warum stellt Gott erst diesen "Herd" in den Garten?

Warum setzt ein Wissenschaftler eine Ratte in ein Labyrinth? Es ist wissenschaftliche Neugierde.

Gotte wollte schauen, wie sich der Mensch verhält, den er erschaffen hatte und er entsprach nicht seinen Erwartungen und wurde "ausgesondert"

Es heisst auch in der Bibel: "Gott schuf den Menschen nach seinem Ebenbild"
Vielleicht hat er mehr von seinem "Schöpfungsgut" erwartet
Vielleicht hatte er beabsichtigt, dass der Mensch ihm noch ähnlicher wäre als er es dann letztendlich geworden ist, und er war enttäuscht von seinem "Produkt"

Wenn es das Paradies gegeben hat, so muss es ja nicht unbedingt auf unserer Erde gewesen sein. Vielleicht macht Gott dort gerade den nächsten "Versuch" mit einer neuen Schöpfung.
__________________________________________________________

Mein Gedanke aber ist, dass diese "Paradiesgeschichte" mit dem "Baum der Erkenntnis" nur Sinnbildlich gemeint ist.

In unsere evolutionären Entwicklung sind wir aus einer langen Kette von "Urviechern" hervorgegangen. Im letzten Schritt waren wir Primaten. Bis zu diesem Zeitpunkt lebten wir völlig unbedarft, wir wussten nichts über Tod und Sterben etc.
Erst seit wir über uns, über unser sein und den Sinn des Lebens nachdenken, leben wir in Zweifeln. Wir haben die Erkenntnis erlangt, dass das Leben begrenzt ist, wir haben Angst vor Krankheit, Sterben und Tod. Das Paradies der Leichtlebigkeit, des "nicht darüber nachdenkens" haben wir verlassen.

Unsere Intelligenz hat uns auch die Augen geöffnet über Dinge, die uns nicht gefallen.
Nicht mehr Instikte und genetische Programme bestimmen unser Leben.
Ein Affe weiss nicht, das er Sterben muss, er weiss nur, das seine Hordenmitglieder irgend wann entweder gefressen werden, oder in einen endlosen Schlaf fallen.

Unser Verstand hat uns die Früchte der Erkenntnis gebracht, und uns somit das sorgenfreie Leben (wie) im Paradies genommen.
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Hans-m im Beitrag-Nr. 1855-51
Zitat:
Gotte wollte schauen, wie sich der Mensch verhält, den er erschaffen hatte und er entsprach nicht seinen Erwartungen und wurde "ausgesondert".

Hallo Hans,
woher weißt du denn was Gott wollte?
Ein allmächtiger und insbesondere allwissender Gott musste deshalb schon bei der Erschaffung wissen, dass sein angeblasener Lehmklumpen nicht seinen Erwartungen entsprechen würde und dass Adam und Eva trotz seines Verbotes vom „Baum der Erkenntnis“ naschen würden.

Da ist doch wohl die Überlegung gestattet, warum er es trotzdem tat und worin in diesem biblischen Widerspruch eine „Sinnbildlichkeit“ zu erkennen ist? Außerdem wußten Adam ind Eva vor dem naschen vom Baum ja noch gar nicht, was gut und böse ist, das haben sie ja erst danach erfahren. Handelte Gott nach dem Motto: Unwissen schützt vor Strafe nicht?
Erklärst du mir das mal?

Zitat:
Mein Gedanke aber ist, dass diese "Paradiesgeschichte" mit dem "Baum der Erkenntnis" nur Sinnbildlich gemeint ist.

Gruß Horst
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Hans Beitrag-Nr. 1855-51

Zitat:
Es heisst auch in der Bibel: "Gott schuf den Menschen nach seinem Ebenbild"

Vielleicht hat er sich ja genau getroffen!

Henry

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Beitrag zuletzt bearbeitet von Henry am 07.12.2011 um 16:50 Uhr.
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Hallo Ernst-Ellert II,
Ernst Ellert II schrieb in Beitrag Nr. 1855-50:
Vielleicht trifft man es mit "sterblich" werden, als Strafe. Wenn Adam und Eva zuvor "unsterblich" waren, wäre das schon eine derbe und heftige Strafe fürs naschen vom Baum.
Möglich. So lautet wohl auch die übliche christliche Inertpretation.

Es geht m.E. aber nicht aus dem Text hervor, dass Adam und Eva zuvor unsterblich waren. Im Gegenteil: Laut Kapitel 3, Vers 22 hatte der Mensch bislang (also vor dem Sündenfall) noch nicht von dem "Baum des Lebens" gegessen. Nach dem Sündenfall bewacht Gott nunmehr den Zugang zu diesen Baum, so dass dem Menschen das "ewige Leben" auch nach der Vertreibung aus dem Paradies vorenthalten bleibt.

Vielleicht war dem Menschen der Tod, der in unserer Erfahrungswelt m.E. notwendig ist, ja in seinem naiven, paradisischen Zustand nur nicht bewusst und das nach dem Sündenfall erwachende Sich-bewusst-werden des "Sterben-müssens" ist das, was hier mit "sterben müssen" bezeichnet ist.

Es gibt aber auch noch die Interpretation, dass mit dem Tod ein "geistlicher Tod" i.S. eines Getrenntseins von Gott gemeint ist. Der Mensch hat entschieden, selbstbestimmt zu leben und muss es nun auch tun. Mit seinem neu gewonnenen Intellekt ist Gott nicht mehr erkennbar. Das würde auch zur "Vertreibung" aus dem Paradies (d.h. der Nähe Gottes) passen. Für diese Interpretation gibt es (im umgekehrten Sinn) z.B. Unterstützung durch den folgenden Text in Eph. 2, 1-5:
"Ihr wart wegen eurer Sünden tot, seid aber nun samt Christus lebendig gemacht, denn ihr seid aus Gnade gerettet worden."


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Beiträge: 47, Mitglied seit 8 Jahren
Hallo Leute,

sehr interessant, was ihr hier so alles an Geschichten und sonstigem einstellt, so frei nach dem Motto ' jedem das seine oder jedem, wie es ihm gerade einfällt '. Ernst glaubt, das Adam und Eva durch den Genuß am Baum der Erkenntnis ihre Unsterblichkeit verlieren. Wie läßt sich Unsterblichkeit mit dem Begriff Zeit vereinbaren, m.E. schließt eines das andere aus ! Ihr " unterhaltet " euch hier über symbolische Geschichten, deren Ursprung, Inhalt und Zweck ihr sehr spärlich, meist durch einfach hervorgekramtes Schulwissen, kennt. Das soll kein Vorwurf sein, aber mahnt mich bitte nicht laufend, mir mehr Wissen anzueignen, wenn ihr selbst nicht so versiert seid.
Was Gott betrifft, bin ich Pantheist, d.h. Gottes Geist ist allgegenwärtig und überall, in jedem Atom, das fünfte Element, die Liebe, die alles zusammenhält oder der Äther, wie ihn die Alchimisten zu nennen pflegten. Er ist und kann nie materiell in Erscheinung treten, weil sonst seine Energie auf diese Erscheinungsform fokussiert wäre, was nicht möglich ist.
Die Schöpfungsgeschichte des alten Testaments geht auf frühere mesopotamische Schriften zurück, in denen von Göttern die Rede ist, erst die Schreiber des Alten Testaments schreiben von einem Gott. Außerdem gab es nicht nur den Baum der Erkenntnis, sondern auch den Baum des Lebens im Garten Eden, der durchaus eine geographische Lage hatte, und zwar zwischen den Flüssen Euphrat und Tigris. Die Götter, wer auch immer das gewesen sein mag, segneten die Menschen, vertreten durch Adam und Eva, mit allen möglichen Gaben und boten ihnen ein unbeschwertes Leben, solange sie die beiden Bäume in Ruhe ließen. Die Schlange, seiner Zeit ein Symbol für Weisheit und List, überredete die Menschen, vom Baum der Erkenntnis zu essen, so das ihnen alsbald ein Gefühl für Ethik und Gerechtigkeit erwuchs. Als dies die Götter merkten, wurden sie zornig und versklavten die Menschen. Die Menschen waren frustriert und enttäuscht hierüber, nicht weil sie nackt waren. Die Götter trachten bis auf den heutigen Tag danach, das wir nicht vom Baum des Lebens essen, sonst sind wir ihnen gleich. Das geht auch aus der Bibel hervor : Denn Gott dachte : " Nun ist der Mensch wie einer von uns geworden und alles Wissen steht ihm offen. Es darf nicht sein, das er auch noch vom Baum des Lebens ißt. Sonst wird er ewig leben ! " 1. Mose 3,22

Gruß Skywalker
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Die Zeit als Begriff ist ein Unwort, weil es sie nicht gibt.
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Skywalker 9 schrieb in Beitrag Nr. 1855-55:
Hallo Leute,

sehr interessant, was ihr hier so alles an Geschichten und sonstigem einstellt, so frei nach dem Motto ' jedem das seine oder jedem, wie es ihm gerade einfällt '. Ernst glaubt, das Adam und Eva durch den Genuß am Baum der Erkenntnis ihre Unsterblichkeit verlieren. Wie läßt sich Unsterblichkeit mit dem Begriff Zeit vereinbaren, m.E. schließt eines das andere aus ! Ihr " unterhaltet " euch hier über symbolische Geschichten, deren Ursprung, Inhalt und Zweck ihr sehr spärlich, meist durch einfach hervorgekramtes Schulwissen, kennt. Das soll kein Vorwurf sein, aber mahnt mich bitte nicht laufend, mir mehr Wissen anzueignen, wenn ihr selbst nicht so versiert seid.
Was Gott betrifft, bin ich Pantheist, d.h. Gottes Geist ist allgegenwärtig und überall, in jedem Atom, das fünfte Element, die Liebe, die alles zusammenhält oder der Äther, wie ihn die Alchimisten zu nennen pflegten. Er ist und kann nie materiell in Erscheinung treten, weil sonst seine Energie auf diese Erscheinungsform fokussiert wäre, was nicht möglich ist.
Die Schöpfungsgeschichte des alten Testaments geht auf frühere mesopotamische Schriften zurück, in denen von Göttern die Rede ist, erst die Schreiber des Alten Testaments schreiben von einem Gott. Außerdem gab es nicht nur den Baum der Erkenntnis, sondern auch den Baum des Lebens im Garten Eden, der durchaus eine geographische Lage hatte, und zwar zwischen den Flüssen Euphrat und Tigris. Die Götter, wer auch immer das gewesen sein mag, segneten die Menschen, vertreten durch Adam und Eva, mit allen möglichen Gaben und boten ihnen ein unbeschwertes Leben, solange sie die beiden Bäume in Ruhe ließen. Die Schlange, seiner Zeit ein Symbol für Weisheit und List, überredete die Menschen, vom Baum der Erkenntnis zu essen, so das ihnen alsbald ein Gefühl für Ethik und Gerechtigkeit erwuchs. Als dies die Götter merkten, wurden sie zornig und versklavten die Menschen. Die Menschen waren frustriert und enttäuscht hierüber, nicht weil sie nackt waren. Die Götter trachten bis auf den heutigen Tag danach, das wir nicht vom Baum des Lebens essen, sonst sind wir ihnen gleich. Das geht auch aus der Bibel hervor : Denn Gott dachte : " Nun ist der Mensch wie einer von uns geworden und alles Wissen steht ihm offen. Es darf nicht sein, das er auch noch vom Baum des Lebens ißt. Sonst wird er ewig leben ! " 1. Mose 3,22

Gruß Skywalker

Schön, Skywalker,

gesegnet und gepriesen seist Du, der Du uns in Deiner unendlichen Güte an Deinem zweifellos überragendem Wissen, von einem ebenso überragendem Geist vorgetragen, teilhaben lässt. Hier siehst Du mich auf meinen unwürdigen Knien vor meinem PC - und ich bin sicher, da Gott in Allem ist, spricht er aus Deinem hochberufenem Munde und tut uns Wahrheit kund. Ach, wie zerschmelze ich unter Deinem Odem! Ja, leugne es nur, Gott könne sich nicht fokussieren, wirst Du mir zornglühend entgegenschleudern, Du Thor des WWW, Du unser Alamanach im Netz, Du hervorragender Erster! Aber nein, ER spricht doch aus Dir, spürst Du es nicht selbst, bis Du nicht gesegnet? Wie konnten wir nur so lang unserer eingenen Vorstellung anhängen, wir Gesinde, Schande auf uns und Verderben ob unserer eigenen Gedanken, die wir so schamlos vor Dir ausbreiten, wie können wir es wagen, wie nur, selbst zu denken und Deiner zu missachten! Gib uns mehr, sprich die WORTE, erlöse uns!

Wie fein Du das Buch der Bücher mal so nebenbei - ein winzig Gedankenspiel für Dich, nicht wahr - in für uns verständliche und elegant ausgewogene Worte fasst! Nie wieder werde ich - und ich bin sicher, der alte, über Jahre und Jahre fehlgeleitete Ernst wird mir folgen - nie wieder werde ich annehmen, kein Mensch wisse überhaupt etwas über Gott, nein, Du legst Zeugnis vom Gegenteil ab.

Oh, Gott, das mir! Nun werde ich erst mal eine Kasteiungsrunde einlegen und hoffen, der Anfall gehe ohne weiter Folgen vorbei.

Ergebenst

Henry

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Beitrag zuletzt bearbeitet von Henry am 07.12.2011 um 21:44 Uhr.
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Horst schrieb in Beitrag Nr. 1855-52:
Hallo Hans,
woher weißt du denn was Gott wollte?
Ein allmächtiger und insbesondere allwissender Gott musste deshalb schon bei der Erschaffung wissen, dass sein angeblasener Lehmklumpen nicht seinen Erwartungen entsprechen würde und dass Adam und Eva trotz seines Verbotes vom „Baum der Erkenntnis“ naschen würden.

Wenn Gott allwissend ist, wie allgemain behauptet wird, welchen "Spass" hätte er denn dann an all dem, was er erschaffen hat.
Was nützt es Dir einen Krimi zu lesen, wenn Du bereits vorher weiss, wer der Mörder ist, noch bevor Du das Buch aufgeschlagen hast?

Wenn Gott wusste, was passiert, dann hätte er sich den "Baum der Erkenntnis" auch sparen können, und hätte das "sündige Liebespaar" sofort aus dem Paradies geworfen.

Wenn Gott alles weiss, was passieren wird, das würde ja auch bedeuten, dass alles vorherbestimmt ist.
Wenn Gott z.B weiss, das morgen eine Bankräuber eine Bank überfällt, dann hätte der Bankräuber ja gar keine Möglichkeit sich anders zu entscheiden. Das würde letztendlich dem freien Willen des Menschen widersprechen.
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Der Erfahrene erkennt, dass er nicht alle Probleme lösen kann
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Skywalker 9 schrieb in Beitrag Nr. 1855-55:
(...)
Ernst glaubt, das Adam und Eva durch den Genuß am Baum der Erkenntnis ihre Unsterblichkeit verlieren. Wie läßt sich Unsterblichkeit mit dem Begriff Zeit vereinbaren, ..................
(...)
Hallo Skywalker 9.
1. Nichts unterstellen was nicht ist....
Ernst hat NICHT geschrieben er glaubt, sondern einen Vorschlag gemacht. Ich hoffe Du weist was ein Vorschlag ist?
Ansonsten hätte (aufgemerkt: hätte ich geschrieben) ich geschrieben "ich glaube, das Adam und ......."
Das habe ich aber nicht geschrieben. Ist das jetzt deutlich genug gewesen???
2. Wenn die Unsterblichkeit keinen temporären Vorteil mit sich bringt, was denn dann sonst??
3. Alles andere hat Henry schon gesichert damit von der beispiellosen Schrift nichts verloren geht.
Damit ist das meinige hier getan.
Gruß Ernst.
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Guten Morgen allerseits, leider ist meine Zeit im allzeit gegenwärtigen sehr knapp bemessen. Von daher bin ich derzeit etwas zurückhaltend in meinem hiesigen Anwesen, sie, meine Anwesenheit, ist ja als solches auch nicht immer, unbedingt zwingend, notwendig.

Vor allem Stueps wie auch Henry bin ich noch eine Antwort schuldig, mit meinem „Papierkorb der Wissenschaften“, dem Urknall, ich werde ihn leeren, erklären, aber es ist noch einiges an geistigem Müll auch in dem meinigen Kopf, Geist drin, von daher also Geduld und Nachsicht mit mir.

Ich bin – momentan - zu sehr damit beschäftigt meine „Schmetterlinge im Bauch“ in eine konkrete Richtung zu scheuchen, sie aus dem Chaos in eine geordnete Richtung zu lenken, meine persönliche Schlittenfahrt ist sowohl ein Höllen- wie auch ein Höhentripp. „Wasistzeit“, die Frage danach gerät momentan etwas in den Hintergrund, was, wer und wie gestalte ich meine Zeit, mein Leben, hat derzeit oberste Priorität.
Dennoch möchte ich mich kurz einbringen wollen.

„Warum sollten Adam und Eva den Baum der Erkenntnis in Ruhe lassen?“ tja die Frage ist eine berechtigte Frage, warum sollten sie, trägt er doch reife Früchte, und diese Erkenntnis der wahren Bedeutung seiner Früchte, hatten Adam und Eva instinktiv schon inne, ohne sich der Wirkung dieser Früchte bewußt zu sein. Die Bedeutung der Erkenntnis ist eben durch erkennen zur Erkenntnis, zu Bewußtsein, geworden, der Mensch sich dessen bewußt, eben durch erkennen, geworden. Es ist das menschliche Streben, sein Sinnen, das Forschen nach neuer Erkenntnis, die Unruhe nach dem mehr, dem immer mehr und immer wieder immer noch mehr zu erfahren, in Erkenntnis zu bringen. Diese Unruhe läßt uns vor nichts zurückschrecken, die unabdingbare Neugier, welche ich lieber so schreiben möchte NEU-GIER, die ständige Gier nach dem Neuen, welche auch unanständiges wie auch unbeständiges zu Tage bringt, menschliche Schwächen.

Im völligen Gegensatz dazu für mich, „im Sinne zeitlosen Seins“, welches für mich dem Zustand der ewigen Ruhe sehr gleich, dem wohl sehr Nahe kommt, und für mich in seiner Bedeutung eines geistigen Todes, dem Scheintod gleich.

Ich bin, aber ich bin es nicht wirklich, alles Sein nur Illusion, ein Traum welche zum Traumata – nein danke für mich, ich lebe, ich bin und ich will…und ich will ganz unbedingt Sein, und dieses Sein in meinem Dasein auch sehr bewußt sein, so auch in meinem handeln, in meinem tun.

Da habe ich eine grundlegend bejahende Einstellung zu meinem Leben.

Wenn Skywalker 9 hier glaubt daß :“ Ernst glaubt, das Adam und Eva durch den Genuß am Baum der Erkenntnis ihre Unsterblichkeit verlieren.“, dann möchte ich dazu wie folgt, für mich es wie folgt formulieren:
Wenn ein Gewinn, ein Zugewinn an Erkenntnis einher geht mit der Konsequenz seine Unsterblichkeit zu verlieren, dann ist das ein fairer, ein gerechter Preis den ich zu zahlen bereit wäre wie auch bin,so, wie viele vor uns diesen Preis auch bezahlt haben. Denn kein Zugewinn, kein Gewinn an neuer Erkenntnis, bedeutet Stillstand, alles ohne jegliche Veränderung, die lange Weile des Seins in seinem Dasein, der geistige Scheintod – wie aufregend?!

Ansonsten bin ich hier voll und ganz bei Henry‘s Beitrag-Nr. 1855-56, da unterschreibe und unterstreiche ich jeden einzelnen Buchstaben, sehe ich absolut genau so, genauso.

Dies nur so ganz kurz meinerseits, ich bin dann mal (kurz) weg, auf nach Elmshorn, zu einem 60 jährig werdendem.
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Zur Bedingung des Raum und der Zeit gehört ganz unbedingt ,die absolute Bedingungslosigkeit von Raum und Zeit. Werden Raum und Zeit an Bedingungen geknüpft sind sie endlich, mit einem Beginn und einem Ende.
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Skywalker 9 schrieb in Beitrag Nr. 1855-55:
(...)
Das geht auch aus der Bibel hervor : Denn Gott dachte : " Nun ist der Mensch wie einer von uns geworden und alles Wissen steht ihm offen. Es darf nicht sein, das er auch noch vom Baum des Lebens ißt. Sonst wird er ewig leben ! " 1. Mose 3,22

Gruß Skywalker
Hallo Skywalker 9.
Bei 1. Mose 3,22 steht hier (Luther-Übersetzung von 1912 aus der Württembergische Bibelanstalt Stuttgart)
"Und Gott, der Herr sprach. Siehe Adam ist geworden wie unsereiner und weiß was gut und böse ist.
Nun aber das er nicht ausstrecke seine Hand und breche auch von dem Baum des Lebens und esse und lebe ewiglich. "
Bei anderen Übersetzungen weicht der Text entsprechend ab.
"wie unsereiner" kommt schon ganz anders rüber als "wie einer von uns"
Wenn Du verstehst auf was ich hinweisen will.
Aus welcher Übersetzung hast Du zitiert?
Gruß Ernst.
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Beiträge: 762, Mitglied seit 14 Jahren
Hans-m im Beitrag-Nr. 1855-57

Zitat:
Wenn Gott allwissend ist, wie allgemain behauptet wird, welchen "Spass" hätte er denn dann an all dem, was er erschaffen hat.

Hallo Hans-m
Du meinst also, Gott ist nicht allwissend und hatte keine Ahnung was aus seiner Schöpfung werden würde?
Er hat also aus lauter Langweile unter dem Motto „mal sehen was draus wir“! einfach so drauflos experimentiert, mit den bekannten fatalen Folgen für die Menschheit?

Zitat:
Wenn Gott alles weiss, was passieren wird, das würde ja auch bedeuten, dass alles vorherbestimmt ist.

Diese Auffassung wird ja auch vielfach unter der Bezeichnung “Determinismus“ vertreten und entbehrt meiner Meinung nach nicht einer gewissen Logik, weil jedes Ereignis ja eine Ursache haben muß, die wir aber leider nicht immer kennen.
Dann mogeln wir uns einfach heraus und sagen „Zufall“ dazu.

Und wie ist denn nun deine sinnbildliche Auslegung der Schöpfungsgeschichte, das wollte ich ja wissen.

Gruß Horst
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Beiträge: 2.996, Mitglied seit 12 Jahren
Skywalker 9 schrieb in Beitrag Nr. 1855-55:
(...)
Ernst glaubt, das Adam und Eva durch den Genuß am Baum der Erkenntnis ihre Unsterblichkeit verlieren. Wie läßt sich Unsterblichkeit mit dem Begriff Zeit vereinbaren, ..................
(...)

Adam und Eva waren schliesslich zu dem Zeitpunkt noch im Paradies und nicht in unserer Raumzeit
Das ist in etwa mit dem Himmel zu vergleichen, wo wir alle hoffen nach dem Ende unseres raumzeitlich begrenzten Lebens hinzukommen

Zitat:
Horst schrieb in Beitrag Nr. 1855-61:
Du meinst also, Gott ist nicht allwissend und hatte keine Ahnung was aus seiner Schöpfung werden würde?
Er hat also aus lauter Langweile unter dem Motto „mal sehen was draus wir“! einfach so drauflos experimentiert, mit den bekannten fatalen Folgen für die Menschheit?

Ich weiss, ein nicht allwissender Gott widerspricht jeder religiösen Vorstellung.
Aber Gott soll bekanntlich auch allmächtig sein, und wer allmächtig ist, der kann auch etwas erschaffen, über das er nur das weiss, was er wissen will.
Genau wie ein Programmierer, der etwas "schaffen" will, das nicht vorhersehbar ist.
Reine Mathematische Prozesse machen den Ablauf eines Programms vorhersehbar, aber die Einbindung eines Zufallsgenerators schafft andere unvorhersehbare Varianten des "Spielablaufs"

Signatur:
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Der Erfahrene erkennt, dass er nicht alle Probleme lösen kann
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Beitrag zuletzt bearbeitet von Hans-m am 08.12.2011 um 12:55 Uhr.
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