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Zeitempfinden von Lebewesen

Thema erstellt von James01270 
Beiträge: 10, Mitglied seit 9 Jahren
Ich habe schon viel davon gehört, dass verschiedene Lebewesen ein unterschiedliches Zeitempfinden haben sollen. Das populärste Beispiel ist wohl die Fliege, die wir nur schwer erwischen, weil sie immer vorher wegfliegt: Sie nimmt unsere Bewegung in Zeitlupe wahr. Aber gibt es dazu wissenschaftliche Untersuchungen oder Literatur? Oder stimmt das gar nicht - und die Zeit narrt uns auch in diesem Falle?
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Es ist an der Zeit - was immer das bedeutet
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Leider kann ich mich nicht in die Zeitwahrnehmung einer Fliege hineinversetzen. Ich vermute aber, dass die subjektiv erlebte Zeit der Denkgeschwindigkeit, also der Geschwindigkeit, mit der Informationen im Gehirn verarbeitet werden, proportional ist. Ich weiß nicht - es wäre aber interessant - ob man Letzteres (ggf. für verschiedene Tiere) bereits gemessen hat.
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Claus schrieb in Beitrag Nr. 1507-2:
Leider kann ich mich nicht in die Zeitwahrnehmung einer Fliege hineinversetzen. Ich vermute aber, dass die subjektiv erlebte Zeit der Denkgeschwindigkeit, also der Geschwindigkeit, mit der Informationen im Gehirn verarbeitet werden, proportional ist. Ich weiß nicht - es wäre aber interessant - ob man Letzteres (ggf. für verschiedene Tiere) bereits gemessen hat.
Hallo zusammen, ich grüße Euch.
Das Zauberwort heist laut Wiki "Flimmerverschmelzungsfrequenz".
Von Wellensittichzüchtern habe ich gehört das die Vögel zwischen 120 und 150 Bilder pro Sekunde wahrnehmen und deshalb selbst "schnelle" Neonröhren für die Tiere furchtbar flimmern.
Aber unter dem Stichwort ist bei Wiki zu lesen das eine Fliege wohl sogar 240 Bilder pro Sekunde "auflöst". Und da hat haum eine schnelle Hand die Chance zum Ziel zu kommen.

Einen schönen Restsonntag noch.
Ernst Ellert II.
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Deine Zeit war niemals und wird niemals sein.
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Beiträge: 2.992, Mitglied seit 10 Jahren
Ich denke, je intelligenter ein Lebewesen ist, desto Mehr Aufgaben kann, oder muß das Gehirn bewältigen.
Eine Fliege hat nur ihren Instinkt. Das Gehirn kann sich voll auf auf die überlebenswichtigen Dinge konzentrieren.
Hinzu kommen im Verhältnis zu großen Lebewesen, kurze Nervenbahnen

Der Weg Fliegenauge-Fliegenhirn-Fliegenflügel ist um einiges kürzer als z.B beim Menschen, was die Signallaufzeit und somit die Reaktionszeit verringert. Auch ist die Laufzeit im kleineren Hirn kürzer.

Daß jedes Lebewesen ein anderes Zeitempfinden hat, kann man als eine Art genetische Zeitdilatation bezeichnen.
Da sich aber kein Lebewesen, auch der Mensch nicht, in ein anderes hineinvesetzen kann, und nicht, wenn auch nur vorrübergehend, dessen Zeitempfinden erleben kann, bleiben nur Vermutungen.
Als Grundlage kann man die Reaktionsgeschwindigkeit annehmen, aber ob man damit richtig liegt, läßt sich vermuten, aber nicht beweisen.

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Beitrag zuletzt bearbeitet von Hans-m am 28.10.2009 um 12:50 Uhr.
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Beiträge: 473, Mitglied seit 9 Jahren
Leider alles falsch!

Genau wie wir Menschen haben Tiere eine Biologische Uhr. Die wissen genau wann es Zeit ist aufzustehen, oder wann oder wie sie was kriegen.
Ich kenne mich damit aus. Ich selber habe 4 Kater, eine Katze und einen Hund. Ich weiss genau wann wer auf sich aufmerksam macht. Das ist IMMER derselbe Zeitablauf. Ausser es wird von Sommer auf Winterzeit umgestellt. dann kommen die Tiere nicht damit klar. Ich übrigens auch nicht.
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Solo1 schrieb in Beitrag Nr. 1507-5:
Genau wie wir Menschen haben Tiere eine Biologische Uhr. Die wissen genau wann es Zeit ist aufzustehen, oder wann oder wie sie was kriegen

Du darfst die so genannte Innere Uhr nicht mit dem Zeitempfinden verwechseln.

Würdest Du auf einem Planeten landen, auf dem ein Tag nur 15 Stunden dauert, so würde sich Deine "Innere Uhr" nach einiger Zeit an die gegebenheit anpassen.

Die Innereu Unr ist nichts anderes als eine Synchronisation mit Bedingungen der Umwelt, wie etwa dauer eines Tages, Fütterungszeiten, bei Zugvögeln etwa die Jahreszeiten,

Der weibliche Menstruationszyklus hat sich z.B an die Umlaufdauer des Mondes angepasst, ziemlich genau 28 Tage.

Trotz allem wissen wir nicht wie andere Lebewesen eine Stunde, einen Tag etc. empfinden.
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Zitat:
Der weibliche Menstruationszyklus hat sich z.B an die Umlaufdauer des Mondes angepasst, ziemlich genau 28 Tage.

Stimmt das wirklich?

Wie ist das dann mit den ganzen anderen Säugetieren, die menstruieren, bei denen müsste sich das dann ja auch an den Mond angepasst haben, oder? Also Schimpansen, Kühe, Feldmäuse und so weiter. Wär mal interessant zu wissen. Falls der Zyklus bei allen anderen Tieren nicht an den Mond angepasst ist, wage ich nämlich zu behaupten, dass Menstruationszyklus und Umlaufdauer des Mondes nur zufällig einander ähnlich sind.
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Beiträge: 2.992, Mitglied seit 10 Jahren
Arathas schrieb in Beitrag Nr. 1507-7:

Wie ist das dann mit den ganzen anderen Säugetieren, die menstruieren, bei denen müsste sich das dann ja auch an den Mond angepasst haben, oder?

Da müßtest Du einen Biologen fragen ich weiß es leider nicht.
Warum es gerade bei den Menschen so ist kann ich auch nicht sagen.

Hinzu kommt, daß der Mensch jeden Monat "fruchtbar" ist, große Tiere meistens 2-3 mal / Jahr
und kleinte Tiere, wie etwa Mäuse fast immer.
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Beiträge: 203, Mitglied seit 9 Jahren
Habe folgendes rausgefunden: Primaten, die den Menschen am nächsten sind und noch viel naturverbundener leben, haben sehr abweichende Menstruationszyklen, z.B. von 37 Tagen.

Auch muss man bedenken, dass der menschliche Zyklus von ca. 28 Tagen nicht wirklich dem Mondzyklus von ca. 29,5 Tagen entspricht. Rechnet man diese 1,5 Tage Verschiebung auf zwei Jahre hoch, dann hat eine Frau, wenn sie am Anfang der Rechnung z.B. noch bei Vollmond menstruiert, am Ende dieser zwei Jahre so ziemlich bei jeder Mondphase mal ihren Zyklus gehabt. Das spricht ganz und gar nicht dafür, dass der Menstruationszyklus in irgendeiner Weise auf den Mond zurückgeht, sondern dass hier, wie der Mensch es so gern tut, zwei Sachen miteinander in Verbindung gebracht wurden, die lediglich zufällig übereinzustimmen scheinen.

Beitrag zuletzt bearbeitet von Arathas am 05.11.2009 um 09:54 Uhr.
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Beiträge: 1.328, Mitglied seit 12 Jahren
MAn- o- man, ich muss einfach solchen "Erkenntnissen" widersprechen:
Hans-m schrieb in Beitrag Nr. 1507-6:
[Der weibliche Menstruationszyklus hat sich z.B an die Umlaufdauer des Mondes angepasst, ziemlich genau 28 Tage..
Erstens es gibt keine genaue 28 Tage. Männer, ihr müsst einfach in Wiki vorbeisschauen ( http://de.wikipedia.org/wiki/Menstruationszyklus ). Etwas mehr über weibliche Biologie müsstest ihr schon wissen.

Zweitens, wie und warum müsste die Menstruationszyklus an Mond anpassen? Ein Unsinn. Dass der Zyklus an innrere Kreisläufe anpasst - ist logisch. DAss es von der Umwelt abhängt ist ja auch logisch. Die Ernährung: es muss ein kritische Gewicht erreicht werden um die Menstruationszyklus auszulösen, deswegen Übergiwichtige werden schneller Geschlechtsreif (es gilt übrigens für Männer auch) und Magere haben Zyklusstörungen. Auch Stress hat seine Wirkung. Aber Mond??? !!!

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Beitrag zuletzt bearbeitet von Irena am 08.11.2009 um 20:19 Uhr.
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Irena schrieb in Beitrag Nr. 1507-10:
Erstens es gibt keine genaue 28 Tage. Männer, ihr müsst einfach in Wiki vorbeisschauen ( http://de.wikipedia.org/wiki/Menstruationszyklus ). Etwas mehr über weibliche Biologie müsstest ihr schon wissen.

Dann hat das Fernsehen mal wieder Sch..... erzählt.

Ich weiß zwar, daß es bei den meisten Frauen (heutzutage) nicht immer 28 Tage sind, aber hätte sein können, daß es für die Evolution in der heutigen Zeit nicht mehr erforderlich ist, und daher eine gewisse Unregelmäßigkeit unerheblich ist. Ob es in Zeiten, als wir noch in der Wildnis lebten, Gründe für einen regelmäßigen Zyklus gab, weiß ich jetzt leider nicht. Ich weiß auch nicht mehr in welcher Sendung das erwähnt wurde, es war jedenfalls eine Wissenschaftssendung.

einen möglichen Grund könnte ich jetzt nur vermuten und darüber philosophieren
In Vollmondnächten war das Jagdglück der Ur-Menschen am größten, die meisten Erfolge hatten die "Weibchen" die garade nicht "unpässlich" waren.

Oder gerade dann waren viele nachtaktive Räuber auf der Jagt nach Beute. Dabei haben sich insbesondere menstruirende "Weibchen" durch ihre Witterung verraten und waren willkommen Beute.

Eine Synchronisation mit den Mondphasen erhöhte somit die Überlebenschancen.

Wohl bemerkt, ist nur ein mögliche These,

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Beitrag zuletzt bearbeitet von Hans-m am 10.11.2009 um 12:51 Uhr.
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HAllo HAns-m,
ich hatte Erfahrung gemacht, dass man muss sehr vorsichtig mit den wissenschaftlichen Sendungen umgehen. Oft sie zeigen nur eine Meinung, eine Richtung und erwecken den Eindruck, dass es die letzte Wahrheit ist. Meistens ist es eine interessanteste "Wahrheit", die den journalistische Wirtschaft aufweckt, in der die gleiche Regeln wie für ihre große Schwester gelten: Angebot und Nachfrage. Leicht verdauliche oder etwas skandaliös behaftetete Behauptung hat es immer eine NAchfrage.
Zitat:
einen möglichen Grund könnte ich jetzt nur vermuten und darüber philosophieren
In Vollmondnächten war das Jagdglück der Ur-Menschen am größten, die meisten Erfolge hatten die "Weibchen" die garade nicht "unpässlich" waren.
Erfolge in was? Vollmund wiederholt sich 1-mal in 4 Wochen. Also dieser Selektionsregel müsste verbieten die Menstruation gerade in drei TAgen der Vollmund. Obwohl... Ist dir klar, dass die Frau nicht alle TAge ausserhalb Menstruation fruchtbar ist?!
Auch die Abhängigkeit die sammelnde Frauen von den jagenden Männern ist auch aus dem Finger gezogen. Es ist längst bewiesen, dass die Frauen durch ihre SAmmeltätigkeit alle Nötigste, auch Proteine bekommen. In kälteren Breiten könnte die Abhängigkeit durch Jahreszeiten entstehen. Aber es reicht nicht um diese Selektion s.z. fest zu nageln.
Zitat:
Oder gerade dann waren viele nachtaktive Räuber auf der Jagt nach Beute. Dabei haben sich insbesondere menstruirende "Weibchen" durch ihre Witterung verraten und waren willkommen Beute.
Aber dafür lebten Hominiden in Gemeinschaften, in deren, kann man denken, würde etwas gegen NAchträuber unternommen. Denk man an Feuer, and der eventuelle Wache etc.

Es gibt ja schon eigene Wissenschaftler, die etwas Ähnliches behaupten. Nehme ich an, sie haben beeiträchtigt den MAcher der Sendung. Hier habe ich mal geäussert zu dem Thema (letzte Beitrag auf der seite):
http://www.wasistzeit.de/zeitforum/viewthread.php?T... &orderby=#msg17004
Gruß, Irena

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Beitrag zuletzt bearbeitet von Irena am 10.11.2009 um 13:30 Uhr.
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Hallo zusammen,
ich möchte ja nicht die hochinteressanten Menstruationsdebatten abwürgen, aber vielleicht doch die geneigte Zeit-Gemeinde ganz leise auf mein Problem zurücklenken: Das unterschiedliche Zeitempfinden von Lebenwesen. Es muss doch darüber Literatur oder sowas geben, hat nicht jemand eine Idee?
Die einzige konstruktive Anregung kam bisher von Ernst Ellert II mit der Flimmerverschmelzungsfrequenz, aber so richtig weiter komme ich damit auch nicht, das ist wohl nur ein Teil des Problems.
Ich würde mich über weitere Anregungen freuen - ob nun bei Vollmond oder nicht.
Oder ist die Frage zu blöd?
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James01270 schrieb in Beitrag Nr. 1507-13:
aber vielleicht doch die geneigte Zeit-Gemeinde ganz leise auf mein Problem zurücklenken: Das unterschiedliche Zeitempfinden von Lebenwesen.
Ich denke alle Lebewesen haben ein unterschiedliches Zeitempfinden.
Dabei meine ich nicht nur den Unterschiied zwischen den Arten, sondern möglicher weise auch zwischen Individuen einer Art. So etwa zwischen Dir und mir
Auch die körperliche Verfassung hat einen Einfluß, bist Du gesund oder krank, gestresst oder ausgeglichen. usw.

Nun nochmal zu dem Zeitempfinden zwischen den Lebewesen:
Wie will man das unterschiedliche Zeitempfinden ermitteln.
Nehmen wir mal an Du und ich hätten ein unterschiedliches Zeitempfinden. Wir als Menschen können ja miteinander kommunizieren,
Du erklärst mir Dein Zeitempfinden, ich Dir mein´s, wie stellen wir dann einen Unterschied fest?

Nun vergleiche mal Menschen mit Tieren. Dabei ist die Kommunikation um einiges schwieriger.
Ich denke Du verstehst die Problematik, hier eine Aussage zu treffen, die wissenschaftlich hieb und stichfest ist.


Zitat:
Oder ist die Frage zu blöd?

Es gibt keine blöden Fragen, nur blöde Kommentare.

Die findet man leider auch vereinzelt hier im Forum.

Jede Frage ist immer dort berechtigt, wo der Wunsch nach Wissen vorhanden ist

Die Idee mit der Flimmerverschmelzungsfrequenz, sehe ich nicht wirklich als Indiz für das Zeitempfinden.
Die Schnelligkeit eines einzelnen Organs, in dem Fall des Auges, ist nicht unbedingt ein Maß für den Rest des Organismus, und somit des Zeitempfindens.

Das ist so, als würdest Du eine schnelle Grafikkarte in einen Rechner einbauen, Das kann ein schneller Rechner mit 1 GHz sein, oder ein lahmer mit 10 MHz (ja, die gab´s wirklich mal)

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Beitrag zuletzt bearbeitet von Hans-m am 11.11.2009 um 12:19 Uhr.
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Hallo James01270,
ähnliches Thread gab schon. Siehe:
http://www.wasistzeit.de/zeitforum/viewthread.php?T... t=Poster&orderby=#msg17742
Gruß
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Hans-m hat geschrieben:
>"Ich denke alle Lebewesen haben ein unterschiedliches Zeitempfinden."<

Wenn du damit zum Ausdruck bringen willst, daß Zeit kein objektives Ereignis, sondern nur eine subjektive Empfindung von Lebewesen inklusive Mensch ist, dann hast du richtig gedacht.

Damit befindet sich "Zeit" in guter Gesellschaft mit Photonen, Schallwellen und Temperatur, die wir auch nur und erst durch "biologische Transformation" unseres Gehirns als Bewegung, Licht, Geräusch und Wärme/Kälte wahrnehmen können und damit zu abstrakt/subjektiven Begriffen gemacht haben.

Wer oder was sollte wohl materielle Bewegung/Veränderung im Raum als Zeit, einen kleinen Anteil der elektromagnetischen Strahlung als Licht, Schallwellen als Geräusch und Temperatur als Wärme bezeichnen können, wenn keiner da ist, der diese physikalischen Ereignisse in Empfindungen umwandeln kann?
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Beiträge: 2.992, Mitglied seit 10 Jahren
Horst schrieb in Beitrag Nr. 1507-16:
Wer oder was sollte wohl materielle Bewegung/Veränderung im Raum als Zeit, einen kleinen Anteil der elektromagnetischen Strahlung als Licht, Schallwellen als Geräusch und Temperatur als Wärme bezeichnen können, wenn keiner da ist, der diese physikalischen Ereignisse in Empfindungen umwandeln kann?

Alles, was wir kennen, ist existend im Universum, auch ohne das es Leben gibt. Nur unser Bewußtsein interpretiert die Dinge und Ereignisse und läßt uns unsere Welt so wahrnehmen, wie wir sie sehen/hören/schmecken etc.
Z.B das Licht. Es besteht aus Teilchen oder/und Schingungen, die unsere Netzhaut treffen. Unser Bewußtsein gaukelt uns aber Farben vor. Stellt sich wiederum die Frage: "Sieht für Dich die Farbe Blau genau so aus, wie für mich?"
Auch Wärme und Kälte sind nichts anderes als Schingungen von Atomen, die unser Hirn interpretiert.
Ich denke durch die unterschiedliche Interpretation von Ereignissen durch unser Bewußtsein entstehen auch die unterschiedlichen Vorlieben und Abneigungen, z.B Lieblingsfarbe
Wir empfinden etwas als angenehm, wenn es in unserem Gehirn positive Impulse auslöst.
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Hans-m hat geschrieben:
>"Alles, was wir kennen, ist existend im Universum, auch ohne das es Leben gibt."<

Nun, wir kennen z. B. Licht. Aber ohne Leben gibt es kein Bewußtsein, daß den Frequenzbereich der elektromagnetischen Strahlung von 380 bis 780 nm subjektiv als Licht erkennen läßt. Für einen Blinden, dessen Gehirn diesen Bereich nicht als Licht empfinden läß, existiert kein Licht! Damit ist deine Aussage nicht nachvollziehbar.

Hans-m hat geschrieben:
>"Nur unser Bewußtsein interpretiert die Dinge und Ereignisse und läßt uns unsere Welt so wahrnehmen, wie wir sie sehen/hören/schmecken etc."<

Wir sind aber nicht die sogenannte "Krone der Schöpfung" mit dem Anspruch, das Universum hat so zu sein, wie wir es erkennen und empfinden!
Das sind eben rein subjektive Empfindungen, das bedeutet eben nicht, daß die Welt nun objektiv so ist wie gerade wir sie wahrnehmen.

Bestätigst du damit , daß auch das was wir Zeit nennen nur durch unser Bewußtsein als subjektives Denkkonstrukt interpretiert wird? Wer oder was sollte ohne Leben, also ohne Bewußtsein "Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft" und damit "Zeit" wahrnehmen und empfinden???
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Beiträge: 10, Mitglied seit 9 Jahren
ich glaube, diese jüngste Diskussion kennt keinen Sieger: Es läuft auf die alte Grundfrage hinaus, ob die Welt außerhalb des menschlichen Bewusstseins existiert oder nicht. Wenn wir sie mit NEIN beantworten, führt das in eine Schleife, aus der es kein Entrinnen gibt. Trotzdem könnte es natürlich so sein, aber an den Beweisen für die eine oder andere Variante haben sich schon die alten Griechen vergeblich versucht.
Spannend ist aber in jedem Fall die Frage, ob die Zeit nur eine Empfindung des Menschen ist - oder ob es - außer der Anpassung biologischer Kreisläufe - dafür auch bei Tieren und Pflanzen Anhaltspunkte gibt. Denn das wäre ein Ansatz, objektiver den Zeitbegriff fassen zu können. Darauf läuft meine Frage eigentlich hinaus.
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Horst schrieb in Beitrag Nr. 1507-18:
Nun, wir kennen z. B. Licht. Aber ohne Leben gibt es kein Bewußtsein, daß den Frequenzbereich der elektromagnetischen Strahlung von 380 bis 780 nm subjektiv als Licht erkennen läßt. Für einen Blinden, dessen Gehirn diesen Bereich nicht als Licht empfinden läß, existiert kein Licht! Damit ist deine Aussage nicht nachvollziehbar.
Wieso ???

Es gibt Lebewesen, die mehr Sinne haben, als der Mensch.

Tauben konnen z.B das Erdmagnetfeld "sehen", und sich daran orientieren.
Haie können elektrische Impulse "sehen", die jedes Lebewesen zur Muskelkontraktion aussendet.

Es ist nicht entscheident, wie viele Sinne ein Lebewesen hat, und ob alle Sinne "funktionsfähig" sind. (wie etwa bei Blinden) entscheident ist, das jede Sinneswahrnehmung nur eine Interpretation der Umwelt ist. Und diese Interpretationen können durchaus unterschiedlich sein.

Zitat:
Wir sind aber nicht die sogenannte "Krone der Schöpfung" mit dem Anspruch, das Universum hat so zu sein, wie wir es erkennen und empfinden!
das hab ich auch nirgends behauptet!

Zitat:
Das sind eben rein subjektive Empfindungen, das bedeutet eben nicht, daß die Welt nun objektiv so ist wie gerade wir sie wahrnehmen.

Meine Rede!
Zitat:
Bestätigst du damit , daß auch das was wir Zeit nennen nur durch unser Bewußtsein als subjektives Denkkonstrukt interpretiert wird? Wer oder was sollte ohne Leben, also ohne Bewußtsein "Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft" und damit "Zeit" wahrnehmen und empfinden???

Ich sags mal so:
ein Ereignis ist die Ursache für das nächste, eine Kette aus Ereignissen, die bei der Entstehung des Universums begann, und sich seitdem ohne Halt fortsetzt. Egal, ob es Leben gibt oder nicht.
Unser Bewußtsein synchroniesiert die Ereignisse, die um uns herum stattfinden mit den Ereignissen, die in uns stattfinden. Dieser permanente Vergleich interpretiert das Hirn als Zeit.
Den Ereignissen ist es egal, ob sich ein Bewußtsein damit befaßt. Sie passieren unabhängig davon
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