Nagut Peterchen,
ich versuche einmal, eine klare kurze Antwort zu geben.
Unser Universum ist kein Ballon mit welliger Oberfläche.
Unser Universum ist auch keine Ballonoberfläche.
Unser beobachtbares, (im Raum) dreidimensionales Universum scheint jedoch Merkmale aufzuweisen, die auch eine
zweidimensionale Kugel
oberfläche aufweist. Eben Endlichkeit, jedoch Unbegrenztheit. (siehe Harti in einem der vorherigen Beiträge glaube ich).
Ein durch zwei schwarze Löcher erzeugtes Wurmloch auf einer Kugeloberfläche (vom dreidimensionalen Raum im Universum auf dieses Beispiel übertragen) würde in deinem Beispiel
nicht durch eine Kugel hindurchgehen (dies entspräche nämlich einer zusätzlichen Dimension), sondern die Fläche (!) zwischen den beiden schwarzen Löchern würde so stark verdichtet, dass die Flächen um die beiden s.L. herum sich quasi nun berühren. (Hallo Leute, ich hoffe, dies stimmt so - also hoffentlich habe ich jetzt richtig angepasst.)
(Nachtrag hierzu: Habe gerade mitbekommen, dass Wurmlöcher nur über die
vierdimensionale Raumzeit beschrieben werden. So dürfte meine Adaption vom dreidimensionalen Raum auf die zweidimensionale Kugeloberfläche nicht korrekt sein. Fakt jedoch ist, dass durch Wurmlöcher
keine neue Raumdimension hinzukommt - heißt in diesem Beispiel, dass das Wurmloch auf einer zweidimensionalen Kugel
oberfläche immer noch
nicht durch eine Kugel hindurchgeht, sondern weiterhin zwei sonst weiter entfernte
Flächenpunkte miteinander verbindet.)
Noch einmal: Das Universum
ist keine Kugeloberfläche. Es scheint jedoch Merkmale dieser aufzuweisen.
Zu deinen Dellen: Im
beobachtbaren Universum scheint die
Raumzeit nach heutigem Stand der Messungen flach zu sein. Aber natürlich kann Gebhard recht behalten: Ist das Universum um viele Größenordnungen größer, als wir beobachten können, kann die Raumzeit im Universum z.B. uns vollkommen flach erscheinen, muss es aber ganz und gar nicht sein.
Diese Welt gibt es nur, weil es Regeln gibt.
Bearbeitet von Stueps am 19.08.2012 um 18:48 Uhr.