Ich möchte hier berichten über ein Vortrag von Volker Sommer (Professor für Evolutionäre Anthropologie am University College London, Studium der Biologie, Chemie und Theologie) in dem Buch
Gottesglaube - ein Selektionsvorteil?. Es geht um den biologische Wurzeln der Religion. V.Sommer sieht Ursprung der Religion darin, dass
Urfrauen die Männer manipulierten, um sie und ihre Kinder mit Fleisch zu versorgen. Er glaubt das zu beweisen mit folgendem Konstrukt:
- die Tatsache, dass die Sammelfrauen mit ihrer Tätigkeit mehr Kalorien "an Tisch" bringen (damit eigentlich sind unabhängig von jagenden Männern), wird umgegangen mit der These, dass mit Wachstum des Gehirns sollte auch Gedärme wachsen. Weil es nicht geschehen, müsste man pflanzliche Nahrung mit hochqualitativen Nahrung ersetzen, also - Fleisch. So wird es erste künstliche Säule für diese Theorie geschaffen: Frauen sind angewiesen an Jagdmänner, Fleischversorger;
- zweite These - ein Trieb zu Vermehrung ist die zweite Säule diese Konstrukts. Jeder Mann nur wartet, wenn die Anderen losgehen auf die Jagd. Dann könnte er ungehindert kopulieren mit den Lagerfrauen. Es bedeutet, dass Konkurenz zwischen Männern würde dazu bringen, dass Keiner geht auf der Jagd. Kein Jagd, kein Fleisch, keine evolutionsgünstige Perspektive für die Urmenschen. Wir wissen aber, dass
wir sind da - also müsste es ein Trick geben, der hat bewirkt, dass Männer gehen auf die Jagd, Frauen wurden versorgt mit dem Eiweiß und Gehirne könnten weiter wachsen;
- dritte These lässt kein Zweifel daran, dass es geht nicht um Sex, um sexuelle Befriedigung, was eigentlich ist einmal passiert auf dem Evolutionsweg zum Menschen. Es geht um Paarung um die Nachwuchs zu bekommen. Also Weibchen muss fruchrbar sein, anderseits ist sie unattraktiv für Männchen. Aber es genügt nicht. Die Weibchen müssen
kollektiv unfruchtbar! sein, um ihre Männer zum Jagd zu bewegen.Dieses Phänomen, dass die zusammenlebenden Frauen neigen ihre Menstruation aufeinander abzustimmen, scheint für Volker bologisch bewiesen;
- aber es gibt nicht nur eine Gruppe von Weibchen. Das Problem kann gelöst werden, wenn
alle Weibchen in der Umgebung zur gleichen Zeit werden unfruchtbar und somit unatraktiv für Männchen. Andersfalls Männchen statt zu jagen, verbringen bequem die Zeit bei Nachbarinnen. Also Frauen mussten solidarisch sein. Dafür haben sie ein externer Zeitgeber - ein Mond, deren Zyklus genau den Menschenweibchen entspricht. "Hinzu kommt, dass Jagd um die Zeit des Vollmondes wesentlich erfolgverheißender ist, weil Wild dann auch nach Sonnenuntergang novh verfolgt werden kann" (Würde ich gern den Biologen Volker Sommer fragen, warum setzt er unfruchtbare Tage gleich mit Menstruationtagen und wie kann ich meine Tagen bewusst abstimmen)
Die 4 künstlichen Säulen stehen. Weitere Zitat: "Damit ergibt sich mehr oder weniger zwangsläufig (
?!) folgendes Schema: die Menstruation von Urfrauen fiel mit Neumond zusammen; die korrespondierende Unfruchtbarkeit befreite die Männer vom gegenseitigen Misstrauen, und sie zogen alsbald gemeinsam auf die Jagd - wie ebenfalls die Geschlechtgenossen benachbarter Clans. Bei abnehmendem Mond wurde die Beute heimgebracht, unter Feuereinwirkung zubereitet und verzehrt - wobei es zu sexuellen Kontakten kam. ...Auch bei dieser Spezies (
geneint Schimpanses) kommen vermutlich jene Männchen vorzugsweise in den Genuss von Sex, die den Weibchen ihrerseits fleischliche Genüsse zu bieten haben."
Aber wozu dient diese ausgedachtes Konstrukt? Eigentlich muss es um die Religion gehen. Weiter Herr Sommer erzählt uns über Malereien und Ritzungen auf die Felsen. "Speziell im sub-saharischen und australischen Raum zeigen Bildwelten oft Zusammenhang
zwischen sexuell nicht vefügbaren Frauen, Jagd und Mondphasen. Weitere Zitat:"Gleichzeitig häufen sich Funde, die auf zunehmend großflächigere Ausbeutung und Verarbeitung von Ocker hinweisen. Die Verwendung roter Farbe könnte im betrugsstrategie jener Frauen stehen, die wegen Schwangerschaft, Stllzeit oder Krankheit gar nicht fruchtbar waren <.....> Damit verblieb als einziger, gleichwohl auffälliger Marker alsbald zu erwartender fruchtbarer Tage die Monatsblutung. In Kooperation mit ihren Geschlechtsgenossinen könnten die nicht fertilen Urfrauen den Mangel an Menstruationsblut durch Ocker effektiv übertünchen. Dies erhöhte die Attraktivität des Weibchenkollektivs und steigerte damit die Versorgungsmotivation der Männer"
Es ist genug. Haben Sie auch nicht den Eindruck, Herr Sommer ist frauengestört und brauch psychologische Hilfe? Vor allem stört mich die Tatsache, dass dieser absolut schwachsinniger Konstrukt hat gar nicht mit Religion zutun.
Jetz können sie mir auch vorwerfen, warum ich habe es geschrieben unter Thema Religion. Freddie beginn der Thread mit Beitrag über Religion und Wissenschaft. Ich möchte es fortsetzen. Setze aber andere Aspekt. Was ist gemeinsames in beiden. Sind sie wirklich absolute Anti-Etwas?
Herr Sommer und Co. halten hoch die Flage der Evolution. Wenn jemand greift sie an, dann greift er das "heiligste" in der Biologie - die Evolution. Es ähnelt die Vorgängen in Religion. Einige nehmen auf sich das Recht interpretieren die Evolution und beschuldigen den Anderen, dass sie verstehen es nicht. War nicht so in Religion?
Die Religion ist die Mutter von Wissenschaft. Anfangs war
sie das, was erklärte Menschen den Welt. Wann in unseren Vorfahren ersten Blitze des menschlichen Bewusstseins hatten stattgefunden, begannen sie beobachten die Welt und suchen Zusammenhänge, eigene Stellung in der Welt. Religion und Wissen waren vereint. Zusammen mit den Menschen Religion hat ekspandiert, anfangs in Form primitive Naturkulten, dann hat sich die ersten Sterne entzündet - ersten Religionen archaischen Hochkulturen. Meistens von denen sind schon längst vergessen. Aber ihrerrzeit sie haben inspiriert zu neuen Religiösen Ideen, sie haben Basis gelegt für alle neuzeitliche Religionen. Das Alter (von Jedem) ist verbunden mit Konservativismus und Dogmatik, mehr oder weniger.Die Religionsdogmen hatten behindert die Wissenschaft. Sie begann eigener Wege zu gehen. Sie begann ekspandieren, bilden neue Wissenschaftzweige. Sie fliegen immer weiter auseinander. Die Komplexität die Wissenschaften bildet eigene Sprache, was erschwert Kommunikation mit Kollegen.
Ich hatte immer grosse Respekt von den Wissentschaft. Aber jetzt begann ich langsam zweifeln. Die Beispiel oben ist nur ein von mehreren. Die Wissenschaft ist geworden Massenkonsum, die gute Tatsache, die aber bringt mit sich einige Gefahren.
Bearbeitet von Irena am 22.02.2007 um 10:48 Uhr.