Die größte und kritischste Spaltung, die ich sehe, ist die Spaltung der Bevölkerung in Deutschland zwischen Ost und West.
Ja, da stimme ich dir zu. Der Osten hat eine ganz andere Entwicklung genommen als der Westen, denn während im Westen die asoziale Marktwirtschaft das bestehende System war mit Wettbewerb und Arbeitslosigkeit, gab es im Osten Planwirtschaft mit Arbeitsplatzsicherheit, aber Reisebeschränkung. Der Nachteil im Osten: "Wir hatten ja nichts", was aber dazu geführt hat, dass die Bevölkerung eine ganz andere Solidarität untereinander übte und da stets irgendwie improvisiert werden musste, hat sich dort von den Kenntnissen und Fähigkeiten her mehr getan. Das Bildungssystem war ein ganz anderes, besseres. Das sieht man heute noch, wenn man die PISA-Studie anschaut: Auf den ersten Plätzen Sachsen und Thüringen, gefolgt von Bayern und BaWü, auf den letzten Plätzen NRW und Bremen direkt hinter Berlin und Brandenburg.
Wenn man jetzt die Bildung in den Bundesländern und den politischen Mainstream dort nebeneinander hält, erkennt man folgendes:
1. In Sachsen und Thüringen begann der Umbruch '89, dort beginnt auch derzeitig wieder ein Umbruch
2. Sachsen, Thüringen und Bayern sind quasi "Dunkeldeutschland", weil dort die größte Skepsis gegenüber Ausländern herrscht
3. Berlin, Bremen, Brandenburg und NRW wurden / werden von linken Regierungen geführt
4. In Berlin, Brandenburg und NRW gibt es mehr Multi-Kulti als in Sachsen oder Thüringen
Zitat von Otto:
Politisch wird sich der "Westen" über die nächsten Jahre zu den politischen Gruppierungen wie im "Osten" entwickeln, zu einer vielfältigeren Parteienlandschaft als in der Vergangenheit.
Und das ist auch gut so.
Auch da kann ich dir nur zustimmen! Ich denke, die Bevölkerung merkt langsam selber, dass sie von der Politik nur verarscht und ausgebeutet wird. Jahrelang heißt es seitens Politik und Wirtschaft: "Wir müssen sparen", während Diäten und Vorstandsgehälter durch die Decke schießen, aber Reallöhne jahrzehntelang gesunken sind. Bist du als Deutscher in Not, musst du 16 Seiten Formular ausfüllen, alles offenlegen und nachweisen. Kommst du als Fremder ohne Papiere ins Land, bekommst du problemlos Unterkunft, Verpflegung und Geld. Da kannst du dich mit bis zu 14 verschiedenen Identitäten anmelden und kassierst 14 mal. Jahrelang heißt es, es sei kein Geld da für Arme und Rentner, wenn aber Banken gerettet werden müssen oder Flüchtlinge kommen, sprudeln nur so die Milliarden. Rentner müssen im Abfall nach leeren Pfandflaschen suchen und sich Essen von den Tafeln holen, während viele Flüchtlinge in teurer Markenkleidung und mit den neuesten Smartphones im Park sitzen... Und wenn man das mal so in den Raum stellt, dann kommen die links-rot-grünen Gesinnungsterroristen und schreien gleich "Du Nazi!".
Zitat von Otto:
Lösungensmöglichkeiten:
1. Man muß über die Probleme offener sprechen, egal ob politisch korrekt oder nicht.
Wer ist "man"?
Zitat von Otto:
Es sollte in diesen Diskussionen stets mehr darauf ankommen, seine eigene Meinung kritisch zu überprüfen. Ich finde es furchtbar, wenn in den Talkshows im Fernsehen Leute auftreten, die nur recht haben wollen, andere laut nieder schreien und nur ihre eigene Meinung gelten lassen. Es würde schon helfen, die weit verbreitete politische Dummheit durch eine neue erfrischende Diskussionskultur zu überwinden.
Die Talkshows in den öffentlich-rechtlichen Programmen sind doch fest integrierte Säulen des politischen Systems!
Egal, um was es geht: Talkgäste werden immer in ungleichen Mengen eingeladen. Da sitzt dann ein Islamkritiker zwei Muslimen, einer linken Journalistin und einem Integrationsbeauftragten gegenüber, der zwar mit dem Islam nichts zu tun hat, aber klug daherreden kann.
Oder beim Klima - ein Klimaskeptiker gegen fünf Klimafanatiker. Und so ist das immer, ganz egal, um was es geht. Eingeladen wird, was den Mainstream in die richtige Richtung lenkt.
Zitat von Otto:
2. Es sollte vor allem zu den Wahlen eine Partei gewählt werden, die das Leistungsprinzip in den Bildungseinrichtungen wieder herstellt, welches unangefochten in der freien Wirtschaft gang und gäbe ist.
Das setzt voraus, dass sich die wählende Mehrheit überhaupt mit solchen Themen beschäftigen würde. Das Gegenteil ist der Fall. Die einen wählen straff links, weil sie den erarbeiteten Wohlstand natürlich mit der ganzen Welt teilen wollen. Die anderen wählen nur grün, weil der Planet gerettet werden und dafür der Mensch zurück in die Höhlen muss. Die nächsten wählen Sozialdemokraten, weil die ja so tolle Versprechen abgeben können, ohne die je umsetzen zu müssen, weil die nie wieder die alleinige Regierung stellen werden. Der überwiegende Rest wählt liberal oder konservativ, weil er entweder um sein Vermögen fürchtet, oder aber weder zu den links-rot-grünen Idealisten, noch zu den rechten Nazis gehören möchte. Der weit überwiegende Teil der wahlberechtigten Bevölkerung kennt sich weder aus mit Volkswirtschaft, mit Gesellschaft-, Bildungs- oder Finanzpolitik, noch interessiert er sich dafür. Aber in der Demokratie bestimmt nun mal die Mehrheit, wo es lang geht, auch wenn die sich gar nicht auskennt.
Zitat von Otto:
3. Wer unseren europäisch-westlichen Humanismus nicht akzeptieren will, muß politisch, gesetzlich und finanziell unter Druck gesetzt werden, und zwar massiv.
Und das ist es, was den Nazis immer unterstellt wird. Da wird der Begriff "Rassismus" nahezu inflationär in die Runde geworfen, weil hier eben bestimmte Menschengruppen (nämlich alle diejenigen, denen z.B. religiöse Gesetze wichtiger sind als die von Menschen gemachten und die damit den Humanismus ["Human" kommt ja von "Mensch"] ablehnen, "ausgrenzen".
Und wieder schließe ich den Kreis. Um hier generell etwas zu verändern, müssen sich zunächst immer mehr Patrioten zusammenfinden, müssen Rückgrat zeigen und sich tapfer all den Beschimpfungen aus der linken Ecke entgegen stellen. 1989 waren es in Sachsen und in Thüringen auch die "Feinde des Systems", die auf die Straße gegangen sind und damit eine friedliche Revolution zum Sturz der Regierung ausgelöst haben. Heute sehe ich da ein Erstarken der AfD und von PEGIDA.
Wenn das mal kein Zufall ist...
Wenn man sein Essen mit jemandem teilt, hat man danach selbst etwas weniger.
Teilt man aber sein Wissen, hat man hinterher noch genau so viel, der andere aber etwas mehr als vorher.